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Die Schwestern vom Ku'damm 1 - Jahre des Aufbaus
Verfasser: Brigitte Riebe (28)
Verlag: Rowohlt (1452) und Wunderlich (176)
VÖ: 23. Oktober 2018
Genre: Historischer Roman (3710)
Seiten: 432
Themen: Berlin (917), Fünfziger Jahre (132), Kaufhaus (9), Nachkriegszeit (93), Schwestern (954), Vierziger Jahre (164)
Reihe: Die Schwestern vom Ku'damm (2)
Charts: Einstieg am 14. November 2018
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Die Schwestern vom Ku'damm 1 - Jahre des Aufbaus« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (6)     Blogger (5)     Tags (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 22. August 2019 um 15:28 Uhr (Schulnote 1):
» Der Prolog hat mir gefallen. Er spielt einige Jahre vor dem Beginn der eigentlichen Handlung, gibt ein erstes Bild auf die Protagonisten, die Stadt und liefert Zusammenhänge. Die Szenen waren lebendig und ich war sehr angetan davon. Leider lief es nicht ganz so gut weiter. Es gibt einen Zeitsprung von 13 Jahren, die Zeit ist eine andere und ich hatte Probleme, alles wahrzunehmen und tatsächlich fand ich die Schreibweise nicht perfekt. Insgesamt fand ich die folgenden Kapitel schwer, auch wenn die Handlung an sich spannend geschildert wurde. Insgesamt brauchte ich etwas Zeit um in das Buch zu finden, was ungefähr auf der 70 bis 80 Seite geschehen ist.
Danach hatte ich absolut keine Probleme mehr und habe voller Interesse weitergelesen. Die Schreibweise wurde entspannter und ich fand die beschriebenen Situationen lebhafter und klarer. Ich hatte das Gefühl, dass nun endlich die Haupthandlung beginnt und die Vorgeschichte vorbei ist.

Das Buch zeichnet sich zum einen durch die spannende Geschichte der Familie Thalheim aus, zum anderen durch die wunderbare, anschauliche Erklärung und Einbindung der politischen Lage in Deutschland. In die Handlung werden viele Ereignisse eingebunden, die der Geschichte einen großen Wahrheitsgehalt geben und auf offene Weise, ohne Schnörkel oder Verschönerungen die Situation wiedergeben. An vielen Stellen konnte ich noch etwas dazulernen und ich fand es richtig gut, dass es am Ende noch eine Aufstellung mit einigen Ereignissen in Berlin gibt, die das politische Geschehen von 1945 bis 1951 wiedergibt. So wurde das Wichtigste kurz zusammengefasst und man kann sich das Gelesene nochmals vor Augen rufen.
An vielen Stellen war ich erstaunt darüber, wie gekonnt die Autorin die historischen Ereignisse in die Handlung eingebunden hat, sodass es einen nahtlosen Übergang von Wahrheit und Fiktion gibt. Fast schien es so, als würde hier eine komplett wahre Geschichte erzählt werden.

Es mag makaber klingen, aber es war einfach fantastisch, wie genau und bildhaft die zertrümmerte Stadt dargestellt wurde. Es war schockierend ehrlich und unverblümt. Gerade die Szenen, in denen die Damen der Familie mit dabei helfen, den Schutt wegzutragen sind besonders eingängig gewesen und gehören zu meinen Lieblingsszenen.

Wie ich schon erwähnt hatte, gibt es eine recht überschaubare Anzahl an Protagonisten. Vor allem dreht sich die Handlung um die Familie Thalheim und ihnen nahe stehende Personen. Dazu gibt es nur wenige Nebencharaktere, die ab und an auftreten aber einen einprägenden Charakter haben, sodass man sie schnell wiedererkennt.
Besonders im Mittelpunkt stehen die drei Schwestern, wobei sich dieser erste Teil der Reihe vor allem um Rike, die Älteste dreht. Sie durchlebt in den sechs Jahren einiges, wandelt sich stark, was natürlich ist und auch der Zeit geschuldet ist. Man merkt, dass sie früh Verwantwortung übernehmen musste oder wollte und sie das Erlebte schneller erwachsen gemacht hat. Von den drei Schwestern ist sie mir bisher am sympathischsten, mit ihrem Charakter kann ich mich am besten identifizieren.
Im Gegensatz zu ihr sind ihre Schwestern nicht ganz so stark gezeichnet, wobei sie auch ihren eigenen Kopf haben und für ihre Prinzipien eintreten. Flori und Silvie sind auch interessante Charaktere, aber man erfährt noch zu wenig, was in ihren Köpfen vorgeht. Deshalb bin ich sehr gespannt, wie sie in den weiteren Teilen auftreten werden.
Aber auch bei ihnen war schon eine Entwicklung sichtbar. Flori ist erwachsener geworden, lebt nicht mehr in ihrer Traumwelt und stellt sich den Ereignissen. Silvie macht beruflich einen starken Weg, wird selbstbewusster und wirkt am Ende nicht mehr wie ein Püppchen, sondern wie eine gestandene Frau, die weiß, was sie will.
Nicht so sympathisch fand ich den Vater der Schwestern, Friedrich. Er wirkte fast ein wenig gruselig und ich vermute bei ihm wahrscheinlich mehr schlechtes, als wirklich vorhanden ist. Friedrich wirkt auf mich nicht sonderlich vertrauensvoll und ich glaube nicht, dass es ihm gefällt, welche Pläne Rike hat und welche Rolle sie selbst dabei einnimmt.

Fazit:
Nachdem ich einige Seiten brauchte, um in die Handlung zu finden, die Charaktere kennenzulernen und mit der ganzen Zeit klarzukommen, habe ich das Buch richtig gerne in die Hand genommen. Ich konnte in die Handlung eintauchen, mir vieles bildlich vorstellen und die wunderbare Recherchearbeit der Autorin hat das Buch zu einem Genuss werden lassen. Am Ende war wirklich alles stimmig und ich bin mehr als gespannt auf die folgenden Teile.«
  18      0        – geschrieben von MarySophie
 
Kommentar vom 30. April 2019 um 18:57 Uhr (Schulnote 1):
» Mit „Jahre des Aufbaus“ beginnt Brigitte Riebe ihre 50er-Jahre-Trilogie um die Schwestern der Familie Thalheim.
Im Prolog erleben wir im Juni 1932 die glanzvolle Eröffnung des prunkvollen Kaufhauses Thalheim & Weisgerber am Kurfürstendamm in Berlin und lernen die Familien Thalheim und Weisgerber kennen.
Doch der 2. Weltkrieg naht und auch das Kaufhaus wird ein Opfer der Bomben über Berlin.
Dieser Teil der Trilogie deckt den Zeitraum von Mai 1945 bis Sommer 1951 ab.
Wir erleben also das Kriegsende und die Situation im zerbombten Berlin. Die Familie Thalheim erlebte das gleiche traurige Schicksal wie viele andere Menschen in Berlin. Alma Thalheim kam bei einem Unfall ums Leben, Vater Fritz Thalheim hat wieder geheiratet, ist aber wie alle Männer im Krieg gewesen und nun vermutlich in russischer Gefangenschaft.
Und so halten die älteste Tochter Rike und die 2. Frau ihres Vaters, Claire, den Rest der Familie zusammen. Silvie sorgt sich um ihren Zwillingsbruder Oskar, der als vermisst gilt und das Nesthäkchen Florentine ist ein bisschen verträumt, und liebt es zu zeichnen.
Die Villa der Familie wird von russischen Soldaten beschlagnahmt und die Frauen ziehen in die frühere Wohnung der Großmutter Thalheim.
Riekes Traum ist es, das Kaufhaus wieder aufzubauen aber der Weg dorthin soll steinig und schwer werden…

Das Kaufhaus am Ku’damm, die Protagonisten und deren Schicksal sind fiktiv, aber Brigitte Riebe gelingt es perfekt, diese in die realen historischen Ereignisse einzubetten. Am Beispiel ihrer Figuren erzählt sie Schicksale, wie sie zur damaligen Zeit sicher mehrfach vorgekommen sind. Das hat mich sehr begeistert und ich habe oft nach hinten geblättert, wo es für den gesamten Zeitraum eine Zeittafel über die wichtigen Ereignisse, bezogen auf Berlin, gibt.
Sehr bildhaft schildert die Autorin die Zerstörung Berlins und den mühsamen, schweren Weg es Wiederaufbaus.
Eindrucksvoll lässt sie ihre Protagonisten das damalige Schicksal der Menschen in Berlin erleben, von den Trümmerfrauen über Entbehrungen, Stromsperren, Lebensmittelzuteilungen, Armut und die Blockade, und führt ihren Lesern damit ein Stück deutsche Geschichte noch einmal beeindruckend vor Augen.
Das alles hat mich sehr bewegt, auch weil noch einmal geschildert wird, wie es zur Teilung Deutschlands kam, die nun glücklicherweise schon lange hinter uns liegt.

Der wunderbare, lebendige und mitreißende Schreibstil hat mich durch die Seiten fliegen lassen und das Buch hat mich schnell in seinen Bann gezogen und bis zum Ende nicht mehr losgelassen.
Im Fokus dieses ersten Teils steht Rike Thalheim und ihre Bemühungen, das Kaufhaus wieder aufzubauen. Aber auch die anderen Figuren haben ihren maßgeblichen Anteil und alle sind authentisch und facettenreich gezeichnet. Sie machen alle in diesen schwierigen Zeiten glaubhafte Entwicklungen durch und auch die Liebe bekommt ihren Anteil an der Geschichte.
Es war sehr fesselnd, die Familie und besonders Rike durch diese Jahre des Aufbaus zu begleiten. Auch wenn die Zeiten schwer waren und geprägt von Entbehrungen gab es auch viele Momente der Freude, Hoffnung und Glück.
Durch viele Perspektivwechsel zwischen den handelnden Figuren bleibt die Geschichte spannend und Wendungen und Überraschungen sorgen für Abwechslung.

Dieser wirklich gelungene und packende Auftakt zur Trilogie über die Schwestern vom Ku’damm hat mich begeistert und der „Paukenschlag“ am Ende steigert noch die Vorfreude auf die Fortsetzung, in der dann die mittlere Schwester Silvie im Mittelpunkt stehen wird.


Fazit: 5 von 5 Sternen«
  15      0        – geschrieben von Fanti2412
 
Kommentar vom 16. März 2019 um 17:28 Uhr (Schulnote 1):
» Eine sehr spannende Geschichte
Im Prolog feiern wir die Wiedereröffnung des Kaufhauses Thalheim im Jahr 1932…
Mai 1945. Rike versteckt sich, ihre Stiefmutter und ihre Schwestern in einem Keller… Bei ihnen ist noch eine Mutter mit Zwillingen… Obwohl sie selbst nicht viel haben…
Und dann müssen sie raus…
Doch zum Glück gibt es noch die Wohnung der Großmutter…. Viel können sie nicht mitnehmen. Aber sie nehmen die versteckten Nähmaschinen mit…
Rikes Vater hatte vor dem Krieg noch ein noch ein Warenlager – Stoffe – versteckt… Und das hilft ihnen jetzt zu überleben….
Doch die Stoffe sind zu kostbar, die Kleider zu teuer…. Daher kaufen sie Stoffe, aus Lumpen gemacht….
Auch Rikes Freundin wohnt bei ihnen in Großmutters Haus…
Eines Tages erhält Rike einen Brief von einem Schweizer Anwalt. Sie muss nach Zürich…
Und dann gibt es da natürlich auch noch Silvie und Flori, Rikes Schwestern, die nicht immer auf das hören, was Rike ihnen sagt…
Und Friedrich, Rikes Vater ist wegen etwas stocksauer…
Haben die Talheims das Kaufhaus 1932 renoviert, weil Wiedereröffnung ist? Warum verstecken sich Rike und ihre Familie im Keller? Nur wegen der Bombardierung? Oder aus Angst vor den Besatzern? Wer hat die Mutter mit den Zwillingen dazugebeten? Rike? Sivlvie? Oder beide? Sie haben doch selbst nicht viel zu Essen? Warum müssen sie raus aus dem Haus? Wo gehen sie hin? IN Großmutters Haus? Warum können sie nur die beiden Nähmaschinen mitnehmen und sonst kaum noch was? Inwiefern hilft ihnen das versteckte Stofflager zu überleben? Warum sind die daraus gefertigten Kleidungsstücke zu teuer? Woher haben sie die Idee mit den Lumpen? Wer ist Rikes Freundin? Was hat Rike in Zürich zu tun? Weshalb hören Silvie und ´Flori nicht immer auf Rike? Warum ist Rikes Vater stocksauer? Alle diese Fragen - und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.

Meine Meinung
Im Prolog ist noch einigermaßen heile Welt, doch dann ist es zwölf Jahre später. Mai 1945, alle freuen sich auf die Befreiung durch die Alliierten, doch sie haben auch Angst vor dem was kommen mag. Diese Geschichte spielt in der Zeit von 1945 – 1951, 1932 war nur ein kurzer Abstecher. In einer Zeit, als mancher nicht wusste, wo er das Essen hernehmen sollte um nicht zu verhungern. In der Zeit der sowjetischen Blockade, als Westberlin einer Insel glich und die Westmächte die ‚Rosinenbomber‘ losschickten. Ich war schnell in der Geschichte drinnen und konnte mit den Protagonisten mitfühlen. Rike, die sich für ihre Geschwister und ihre Stiefmutter verantwortlich fühlte, da ihre Stiefmutter das nicht mehr konnte. In Silvie, die sich von Rike nichts vorschreiben lassen wollte. Ich fand es klasse, dass sie die Nähmaschinen mitnehmen konnten in Omas Haus und dort einen Aufbau wagten. Auch wenn er noch so klein war. Und dann der Brief aus Zürich. Ich habe mich schon gewundert, wieso Rike und nicht Friedrich? Aber ich denke, Rike hat das durchaus richtig gemacht, wie gewünscht. Der Schreibstil der Autorin ist, wie eigentlich immer, unkompliziert, denn es gab keine Fragen nach dem Sinn von Worten oder gar ganzen Sätzen. Das Buch hat mir gut gefallen, mich in seinen Bann gezogen und sehr gut unterhalten. Mit den Protagonisten habe ich mitgefiebert. Ich konnte das Buch fast nicht aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch gelesen. Sehr gespannt bin ich auf die Fortsetzung! Von mir daher eine Lese-/Kaufempfehlung sowie volle Bewertungszahl.«
  16      0        – geschrieben von Lerchie
Kommentar vom 11. November 2018 um 11:39 Uhr (Schulnote 1):
» Es liegen so wenige Jahre zwischen der Neueröffnung des aufwendig umgebauten Kaufhauses Thalheim & Weisgerber und dem Ende des Krieges, als eben dieses Kaufhaus nur noch eine Ruine ist. Der Krieg ist zu Ende, doch es fehlt an allem und die Menschen hungern. Aber da ist auch die Hoffnung auf bessere Zeiten und der Hunger das nachzuholen, was in den letzten Jahren nicht möglich war. Auch bei den Thalheims hat der krieg Spuren hinterlassen. Friedrich Thalheim und sein Sohn Oskar werden vermisst. Die Wertheims mussten schon früh Deutschland verlassen. Nun werden auch noch die restlichen Familienmitglieder von den Russen aus ihrer Villa vertrieben. Sie können nur wenig mitnehmen, aber zwei Nähmaschinen bilden die Grundlage für einen Neuanfang. Die älteste Tochter Rike will das Kaufhaus wiederaufbauen.
Mit diesem Buch startet die 50er-Jahre-Trilogie der Autorin Brigitte Riebe. Wieder einmal bin ich begeistert von dem fesselnden und authentisch Schreibstil der Autorin.
Auch die Personen sind sehr gut und lebendig beschrieben. Rieke setzt trotz der schweren Arbeit als Trümmerfrau alles daran, das Kaufhaus wiederaufzubauen. Unterstützt wird sie von ihrer Freundin Miriam. Aber ihre Schwestern Silvie und Florentine haben ihre eigenen Vorstellungen vom künftigen Leben. Dann kommt Friedrich zurück, der seine Tochter nicht ernst nimmt. Daher interessiert es ihn auch nicht, woher die Mittel für das Geschäft kommen
Es ist interessant und spannend in jene Zeit nach dem Krieg einzutauchen. Die Not ist immer noch groß, aber der Schwarzhandel blüht. Es ist aber auch eine Zeit, in der die Frauen anpacken mussten, da viele Männer im Krieg geblieben oder in Gefangenschaft waren. Es war nicht einfach für sie, bot ihnen aber auch die Möglichkeit, sich zu emanzipieren und ihren Weg zu gehen. Die Währungsreform kommt und Westberlin wird abgeschnitten von den westlichen Zonen Deutschlands. Es ist nur den Rosinenbombern zu verdanken, dass die Menschen überleben können.
Mir hat dieser historische Roman gut gefallen und ich bin schon gespannt auf die Folgebände.«
  12      0        – geschrieben von buecherwurm1310
Kommentar vom 7. November 2018 um 21:40 Uhr (Schulnote 1):
» Schon immer hat das Familienunternehmen Rike, die älteste Tochter der Thalheims, fasziniert. Doch nun, im Mai 1945, ist zwar der Krieg endlich vorbei, doch das einst so angesehene Kaufhaus am Ku'damm liegt in Schutt und Asche. Der Vater ist in Gefangenschaft und der Bruder verschollen. Rike versucht ihre jüngeren Schwestern und die zweite Frau ihres Vaters durch diese schwere Zeit zu bringen. Der Wiederaufbau des Kaufhauses ist Rikes größter Traum. Doch schon bald stellt sie fest, dass die Erfüllung dieses Traums nicht so einfach zu realisieren ist. Denn zunächst gilt es, die Familie durchzubringen. Doch Rike hält, trotz aller Probleme, an ihrem großen Traum fest....

"Die Schwestern vom Ku'damm - Jahre des Aufbaus" ist der Auftakt der 50er-Jahre-Trilogie von Brigitte Riebe. Im Zentrum der Handlung stehen die drei Thalheim-Schwestern. In diesem Auftaktband, in dem man die Familie durch die Jahre 1945 bis 1951 begleitet, liegt der Fokus auf Rike, der ältesten Schwester. Doch auch die anderen Familienmitglieder lernt man ausführlich kennen. Brigitte Riebe gelingt es dabei hervorragend, dass man sich als Leser schon früh als weiteres Familienmitglied fühlt und die Zeit des Aufbaus fasziniert verfolgt.

Der Schreibstil ist flüssig und äußerst angenehm lesbar. Die besondere Stimmung des Aufbaus, die Euphorie, aber auch die Rückschläge und Probleme, schweben zwischen den Zeilen, sodass man mühelos ins Berlin der Nachkriegszeit eintauchen kann. Eine Zeittafel am Ende des Buchs gibt Auskunft darüber, welche historischen Begebenheiten in die fiktive Handlung einfließen und sie dadurch noch authentischer wirken lassen. Durch Brigitte Riebes wunderbare Erzählkunst erlebt man die Entbehrungen der Menschen, ihre Sorgen und Nöte, aber auch die Hoffnung, dass es nun doch endlich aufwärts gehen muss, hautnah mit. Man bekommt einen lebendigen Eindruck, welche Auswirkungen u.a. die Lebensmittelknappheit, fehlendes Heizmaterial, die andauernde Entwertung des Geldes und die Berliner Blockade haben und beobachtet die Schicksale fasziniert. Die Protagonisten wirken dabei so authentisch, dass man sich gar nicht mehr von ihnen trennen mag.

Ich habe diesen Auftaktband regelrecht verschlungen, da ich vom ersten Moment im Bann der Erzählung war. Die Familie Thalheim ist mir sofort ans Herz gewachsen und deshalb habe ich ihr Schicksal gebannt verfolgt. Der historische Hintergrund verknüpfte sich dabei so hervorragend mit der Handlung, dass ich die damalige Atmosphäre regelrecht spüren und mich kaum noch vom Gelesenen lösen konnte. Ich empfehle diesen fesselnden Auftaktband begeistert weiter und bin schon jetzt gespannt auf die beiden weiteren Teile.«
  12      0        – geschrieben von KimVi
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