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TASCHENBUCH
 
Die Tochter des Pianisten
Verfasser: Lilian Kim (1)
Verlag: Eigenverlag (10928)
VÖ: 4. Juli 2018
Genre: Gegenwartsliteratur (2279)
Seiten: 373 (Kindle Edition), 404 (Taschenbuch-Version)
Themen: Entführungen (1207), Herkunft (92), Japan (99), Kalifornien (172), Malaysia (9), Musiker (209), Nordkorea (13)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Neobooks für die Bereitstellung dieser Leseprobe! Bei dem Buch handelt es sich um einen der Neobooks-Monatsfavoriten des August 2018. Mehr zu Lilian Kim gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Die Augen des Obersts weiteten sich: »Gehörst du etwa zu dieser Sorte Mensch?«
     Sie schüttelte stumm den Kopf.
     »Morgen früh kommen wir in Ch’?ngjin an. Von dort fahren wir in unsere wundervolle Hauptstadt Pjöngjang. Dann werden wir dich in deiner neuen Aufgabe unterweisen.« Er lächelte Yasuko an und verließ den Raum.
     Sie ließ den Kopf auf eine der Kisten sinken und kämpfte erfolglos gegen ihre Erschöpfung an. Kaum waren ihre Augen zugefallen, begann die einsame Glühbirne, die von der Decke hing, zu flackern. Schließlich erlosch sie ganz. Yasuko schlug die Augen wieder auf und schlang ihre Arme um die Knie, um ihrem Zittern und der Kälte entgegen zu wirken.
     Ihre Gedanken kreisten um ihre Tochter, um ihre Mutter und um die geplante Abreise in die USA. Sie fragte sich, wie lange sie festgehalten werden würden und welche Konsequenzen daraus folgten. Ob ihre Tochter Hiromi nachts weinen würde und ob sie Trost finden konnte, wenn ihre Mutter nicht bei ihr war. So sehr sie sich bemühte, den Schmerz, der auf ihrer Seele lag, runterzuschlucken, bahnte er sich doch einen Weg nach außen. Tränen rollten unaufhörlich ihre Wange hinunter, als plötzlich die Tür aufgerissen wurde.
     Sie schreckte hoch, ihr Herz schlug doppelt so schnell wie sonst. Jake lief auf sie zu. Er kniete sich zu ihr und starrte sie an.
     »Jake?« Sein Gesichtsausdruck war bizarr. Er lachte breit, seine Augen waren glasig.
     »Alles ist gut, Yasuko. Ich habe alles geklärt. Wie haben einen Deal. Du unterstützt die da unten in Nordkorea ein wenig und die lassen dich nach paar Monaten wieder raus.«
     Sie begriff nicht, was er zu sagen versuchte.
     »Jake, wovon sprichst du? Wir müssen zur Polizei. Oder in eine Botschaft. Jemand muss uns helfen. Ich kann nicht für mehrere Monate in diesem Land bleiben. Und was bedeutet eigentlich, dass sie mich nach ein paar Monaten rauslassen? Was ist mit dir?«
     Er starrte, unberührt von ihren Worten, an ihr vorbei, bevor er sie wieder anlächelte.
     »Für mich haben sie eine andere Aufgabe. Ich erzähl dir jetzt mal eine Geschichte. Damit du verstehst, wie es in Nordkorea verläuft.«
     »Woher willst du denn wissen, wie es in Nordkorea verläuft?«, unterbrach sie ihn verwirrt. Er seufzte.
     »Yasuko, Liebes. Lass mich dir eine Geschichte erzählen und dann verstehst du, in welchem Land wir gleich ankommen werden. Erinnerst du dich an Daniel Balden? Der Architekten? Er war voriges Jahr in Nordkorea. Wir wollten in ein Hotel und diverse Infrastrukturprojekte in Pjöngjang investieren. Dieses Hotel und ein weiteres Gebäude sind eingestürzt. Einfach so. Sie sind zusammengefallen. Die Menschen wurden unter den Trümmern begraben. Sie waren instabil und dilettantisch errichtet worden. Daniel hat den Einsturz von seinem Hotelzimmer aus sehen können. Du sollst verstehen, was das für Menschen sind. Wozu sie fähig sind. Warum man sagt, dass in diesem Land sogar die Wälder dich belauschen können.«
     »Wenn du weißt, wie es dort ist, warum tust du dann nichts? Wie kannst du zulassen, dass sie uns dorthin bringen?« Yasuko griff aufgebracht nach Jakes Hand.
     »Lass mich zu Ende erzählen, dann wirst du es verstehen«, antwortete er ihr.
     »Daniel hat Alarm geschlagen, er wollte wissen, was passiert war, ob man die Menschen aus den anderen Gebäuden evakuieren musste. Der Abgesandte der Partei, der die Gruppe um Daniel beaufsichtigte, gab vor, gar nicht zu wissen, wovon Daniel überhaupt sprach. Er sagte, es wären keine Gebäude eingestürzt und er würde halluzinieren. Daniel hat ihn auf sein Zimmer geführt und ihm am Fenster das gut sichtbare Trümmerfeld präsentiert. Und der Nordkoreaner hat es, ohne mit der Wimper zu zucken, einfach ignoriert. Er folgte ihm ans Fenster, schaute hinaus und sagte lachend, dass dort nichts sei. Nichts. Dass er die Teammitglieder holen wolle. Die sollten bestätigen, dass Daniel Hirngespinste habe. Vorher hat er ihn aber noch für eine geschlagene Stunde in einem Konferenzraum eingeschlossen. Als er ihn herausließ, sollten Daniels Mitarbeiter mit in dessen Zimmer, um zu bestätigen, dass es keinen Einsturz gegeben hatte.«
     Yasuko ging in dem Raum auf und ab und besah die Kisten, auf der Suche nach einem Ausweg. Jake erzählte unbeirrt weiter.
     »Und jetzt kommt der springende Punkt. Das Zimmer 132, das Daniel Tage zuvor bezogen hatte, war plötzlich auf der anderen Seite des Flurs. Und alle weiteren Nummern reihten sich nahtlos ein, 132, 133, 134... sie waren alle auf die rechte Seite gehüpft. Und das Zimmer... Daniels Sachen lagen genau so, dort wie er sie hinterlassen hatte... Nur spiegelverkehrt! Sie haben sein Zimmer mitsamt seiner Dreckswäsche, seiner persönlichen Sachen und sogar mit dem Inhalt seines Mülleimers auf die andere Seite des Gebäudes in ein spiegelverkehrtes Zimmer gebracht. Und sogar die Schilder ausgetauscht! Das ist krank, einfach irre. Sie standen alle versammelt in diesem Zimmer, in dieser mehr als bizarren Situation und schauten aus dem Fenster. Der kleine Parteifunktionär forderte Daniel auf, ihm noch einmal zu zeigen, wo denn Gebäude eingestürzt sein sollten. Daniel sah aus dem Fenster und natürlich war dort nichts. Es war ja die andere Seite des Gebäudes. Er stimmte dann zu, sich geirrt zu haben, was sollte er auch sonst tun? Darauf beharren, dass diese Idioten ihm eine Schmierenkomödie lieferten? Er war schlichtweg sprachlos; er hatte noch nie so eine Perfidität, Wahrheiten zu verschleiern, erlebt. Sie haben die gesamte Truppe noch am selben Abend des Landes verwiesen. Die offizielle Begründung war, dass Daniel ein Trinker sei und betrunken einen Autounfall provoziert hätte. In einer Stadt, in der es gefühlt nur vier Autos auf den Straßen gibt! Er hatte keine Ahnung, ob er seinem Arbeitgeber die Wahrheit erzählen sollte oder nicht, und ob man ihm überhaupt noch glauben würde.
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