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Clara Vidalis 6 - Schmerzmacher
Verfasser: Veit Etzold (18)
Verlag: Knaur (1303)
VÖ: 26. September 2018
Genre: Thriller (5409)
Seiten: 400
Themen: Berlin (847), DNA (52), Kommissare (1335), Mord (4539), Selbstmord (494)
Reihe: Clara Vidalis (6)
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OFFIZIELLE LESERKANONEN-REZENSION
Böse Schmerzen
 
Mehr als sechs Jahre sind nun schon vergangen, seitdem Veit Etzold erstmals seine Berliner Hauptkommissarin und Pathopsychologie-Expertin Clara Vidalis in den Einsatz schickte. Sechs Jahre, die man getrost als Erfolgsgeschichte bezeichnen kann, denn bisher fand jeder der Bände sehr guten Anklang. »Schmerzmacher«, der sechste Auftritt der Romanheldin, stieß in Buchbesprechungen, die man im Internet finden kann, bis dato auf relativ geteiltes Echo. Das ist allerdings nicht weiter verwunderlich - einerseits sind Thrillerfans per se in ihren Rezensionen deutlich kritischer als beispielsweise Fans von Liebesromanen, andererseits neigen Rezensenten bei fortgeschrittenen Teilen von Buchreihen auch bei Höchstleistungen der Autoren schnell zur Verweigerung von Höchstnoten, etwa weil sie Vergleiche zu den anderen Bänden anstellen, während sie Einzelbücher frei von der Leber weg bewerten. Sicher gibt es dafür auch noch andere Gründe, und es wäre sicher interessant, die Psychologie des Buchkritikerverhaltens zu analysieren, aber dafür mangelt es uns eindeutig an der Kompetenz. Etwas mehr Kompetenz meinen wir hingegen im Besprechen von Büchern zu haben, und deshalb - lange Rede, kurzer Sinn - haben wir uns »Schmerzmacher« mal ein wenig genauer angesehen.

Veit Etzold macht die Buchwelt nun schon seit zehn Jahren unsicher, und in diesem Zeitraum ist es ihm gelungen, satte acht Spiegel-Bestseller zu Papier zu bringen, also ungefähr acht mehr, als es den meisten Autoren im Laufe ihrer gesamten Karriere gelingt. Dabei ist das Autorendasein für ihn nur ein Standbein von vielen, denn er denkt sich nicht nur fiese Thriller aus, sondern ist auch noch Keynote Speaker, Unternehmensberater und Hochschulprofessor für Marketing und eine Reihe anderer Fachgebiete. Kurzum: Irgendwie hat es Etzold geschafft, mehr als 24 Stunden pro Tag zur Verfügung zu haben, denn anders kann man das kaum erklären. So verwundert es dann auch nicht, dass er das Nachwort zu seinem neuen Roman während einer Zugfahrt verfasst hat. »Schmerzmacher« erschien am 26. September des gerade in die ewigen Jagdgründe eingegangenen Jahres 2018 im Knaur Verlag und hat einen Umfang von 374 Seiten, obendrein enthält es auch noch eine Leseprobe seines in wenigen Wochen erscheinenden nächsten Romans »Staatsfeind« ... es geht also immer weiter mit der vielen Arbeit. Das Buch ist für 10,99 Euro zu bekommen, für die E-Book-Ausgabe fällt ein Euro weniger an. Zudem existiert eine ungekürzte Hörbuchfassung mit 10:26 Stunden Laufzeit, die von Schauspieler Götz Otto eingelesen wurde.

In unserer Besprechung zum fünften Band der Reihe erwähnten wir, dass das Buch problemlos losgelöst von den anderen Bänden gelesen werden konnte. Dies ist theoretisch auch bei »Schmerzmacher« der Fall, jedoch gibt es dieses Mal einen unmittelbaren Bezug zu einem anderen Auftritt von Clara Vidalis ... den ersten, um es genau zu nehmen. Daher wäre es schon ein wenig frevelhaft, darauf zu verzichten, erst einmal dort - und in den Rest der Reihe - hineinzuschnuppern. Der Zusammenhang besteht in der DNS von Ingo M., die bei Tötungsdelikten auftaucht, die als Selbstmorde getarnt wurden. Für Clara Vidalis ein übler Tiefschlag, denn es handelt sich um eben jenen Ingo M., der einst ihre kleine Schwester missbrauchte und ermordete. Der aber ist eigentlich tot, womit sich natürlich die Frage stellt, wie er dann weiter und immer weiter morden kann ... und warum sich seine Vorgehensweise dabei so verändert hat.

Wie es eigentlich immer bei Etzold der Fall ist, wird dem Leser nicht erstmal eine Eingewöhnungsphase gewährt, stattdessen wird er schon im Prolog mit den Gedanken des namenlosen Täters anständig verstört, so dass gleich von vorneherein eine Richtung vorgegeben wird. Zwar gönnt der Autor seinen Lesern auch ein paar Momente des »Nachhausekommens«, indem er von den Ereignissen berichtet, die sich im Leben seiner Protagonistin getan haben, der Grundtenor bleibt jedoch das gesamte Buch über der gleiche: Es wird schnell Fahrt aufgenommen, es wird rasant erzählt, und der Leser darf sich nicht die Hoffnung machen, dass hier zimperlich mit ihm umgesprungen wird. Stattdessen werden seine Nerven wie gewohnt am laufenden Band gefordert - fürs schonende Schreiben sind eben andere Autoren zuständig.

Was natürlich nicht heißt, dass Etzold hier mit der Brechstange draufhält. Stattdessen hat er hier ein sehr interessantes Ensemble an Protagonisten zusammengestellt, in die man sich gut hineindenken kann, die Konturen haben, die authentisch rüberkommen und (zumindest die meisten von ihnen) in ihrer Art und Weise einen wirklich enormen Kontrast zum Täter darstellen. In dessen Geist wird natürlich ähnlich intensiv hineingeblickt ... nur mit einer gänzlich anderen Wirkung, versteht sich. Denn wenn Etzold etwas richtig gut kann, dann ist es, Böses wirklich böse in Erscheinung treten zu lassen. In sein Figurengefüge hinein hat Etzold eine durch und durch spannende Geschichte hineingeschneidert, die sich keine Durchhänger gönnt, sondern immer intensiv voran erzählt wird und dabei einen großen Unterhaltungswert hat.

So ist »Schmerzmacher« in meinen Augen ohne jeden Abstrich allen zu empfehlen, die sich für die Reihe bis hierhin begeistern konnten und Lust auf einen neuen deftigen Thriller haben. »Schmerzmacher« ist fies und brutal, sehr gut geschrieben, und Clara Vidalis ist als Protagonistin bei ihren Auftritten ohnehin jedes Mal über jeden Zweifel erhaben. Wer die anderen Bände noch nicht gelesen haben sollte, sollte sich die Chance nicht entgehen lassen, mit den vorangegangenen zu beginnen, und er kann sich dann über viele gute Romane hinweg darauf freuen, auch in diesem sechsten Band noch ein fesselndes Leseerlebnis zu bekommen.
– geschrieben am 1. Januar 2019
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