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TASCHENBUCH
 
Die Tochter des Pianisten
Verfasser: Lilian Kim (1)
Verlag: Eigenverlag (11420)
VÖ: 4. Juli 2018
Genre: Gegenwartsliteratur (2350)
Seiten: 373 (Kindle Edition), 404 (Taschenbuch-Version)
Themen: Entführungen (1231), Herkunft (95), Japan (101), Kalifornien (176), Malaysia (9), Musiker (215), Nordkorea (14)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Neobooks für die Bereitstellung dieser Leseprobe! Bei dem Buch handelt es sich um einen der Neobooks-Monatsfavoriten des August 2018. Mehr zu Lilian Kim gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Yasuko verzichtete darauf, sich in ein Streitgespräch mit diesem offensichtlichen Irren zu begeben und schwieg.

Das Empfangsschauspiel, dessen wirklicher Zweck Yasuko nach wie vor unbekannt war, fand in einem großen Festsaal im unteren Geschoss des Hauses statt.
     Die Anwesenden waren festlich gekleidet, die Frauen in eleganten Abendkleidern, die Männer in Uniformen. Jake, der als Einziger einen schwarzen Anzug trug, unterhielt sich mit Oberst Park. Yasuko fühlte sich unwohl inmitten all der fremden Menschen, die sie musterten, und schritt mit gesenktem Kopf durch den Saal. Die Konversation zwischen Jake und Oberst Park schien anregend zu sein, beide lachten oftmals auf.
     Yasuko betrachtete argwöhnisch die Vertrautheit, die zwischen den beiden herrschte und versuchte, sich bemerkbar zu machen, doch Jake nahm nur kurz Notiz von ihr.
     »Geh und hol mir was zu trinken, Liebling. Dort drüben servieren sie Gin!«
     Sie bewahrte nur mit größter Mühe ihre Fassung. Jake indes bedachte sie mit einem Lächeln und war offensichtlich bester Laune.
     »Im Übrigen, Liebling, ich werde in einem anderen Haus wohnen. Du bist von nun an die alleinige Herrin dieses grandiosen Hauses! Ich beglückwünsche dich!« Er breitete seine Arme aus und drehte sich einmal um die eigene Achse. »Ein architektonisches Meisterwerk! Findest du nicht auch?«
     Yasuko konnte förmlich spüren, wie ihr der Boden unter den Füßen weggezogen wurde. Obwohl sie damit gerechnet hatte, dass Jake schwach werden würde, erschrak sie über die Schnelligkeit, mit der sich diese Schwäche in seinem Handeln manifestierte.
     Während Yasuko weiter um ihre Fassung rang, lachte Oberst Park laut auf und klatschte langsam und theatralisch in die Hände. Sofort stimmte die gesamte Gesellschaft mit ein. Ein tosender Applaus hallte durch den Saal. Niemand hatte gehört, was zuvor gesprochen worden war und niemand fragte. Wenn der höchstrangige Militär im Raum Applaus initiierte, stimmten alle Anwesenden mit ein.
     »Yasuko, Teuerste! Warum denn so blass um die Nase? Was möchtest du trinken?« Der glasige Blick und die geröteten Wangen des Obersts verrieten, wie sehr er bereits dem Alkohol zugesprochen hatte.
     »Mir geht es gut«, flüsterte Yasuko, bemüht, sich weiterhin nichts anmerken zu lassen.
     Die imposante Fensterfront, die durch schwere, rote Samtvorhänge eingerahmt war, erstreckte sich über den gesamten Saal. Yasukos Blick fiel auf den Garten, der um das ganze Gebäude herum verlief und dem sie am Tag keine Beachtung geschenkt hatte. Vielmehr ein kleiner Park als ein Garten, grenzte er in seinen hinteren Ausläufen an ein Waldstück. Das Gebäude war das einzige inmitten eines riesigen Areals. Es war bereits dunkel und die Außenanlagen waren nicht beleuchtet. Plötzlich leuchtete ein kleines Licht auf und ein schwarzer Schatten huschte vorbei, in Richtung des Gebäudetrakts, in dem die Küchen und Bewirtschaftungsräume untergebracht waren. Yasuko trat näher an die Fensterfront heran, konnte jedoch nichts mehr erkennen.
     »Was geschieht hier nur? Da ist doch jemand im Wald gewesen«, sagte sie zu sich.
     Eine junge Frau sprach Yasuko auf Englisch an, und riss sie damit aus ihren Gedanken.
     »Verehrte Frau Botschafterin, welch grandioser Empfang! Wie viele Jahre werden sie in Rom verbringen?«
     »Wir sind in Rom. Gut zu wissen. Noch so eine Verrückte«, dachte sie.
     »Vielen Dank meine Liebe. Ich hoffe doch, dass mir und meinem Mann vergönnt sein wird, die nächsten Jahre hier zu verbringen«, antwortete Yasuko gemäß der ihr gemachten Vorgabe.
     »Im Dienste unseres Landes, natürlich«, beeilte sie sich hinzuzufügen. »Und außerdem, vergöttere ich die italienische Mode.«
     Sie hoffte, man würde ihr nicht ansehen, wie unwohl sie sich fühlte, in diesem merkwürdigen Theater, dessen Zweck sie nicht verstand, mitwirken zu müssen.
     Die junge Frau trug ein cremefarbenes Seidenkleid und einen Nerz um die Schultern. Eine sehr elegante, nahezu mondäne Erscheinung. Ihr Haar fiel in Wellen über ihre Schultern und die Lippen leuchteten tiefrot. Sie unterschied sich von den übrigen Damen, die auf dem Empfang zugegen waren. Yasuko vermutete, dass sie chinesischer Abstammung war.
     »Frau Botschafterin, ich möchte Ihnen jemanden vorstellen.« Sie winkte ein Mädchen zu sich, nicht viel älter als fünfzehn, das verloren inmitten einer Männerrunde stand.
     »Meine Tochter lernt momentan Englisch. Sie möchte sich kurz mit Ihnen unterhalten.«
     Die Frau warf einem Mann, der in Hörweite stand, einen vielsagenden Blick zu und setzte dann ein Lächeln auf, mit dem sie sich Yasuko zuwandte.
     Das Gesicht des Mädchens war fahl, die Wangen eingefallen. Sie schaute zu Boden. Yasuko fiel auf, dass sie sehr mager war.
     »Nun sag schon was!«, drängte die Frau sie.
     Das Mädchen brach in Tränen aus und sagte auf Japanisch: »Bitte helfen Sie mir, bitte. Ich komme aus Japan. Ich möchte nach Hause.«
     Sie schluchzte und in ihrem Gesicht lag der Ausdruck blanker Angst.
     »Sie haben mich an dem Strand vor unserem Haus überfallen und mich hergebracht, dann musste ich bei einem Paar wohnen, einer Japanerin und ihrem ausländischen Mann. Ich sollte sie Eltern nennen und ihr Kind sein. Und eines Tages wurden sie morgens abgeholt und ich wurde zu dieser Frau gebracht. Am Tag sperrt sie mich ein und bei solchen Partys, wie dieser hier, muss ich behaupten ich sei ihre Tochter. Ich will das nicht mehr, ich will nach Hause! Sie sagen, wenn ich eine loyale Nordkoreanerin werde, werden sie mich belohnen. Bitte, helfen Sie mir, bringen Sie mich weg!«
     Doch bevor Yasuko etwas erwidern konnte, tauchten ein Mann und eine Frau auf, die das Mädchen aus dem Saal führten. Niemandem schien diese Szene aufzufallen. Alle taten, als würde ihnen diese Szene nicht auffallen.
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