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Executive
Verfasser: Alexandra Scherer (8)
Verlag: Eigenverlag (11649) und epubli (765)
VÖ: 13. November 2018
Genre: Kriminalroman (5449)
Seiten: 336 (Taschenbuch-Version), 250 (Kindle-Version)
Themen: Allgäu (51), Hotel (515), Mord (4332), Unfälle (838)
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Hotelbesitzer Til Bullreitner erlebt eine unangenehme Woche. Just zur Eröffnung seines Seminarhotels, mieten sich die Führungskräfte der Maierling Inc. bei ihm ein. Die Führungskräfte sind ja ganz nett, wenn auch jeder so sein Geheimnis hat. Aber der Chef Maierling ist ein extrem unangenehmer Zeitgenosse, der bei Til und seiner Belegschaft mörderische Gefühle auslöst.
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Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Alexandra Scherer für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Alexandra Scherer gibt es bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Vergangenheit


Seit einigen Tagen trieben Dauerregen und Hagel die Temperaturen und die Stimmung konsequent nach unten. Feuchtigkeit legte sich als spiegelglatte Haut auf die Straßen. Wer nicht unbedingt nach draußen musste, blieb zu Hause. Wer es nicht vermeiden konnte, fuhr langsam und vorsichtig, fast schon im Schritttempo.
     Auf einer engen, kurvenreichen Landstraße war dies nicht beherzigt worden.
     Gerade eben hatte die Feuerwehr Glut und Flammen gelöscht. Die Rettungskräfte standen in wütender Hilflosigkeit neben dem bis zur Unkenntlichkeit verkohlten Bündel Mensch. Eine goldene Rettungsdecke verbarg das Grauen.
     Der Geruch von verbranntem Fleisch drang in die Nasen und blieb lange in den Haaren und Kleidern, aber noch länger in der Erinnerung haften.
     Vom Tal näherte sich ein Auto.
     Nun da die Flammen erloschen waren, konnte man von der Unfallstelle aus beobachten, wie sich das Licht der Scheinwerfer durch die Dunkelheit fraß und schnell näher kam. Wenn der Fahrer nicht aufpasste, würden die Rettungskräfte vor Ort gleich ihren nächsten Einsatz haben.
     Der Wagen kam vor der Absperrung zum Stehen. Ein junger Mann stieg aus. Ein kurzes Gerangel, als versucht wurde, ihn zurückzuhalten. Die Helfer waren zu langsam. Bevor jemand reagieren konnte, hatte er die gnädig verhüllende Decke zurückgezogen.
     Ungläubig erstarrte er. Seine Haut nahm die Farbe der Nebelschwaden an, ein Zittern durchlief seinen Körper. Laut schrie er seinen Schmerz und Kummer in die gleichgültige Landschaft hinaus.


1. Tag 6: Freitagabend, nach dem Vorfall – Til


Die letzte Woche war nicht leicht gewesen. Aber dieser Freitag übertraf alles, was ich erleben durfte, seitdem Biggi Zirkowski und ihre Seminarteilnehmer bei mir in der Tobelmühle eincheckten.
     Ich hatte die Nase gestrichen voll von den Angestellten der Maierling International Inc. Mich interessierte nur noch das Feierabendbier im Ochsen.
     Meine Kräfte gingen dem Ende zu – körperlich wie seelisch. Solche Tage sind dafür verantwortlich, dass man vorzeitig altert. Die Schreckgespenster von Herzinfarkt, Schlaganfall und Impotenz hoben ihre Köpfe. Ich würde sie noch ein paar Jahre ignorieren.
     Jetzt gegen Ende September wurde es früh dunkel. Am Tag zuvor tobte über Heimkirch und die umgebenden Berge ein heftiges Gewitter. Das Radio berichtete von abgehenden Muren im Bregenzerwald. Der Regen hatte zwar nachgelassen, die Straße von der Tobelmühle runter ins Dorf war aber noch rutschig. Auch in meinem geländegängigen Toyota forderte das Fahren mir Konzentration und Energie ab.
     Vor dem Ochsen angekommen, zog ich meine Lieblingsjacke an. Weiches Wildleder außen, innen Lammfell. Während eines Spontanurlaubs in Italien stieß ich auf diesen Laden in Rom. Der Kürschner hatte mir das Teil auf den Leib geschneidert. Damen meiner Bekanntschaft versuchten immer wieder, mir die Jacke abspenstig zu machen. Vor die Wahl gestellt, ob ich meine Jacke hergebe oder das Mädel, war die Entscheidung bis jetzt einfach gewesen.
     Der Parkplatz am Ochsen stand voller Autos. Klar, heute am Freitag. Hoffentlich hatte Horst, der Ochsenwirt, was Leckeres gekocht, denn mein Magen knurrte gewaltig. Ich wusste, wenn ich auf mein Essen warten müsste, könnte es zu unfreundlichen Zwischenfällen kommen. Ich öffnete die Tür zur Wirtschaft und sofort umhüllte mich der Lärmpegel. Die Luft war zum Schneiden. Wenn mein Magen mich nicht knurrend wie ein wilder hungriger Bär vorangetrieben hätte, wäre ich sofort rückwärts wieder hinaus.
     Die Ochsenwirtin bewegte sich zusammen mit ihren zwei Bedienungen hurtig zwischen den Tischen. Auf dem Rückweg zur Theke bemerkte sie mich.
     „Griaß di, Til! Die warten alle auf dich. Du kannst gleich durchgehen. Ich hab euch heute im Nebenzimmer untergebracht. Die Martha Huber, die dreht hohl. Sie hat Angst, der Todesfall könnte negative Auswirkungen auf den Tourismus nach sich ziehen. Kennst sie ja, unsere Dorfvorsteherin.“
     Martha Huber, die Bürgermeisterin, immer in Sorge, dass der Fremdenverkehr nicht genügend einbringt.
     Persönlich konnte es mir egal sein. Ich besitze private Einnahmequellen. Die Tobelmühle betreibe ich als Hobby. Nur durfte ich das nicht so offen sagen, denn hier im Allgäu werden die wenigsten Höfe noch als Vollzeitbetriebe geführt. Fast jeder Hof braucht die zusätzlichen Einkünfte, die die Bäuerinnen über ‚Ferien auf dem Bauernhof‘ erwirtschaften.
     Martha mutierte über die Jahre zu einer ewig sich sorgenden Übermutter, mit der Gemeinde Heimkirch als spezielles Sorgenkind. Wenn es drei Tage regnete, bekam sie Angstvisionen: frühzeitige Abfahrt von Besuchern, kein Einkommen über die Kurtaxe, somit drohender Bankrott der Kommune.
     Seit vor ein paar Jahren die Stadt Aulendorf im Nachbarkreis Konkurs angemeldet hatte, hielt man es mit Martha manchmal nicht mehr aus.
     Diesmal hatte sie Grund zum Jammern. Schließlich war Josef Konrad Maierling heute im Tobel vermisst gegangen und die Bergwacht suchte nach ihm.
     Mir entfuhr ein Seufzer.
     Maierlings einziger Daseinsgrund schien darin zu bestehen, mein Leben zu verkomplizieren. Denn Fritz, mein Koch, war Mitglied der Bergwacht und zur Zeit im Einsatz. Wenn ich nicht verhungern wollte, blieb mir nur der Ochsen und seine Küche oder Spiegelei. Mein Magen protestierte. Spiegelei war definitiv nicht, was er wollte.
     „I schick dir des Übliche oder willst was Stärkeres?“, brach Maria in meine Gedankengänge.
     Ich blickte der Wirtin bewundernd in die braunen Augen und grinste. „Du kannst Gedanken lesen. Bring mir an Weiza und was zum Essa.“
     Mir stand der Sinn nach Wildgulasch. Der Ochsenwirt machte hervorragendes Rehgulasch und seine Semmelknödel: Genauso lecker wie die vom Fritz. Ich durfte das nur nicht laut sagen. Leider kultivierte mein Koch ein volatiles Temperament. Ich hege den Verdacht, er versucht sich da ein Image zusammenzubasteln, angelehnt an fiktive französische Chefköche.
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