Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
41.431 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »Detlev Fiedler«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
TASCHENBUCH
 
Executive
Verfasser: Alexandra Scherer (9)
Verlag: Eigenverlag (12335) und epubli (824)
VÖ: 13. November 2018
Genre: Kriminalroman (5754)
Seiten: 336 (Taschenbuch-Version), 250 (Kindle-Version)
Themen: Allgäu (54), Hotel (535), Mord (4536), Unfälle (872)
BLOGGERNOTE DES BUCHES
???
noch nicht bewertet
100
0%
80
0%
60
0%
40
0%
20
0%
0
0%
Entwicklung des Bloggerinteresses:
1M
0
2M
0
3M
0
6M
1
12M
0
Hotelbesitzer Til Bullreitner erlebt eine unangenehme Woche. Just zur Eröffnung seines Seminarhotels, mieten sich die Führungskräfte der Maierling Inc. bei ihm ein. Die Führungskräfte sind ja ganz nett, wenn auch jeder so sein Geheimnis hat. Aber der Chef Maierling ist ein extrem unangenehmer Zeitgenosse, der bei Til und seiner Belegschaft mörderische Gefühle auslöst.
USER, DIE SICH FÜR DIESES BUCH INTERESSIERTEN, INTERESSIERTEN SICH AUCH FÜR
Haus im Nebel
Geschrieben von: Alexandra Scherer (14. Februar 2019)
Kampf um Demora 2 - Liebe und Lügen
Geschrieben von: Erin Beaty (10. Januar 2019)
96/100
[5 Blogger]
Schicksalsschmiede
Geschrieben von: Alexandra Scherer (20. November 2016)
80/100
[1 Blogger]
weitere Empfehlungen anzeigen
Lesermeinungen (0)     Leseprobe     Blogger (1)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Alexandra Scherer für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Alexandra Scherer gibt es bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     „Was magsch denn? A Brotzeit?“, schlug die Ochsenwirtin vor.
     Ich schüttelte den Kopf. „Was Gscheites. Ich hab den ganzen Tag nichts gegessen. Erst die Gäste von der Tobelmühle, dann des Theater mit dem Depp und die Bergwacht und die Polizei und alles. Mein Magen hängt in den Kniekehlen. Hat dein Mann noch was von dem Reh und den Semmelknödeln?“
     Maria nickte.
     „Gut. Bitte gleich doppelt. Den Salat kannst behalten.“ Ich schlängelte mich durch die voll besetzte Schankstube und erwiderte die mir zugerufenen Grüße. Da hinten bei der Tür zum Nebenzimmer saßen die Leute von der Bergwacht. Mist. Fritz saß auch dabei. Wenn ich jetzt nicht schnell reagierte, würde er mir morgen mein kulinarisches Fremdgehen mit temperamentvollem Töpfeklappern und Geschirrzerdeppern kommentieren.
     Eine von Marias Kellnerinnen flitze an mir vorbei.
     Kurzentschlossen stoppte ich sie. „Eine Lokalrunde für alle und den Leuten von der Bergwacht sagsch, was sie heut’ verzehren und trinken, geht auf meine Rechnung.“
     Schließlich war es ja einer von meinen Gästen, der das ganze Theater heute ausgelöst hatte. Mit etwas Glück hätte Fritz morgen einen Kater, der sich gewaschen hatte. Schon aus Eigenschutz würde er folglich nicht mit den Töpfen klappern.
     Ich betrat das Nebenzimmer. Wie erwartet saßen da die Dorfhonoratioren und die, die sich dafür hielten.
     „Griaß eich Gott!“
     „Griaß di Til, mir hont scho auf di gwartat. Des war heit scho so a Sach. Setz di her. So ein Unglück“, jammerte Martha Huber.
     Ich setze mich, dankte der Bedienung, die mir mein Kristallweizen hinstellte und gleich Besteck und Serviette auflegte.
     „Der Til gibt eine Lokalrunde aus. Was darf i eich bringa?“ Das Mädchen war geschäftstüchtig.
     Ich nahm einen tiefen Zug aus meinem Glas und bestellte ein zweites Bier.
     „Jetzt spann uns nicht auf die Folter, erzähl endlich. Was ist passiert?“, nahm Wilfried Wunder das Gespräch auf.
     Wilfried war unser rasender Reporter: Immer auf der Suche nach einer Sensation, die er in dem Käseblatt unterbringen konnte.
     „Wir haben alle mitgekriegt, wie der Widerling sich hier im Dorf aufgeführt hat“, bohrte der Reporter nach. „Erinnert ihr euch an den Tag, an dem seine Frau mit der Tochter hier war?“ Er schüttelte angewidert den Kopf, während er weiter sprach. „So ein Ekel. Es würde mich nicht wundern, wenn jemand nachgeholfen hätte.“
     Ich sah, wie Martha das Gesicht verzog. Der Gedanke, Heimkirch und Umgebung mit schlechten Nachrichten in der Zeitung wiederzufinden, verursachte ihr körperliche Schmerzen.
     Willi ging zum Frontalangriff über: „Da müssen Sie durch oder möchten Sie, werte Frau Bürgermeisterin, die Freiheit der Presse beschneiden? Es wäre nicht im Interesse der Öffentlichkeit, wenn ich meine Artikel auf reinen Gerüchten und Vermutungen basierend schreiben müsste. Es gibt Anfragen über die Lokalzeitung hinaus. Wenn wir das richtig anfangen, steigen die Besucherzahlen.“
     Wilfried war im Gegensatz zu Martha der Meinung, schlechte Nachrichten waren die besten Nachrichten.
     Ich zuckte mit den Schultern. „Ihr seid genauso schlau wie ich. Heute Nachmittag standen plötzlich Bergwacht und Polizei bei mir vor der Tür. Jemand sei im Tobel in die Ach gestürzt.“ Ich nickte Petra Weber zu, ihres Zeichens Schwester des Ochsenwirtes und Leiterin der Bergwacht. „Da müsstest doch du oder der Sepp mehr drüber wissen.“
     Sepp Weiher, der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr schüttelte den Kopf. „Anonymer Anruf. Die Polizei hat die Leit von der Gesellschaft befragt, um herauszufinden, ob einer von ihnen mit dem Anruf zu tun hatte. Koina will’s gweasa sei.“
     Petra bekräftigte: „Wir haben die ganze Schlucht abgesucht. Der Mann war seit nach dem Frühstück von niemandem mehr gesehen worden. Er ging auch nicht an sein Handy.“
     Petra fuhr fort. „Wir haben das Handy kurz vor Einbruch der Nacht in der Tobelschlucht gefunden. Es war kaputt. Der Notruf ist davon abgesetzt worden. Von Maierling keine Spur.“
     Die Bedienung kam mit meinem zweiten Bier und den anderen Getränken.
     Willi hatte fleißig mitgeschrieben und blickte von seinen Notizen auf. „Und wie haben deine Gäste so reagiert?“
     Der Kerl nervte.
     „Was glaubst du denn?“, fragte ich zurück. „Die Leut‘ waren fertig. Die Freundin nur noch am Heulen, die Tochter ganz bleich. Der Sohn vom Maierling ließ den Higher Executive raus hängen. Die Ehefrau vom Maierling war unauffindbar. Wir dachten schon, die sei auch abgestürzt oben im Tobel und im Fluss gelandet.“ Ich nickte dem Sepp zu. „Der Sepp kam auf die Idee, dass sie nach Hause gefahren sein könnte. Also wurde eine Streife bei ihr vorbeigeschickt. Die Frau ist nach dem Streit mit ihrem Mann weggefahren, nur hatte das keiner mitgekriegt. Ich kann euch sagen, so a Theater brauch i ’net noch mal.“
     „Wenn der Maierling in die Ach gestürzt ist, wird’s noch ne Weile dauern, bis die ihn hergibt“, warf Petra ein. „Vor allem nach dem Regen und dem Gewitter gestern. Erinnert ihr euch noch an den Studenten vor fünf Jahren? Der kam erst sechs Wochen später wieder zum Vorschein.“
     „Jetzt wo es dunkel ist, sucht ihr nicht weiter“, warf ich ein.
     „Wir haben den Tobel gründlich durchkämmt. Es war sogar die Hundestaffel aus Kempten da.“ Petra klang, als wollte sie sich rechtfertigen. „Wenn der Mann dort noch wo wäre, hätten wir ihn gefunden. Morgen wollen wir noch mal schauen. Wenn er in einen der Kessel im Flussbett geraten ist, dann ...“ Sie musste sich nicht weiter ausführen. Wir alle kannten die speziellen geologischen Begebenheiten. Wer dort im Tobel in einen Strudel kam, der blieb lange unter Wasser.
     Die Bedienung setzte meine doppelte Portion Semmelknödel mit Rehragout vor mir ab. Maria hatte den Salat nicht mitgeschickt, dafür extra Soße, Preiselbeeren und ihr gutes Blaukraut. Gierig schob ich mir die erste Gabel Fleisch und Knödel in den Mund. Mein Magen knurrte noch einmal hungrig auf und gab endlich Frieden, als die erste Portion bei ihm ankam. Ich zwang mich, bewusst langsam zu essen. Erst ein Stück des Knödels getunkt in Soße. Ein Stück Reh mit Preiselbeeren. Etwas Blaukraut. Kauen. Schlucken. Etwas Bier. Perfekt.
Seite: 1 2 3 4
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2019)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz