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Als das Leben unsere Träume fand
Verfasser: Luca Di Fulvio (9)
Verlag: Bastei Lübbe (2413)
VÖ: 1. Oktober 2018
Genre: Historischer Roman (3186)
Seiten: 769 (Kindle Edition), 768 (Taschenbuch-Version)
Themen: Argentinien (26), Judentum (133), Mafia (381), Neuanfang (689), Progrom (2), Sizilien (80), Vergewaltigungen (189)
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Lesermeinungen (3)     Leserkanonen-Einblick
KURZER LESERKANONEN-EINBLICK
Spätestens seit sieben Jahren, als in der deutschen Übersetzung seines Erfolgsromans »La gang dei sogni« ein Junge auszog, um Träume zu schenken, ist Luca Di Fulvio hierzulande wohl bekannt, und wann immer ein neues Buch in der markanten Sepiatönung auftaucht, findet es anständigen Absatz und eine Menge zufriedener Leser. Vor einigen Wochen ist mit »Als das Leben unsere Träume fand« nun ein neuer Roman aus seiner Feder erschienen - ein Buch, zu dem sich seltsamerweise kein Originaltitel finden lässt, denn keines der in italienischen Online-Buchshops erhältlichen oder vorangekündigten Werke passt dazu. Das ist allerdings auch kein Wunder, denn aufgrund des Erfolgs der deutschen Ausgaben hatte man schon in der Vergangenheit Bücher von ihm zunächst auf Deutsch herausgegeben, weswegen er in der italienischen Wikipedia spaßeshalber als »autore tedesco« (deutscher Autor) bezeichnet wurde. Erschienen ist das neue Buch am 1. Oktober bei Bastei Lübbe, und es kostet als Taschenbuch zwölf Euro. Für die E-Book-Ausgabe sind zwei Euro weniger zu zahlen. Zudem existiert eine ungekürzte Hörbuchausgabe mit einer Spielzeit von 21:55 Stunden, die von Schauspieler Philipp Schepmann eingelesen wurde.

In »Als das Leben unsere Träume fand« führt Di Fulvio seine Leser zurück ins Jahr 1913 und lässt sie dort auf drei junge Menschen prallen, die aus vollkommen unterschiedlichen Positionen heraus in Richtung Buenos Aires aufbrechen: Rocco, dessen Vater im Auftrag der sizilianischen Mafia mordete, und der nicht in dessen Fußstapfen treten möchte. Rosetta, die sich in ihrem Dorf erfolglos gegen einen Baron zu behaupten versuchte und ihre Ehre verlor. Und die kleine - etwas knabenhaft wirkende - Jüdin Raquel aus Russland, die zunächst ein Pogrom überlebt und dann auf Männer trifft, die junge Frauen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen von ihren Eltern fortholen. Alle drei landen gleichzeitig in Buenos Aires an, und was zunächst nach einer verheißungsvollen zweiten Chance in der neuen Welt klingt, entwickelt sich rasch zu einem Albtraum.

Auch bei diesem Werk von Di Fulvio könnte man ein Déjà Vu erleben: Wenn man die deutschen Titel seiner Bücher liest, hat man zunächst stets den Eindruck, man habe hier einen schnulzigen Liebesroman vor sich. Was man tatsächlich bekommt, ist in Sachen Atmosphäre davon so weit entfernt wie das Leben im Boca des Jahres 1913 von den Grundpfeilern menschenwürdigen Daseins. Di Fulvio ist an vielen Stellen unheimlich drastisch und erzeugt mit Meisterhand eine Atmosphäre, die kaum beklemmender sein könnte. Der Schmutz der Stadt, die aus den Menschen alles herausquetscht und ihnen alles nimmt, was sie haben, könnte nicht greifbarer sein, ebenso all das Leid, was den Menschen - insbesondere Frauen - in seinem Buch widerfährt. Di Fulvio hat allerdings auch ein Gespür dafür, inmitten aller Unmenschlichkeit ein Pflänzchen Menschlichkeit zu säen, ein kleines nur, jedoch eines, das genau die richtige Größe hat, um aufzuzeigen, warum die Menschen immer weiter machen und darum kämpfen, weiter Mensch zu sein. Dafür hat der Autor ein wirklich außerordentlich gutes Händchen. Und er hat auch ein sehr gutes Händchen für vielschichtige und großartige Protagonisten und eine Storyline, die nicht zur Ruhe kommt und immer weiter mit dem richtigen Wechselspiel an schönen Momenten und Nackenschlägen auf den Leser eintrommelt. »Nach hinten raus« hat man durchaus das Gefühl, dass es auch mal ein wenig kompakter hätte erzählt werden können, aber Di Fulvio ist eben ein Erzähler, der sich Zeit lässt und tief ins Detail geht. Und am Ende ist man heilfroh, dass man miterleben konnte, wie Di Fulvio hier einigen ganz speziellen Charakteren inmitten eines schlimmen Szenarios Träume finden ließ. Ein tolles Buch!
– geschrieben am 25. November 2018 (4.5/5 Punkte)
Anmerkungen zu den Buch-Einblicken: Die Wertung unseres jeweiligen Mitarbeiters geht im gleichen Maße wie eine Blogger-Rezension in die Gesamtwertung des Buches ein.
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