Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
40.201 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »YANNICK19«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
TASCHENBUCH
 
Die Tochter des Pianisten
Verfasser: Lilian Kim (1)
Verlag: Eigenverlag (10468)
VÖ: 4. Juli 2018
Genre: Gegenwartsliteratur (2206)
Seiten: 373 (Kindle Edition), 404 (Taschenbuch-Version)
Themen: Entführungen (1158), Herkunft (91), Japan (91), Kalifornien (165), Malaysia (9), Musiker (198), Nordkorea (12)
BLOGGERNOTE DES BUCHES
???
noch nicht bewertet
100
0%
80
0%
60
0%
40
0%
20
0%
0
0%
Entwicklung des Bloggerinteresses:
1M
0
2M
0
3M
0
6M
0
12M
0
Leider existiert für »Die Tochter des Pianisten« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
USER, DIE SICH FÜR DIESES BUCH INTERESSIERTEN, INTERESSIERTEN SICH AUCH FÜR
Das KALA-Experiment
Geschrieben von: Karl Olsberg (1. August 2018)
Plötzlich Millionärin - nichts wie weg!
Geschrieben von: Gaby Hauptmann (1. August 2018)
Im Bann des Ozeans
Geschrieben von: Robert Hofrichter (26. März 2018)
60/100
[1 Blogger]
weitere Empfehlungen anzeigen
Lesermeinungen (0)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Neobooks für die Bereitstellung dieser Leseprobe! Bei dem Buch handelt es sich um einen der Neobooks-Monatsfavoriten des August 2018. Mehr zu Lilian Kim gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Die anderen Mitarbeiter des Teams behaupteten, nichts mitbekommen zu haben. Er hat erst dann sein Schweigen gebrochen, als eine Hilfsorganisation öffentlich von dem Einsturz und der Todesopfer sprach.
     Einige Monate später wurde ein anderes Team nach Pjöngjang geschickt, wahrscheinlich haben sie den Schutt beseitigt und wollten an die vorhergehenden Geschäfte anknüpfen. Verstehst du nun, wie diese Leute denken? Sie machen die Wahrheit. Und sie bestimmen die Realität. Wenn sie uns morgen mitteilen, dass wir Tarzan und Jane sind, sind wir Tarzan und Jane. Wenn wir überleben wollen, müssen wir nach ihrem Takt tanzen. Yasuko, vielleicht lassen sie uns schneller frei, wenn wir mitspielen? Yasuko?«
     Sie schwieg.
     »Ach im Übrigen, in den Kisten befindet sich Kleidung. Du solltest dich umziehen«, sagte er.
     Die gesamte Situation schien ihn nicht übermäßig zu belasten.
     »Was haben sie mit dir gemacht? Vorhin, als du weg warst?«, fragte sie, mit einem misstrauischen Unterton in ihrer Stimme.
     »Nichts. Sie haben mir von ihrem tollen Land erzählt. Mir neue Kleidung gegeben. Nichts weiter.«
     Yasuko sah ihren Mann an. Er war hochgewachsen, seine blonden, zurückgekämmten Haare wellten sich leicht. Da sie sich selbst als unscheinbar sah, war sie sehr überrascht gewesen, als Jacob Mildon, von allen nur Jake genannt, Interesse an ihr gezeigt hatte. Sie hatten sich in den USA kennen gelernt, wo Yasuko seit ihrem 15. Lebensjahr lebte. Sie war als Jungstudentin an der New Yorker Juilliard School of Music angenommen worden und lernte Jake einige Jahre später durch ihre ältere Schwester Hiroko kennen, nicht lange bevor sie nach dem Tod ihres Vaters nach Japan zurückkehrte. Jake hatte einen Job bei einer Investmentgesellschaft in Macau angenommen und pendelte zwischen Macau und Japan. Bis sie 1986 heirateten und Jake seinen Wohnsitz nach Niigata verlegte.
     »Jake, ich will nach Hause. Ich kann nicht in diesem Land leben. Hast du nicht irgendwelche Kontakte irgendwo, die uns raushelfen können? In China? Wir bezahlen, was sie wollen.«
     Jake betrachtete seine Hände und schnipste ein Staubflöckchen von seiner Hose.
     »Es geht hier nicht um Geld. Sie brauchen Dinge, die man nicht kaufen kann. Wissen. Fortschritt. Dinge, die von außen kommen. Und da niemand freiwillig kommt, holen sie sich die Leute eben auf eine unschöne Weise. Und dann ist man unglücklicherweise zur falschen Zeit am falschen Ort und wird vom Strand geholt.«
     Wut stieg wieder in ihr auf.
     »Du erzählst mir das so, als ob dich das alles nichts anginge! Lassen sie dich etwas frei? Werde nur ich als Geisel genommen? Hast du dich selbst etwa schon freigekauft, Jake? Lässt du mich in diesem Höllenland etwa im Stich? Liebst du mich überhaupt?«, schrie sie ihn verzweifelt an.
     Er atmete tief ein und antworte dann ohne jegliche Gefühlsregung: »Ich habe getan, was ich am besten kann. Verhandeln. Was ist besser, Yasuko? Wenn sie uns beide sofort erschießen? Oder wenn sie mich in ein dunkles Gefängnisloch werfen und dich foltern? Oder aber, wenn ich kooperiere, du dich fügst und wir uns damit mit diesen Herren so gut stellen, dass sie uns irgendwann lebendig rauslassen?«
     Darauf wusste Yasuko nichts zu erwidern und sie klammerte sich an die Hoffnung, dass er Recht behalten würde.


Kapitel 3
Die Botschaft


Nordkorea


Yasuko und Jake wurden mit verbundenen Augen von der Hafenstadt Ch’?ngjin nach Pjöngjang gebracht. Sie wussten nicht, wo sie entlangfuhren und konnten nichts von der Umgebung wahrnehmen.
     Das Haus in Pjöngjang, in welches sie gebracht wurden, befand sich abgelegen auf einem Hügel. Es glich einer kleinen Festung; eine weiße Steinmauer umgab das Haus und mehrere Wachposten waren um das Gebäude positioniert. Als ihnen die Augenbinden abgenommen wurden und Yasuko die Umgebung zum ersten Mal erblickte, fühlte sie sich an die Botschafter-Residenzen erinnert, die sie auf ihren gemeinsamen Reisen nach Europa besichtigt hatten.
     Sie wurden von dem Oberst und einer Gefolgschaft aus drei Frauen und zwei Männern begleitet. Die drei Frauen trugen ein traditionelles Gewand, einen Chosonot, wie ihnen von dem Oberst erklärt wurde.
     Das Innere des Hauses war mit allem ausgestatteten, was in jener Zeit an westlichem Luxus zu bekommen war. Die Eingangshalle war stuckverziert und in den Marmorböden spiegelten sich ihre Gesichter. Eine ausladende Treppe führte in die oberen Stockwerke. Das Haus schien nicht bewohnt, beherbergte aber eine Fülle an Alltagsgegenständen, die teilweise noch verpackt waren. Geschirr stand in den Schränken, Kleider hingen an den Haken. Sogar Kinderschuhe erblickte Yasuko bei dem Durchgang durchs Haus. Es schien jedoch alles neu und unbenutzt zu sein.
     Yasuko fühlte sich wie in einem riesigen Puppenhaus. Die Atmosphäre war beängstigend. Sie wusste, dass dieses Haus kein gewöhnliches Haus war. Sie sah zu Jake rüber. Er versuchte ihr zuzulächeln, doch sie kannte ihren Ehemann zu gut. Seinen zweifelnden Gesichtsausdruck konnte er nicht vor ihr verstecken. Sie wurden durch jedes einzelne Zimmer des riesigen Hauses geführt, und zu jedem dieser Zimmer hielt der Oberst einen stolzen Monolog.
     Jedes der oberen Zimmer hatte einen Zugang zu einer Terrasse, die einmal um das ganze Haus führte. In den Räumen selbst befanden sich Verbindungstüren. Das ganze Haus war verwinkelt und bis ins kleinste Detail ausgestattet. Vor den Betten befanden sich Pantoffeln, auf den Nachtischen waren Wassergläser und versiegelte Flaschen platziert und in den Schränken waren unbenutzte Kleider nach Größen sortiert. Yasuko fühlte sich an ein Filmset erinnert. Sie war sich sicher, dass das nicht die Art Haus war, in der Menschen in Nordkorea gemeinhin wohnten.
Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by Axel Saalbach & Team (2011-2018)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz