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Das Schicksal einer Familie 1 - Jahre aus Seide
Verfasser: Ulrike Renk (30)
Verlag: Aufbau (615)
VÖ: 7. Dezember 2018
Genre: Familienepos (284) und Historischer Roman (3645)
Seiten: 549 (Kindle Edition), 576 (Taschenbuch-Version)
Themen: Dreißiger Jahre (157), Erste Liebe (160), Judentum (140), Nationalsozialismus (240), Seide (5)
Reihe: Das Schicksal einer Familie / Die große Seidenstadt-Saga (2)
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Lesermeinungen (5)     Blogger (3)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 31. Dezember 2018 um 17:09 Uhr:
» Beruhend auf einer wahren Geschichte erzählt Ulrike Renk das Leben der jüdischen Familie Meyer in den 30er Jahren in Krefeld. Familie Meyer lebte zur damaligen Zeit in Krefeld in privilegierteren Verhältnissen. Karl Meyer ist als Vertreter für Schuhe erfolgreich in ganz Deutschland unterwegs. Martha Meyer ist zu Hause und kann sich ganz der Betreuung der Kinder Ruth und Ilse widmen. Unterstützung erhält sie dabei vom Kindermädchen Leni und auch von der Haushaltshilfe Frau Jansen. Der Familie geht es für damalige Verhältnisse ausgesprochen gut, sie haben keine Not. Und doch verändert sich das Leben in Krefeld. Die Repressalien gegen Juden nehmen zu und machen auch vor der Familie Meyer nicht halt. Anfänglich wollen sie diese nicht wahrhaben und hoffen immer noch auf eine Besserung der Situation, aber im Gegenteil, es wird immer schwieriger für alle. Änderungen im persönlichen Umfeld der Meyers nehmen zu. Viele Freunde und Verwandte versuchen ins Ausland zu kommen, nach Palästina oder in die USA. Die Frage ist nur, ob es auch den Meyers gelingen wird?

Mit viel Liebe erzählt die Autorin hier aus dem Leben dieser jüdischen Familie. Aufgrund der geschichtlichen Ereignisse wissen wir alle bereits beim Lesen was passieren wird. Das macht das Leben auf der einen Seite so spannend. Wie geht die Familie mit den Einschränkungen in ihrem Leben um? Wie reagieren sie auf die Veränderungen? Auf der anderen Seite ist es aber so, dass die Veränderungen und Einschränkungen gerade in dieser Familie erst sehr spät zum Tragen kommen. Ich hatte wahrscheinlich eine andere Vorstellung und habe mir das Leben der Familie sehr viel tragischer vorgestellt.

Toll fand ich die Charakterisierung der übrigen Familienmitglieder und ihren Umgang miteinander. Ganz großartig war Karl Meyer, der für seine Schwiegermutter immer die passende schlagfertige Antwort parat hatte.

Unbedingt empfehle ich auch das Nachwort zu lesen. Hier schreibt Ulrike Renk, wie es eigentlich dazu kam dieses Buch und auch die nachfolgenden Bücher zu schreiben.

Auch wenn ich mir einiges im Buch anders vorgestellt hätte, empfehle ich dieses Buch sehr gerne. Von mir gibt es dafür 3,5 Lesesterne.«
  14      0        – geschrieben von Xanaka
Kommentar vom 31. Dezember 2018 um 15:52 Uhr:
» Handlung:
Ruth hat eine unbeschwerte Kindheit. Sie wächst in einer liebevolle Familie auf, hat viele Freunde und muss nie Hunger leiden. Mit ihrerer besten Freundin Rosi entdeckt Ruth die Villa von dem Seidenhändlers und entdeckt dort ihre Leidenschaft für kunstvoll bedruckte Stoffe. Sie lernt verschiedene Schnittmuster kennen und hat nicht nur Spaß an der Sache, sondern stellt sich auch geschickt an.
Doch die Zeiten werden düsterer, die Nazis erhalten immer mehr Macht und Ruth muss sich mit ihrer Familie vor der Zukunft fürchten. Denn nicht nur sie sind Juden, sondern auch viele Freunde und ihre erste Liebe, Kurt. Viele jüdische Familien in Krefeld überlegen, ob und wohin sie auswandern. So auch die Familie von Ruth.

Meinung:
Das Cover finde ich wirklich gelungen. Es ist sehr freundlich und liebevoll gestaltet, alle Farben harmonieren perfekt miteinander und sind super aufeinander abgestimmt. Teilweise erinnert es an ein Gemälde oder eine Fotografie, was besonders durch die Pose und Haltung der Dame beeinflusst wird.

Am Anfang des Romans befindet sich eine Auflistung der wichtigsten Personen. Dies ist recht verwirrend dargestellt, ich brauchte erst einmal eine Minute, um mich reinzufuxen. Bisher habe ich dies noch nie so gesehen und es gibt eindeutig einfachere Wege, um die Personen aufzulisten.

Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil genutzt. Durchweg ließ sich der Roman leicht lesen, trotzdem konnte mich die Handlung erst ab dem letzten Drittel gefangen nehmen. Bis dahin ist sie nur so vor sich hingeplätschert und nur wenig Spannendes ist passiert. Es gab keine wirklichen Konflikte oder Diskussionen, von jeder Idee waren immer alle sofort begeistert und keiner hat mal auf den Tisch gehauen. Mir war das zu seicht und friedlich, alle hatten sich ständig lieb und nur eine Person ist aus dem Schema gefallen. Das war mir zu wenig.
Immer wieder tauchen einige Unstimmigkeiten auf, z.B.: wird an einigen Stellen Ruths Alter falsch angegeben. Diese Fehler haben mit der Zeit immer mehr gestört und haben auch ein Stück weit meinen Lesefluss gestört.

Ich bin voller Erwartungen in die Geschichte reingegangen. Der Anfang der Leseprobe hat mir wirklich gut gefallen, es wurde das Bild einer harmonischen und liebevollen Familie gezeigt. Als Leser hatte man genug Zeit, um sie kennenzulernen und sich mit ihnen anzufreunden.
Leider wurde nie ein anderes Bild der Familie gezeigt. Alle wurden nur mit positiven Attributen versehen, es gab keine Konflikte, die in einer Familie typisch sind. Zumindest wurden diese mit keinem Wort erwähnt.
Einzig die Großmutter Emilie ist aus diesem Schema gefallen. Sie ist eine taffe, strenge Frau, die nicht jede Entscheidung sofort gutheißt, sondern Dinge auch hinterfragt. Im Zusammenspiel mit den anderen Charakteren kommt sie natürlich schlecht weg, wirkt teilweise wie ein Antagonist. Für mich war sie tatsächlich der beste Charakter. Sie zeigte viel Tiefe und sticht durch ihr Wesen aus der Menge heraus.

Viele Situationen und Handlungen wirken künstlich und als Leser fragt man sich, ob dies wirklich der Wahrheit entspricht. An vielen Textstellen hatte ich wirklich gedacht, dass die Autorin ihrer Fantasie freien Lauf gelassen hat und war darüber erstaunt, als ich erfahren habe, dass dies sich so wirklich zugetragen hat. An genau diesen Szenen erkennt man als Leser dann auch, wie viel Mühe sich die Autorin mit der Recherche gegeben hat und viele Ereignisse Hand und Fuß haben.

Anhand des Klappentextes hatte ich erwartet, dass sich der Roman sehr stark um Ruth dreht und sich die Handlung vor allem um ihre Jugendjahre dreht. Hier führt der Klappentext stark in die Irre. Als Leser lernt man Ruth als Kind von sechs Jahren kennen und nur ein kleiner Teil der Handlung dreht sich um die jugendliche Ruth, mehr wird ihre Kindheit betrachtet.
Bei ihr muss ich leider auch sagen, dass ich finde, dass sie kaum eine Entwicklung durchgeht. Ja, sie wird älter und erwachsener. Jedoch ist der Wandel kaum sichtbar und sie wirkt auf mich sehr lange Zeit wie ein kleines Mädchen, auch noch, wenn sie 10 Jahre alt ist.

Fazit:
Lange Zeit war mir die Handlung zu seicht, es ist nur wenig passiert und alles war zu harmonisch. Das hat sich erst ab dem letzten Drittel des Romans geändert, hier bekam die Handlung etwas mehr Spannung, das Ende hat einen Höhepunkt gebildet, welcher sich klar heraushebt und dem Roman viel Dramatik gegeben hat. Trotzdem war es für mich nicht ausreichend genug.«
  14      0        – geschrieben von MarySophie
 
Kommentar vom 30. Dezember 2018 um 13:00 Uhr (Schulnote 1):
» „Jahre aus Seide“ ist der erste Band einer Trilogie um die Familie Meyer.

Die Geschichte der Familie Meyer beginnt im Jahr 1932 in der Samt-und-Seide-Stadt Krefeld. Ruth wächst mit ihrer kleinen Schwester Ilse sehr behütet auf. Vater Karl ist erfolgreich als Schuhhändler unterwegs. Martha möchte ihren Kindern eine gute Mutter sein, da sie selbst erlebt hat, wie kalt die Atmosphäre in ihrer Kindheit war. Meyers bauen ein Haus gegenüber der Villa Merländer, das für sie ein wirkliches Zuhause wird. Ruth findet schnell Kontakt zu Rosi, der Tochter von Merländers Chauffeur. Als Rosi Ruth Stoffmuster aus der vorjährigen Kollektion Merländers schenkt, fängt Ruths Begeisterung für Stoffe und das Nähen an. Doch dunkle Schatten ziehen auf und es gibt ständig neue Einschränkungen für jüdische Familien. Daher rückt man näher zusammen und versucht das Leben trotzdem zu genießen. Aber immer mehr Familien wollen weg aus Deutschland. Karl zögert lange, zu lange. Dann gibt es gewaltsame Übergriffe. Wird es der Familie gelingen, sich zu retten?

Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten und die Autorin berichtet im Nachwort, wie sie dazu kam, sich mit Ruths Geschichte zu beschäftigen.

Die erste Hälfte des Buches lässt uns am Familienleben der Meyers teilhaben. So lernt man die Protagonisten gut kennen. Es passiert nicht viel und doch spürt man etwas Bedrohliches. Ich denke, dass es gerade dieser Kontrast zu dem späteren Geschehen ist, der einen so erschüttert.

Ich habe einiges Neue erfahren, anderes aufgefrischt über den jüdischen Glauben und seine Feste.

Den Meyers geht es gut, aber sie haben auch ein Herz für andere. Sie helfen gerne, selbst dem Nazi, dem das Geld ausgegangen ist. Ihre Angestellten haben es gut bei ihnen und zu Karls Fahrer Aretz und seiner Familie gibt es eine freundschaftliche Beziehung. Man sieht die Gefahr und glaubt doch, dass der Spuk schnell wieder vorbei ist. Karl betrachtet sich in erster Linie als Deutscher und erst dann als Jude. Das lässt ihn auch zögern, einen Ausreiseantrag zu stellen. Wir wissen heute alle, wie es dann weiterging; erst traf es die Geschäfte von Juden, dann die Synagogen. Der Schulbesuch wurde jüdischen Kindern verwehrt, die Berufsausübung den Erwachsenen und dann gab es die Jagd auf jüdische Menschen…

Man wollte die Juden nicht haben und machte ihnen doch die Ausreise schwer. Die Nachbarländer sahen zu und auch sie wollten die jüdischen Menschen nicht. Zum Glück gab es aber auch Menschen, die nicht mitmachten, sondern halfen.

Wir erleben alles hautnah am Schicksal der Familie Meyer mit, zuerst das glückliche, unbeschwerte Familienleben, dann die Angst, aber auch die Hoffnung und am Ende die Übergriffe. Das macht es besonders bedrückend. In mir löste es Fassungslosigkeit und Wut aus, Wut auf die Engstirnigen, die mit fadenscheinigen Begründungen Jagd auf Minderheiten machten.

Es ist ein sehr emotionales Buch, das hoffentlich eine Warnung ist, dass so etwas nie wieder geschehen darf. Ich bin schon sehr gespannt auf die Folgebände.«
  14      0        – geschrieben von buecherwurm1310
Kommentar vom 29. Dezember 2018 um 23:45 Uhr (Schulnote 1):
» Eine historische Figur in einem teilweise fiktiven Roman verwebt

Kurz zum Inhalt:
Die jüdische Familie Meyer lebt in Krefeld, wo sie in der Nähe des reichen Seidenhändlers Merländer ein Haus baut. Vater Karl hat aufgrund einer Sehschwäche einen katholischen Chauffeur, der ihn im ganzen Land herumführt, wo er Schuhkollektionen verkauft. Der Familie geht es finanziell sehr gut.
Ruth freundet sich mit Rosi, der Tochter von Merländers Chauffeur an, und verbringt viel Zeit in der Villa Merländer. Dort kommt sie auch zum ersten Mal mit teuren Stoffen und Seide in Kontakt und ist sofort begeistert. Ihre Oma bringt ihr das Nähen bei und wie man Schnittmuster entwirft.
Ruth hat eine behütete Kindheit, und in ihrer Jugend verliebt sie sich in Kurt.
Doch die Nationalsozialisten erlangen immer mehr Macht, und die Juden werden in ihrem Leben immer mehr eingeschränkt.
Viele jüdische Familien planen auszuwandern, ebenso die Familie von Kurt, doch Karl ist lange Zeit dagegen und hofft, dass die furchtbare Zeit bald vorbei ist...


Meine Meinung:
"Jahre aus Seide" ist der erste Teil der Trilogie um die jüdische Familie Meyer vor und im Zweiten Weltkrieg, im Vordergrund steht die Tochter Ruth. Dieser erste Teil handelt von Ruths Kindheit in den 1920er und 1930er Jahren vor dem Weltkrieg.
Der Schreibstil ist ruhig und authentisch. Leider suggeriert der Klappentext einen etwas anderen Inhalt, nichts desto trotz war ich von dem Buch begeistert! Es wird die Familiengeschichte der Meyers erzählt, nach einer wahren Begebenheit. Dadurch, dass man als Leser weiß, welches politische Ereignis passieren wird, sieht man alles natürlich durch andere Augen.
Auch wenn jetzt nicht ein spannendes Ereignis dem anderen folgt - es ist eine Familiensaga, und wer Tempo und Spannung will, möge einen Krimi oder Thriller lesen.
Vor allem die Familie Aretz, allen voran Hans Aretz, Karls Chauffeur, hat das Herz am rechten Fleckt und die Meyers sehen die Aretz' nicht nur als Angestellte, sondern als Freunde, mit denen sie auch oft in Urlaub gefahren sind.
Die ersten zwei Drittel 'plätschern so vor sich hin', um es mal salopp zu sagen, und das letzte Drittel nimmt dann an Fahrt auf, denn die Zustände für die Juden werden immer schlimmer.
Das Buch endet leider mit einem fiesen Cliffhänger, bei dem man als Leser unbedingt sofort den nächsten Band zur Hand nehmen will um zu erfahren, wie es mit der Familie Meyer weitergeht!
Das Cover suggeriert sofort einen historischen Roman, und auch die Cover der anderen beiden Bände lassen die Zusammengehörigkeit dieser Trilogie erkennen.


Fazit:
Emotionale und dramatische Familiensaga nach einer wahren Begebenheit, die mich sehr gut unterhalten hat. Ich bin schon sehr neugierig auf die anderen beiden Bände!«
  14      0        – geschrieben von Petzi_Maus
Kommentar vom 22. Dezember 2018 um 13:20 Uhr (Schulnote 1):
» Ruth Meyers Schicksal: Kindheit und Jugend

Ruth Meyers Vater war selbstständiger Handelsvertreter für Schuhe. Er war sehr viel unterwegs und nur am Wochenende zu Hause. Dies hier ist die Geschichte einer jüdischen Familie zu Zeiten Hitlers und davor. Es beginnt 1926 als Ruth etwa fünf Jahre alt war und die Familie dann ein neues Haus baute. Niemand konnte sich vorstellen, dass es nochmal einen Krieg geben würde, denn der Große Krieg war allen noch in bester Erinnerung. Doch schon da begann Hitlers Hetzkampagne und es wurde – wie wir ja alle wissen – immer schlimmer. Bis hin zum Ausschluss aus der Gesellschaft. Lange Zeit konnte sich niemand vorstellen, dass geschehen würde, was letztendlich tatsächlich geschah. Keiner wollte eigentlich aus Deutschland weg, denn dieses Land war doch ihre Heimat. Auch Ruths Eltern, Karl und Martha Meyer wollten nicht weg.
Was wird die Familie tun? Wird sie einen Auswanderungsantrag stellen? Und wird er genehmigt werden? Was passiert mit Ruth und ihrer Schwester Ilse?

Meine Meinung
Das Buch ließ sich sehr gut lesen. Auch ist der Schreibstil von Ulrike Renk nach meinem Geschmack. Es ist – zunächst – ein ruhiges Buch. Es passiert nicht viel, denn wir lesen nur, wie Ruth darauf kam, zu nähen, warum ihr Vater einen Chauffeur brauchte, und wie sie sich mit dem Nachbarsmädchen anfreundete, die nicht jüdisch war. Wir lesen, von ihrer Schulzeit, ihren Freundinnen und ihren Unternehmungen. Doch dann kommt Hitler an die Macht. Niemand hatte sich aus Ruths Familie und Bekanntenkreis vorstellen können, was dieser Mann für ein Unheil anrichten würde. Ja, ein Onkel wurde sogar, ich möchte sagen ausgelacht, weil er bereits ein Auswanderungsantrag nach Palästina gestellt hatte, als Hitler noch gar nicht Reichskanzler war. Erst als es fast schon zu spät war, wollten auch Meyers auswandern. Was Ruth während der ganzen Zeit so alles erlebte und wie ihre Jugend verlief können wir alles in diesem Buch nachlesen. Zuerst erschien es mir etwas langatmig, es passierte einfach nichts Gravierendes, doch dann hat es mich doch in seinen Bann gezogen, ich wollte wissen, ob es Ruth gelingen würde zu überleben. Da dies ein Mehrteiler wird, bin ich somit auch sehr gespannt auf die Folgebände. Auf jeden Fall hat Ulrike Renk in diesem Buch sehr anschaulich die Ereignisse aus Ruth Meyers Leben wiedergegeben. Natürlich ist einiges auch fiktiv. Denn wie wir im Nachwort lesen können, gab es diese Familie und auch noch einige andere Personen aus diesem Buch tatsächlich. Ich finde es super, dass Ulrike Renk in einem Nachwort erklärt hat, welche Personen es tatsächlich gab und ich finde, sie hat super recherchiert. Auch befindet sich am Anfang des Buches eine Liste der vorkommenden Personen, was ich auch sehr schön finde. Dieses Buch hat mich wider Erwarten doch sehr gefesselt – trotz kleiner Längen am Anfang – in seinen Bann gezogen und gut unterhalten. Ich habe einmal mehr mich über diesen Größenwahnsinnigen aufregen können, der so viel Leid über die Menschen gebracht hat und nicht nur über die Juden. Von mir gibt es für dieses Buch eine Empfehlung sowie volle Bewertungszahl.«
  14      0        – geschrieben von Lerchie
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