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Natalie Bennett 1 - Teufelseltern
Verfasser: Andrea Reinhardt (2)
Verlag: tredition (112)
VÖ: 6. Dezember 2017
Genre: Thriller (5090)
Seiten: 276 (Gebundene Version), 203 (Kindle Edition)
Themen: 2016 (6), Chicago (159), Ermittler (240), Ermittlungen (827), FBI (376), Folter (90), Misshandlung (31)
Reihe: Natalie Bennett (2)
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Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

21. Oktober 2013


Das Herz schlug ihr bis zum Hals. In ihrem stockfinsteren Zimmer saß sie auf einem abgenutzten Holzbett und rührte sich nicht von der Stelle. Starr vor Schock hielt Emilia Dearing die Luft an, lauschte den angsterfüllten Hilferufen ihrer Geschwister. Das Geschrei drang bis in ihr Kinderzimmer, obgleich es am Ende des Flures lag. Es hallte durch die Dunkelheit. Ihr Körper bebte vor Angst und Mitgefühl. Verzweiflung machte sich breit. Sie flehte zu Gott:
     „Hilfe! Lass es aufhören!“
     Sie wusste, was die Rufe der Geschwister bedeuteten. Sie wusste, was im Anschluss passieren würde. Es war Montag, der Beginn einer grausamen Woche. Fünf furchtbar lange Tage müssen sie die Brutalität ihrer Eltern ertragen. Am Wochenende war ihr Vater nicht daheim. Von Samstag bis Montag verbrachte er seine Zeit in Kneipen, um sich sinnlos zu betrinken. In diesen Tagen hatten sich Emilia und ihre Geschwister in ihren Zimmern aufgehalten. Doch ihre Mutter zeigte sich dort nicht. Sie hatte mit ihren zahlreichen Flaschen Bier im Wohnzimmer gesessen und den Zorn auf ihren Mann in Alkohol ertrunken. Sie hasste seine Sauftouren, reagierte aggressiv vor Eifersucht und hatte ihm Untreue vorgeworfen. Emilia hatte in dieser Zeit ihre beiden Geschwister versorgen müssen. Das Essen hatte sie aus der Küche geklaut. Das Obergeschoss- in dem sich das Wohnzimmer befand- zu betreten, war strengstens verboten. Doch wenn der Vater nicht daheim war, interessierte ihre Mutter nicht, was um sie herum geschah. Viel gab es nicht zu essen. Oftmals hatte es schimmeliges Brot mit Butter gegeben. Warme Mahlzeiten waren selten. Ihre Mutter kochte fast nie. Wenn sie Essen für ihren Mann zubereitet hatte, bekamen die Kinder bestenfalls die Reste, die bei Weitem nicht für alle drei ausreichten.
     Emilia hatte nur eine Bezeichnung für ihren Vater: Monster! Wenn das Monster unter der Woche daheim war, traute sie sich nicht, in die Küche zu schleichen. Sie mussten warten, bis ihnen die Mutter etwas brachte. Das konnte Tage dauern. Das betrunkene Ungeheuer kam montags nach Hause, wenn die Dämmerung einsetzte. Es polterte schwankend in die Zimmer der Kinder und riss sie aus dem Schlaf. Er erwartete Dankbarkeit. Dankbarkeit, dass er sich jeden Tag abrackerte, um Geld für die Familie zu verdienen. Er war in einer Reinigungsfirma tätig und säuberte Toiletten. Wenn er von der Arbeit heimgekommen war, hätte man meinen können, dass er IN die Toiletten gestiegen war, um sie zu reinigen. Dreckverschmiert und nach Fäkalien stinkend, war er auch diesmal heimgekommen. Emilia würgte, als sie an den Geruch dachte.
     Sie versteckte sich unter der Bettdecke, versuchte die Schreie der Geschwister auszublenden. Es zerriss ihr das Herz. Sie mochte sich nicht vorstellen, welche Qualen sie durchmachten. Sie wusste, sobald er in dem Zimmer der beiden fertig wäre, würde er zu ihr kommen.
     „Du kannst ein wenig zärtlich zu deinem Vater sein, Emilia! Du hast nur deswegen ein Dach über dem Kopf, weil ich Tag für Tag zehn Stunden schufte. Während ihr nur herumlungert und deine versoffene Mutter nichts zustande bekommt. Euch geht es zu gut.“
     Es ist ein Albtraum, dachte Emilia.
     Jeden Tag sperrte man sie in ihren dunklen Zimmern ein. Jeden Tag spürten sie die Härte der Eltern auf ihren geschundenen Körpern. Die Mädchen gingen vormittags zur Schule und entkamen der Hölle für fünf Stunden. In dieser Zeit musste der Jüngste die Folter allein ertragen.
     Gelähmt vor Panik lag sie mit aufgerissenen Augen im Bett und lauschte in die Nacht. Sie hörte die schmerzerfüllten Schreie der Geschwister. Tränen der Wut schossen ihr in die Augen. Sie schloss die Augen, wünschte, ihnen helfen zu können. Doch ihr fiel nichts ein, was sie tun konnte. Machtlos ertrug sie gleichermaßen die Brutalität des Vaters.
     Sie vernahm, dass die Bestie etwas gegen die Wände warf. Es krachte. In der Stille der Nacht hallte es doppelt so laut. Sie hörte das Klirren des Kleiderschrankspiegels, der in Einzelteilen zu Boden fiel.
     „Ihr verdammten Gören, ich ertrage euch nicht mehr!“
     Emilia strich über ihre Kehle. Sie bekam kaum Luft. Das Zittern brach nicht ab. Warum half niemand? Die Glieder waren starr, Angst stieg in ihr hoch. Angst davor, Geräusche zu machen und die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Die Muskeln in den Armen zuckten, als sie ihre Hände an die Ohren presste. Ein verzweifelter Versuch, die Schreie nicht zu hören. Sie kniff die Augen zusammen, versuchte, sich in eine bessere Welt zu zaubern. Sie wünschte die Qualen der beiden ausblenden zu können. Doch sie überhörte nichts. Nicht die Hilfeschreie. Nicht die wütenden Schimpfwörter des Vaters.
     „Ihr drei seid die Brut des Teufels. Ich zeige euch, wie man sich mir gegenüber benimmt!“
     Emilia war dreizehn. Seit sie denken konnte, erinnerte sie sich an die wiederkehrenden Ausbrüche des Erzeugers. Es begann mit Wutanfällen, bei denen er im harschen Tonfall herumbrüllte. Später folgten körperliche Strafen. Er schlug sie mit jedem Gegenstand, der griffbereit lag. Er achtete nicht darauf, wohin er prügelte. Es interessierte ihn nicht, ob er das Gesicht traf und ob jemand die Wunden hätte sehen können. In der Schule wurde sie zwar auf ihre Verletzungen angesprochen, doch jeder von ihnen hatte sich damit zufrieden gegeben, wenn sie zum wiederholten Male erzählte, wie tollpatschig sie sei. Ihre Eltern lehrten ihr Ausreden. Die Treppe runter gefallen. Mit dem Fahrrad gestürzt. Sie hoffte, dass ein Lehrer die Märchen, die sie auftischte, nicht glaubte und Hilfe schicken würde. Sie wartete bis heute, vergebens.
     Als ihre Schwester zur Welt kam, war sie fünf Jahre alt. Sie freute sich über das Geschwisterchen. Wünschte sich immer eines zum Spielen und Umsorgen. Ihr Vater reagierte alles andere als begeistert.
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