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Natalie Bennett 1 - Teufelseltern
Verfasser: Andrea Reinhardt (2)
Verlag: tredition (112)
VÖ: 6. Dezember 2017
Genre: Thriller (5090)
Seiten: 276 (Gebundene Version), 203 (Kindle Edition)
Themen: 2016 (6), Chicago (159), Ermittler (240), Ermittlungen (827), FBI (376), Folter (90), Misshandlung (31)
Reihe: Natalie Bennett (2)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Andrea Reinhardt für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Andrea Reinhardt gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     „Wie viele Bälger willst du mir andrehen?“, schimpfte er mit seiner Frau.
     Weitere fünf Jahre später kam der Bruder zur Welt. Sie liebte ihn. Doch die Freude hielt sich in Grenzen. Sie wusste, dass er genauso Opfer der Gewalt ihrer Eltern sein wird. Als Babys verschonte der Vater sie noch. Sobald sie die ersten Schritte liefen, fing das Martyrium an. Ihre Mutter bekam alles mit, unternahm aber nichts, damit es aufhörte. Oft lachte sie darüber.
     „Du trägst die Schuld daran“, hatte sie gespottet, als Emilia mit aufgeplatzten, blutigen Lippen, unzähligen blauen Flecken und Bisswunden in ihrem Zimmer gehockt hatte und weinte. Vor Schmerz, vor Angst, vor Wut. Ihre Mutter verprügelte die drei, wenn sie wütend auf ihren Ehemann war, um ihren Frust abzulassen. Emilia verstand bis heute nicht, warum die Frau sie für die Qualen verantwortlich machte.
     Mit zwölf Jahren belauschte das Mädchen ihre Eltern bei einem Gespräch. Sie standen in der Küche, ihr Vater brüllte ihre Mutter lallend an, dass er mehr Anerkennung verdiene. Sie gab ihm zur Antwort, dass er sie anwidere. Und sie ihn und den ekelerregenden fetten Bauch nicht einmal mit einer Kneifzange anfassen würde.
     „Und wenn du der letzte Mann auf Erden wärst, würde ich dich nicht anrühren.“
     Ihr Tonfall klang frostig und scharf. Sie grinste und in ihren Augen funkelte das Böse.
     „Ich hole mir meine Befriedigung woanders, du alte Hexe.“
     Mit ausgestreckter Brust stolzierte er aus der Küche und ließ sie mit aufgerissenem Mund stehen. Emilia versteckte sich hinter der Tür, bis er das Haus verlassen hatte, und schlich zurück in ihr Zimmer. Wenn er sie erwischt hätte, hätte er sie totgeschlagen. Es interessierte sie inzwischen nicht mehr. Angst vor dem Tod quälte sie nicht. Mit ihren dreizehn Jahren hatte sie mit dem Leben abgeschlossen. Es würde der Tag kommen, an dem die Eltern sie totprügeln. Davon war sie überzeugt.
     Die Kinderzimmer befanden sich in den Kellerräumen. Sie wirkten klein, sahen eher aus wie ein Verlies. In jedem Raum standen ein Bett und ein Kleiderschrank. Emilia bewohnte das kleinere Zimmer. Im vorderen Teil des Flures lag ein größeres, das sich ihre Geschwister teilten. Als Emilia nach dem belauschten Gespräch herunterkam, wurde ihr von einem modrigen Geruch übel. Sie schaute in das Zimmer ihrer Geschwister und vergewisserte sich, dass es den beiden gut ging. In ihrem Zimmer setzte sie sich auf ihr Bett und grübelte über die Worte des Vaters: „Dann hole ich mir meine Befriedigung woanders.“ In jener Nacht erfuhr sie, was sie bedeuteten.
     Es regnete den ganzen Tag, nachts tobte ein heftiger Sturm. Der Wind peitschte, heulte durch ihr undichtes Fenster. Durch den Luftzug knallte die Tür gegen den Türrahmen. Sie hörte die Äste an den Bäumen knacksen. Sie fürchtete sich und wünschte sich jemanden, der sie in die Arme schloss und ihr das Gefühl gab, sie zu beschützen. In diesem Augenblick öffnete sich die Zimmertür und ihr Vater trat ein. Für einen kurzen Moment wuchs ihre Hoffnung. Sie hoffte, dass er kam, um ihr die Angst zu nehmen. Die Realität sah anders aus. Er zerrte sich die Kleider vom Leib und legte sich zu ihr ins Bett.
     „Sei nett zu mir!“
     Die Worte drangen nur gedämpft zu ihr durch. Sie zitterte, ihr Mund war trocken. Ihr Herz fühlte sich an, als würde es stehenbleiben. Er begann, sie am Gesäß zu streicheln. Durch den Aufklärungsunterricht in der Schule wusste sie, was er tat. Hastig drehte sie sich auf den Bauch, damit er nicht an ihre Brüste kam. Energisch packte er sie, flüsterte, dass er sich holen würde, was er verdiente. Sie spürte den nach Alkohol stinkenden und heißen Atem in ihrem Nacken. Ihre Haare standen zu Berge. Ekel kroch in ihr hoch. Mit festem Griff wandte er Emilia zurück auf den Rücken. Mit der linken Hand hielt er ihren Hals und drang in sie ein. Die Schmerzen waren unerträglich. Übelkeit übermannte sie. Mit aller Kraft versuchte sie sich aus dem Griff um ihre Kehle zu befreien. Keine Chance. Blanker Hass sprühte aus ihren Augen. Sie hatte das Gefühl, das Bewusstsein zu verlieren, so raubte es ihr die Luft. Mit jeder Minute schnürte sich der Handgriff enger um ihre Kehle, als zöge sich eine Schlinge zu. Nachdem er von ihr abließ, zog er sich an und schlenderte wortlos aus dem Zimmer. Dabei grinste er teuflisch, sodass ihr ein eiskalter Schauer den Rücken hinunterlief. Stundenlang lag sie wie gelähmt auf dem Bett und weinte vor Schmerz, Ekel, Scham. Zwischen ihren Beinen brannte es. Und zum ersten Mal in ihrem Leben wünschte sie sich den Tod.
     Seit diesem Tag passierte es regelmäßig. Nachdem er seine Wut an ihren Geschwistern ausgelassen hatte, kam er zu ihr, um seine Belohnung zu erhalten. Mit der Zeit stumpfte sie ab, ließ es über sich ergehen. Sie tauchte in eine bessere Welt ab. Trotzdem begleitete sie jeden Tag die Angst, weil es wieder passieren würde. Sie betete zu Gott, dass er es ihren Geschwistern nicht auch antat. Den Gedanken ertrug sie nicht.
     Hilflos lag sie in ihrem dunklen Zimmer, wartete darauf, dass er zu ihr kommen würde. Sie weinte.
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