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TASCHENBUCH
 
Mathilda
Verfasser: Oliver Pätzold (3)
Verlag: Books on Demand (1669)
VÖ: 4. November 2018
Genre: Dystopie (454) und Thriller (5037)
Seiten: 509 (Kindle Edition), 424 (Taschenbuch-Version)
Themen: Alpen (123), Asteroiden (23), Einsamkeit (151), Erdbeben (38), Streit (143), Suche (793), Töchter (417)
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Wenn die Welt gefriert, beginnt dein größter Kampf

Nach einem Streit mit ihrem Vater Achim reist die achtzehnjährige Emma mit ihrem Freund aus Norddeutschland in die österreichischen Berge. Währenddessen berichten die Medien, dass der nahende Asteroid „Mathilda“ nicht gestoppt werden konnte und unaufhaltsam auf die Erde zurast. Der Einschlag löst eine katastrophale Kettenreaktion aus: Teile Europas werden durch einen Tsunami sowie verheerende Erdbeben in einen apokalyptischen Zustand versetzt. Entsetzt muss Achim erkennen, dass die Suche nach seiner Tochter ihn durch eine Welt führt, die nichts mehr mit der gemein hat, die er kannte. Und auch für Emma ist jeder Tag in völliger Einsamkeit ein verzweifelter Kampf auf Leben und Tod.
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Als Paul in die Straße einbog, in der er wohnte, schloss Emma die Augen. Wieder dachte sie an ihre Mutter, die vermutlich sehr unter Emmas angespanntem Verhältnis zu ihrem Vater litt. Und trotz ihrer Wut hoffte sie, schon bald wieder das Lachen ihres Vaters zu sehen und zu hören. Sie wünschte sich, dass er sie vermisste, und noch mehr hoffte sie, eines Tages wieder mit ihrer Mutter unbeschwert quatschen zu können.
     In der Wohnung angekommen, ging Paul zuerst auf den Balkon, um seinen Joint zu rauchen, bevor er sich dann vor den Computer setzte, um sich für Emmas Verständnis in atemberaubender Geschwindigkeit durch irgendwelche Seiten im Internet zu klicken. Emma war viel zu aufgewühlt, um sich zu ihm zu setzen. Immer wieder sah sie auf ihr Handy, doch es gab keine verpassten Anrufe. Vielleicht sollte sie ihre Eltern doch anrufen?
     Kaum war der Gedanke zu Ende gedacht, schüttelte sie den Kopf. Nein, Vater war an der Reihe, er war immer wieder laut geworden und er war es gewesen, der ihr mehrmals gesagt hatte, dass Paul niemals auch nur einen Fuß in sein Haus setzen durfte. Das war eine Kampfansage, die sie so nicht widerstandslos hinnehmen konnte. Was sie aber am meisten traf, war die Tatsache, dass er ihre Reisewünsche als Unsinn abtat. Nur Mutter hatte gesagt, sie solle es jetzt tun, bevor Beziehung und Kind diese Träume für viele Jahre auf Eis legen würden. Das wäre das Signal gewesen, ihnen zu sagen, dass sie in einigen Tagen abreiste, um in Österreich während der Skisaison in der abgelegenen Pension, in der sie einige Male ihren Urlaub verbracht hatten, als Servicekraft zu arbeiten. Paul hatte ihr versprochen, mitzufahren, was ihr die Entscheidung leicht gemacht hatte.
     Schließlich ging sie doch zu Paul und sah auf den Bildschirm. Er befand sich gerade auf einer englischsprachigen Seite, auf der eine Zeichnung der Erde abgebildet war. Eine rote Linie führte an der Erde vorbei, die andere mündete in Grönland.
     »Meinst du, daran ändert sich noch etwas?«, wollte sie wissen. »Ich meine, was ist, wenn sie es nicht schaffen?«
     »Dann schlägt das Ding ein. Schau dir mal das an!«
     Er öffnete ein weiteres Fenster, auf dem eine ähnliche Zeichnung abgebildet war, jedoch gab es hier eine computeranimierte Schilderung, die zu erklären versuchte, in welchem Winkel die vor vier Monaten ins All geschossene Sonde den Asteroiden treffen musste, damit dieser seine Bahn änderte.
     »Krass, oder? Ich meine, wie berechnen die einen solchen Scheiß? Da geht’s um Millionen Kilometer.«
     Emma schüttelte nur den Kopf. Sie hatte keine Lust, sich wie Paul ewig mit dem Asteroiden zu beschäftigen. Er musste an der Erde vorbeirauschen – nur das zählte. Oder besser gesagt: Sie musste.
     Eigentlich hieß er wohl 2015 MT7, doch im vergangenen Jahr hatte man dem riesigen Ding in einer medienwirksamen Veranstaltung den Namen Mathilda verpasst. Und schon damals hatte Emma sich gefragt, warum es unbedingt ein Frauenname sein musste. Kam für die Herren der Schöpfung alles Schlechte noch immer von der weiblichen Seite? Warum nicht Axel oder George? Paul hatte einmal gesagt, es würde ihn wundern, dass die Entdecker nicht auch noch versucht hatten, sämtliche Marketingrechte für Mathilda für sich zu beanspruchen.
     Nun freute sie sich auf das Bild eines möglicherweise nahe vorbeifliegenden Asteroiden. Sicherlich würde ein Schweif zu sehen sein, vielleicht auch ein leuchtender Himmelskörper, der in allen Farben funkelte. Die letzte totale Sonnenfinsternis im Jahr 1999 hatte sie nicht miterlebt, aber Vater hatte ihr erzählt, es wäre ein nationaler Ausnahmezustand gewesen. Niemals zuvor wären derart viele Menschen mit Schutzbrillen, Okularen und präparierten Ferngläsern auf den Straßen und Feldern gewesen wie damals, den ganzen Tag über hatten die Fernseh- und Radiosender fast ausschließlich über dieses einzigartige Ereignis berichtet.
     Wieder schweiften ihre Gedanken ab und landeten bei ihrem Vater. Wie konnte er nur so wenig Vertrauen in sie haben, wie konnte er annehmen, sie würde nur noch kiffen, saufen und sämtliche Ziele bezüglich einer Berufsausbildung über den Haufen werfen, um auf der Straße zu leben? Sie hatte achtzehn Jahre lang zu Hause gewohnt – offenbar war es ihm nicht gelungen, sie so kennenzulernen, um genau diese Dinge auszuschließen, die er nun für möglich hielt.
     Im Hintergrund hörte sie das Klacken von Pauls Feuerzeug, dann das Geräusch kräftigen Ausatmens. Er stand in der offenen Balkontür und sie verzichtete darauf, etwas zu sagen. Trotz ihrer Beziehung war sie nur Gast, und er hatte ihr mehr als einmal angeboten, zu gehen, aber er ließe es sich nicht verbieten. Nicht in seinen eigenen vier Wänden. Dabei waren es die seiner Schwester. Glücklicherweise sollte sich das bald ändern. Wieder sah sie auf das Handy, doch es waren noch immer keine Nachrichten eingegangen. Vielleicht war es besser so. Was hätte es auch gebracht? Eine weitere sinnlose Diskussion mit einem anschließenden Wutanfall ihres Vaters?
     Sie würde es ihren Eltern sagen, wenn sie in Österreich angekommen waren, nicht davor. Keinesfalls würde sie sich überreden lassen, hierzubleiben.
     Doch er rief ja nicht einmal an.
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