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Lieb sein reicht nicht - Das Vermächtnis der Lilith
Verfasser: Viktoria Kalkbrenner (1)
Verlag: Books on Demand (1774)
VÖ: 21. November 2018
Genre: Frauenliteratur (1049)
Seiten: 350 (Kindle Edition), 348 (Taschenbuch-Version)
Themen: Geheimgesellschaften (171), Kollegen (259), Selbstvertrauen (24)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
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Entweder bin ich zu gutmütig oder zu naiv, denkt Anna, immer wieder schafft es dieser verflixte Oliver, auf meine Kosten Karriere zu machen. Doch nun reicht es. Durch eine Freundin lernt sie die „Töchter der Lilith“, einen alten Frauen-Geheimbund kennen. Kann der Anna dabei helfen, sich gegen Oliver durchzusetzen?
Und dann interessiert sich auch noch Nick, ein äußerst attraktiver Kollege, für sie. Aber eine Beziehung unter Kollegen will Anna auf keinen Fall. Was für ein Schlamassel…
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Viktoria Kalkbrenner für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Viktoria Kalkbrenner gibt es auf ihrer Autorenseite.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

„Du arbeitest doch oft mit Oliver zusammen. Ich verstehe nicht, weshalb er bei der Analyse so schlechte Arbeit abgeliefert hat. Ich war ja bei der Abschlusspräsentation von Fuhrmann dabei. Das war genial, was er da geleistet hat.“
     Anna sog scharf die Luft ein. Jetzt war Oliver nicht einmal anwesend und trotzdem schaffte er es, sie auf die Palme zu bringen. Sollte sie Nick gestehen, dass Oliver sie schamlos ausnutzte und außer der Pflege der Kundenbeziehungen keine Verdienste in dem Projekt bei Fuhrmann hatte? Nick musste sie ja für völlig bekloppt halten, dass sie das mit sich machen ließ. Aber sie konnte sich auch nicht dazu durchringen, Nick anzulügen, indem sie Oliver als kompetenten Kollegen darstellte. Deshalb entschied sie sich für einen Mittelweg. „Oliver und ich besprechen alles und teilen uns die Aufgaben. Das Ergebnis war nicht alleine Olivers Leistung. Daran hat das ganze Team hart gearbeitet.“
     Nick blieb stehen und blickte Anna nachdenklich an. Die Straßenlampe über ihnen schien so hell, dass er Annas Gesichtszüge gut sehen konnte. Sie wirkten etwas angespannt.
     „Oliver hat es aber so aussehen lassen, als hätte er das Projekt praktisch im Alleingang gestemmt.“
     Heftig schüttelte Anna den Kopf.
     „Möchtest du mir damit sagen, dass Oliver sich auf Kosten des Teams profiliert hat? Er stellt sich als Super-Berater dar, obwohl das Ergebnis nicht von ihm stammt?“
     Anna schnitt eine Grimasse und nickte.
     „Wenn er schon die Ausarbeitungen nicht gemacht hat, stammen dann wenigstens die Ideen von ihm?“
     Anna zögerte, doch Nick drängte auf eine Antwort. „Anna, rede mit mir! Von wem sind die genialen Ideen in diesem Projekt?“
     „Die meisten sind von mir“, gab Anna leise zu.
     Nick schaute sie ungläubig an. „Weshalb hast du das bei der Präsentation nicht klargestellt?“
     Das war genau die Frage, die Anna nicht beantworten wollte. Sie blickte verlegen zu Boden.
     Nick schüttelte fassungslos den Kopf. „Na, nun wird mir einiges klar. Oliver arbeitet immer so wie in der letzten Analyse, nicht wahr?“
     Kurzes Nicken.
     „Anna, ist dir klar, dass er auf deine Kosten Karriere macht? Weshalb deckst du ihn?“
     Konnte Nick jetzt nicht langsam aufhören mit seinen Fragen? Er ahnte ja nicht, wie glasklar Anna diese Tatsache inzwischen vor Augen stand. Sie wollte ihm das jetzt jedoch nicht alles auseinandersetzen.
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