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TASCHENBUCH
 
Knochenwald
Verfasser: Christian Witt (1)
Verlag: Books on Demand (1730)
VÖ: 23. Mai 2018
Genre: Fantasy (8565) und Horror (987)
Seiten: 636
Themen: Kollegen (258), Obsession (88), Parallelwelten (286), Professor (221)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Christian Witt für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Christian Witt gibt es im Angstkreis Creepypasta und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Aus den Aufzeichnungen von Professor Arnold Wingert, zur Verfügung gestellt von Dr. rer. nat. Jonathan How.

Anmerkungen von Dr. How:
Diese bislang geheimen Aufzeichnungen sind offenbar an eine fiktiven Öffentlichkeit gerichtet, obwohl sie nie zuvor veröffentlicht wurden. Dies mag manchen Leser befremden und mag von Kritikern des Professors als Zeichen für dessen angegriffene Psyche gewertet werden. Diese sollten aber in Rechnung stellen, in welchem Maße die späteren Ereignisse seine Thesen stützen. Sogar weitaus mehr als es uns allen lieb sein kann. Ich persönlich halte seinen exzentrischen Stil deshalb vielmehr für eine Form der harmlosen, kreativen Extravaganz, zu der ein Mann mit derartigem Forscherdrang und solch beachtlichem Mut nun wirklich jedes Recht besitzt.

Die Natur ist etwas Wunderschönes, nicht wahr? Und nirgendwo spürt man sie ursprünglicher und in angenehmerer Gestalt als in Wäldern. Das vielfältige, wimmelnde Leben, die würzigen, lebendigen Gerüche und das Rascheln der Zweige und Blätter im Wind scheinen uns Menschen wieder mit einer Quelle zu verbinden, von der wir uns im Alltag schon lange entfernt haben.
     Der Wald – so scheint es – hat eine reine und wunderschöne Seele. Er ist wie geschaffen dazu, uns verlorene Kraft zurückzugeben und unsere Fantasie zu beflügeln. Aber wie alle Dinge auf dieser Welt, wie alle Dinge im Universum, hat der Wald auch eine tiefere, dunklere Dimension. Verborgen in den Abgründen seines Unterbewusstseins, wie das Freudsche ES.
     Es ist der Kern, um den sich all die vordergründige Schönheit gesammelt hat, wie bunte Zuckerwatte um einen verfaulten, hässlichen Knochen. Denn, auch wenn die Schönheit alles überstrahlt und süße Aromen die Verwesungsgerüche überdecken, ist der Kern noch immer da. Genauso präsent und unverändert wie am Anfang der Zeiten.
     Und man kann ihn entdecken. Es braucht nur einen falschen Schritt zur falschen Zeit. Nur ein Blinzeln, wenn die Augen in die richtige Richtung gerichtet sind und schon seid ihr an dem Ort, an dem alle ursprüngliche Schönheit hinweggefegt wurde. An dem jegliche romantische Kosmetik zerfließt im gnadenlosen Schein einer pechschwarzen Sonne. Eingeweihte nennen diesen Ort den Knochenwald und doch wird dieser Name seiner wirklichen Gestalt nicht vollkommen gerecht.
     Die Wahnsinnigen und Leichtsinnigen, die bewusst nach Wegen zu diesem Ort suchen ... Nun, sie können ihn finden. Sie brauchen nur auf Unstimmigkeiten in der natürlichen Ordnung zu achten. Seltsame Gesteinsformationen, grotesk verformte Äste, Pfade, die in tiefer Nacht in einem fahlen Licht leuchten, Insekten mit zwei, drei oder mehr Köpfen oder Glühwürmchen, die sich in großer Zahl in eine bestimmte Richtung bewegen.
     Wenn ihr diesen Zeichen folgt oder ohne Absicht an diesen Ort geratet, werdet ihr zunächst seinen besonderen Geruch bemerken. Es riecht dort durchdringend nach Blut und Verwesung, aber auch nach verbranntem Horn und versengten Knochen. Deine Ohren werden das hohle Klacken und Rasseln von Knochen hören, die vom Wind aneinander geschlagen werden.
     Jeder Schritt, den ihr im Knochenwald tut, wird von einem lauten Knirschen begleitet, wenn ihr die vielen Schädel, Gebeine und Knochenkügelchen mit dem Gewicht eurer Schritte niederdrückt. Niemand kann sich also im Knochenwald lautlos bewegen. Oder genauer gesagt: Zumindest kein Mensch.
     Ihr werdet mich vielleicht fragen wollen, woher all die Knochen stammen, die unter euren Füßen ihr trauriges Lied vom Verfall singen. Zum Teil sind es längst gestorbene Kreaturen. Waldtiere wie Eichhörnchen, Igel, Vögel und dergleichen, von denen nur noch zerbrechliche Knochen und leere Augenhöhlen übrig sind. Aber auch Menschen, die einst im Wald ermordet wurden oder selbst ihren Tod herbeiführten, finden hier ihre letzte, unheilvolle Ruhestätte. Und natürlich jene, die den Knochenwald aus eigenem Antrieb aufsuchten und nie wieder den Weg aus seinen dämmrigen, düsteren Fängen hinausfanden. Der Boden selbst erzählt ein Epos der Trauer und der Gewalt. Denn wer hier liegt, starb keines natürlichen Todes und wurde noch dazu längst von der Welt vergessen. Manche nach ihrem Tod, viele auch bereits zu Lebzeiten.
     Von Zeit zu Zeit wird euer Blick auch auf Skelette von eigenartigen Wesen fallen. Wesen, wie ihr sie noch nie zuvor gesehen habt. Nicht mal in euren Träumen. Oder euren Albträumen. Manche davon sind viel zu groß, um sich zum Bodenbelag zu gesellen. Diese hängen an den riesigen kahlen Bäumen, die selbst aus Knochen gefertigt sind. Missgestaltete, aber Ehrfurcht gebietende Kolosse einer Zeit, als die Erde noch jung war. Stumm und gewaltig schaukeln und baumeln sie an unsichtbaren Schnüren im ewig wehenden, kalten Wind.
     Und nicht alle von ihnen sind zu Gerippen geworden. An so manchen von ihnen klebt noch trockene Haut und ab und an sogar faulige Fleischstücke, die nach und nach zu Boden tropfen und die unter anderem für den besonderen Duft des Knochenwaldes verantwortlich sind. Diese abstoßenden Fleischreste bilden – neben Besuchern wie euch – die Nahrungsgrundlage für die einzigen echten Lebensformen in dieser dunklen Welt: die Schneidmaden.
     Diese Madenart kommt allein im Knochenwald vor. Die größten Exemplare werden ungefähr so groß wie ein mittelgroßer Hund. Ihre weißlichen Madenkörper verströmen ein unangenehm riechendes Gas, das bei vielen ihrer Opfer für Schwindel und Benommenheit und oft auch für grippeähnliche Symptome sorgt, was ganz sicher dazu dient, die Flucht ihrer Beute zu erschweren. Auch, wenn sie keine Beine haben, sind Schneidmaden unglaublich schnell und selbst ein gesunder und nicht von ihren Gasen betäubter Mensch kann Schwierigkeiten haben, vor ihnen davonzulaufen, wenn sie erst einmal so richtig Fahrt aufgenommen haben. Solltet ihr allerdings ihr Miasma eingeatmet haben, so könnt ihr euch eigentlich auch gleich zum Sterben auf den Boden legen und euch die sinnlose Flucht ersparen. Die Schmerzen hingegen ... die könnt ihr euch nicht ersparen. Denn Schneidmaden genießen ihre Mahlzeiten sehr und auch wenn sie notfalls mit Genuss Aas und stark verwestes Fleisch verzehren, so geht für sie doch nichts über das warme und zuckende Fleisch eines Menschen.
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