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Abgründe 4 - Kitzel und Vermögen
Verfasser: Phillips Allan Night (3)
Verlag: Eigenverlag (11148)
VÖ: 19. Oktober 2018
Genre: Gegenwartsliteratur (2319)
Seiten: 26
Thema: Geld (193)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
Reihe: Abgründe (Phillips Allan Night) (3)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Phillips Allan Night für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Phillips Allan Night gibt es auf seiner Autorenseite und bei Twitter.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

"So sehr die berauschte Seele auch dieses göttliche Leben in Gänze aufzusaugen begehrt – und nichts könnte ihr natürlicher sein – sie ist stets nur ein zeitweiliger Gast im Reich der Kurse. Der Währungshandel ist das vorübergehende Eintauchen und Mitschwimmen in einem unaufhaltsamen Strom, der verräterische Höhen und überraschende Tiefen, der einen ruhigen Verlauf ebenso wie reißende Stromschnellen kennt und niemals abzuebben vermag. In diesem Strom, in diesem unaufhörlichen Geschehen kann sich ein entflammtes Gemüt in seiner lustvollen Erwartung leicht verlieren, denn er ist die letzte große Erfindung der Erotik, und ebenso wie diese hat er sich verselbstständigt, ist immer auf dem Sprung, schwelt und wirkt in seinem unbewussten Weben mächtig hinter dem kollektiven Bewusstsein. Und ebenso wie der wahren Erotik ist auch ihm das einzelne Menschlein, das von ihm fortgerissen wird, ein unbedeutendes Nichts, auf das er niemals angewiesen bleibt. Wer sich dem Rausch des Geldes allzu bereitwillig überlässt, kann sich für den langen Rest seines Lebens in Ruin und Schande treiben – und was wäre das für eine furchtbare Existenz, welche nie wieder den Traum des großen Geldes träumen könnte!
     Es ist daher Kontrolle geboten, Kontrolle des eigenen Kapitals und Risikos, und auch hierfür hat sich der findige Geist einen Mechanismus geschaffen. Da der ganze Handel nur elektronisch erfolgt, nur über Computer und das Internet abgewickelt wird, lassen sich auf einfachem Wege ein Zeitpunkt oder ein Kursniveau festlegen, an welchem ein laufender Handel automatisch aufgrund von Verlust aufgegeben oder unter Einbehaltung eines Gewinns geschlossen wird. Die eine Grenze trägt den lapidaren Namen des Stop-Loss, die andere den verheißungsvollen Titel des Take-Profit. Das Spiel des Geldes dreht sich viel weniger um die Vermeidung des Verlustes als um das Verlassen des Stromes zur rechten Zeit, um einen möglichst großen Gewinn, bevor sich das Schicksal wieder herumwendet und die Kurse umschlagen. Eingetaucht in den reißenden Fluss der Verheißung lernt die menschliche Kreatur hier die letzte, die wahre Erotik kennen, indem sie sich dem göttlichem Ruf des Geldes immer wieder öffnet und verschließt – indem sie durch den Strom selbst lebt, durch den Wechsel und die Gleichzeitigkeit von Erfüllung und Entzug, anstatt in der Erotik den schnellen, einmaligen Aufstieg zu begehren. Und dies also war mein unvergleichliches Schicksal …
     Für 120 Stunden pro Woche war mein Puls mit dem Herzschlag der Märkte synchronisiert. Die Aufenthalte in meiner Wohnung wurden kürzer. Sie dienten immer weniger der Erholung oder gar Zerstreuung, sondern mehr dem praktischen Nutzen, den hektisches Duschen, saubere Kleidung und eine abonnierte Zeitung haben konnten. Schon bald leitete ich das Abonnement meiner Tageszeitung an meine Geschäftsadresse um und abonnierte daneben noch zwei weitere, während ich zugleich die Internetseiten anderer regionaler und überregionaler Blätter ständig nach Andeutungen, Schlagwörtern, nach entscheidenden Hinweisen absuchte. Alle Informationen über Pläne, Konzepte, Bewegungen, über Veränderungen und Machenschaften in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft könnten einen Vorteil bedeuten, könnten mir gute oder schlechte Trends vorhersagen. Obwohl ich die ersten Monate noch keine Aktiengeschäfte tätigen wollte, war ich geradezu genötigt, die tagesaktuellen Begebenheiten in aller Welt zu verfolgen. Jederzeit konnte ein Schmetterlingseffekt aus einer ungeahnten Ecke wie eine Welle über das feine System der Kurse hereinbrechen und sie in unvorhersehbare Richtung fortreißen. Jederzeit konnte die Dynamik des menschlichen Lebens die Balance meiner offenen Handelspositionen zunichtemachen und meine filigrane Kontrolle über hunderte Investments zerstören, die in dem gewaltigen Strom versunken waren, die ich festhielt und spürte wie die Spinne im Netz."
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