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Fanrea 1 - Die Prophezeiung
Verfasser: A.E. Eiserlo (5)
Verlag: Eigenverlag (11383)
VÖ: 14. November 2014
Genre: Fantasy (8549) und Jugendliteratur (5161)
Seiten: 474 (Kindle Edition), 364 (Taschenbuch-Version)
Themen: Blindheit (79), Drachen (627), Elfen (407), Minotauren (7), Prophezeiungen (362), Reisen (1523)
Reihe: Fanrea (4)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Neobooks für die Bereitstellung dieser Leseprobe! Bei dem Buch handelt es sich um einen der Neobooks-Monatsfavoriten des Oktober 2018. Mehr zu A.E. Eiserlo gibt es auf ihrer Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Emma seufzte, als sie sah, wie ihre Mutter sich abmühte. Schwer wog die Last der vergangenen Monate auf der Familie, und Emma fühlte sich elend und allein gelassen. Der Vater war einfach gegangen, ohne große Erklärungen. Sie wusste nicht viel über das Warum oder Wieso der Trennung ihrer Eltern. Die Mutter hatte nur erzählt, dass es eine neue Frau in seinem Leben gab und dass er, ohne lange zu zögern, mit ihr nach Südamerika ausgewandert war. Wo er lebte oder wer diese neue Frau an seiner Seite war, wollte Emma gar nicht wissen. Sie sah ihn nicht mehr und hatte nicht vor, noch einmal mit ihm zu reden. In ihren Augen war er ein Verräter, der nur noch Verachtung verdiente.
     Der Auszug des Vaters veränderte das ganze Familienleben. Marlene hatte noch mehr Arbeit als vorher, denn sie musste ihren Mann ersetzen, doch das war schwer. In jedem Bereich! Immerhin überwies er regelmäßig etwas Geld, auch wenn es trotzdem vorne und hinten nicht reichte. Deshalb bügelte oder nähte Marlene nachts, wenn die Kinder schliefen, für die Leute aus dem Dorf. Wegen der vier Kinder war es ihr nicht mehr möglich, den Beruf als Fotografin auszuüben.
     Einmal, als Emma nachts nicht schlafen konnte, hatte sie sich leise nach unten in die Küche geschlichen, um ein Glas Wasser zu trinken. Ihre Mutter saß am Küchentisch, den Kopf auf die Hände gestützt und vergoss lautlose Tränen. Dieses traurige Bild brannte sich in Emmas Kopf ein, vergiftete seither die Gedanken. Damals verdrückte sie sich, weil sie unsicher war, ob ihre Mutter so verzweifelt gesehen werden wollte.
     Emma seufzte. Sie hatte Wut auf ihren Vater. Unbeschreibliche, grenzenlose Wut, die sich im Bauch wie ein Eisblock festsetzte und langsam darin ausbreitete. Manchmal meinte sie an ihrem Zorn zu ersticken. Dann half nur noch eines: Wasser!
     Während Emma die Suppe umrührte, erinnerte sie sich: Die Dämmerung hatte den stillen See hinterm Haus in einen mystischen Ort verwandelt. Wie ein Spiegel lag die Wasseroberfläche vor ihr und lud ein, in eine andere Wirklichkeit zu tauchen. Mit einem kühnen Kopfsprung durchbrach sie diesen Spiegel. Kaum berührte das kühle Nass ihre Haut, verloren sich Hass sowie Trauer. Stattdessen durchfluteten Energiewellen den Körper, sodass die lästigen Gedanken davontrieben wie Seetang in einem Sturm. Emma durchpflügte das kalte Wasser, als wären Furien hinter ihr her, bis die Lungen zu zerspringen drohten. Danach ging es ihr besser, der Eisklumpen war geschmolzen. Mit dem Element Wasser fühlte sie sich eins. Am liebsten wäre Emma für immer in dem See geblieben.
     Wenig später, nach dem Weggang des Vaters, starb der Großvater. Der Krebs hatte ihn langsam aufgefressen, am Ende seiner Lebensfreude und Würde beraubt. Dieser zweifache Verlust und der damit verbundene Schmerz bohrten tief in Emmas Seele. Immer. Jeden Tag. Tag und Nacht.
     Aber nun befand Emma sich im Hier und Jetzt. Zuhause. Allein mit den trüben Gedanken, die genüsslich an ihren Eingeweiden fraßen.
     Gerade als sie etwas Suppe auf den Teller schöpfte, kam die jüngere Schwester Lara in die Küche.
     »Guck mal, was ich gefunden habe!«, rief Lara und zeigte ihr zwei riesige Nacktschnecken, die auf den Händen eine schleimige Spur zogen.
     »Iiihhh!«, kreischte Emma. »Musst du immer diese ekeligen Viecher mit ins Haus bringen?«
     »Stell dich doch nicht so an!« Lara verdrehte die Augen.
     »Jeden Tag ärgerst du mich mit irgendwelchen fiesen Spinnen oder sonst einem Tier! Benimm dich doch mal wie eine Achtjährige!« Emma streckte ihrer Schwester die Zunge heraus.
     Lara plärrte direkt: »Mama, Emma ist wieder gemein zu mir!«
     »Dumme Petze!«, zischte Emma.
     »Selber!«
     »Du bist einfach eine blöde Kuh!«
     Die Mutter erschien in der Küche und seufzte erschöpft: »Nicht schon wieder streiten, ihr zwei! Hallo, Emma. Bring die Schnecken raus, Lara! Du weißt doch, dass Emma sich davor ekelt.«
     Der zehnjährige Max stürmte schreiend in die Küche: »Ich habe Hunger, Hunger, Hunger!« Dazu führte er einen wilden Indianertanz auf.
     Stöhnend verdrehte Emma die Augen, sie fand Max zurzeit einfach nur laut und nervig. Sie zankten ständig miteinander.
     Jakob, der Kleinste, kam ebenfalls in die Küche. Dort, wo er stand, bildete sich eine Pfütze aus Wasser, während jede Menge Sand von seiner Kleidung sowie den Händen herabrieselte.
     »Jakob! Raus mit dir! Sofort draußen alles ausziehen!«, befahl die Mutter umgehend.
     »Manno, ist doch nur Sand!«, maulte Jakob.
     Emma schüttelte den Kopf über die Geschwister und wünschte sich zum hundertsten Mal, ein Einzelkind zu sein. Na ja, nicht ganz, Jakob würde sie vielleicht behalten!
     Das gemeinsame Essen verlief chaotisch, weil Jakob seinen Orangensaft umwarf, zusätzlich mit Suppe kleckerte, während der Rest der Kinder herumzankte. Emma und Lara gerieten besonders heftig aneinander, sie stürzten sich in den üblichen Zickenkrieg. Schließlich floh Emma aus der Küche, um sich in ihr Zimmer zurückzuziehen. Nach einer Weile ging die Tür auf und Lara trat ein.
     »Oh, nein, nicht du schon wieder! Raus mit dir und nerv mich nicht!«, schleuderte Emma ihr entgegen.
     »Ich wollte doch nur fragen, ob ich deine Buntstifte leihen kann.«
     »Nee, du hast eigene, nimm die! Meine verzottelst du immer!«
     Laras Blick fiel auf den Schreibtisch. »Kann ich dann wenigstens deine Spängchen haben?«
     »Nee! Du willst immer alles haben, was ich habe! Überhaupt willst du immer viel mehr als ich je hatte, als ich in deinem Alter war! Das Schlimme ist: du kriegst es auch noch!« Schlecht gelaunt warf Emma ihre Schwester aus dem Zimmer, sie wollte jetzt endlich Ruhe haben. Zunächst hatte der Albtraum den Tag schlecht beginnen lassen, dann folgten quälende Gedanken an den Vater und zu guter Letzt nervten die Geschwister.
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