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Die verlorene Schwester
Verfasser: Linda Winterberg (5)
Verlag: Aufbau (587)
VÖ: 9. November 2018
Genre: Familienepos (264)
Seiten: 442 (Kindle Edition), 448 (Taschenbuch-Version)
Themen: Freiheit (385), Kinder (444), München (271), Schweiz (161), Schwestern (907), Spuren (75)
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Leider existiert für »Die verlorene Schwester« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 9. Dezember 2018 um 22:02 Uhr:
» Verlorene Kinder

Es ist nicht nur die Geschichte von Anna, sondern auch die der Schwester Marie und Lena. Wobei Anna und die Schwestern Jahre trennen. In zwei verschiedenen Zeitepochen erfahren wir von ihrem Leben. Marie und Lena, die in Bern 1968 nach dem Tod des Vaters in ein Heim kommen wohl ihre Mutter noch lebt, werden beide von der Fürsorge abgeholt und als sogenannte "Verdingkinder" zu anderen Familien gegeben.

Annas Geschichte spielt 2008 in der Schweiz. Wie die Frauen zueinander finden, was sie verbindet, das ist eine Geschichte, die unbedingt gelesen werden muss.

Beide Handlungsstränge verknüpfen sich perfekt miteinander und so erfährt man stückchenweise immer mehr über die schreckliche Vergangenheit, bis sich zum Ende hin ein vollendetes Bild ergibt.

Die Autorin hat es wieder einmal verstanden eine Geschichte zu verfassen, die einem von der ersten Zeile weg fesselt. Man will einfach wissen, was weiter passiert. So ist es ein ereignisreicher Roman geworden der in einem spannenden Finale endete.

Die Autorin hat sich hier einem Thema angenommen, von dem ich so gar nichts wusste. Die sogenannten Verdingkinder wurden seit 1800 bis ca. 1980 in der Schweiz an Familien vermittelt. Hierbei handelte es sich oft um Kindern aus Heimen, oder aber auch aus sozial schwachen Familien. Jedoch waren diese Familien meist keine Pflegefamilien, sondern die Kinder mussten dort schwer für ihr Essen arbeiten. Sie wurden selten gut behandelt, oftmals durften sie nur selten die Schule besuchen.

Diese Geschichte der Kinder und später der Frauen hat mich tief betroffen gemacht. Ich frage mich, wie sich diese altbackene Regel so lange hat halten können. Warum haben die Behörden damals dieses Spiel so lange mitgemacht?

Mir hat dieses Buch ungemein gefallen. Ich kann es uneingeschränkt empfehlen und vergebe nur zu gerne fünf Lesesterne.«
  11      0        – geschrieben von Xanaka
Kommentar vom 29. November 2018 um 13:32 Uhr (Schulnote 1):
» 1968, ein Jahr nach dem Tod des geliebten Vaters, werden die beiden Schwestern Marie(13) und Lena(11), durch die staatlichen Behörden der Schweiz ihrer Mutter entrissen. Lina Flaucher, war nach dem Tod ihres Mannes in eine tiefe Depression gestürzt und konnte die Kinder nicht mehr versorgen. Das hat Marie übernommen. Doch es gibt immer Gerede in der Nachbarschaft, ein missgünstiges Tratschweib konnte ganz leicht die Behörden informieren, und ohne den Sachverhalt zu prüfen, geschweige denn Hilfe anzubieten, wurden die Mädchen unter die Obhut von Nonnen gesteckt. Ein „Kinderheim“ das gewalttätige erzieherische Maßnahmen pflegt und wo die Kinder hart arbeiten müssen. Schulausbildung wird nicht angeboten. Ein Jahr dauert es, die Mädchen können sich nur schwer an ihre neue Umgebung gewöhnen, träumen beide davon das die Mutter wiederkehrt und sie befreit, da greift der Staat erneut in das Schicksal der Mädchen ein. Sie werden „verdingt“, d.h. eine Familie die den geringsten Preis für Kost und Logie verlangt, bekommt ein Kind zum Arbeiten, im Geschäft und auf dem Hof. Sie sind schier verzweifelt als sie erfahren dass sie auseinander gerissen werden. Es sollen 39 Jahre vergehen bis sie sich wieder sehen.

„Ein Verdingkind war schon verurteilt, bevor es etwas sagen konnte.“

Lina Winterbergs Roman „Die verlorene Schwester“ greift das lange unterdrückte Thema der „Verdingkinder“ auf. Wie kann ein solches Verbrechen, nach dem 2. Weltkrieg, im Herzen Europas stattfinden? Es war normal in der Schweiz Kinder als Arbeitssklaven zu verkaufen! Hier muss ganz dringend eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erfolgen! Bis zum Jahr 1981 war dieses Verbrechen in der Schweiz gang und gäbe. Der erfolgte Vergleich vor ein paar Jahren ist ein Witz für diese Menschen die solch ein Martyrium durchleben mussten. Es macht mich unfassbar traurig und wütend. Ich weiß auch, dass diese Praxis in Deutschland (vorwiegend Schwaben) stattgefunden hat, jedoch nur bis zum Jahr 1920. Nicht entschuldbar, aber vergleicht man die Verhältnisse Anfang des 20. Jahrhunderts mit denen zum Ende des 20. Jahrhunderts, doch ein riesengroßer Unterschied.

Die Autorin erzählt in drei verschiedenen Strängen die Geschichte der beiden Geschwister und ihre Odyssee durch Kinder/Erziehungsheime. Ein wirklich unfassbar traurige Geschichte die mir sehr zu Herzen ging. Ich musste das Buch zwischendurch auch immer mal unterbrechen. Solch eine Art der Kindesmisshandlung war mir nur aus diktatorischen Staaten bekannt. Aber vielleicht ist nur die Berichterstattung dieser Länder einen gehörigen Aufschrei wert. Linda Winterberg gibt diesen Kindern mit ihrem Buch die kleine Möglichkeit dass ihre Geschichte nicht vergessen ist. Dafür danke ich der Autorin sehr.«
  13      0        – geschrieben von anyways
Kommentar vom 22. November 2018 um 16:52 Uhr (Schulnote 1):
» Durch Zufall erfährt die erfolgreiche Investmentbankerin Anna, dass sie adoptiert wurde. Sie ist sehr enttäuscht, dass ihre Adoptiveltern nicht ehrlich zu ihr waren und muss nun ihr neues Wissen erst einmal verarbeiten. Sie erinnert sich daran, kürzlich einen Artikel über Verdingkinder gelesen zu haben. Daher macht sie sich an die Recherche, um herauszufinden, wer ihre Mutter ist und wer sie selbst ist.
Neben diesem Handlungsstrang erfahren wir die Geschichte von Lena und ihrer zwei Jahre älteren Schwester Marie, die in der Vergangenheit (1969) spielt. Da die Mutter der Schwestern nach dem Tod des Vaters depressiv wird und sich nicht richtig um die Mädchen kümmern kann, steckt die Fürsorge die beiden zunächst ins Heim und etwas später als Verdingkinder getrennt in Pflegefamilien.
Die Autorin hat einen sehr angenehm zu lesenden Schreibstil. Während mich der Handlungsstrang um Lena und Marie vollkommen in den Bann gezogen hat, konnte mich der Teil um Anna nicht so packen.
Einerseits konnte ich die Enttäuschung von Anna nachvollziehen, als sie erfährt, dass sie adoptiert ist. Doch mir war Anna nicht besonders sympathisch, da sie mit anderen nicht so besonders freundlich umging. Auch ihre Handlungen fand ich teilweise überzogen. Mit Lena und Marie konnte ich jedoch wirklich mitfühlen, denn ihr Schicksal ist wirklich tragisch. Dabei hat Lena den schlimmeren Part gehabt. Sie musste hart arbeiten und wurde misshandelt. Marie ging es in ihrer Pflegefamilie wesentlich besser. Doch dann wird sie schwanger.
Es ist erschreckend, wie die Kinder, die von der Schweizer Fürsorge als Verdingkinder in die Familien gegeben wurden, ausgenutzt, misshandelt und missbraucht wurden. Diese Fremdunterbringung begann 1800 und wurde bis in die 1980er Jahre so gehandhabt. Ähnliches gab es aber auch in Deutschland und Schweden. Besonders betroffen gemacht hat mich, dass diese schrecklichen Dinge noch so lange möglich waren.
Es ist ein sehr emotionaler Roman, der noch lange nachhallt.«
  11      0        – geschrieben von buecherwurm1310
Kommentar vom 18. November 2018 um 12:19 Uhr (Schulnote 1):
» Zum Inhalt:
Gegenwart: Anna erfährt durch Zufall, dass sie adoptiert wurde. Sie beginnt nach ihrer Mutter zu suchen und stösst dabei auf das Schicksal der Verdingkinder. Ist ihre Mutter auch eine von ihnen? Vergangenheit: Maria und Lena werden der Mutter entrissen, getrennt und müssen sich verdingen.
Meine Meinung:
Auch wenn es sich ja "nur" um einen Roman handelt, fand ich das Buch ungeheuer berührend und die Geschichte der Verdingkinder unfassbar. Ich hatte vorher noch nie davon gehört und es hat mich sehr betroffen gemacht. Und die im Nachwort geschilderte echte Geschichte macht das Entsetzen noch größer. Der Schreibstil des Buches hat mir sehr gut gefallen. Sehr flüssig lesbar und ungeheuer fesselnd. Die Protagonisten haben mir auch sehr gut gefallen, man hat mit ihnen mitgelitten.
Fazit:
Unfassbare Geschichte um Verdingkinder.«
  11      0        – geschrieben von brauneye29
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