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TASCHENBUCH
 
Seelenfeuer - Zwischen Schmerz und Vergebung
Verfasser: Stephanie Pinkowsky (3)
Verlag: Eigenverlag (11660)
VÖ: 1. Dezember 2018
Genre: Gegenwartsliteratur (2363)
Seiten: 236 (Kindle Edition), 374 (Taschenbuch-Version)
Themen: Beziehungen (1218), Filme (106), Geheimnisse (3224), Schauspieler (492), Vergebung (77)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Stephanie Pinkowsky für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Stephanie Pinkowsky gibt es auf ihrer Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Auszug aus Kapitel 5 - Todesblüte


Katja las am Strand, auf der Terrasse, am Tisch und im Bett. Der Roman zog sie mehr denn je in seinen Bann, sodass sie ihn kaum aus der Hand legen konnte. Sie las abwechselnd kapitelweise aus dem belletristischen Werk, anschließend die entsprechende Szene aus dem Drehbuch, um die Umsetzung beurteilen zu können. Erstaunlicherweise würde der Film recht originalgetreu bleiben. Kaum etwas wurde im Drehbuch verfälscht, höchstens ein wenig gekürzt.
     „Kannst du das nicht mal eine Minute beiseitelegen?“
     Helene seufzte sichtlich genervt und strich sich eine goldblonde Haarsträhne aus dem Gesicht. Die Sonne stand hoch am Himmel, die Blätter der Palmen bewegten sich im seichten Wind. Katja lag in einer Hängematte, sie entspannte sich auf der Veranda des Strandhauses.
     „Ich bin von der Geschichte völlig fasziniert“, murmelte die junge Frau abwesend und blätterte weiter. „Hat dir das ernsthaft Victor König vermittelt?“
     „Ja, ich habe mich auch gewundert“, räumte Helene ein.
     „Hat er denn gar keine Bedenken wegen deines blütenreinen Images?“ Die Schauspielerin atmete tief ein. Sie musste das Offensichtliche beim Namen nennen.
      „Ich fürchte, ich bin langweilig geworden“, seufzte sie. „Mein Image ist zu glatt, die Menschen können sich mit mir nicht mehr identifizieren. Ich denke, aus diesem Grunde hat Victor nach einer Rolle für mich gesucht, die davon abweicht.“
     Die blonde Frau hob abschätzig das Kinn. „Und dann serviert er mir sowas! Ein Drehbuch über eine russische Auftragskillerin!“
     „Spiel es!“ Katja sah Helene fest in die Augen.
     „Ich weiß nicht, ob ich das kann.“
     „Wegen der Szenen zwischen Natalia und Ludmila?“, vermutete Katja. „Macht dir das Angst?“
     „Ja, ein bisschen.“ Helene schüttelte den Kopf. „Wie soll ich diese Szenen denn spielen, ohne dabei an dich zu denken?“
     „Ich verstehe“, Katja seufzte leise. „Aber vielleicht wäre es gerade deshalb eine perfekte Rolle? Du bist nicht das Porzellanpüppchen, zu dem die anderen dich machen wollen.“
     Helene spürte, wie ihre Augen sich mit Tränen füllten. Immer hatten Schönheit, Berühmtheit und Geld im Fokus gestanden, aber niemals ihre Seele. Die Schauspielerin beugte sich zu ihrer jungen Geliebten hinunter und gab ihr einen zärtlichen, nicht enden wollenden Kuss.
     „Ich liebe dich.“
     Katja zog sie näher zu sich heran.
     „Für wie lange?“
     „Für immer.“
     „Und wie sehr?“
     „Über alles.“
     Dieses Wortspiel hatten die beiden Frauen sich angewöhnt, so als könne dieser Schwur sie vor allem Unheil beschützen.
     „Nimm die Rolle an“, flüsterte Katja ihrer Geliebten ins Ohr. „Vertrau mir. Aber bitte verzeih, wenn ich mir den Film nicht anschauen werde.“
     Katja verzog für einen kurzen Augenblick schmerzverzerrt das Gesicht, ehe ihr die nächste Frage herausrutschte: „Wer spielt eigentlich Ludmila?“
     Helene zuckte mit den Schultern. „Ich weiß es noch nicht.“
     „Lass uns die Texte proben“, schlug ihre Tochter plötzlich vor. „Ich spreche Ludmila und du Natalia. Ich kann die Dialoge mittlerweile so gut wie auswendig.“

Am Abend dachte Helene über Katjas Worte nach. Sie schürzte konzentriert die Lippen und blätterte durch das Drehbuch. Die Probe am Strand hatte ihr unheimlich viel Spaß bereitet und auch Katja war dabei vor Begeisterung regelrecht aufgeblüht.
     „Ich möchte deine ganze Welt verstehen“, hatte ihre Geliebte gesagt. „Dazu gehört die Schauspielerei.“ Helene hatte ihr daraufhin die Grundlagen nahegebracht.
     Gestik und Mimik, Stimme und Betonung. Die Stunden waren wie im Flug verstrichen, bis es schließlich zu dämmern begann.
     Helenes Handy klingelte nun schon zum zweiten Mal an diesem Abend. Es war Victor, der auf eine Antwort wartete. Sie griff entschlossen zu ihrem Smartphone und schaltete es aus, sie hatte sich noch nicht endgültig entschieden. Außerdem schwirrte noch eine weitere Überlegung durch ihre Gedanken. Katja beherrschte jeden Part von Ludmila. Vielleicht sollte sie ihre Tochter für die Rolle vorschlagen? Helene griff nachdenklich zu ihrer Cocktailschale, in der sich allerdings nur Kokoswasser mit einem Spritzer Limette befand.
     Wenig später betrat Katja die Veranda. Mit einem Lächeln stellte sie fest, dass ihre Geliebte sich erneut in das Drehbuch vertieft hatte.
     „Du hast Recht“, diese blickte plötzlich auf.
     „Womit?“
     „Die Hauptfigur ist besonders, trotz allem.“
     „Sag ich doch.“
     „Das war ich bisher nicht, aber ich will es ändern. Ich werde die Rolle spielen.“ Helenes Augen funkelten vor Entschlossenheit. „Aber nur mit dir, mit keiner anderen.“
     Ihre Tochter stutzte.
     „Mit mir?“, wiederholte sie ungläubig. „So eine Rolle?“
     „Ja.“
     Helene erhob sich und küsste sie leidenschaftlich. Sie atmete den Duft von Katjas Haaren und schmeckte das Meersalz auf ihrer noch nassen Haut. „Denkst du etwa, ich lasse eine andere Frau meine Geliebte spielen?“
     „Aber Helene...“, flüsterte diese ihr ins Ohr. „Ich bin keine Schauspielerin! Ich habe das niemals gelernt. “
      „Aber du bist meine Tochter, du hast es im Blut.“
     Früher hätte dieser Satz Ekel ausgelöst, heute bewirkte diese Wahrheit keinerlei negative Gefühlsregung mehr. Katja quälte eine andere Sorge.
     „Welche Art von Presseberichten erwartest du, wenn wir das gemeinsam durchziehen? Seit vielen Monaten versuchen wir alles, um unsere Liebe zu schützen. Und nun willst du so ein gewaltiges Risiko provozieren?“
     „Es ist und bleibt ein Film.“
     Katja runzelte nachdenklich die Stirn.
     „Bist du dir da ganz sicher?“
     „Ja, das bin ich.“
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