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TASCHENBUCH
 
Die Tochter des Pianisten
Verfasser: Lilian Kim (1)
Verlag: Eigenverlag (11416)
VÖ: 4. Juli 2018
Genre: Gegenwartsliteratur (2350)
Seiten: 373 (Kindle Edition), 404 (Taschenbuch-Version)
Themen: Entführungen (1231), Herkunft (95), Japan (101), Kalifornien (176), Malaysia (9), Musiker (215), Nordkorea (14)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Neobooks für die Bereitstellung dieser Leseprobe! Bei dem Buch handelt es sich um einen der Neobooks-Monatsfavoriten des August 2018. Mehr zu Lilian Kim gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Bei dem Versuch, sich aufzurichten, stieß sie mit dem Kopf an die Decke. Nur ein Kind hätte in dem Raum stehen können. Gezwungen, sich kriechend fortzubewegen, entdeckte sie die Stelle an der Wand, aus der die hämmernden Geräusche kommen mussten, da die Wand vibrierte. Yasuko schreckte zurück, sie versuchte die Begebenheit vom Strand zu rekonstruieren.
     Ihre Gedanken kreisten um die Boote, die aus dem Nichts aufgetaucht waren und diese furchtbaren Gesichter. Gesichter ohne jegliche Regung.
     Auf Knien, die durch den rauen Boden aufgerissen wurden, tastete sie sich an der anderen Seite der Wand entlang. Plötzlich berührte sie etwas Weiches. Erschrocken wich sie zurück, ihr Herz schlug bis zum Hals. Sie war nicht alleine in diesem Raum.
     Eine Hand griff nach ihr und umklammerte ihren Arm so fest, dass die Nägel sich ins Fleisch bohrten. In einem Akzent gefärbten Japanisch redete die Person auf sie ein. Verfluchte sie, drohte ihr und bettelte um Gnade. Es war Jake.
     »Jake, schhhttt, leise! Vielleicht ist noch jemand hier. Ich bin es, Yasuko.«
     Sie lauschte, ob sich etwas in der Dunkelheit regte. Aber es blieb still.
     »Yasuko...« Jake klang schwach. »Wir sind verloren.«
     Eine leise Wut stieg in Yasuko auf. Wut auf ihren Mann, der sie nicht vor dieser Situation beschützen konnte und schon aufgegeben hatte und Wut auf die Entführer, von denen sie nichts wusste. Sie wusste nicht, wer sie waren, woher sie kamen und was sie mit ihnen vorhatten. Dann erschien Hiromi vor ihrem inneren Auge.
     »Jake, wir müssen weg! Steh auf und tu etwas! Hiromi! Sie braucht uns! Wir müssen weg! Mein Kind!«
     Sie wurde so laut, dass Jake hochfuhr und versuchte, ihr den Mund zuzuhalten. Reflexartig biss sie in seine Hand, was er mit einem lauten Schrei quittierte.
     Dann fluchte er: »Was zur Hölle soll das! Was hast du gemacht?«
     Sie schluchze bitterlich, unfähig, sich zu beruhigen.
     Jake atmete tief ein. »Yasuko. Sei froh, dass Hiromi das hier nicht miterleben muss. Wir werden sterben, Yasuko. Niemand wird uns finden. Gott weiß, was sie mit uns vorhaben, aber am Ende werden wir sicherlich sterben. Hiromi bleibt das alles hier erspart.«
     Er ließ sich geschwächt zurück auf den kalten, rauen Boden fallen.
     »Nein, nein, Jake, nein. Wir sind nicht verloren«, protestierte Yasuko. »Wir werden es irgendwie zur Polizei schaffen. Irgendwann müssen sie uns aus diesem Kerker rauslassen. Und dann schreien wir aus voller Kehle. Wir werden hier rauskommen. Hiromi braucht uns, Jake, wir werden es rausschaffen.«
     Doch die Stille, die darauffolgte, Jakes Schweigen, erstickten die leise Hoffnung, die sie zu Beginn noch verspürt hatte. Nach Sekunden, die sich wie Minuten angefühlt hatten, durchbrach Jake das Schweigen.
     »Yasuko. Dort, wo wir hingehen, gibt es keine Polizei, die uns helfen könnte. Dort gibt es nichts, einfach nichts. Wir gehen in die Hölle. Ich war auf dem Boot nur kurz bewusstlos. Nachdem ich aufgewacht bin, konnte ich hören, worüber die Männer sich unterhalten haben. Ich habe es in Fragmenten verstehen können. Sie haben Koreanisch gesprochen. Sie bringen uns nach Nordkorea. Hörst du das Hämmern? Das ist der Maschinenraum eines Schiffes. Hier wird uns niemand hören. Niemand.«

Yasuko war weggedämmert; erschrocken fuhr sie hoch und flüsterte Jakes Namen. Als sie sein gleichmäßiges Atmen hörte, ließ sie ihren Kopf zurück auf den harten Boden sinken.
     Sie dachte über Jakes Worte nach. Er konnte Koreanisch und war beruflich häufig in Südkorea gewesen, mehr wusste sie nicht über seine Auslandsreisen. Wenn er diese Menschen verstehen konnte, würden sie sich vielleicht einen Vorteil verschaffen können.
     Yasuko streckte die Hand nach Jake aus, um ihn zu wecken, als sie Schritte hörte. Knarrend öffnete sich die schwere Stahltür und eine Person trat stumm in den Raum.
     Jake schreckte hoch. Ein Mann, der in der Dunkelheit nur schemenhaft zu erkennen war, schrie sie in einer Sprache an, von der Yasuko kein einziges Wort verstand. Sie klammerte sich an Jake.
     Dieser erklärte ihr ruhig: »Er sagt, dass wir ihm folgen sollen. Wir werden jetzt empfangen.«
     »Empfangen?«, fragte Yasuko verwirrt. »Von wem empfangen? Er muss doch noch mehr gesagt haben. Frag ihn, warum wir hier sind! Ich habe 1000 Dollar in meiner Tasche, vielleicht reicht ihm das, und er lässt uns gehen. Jake, bitte. Frag ihn. Warum tust du nichts?«
     Die Verzweiflung über ihre Lage schwang in jedem ihrer Worte mit. Jake schüttelte den Kopf und vermied es, seiner Frau in die Augen zu sehen.
     Der Mann in der Tür wurde ungeduldig und redete laut auf sie beide ein.
     »Vertrau mir einfach, komm mit und verhalte dich ruhig«, flüsterte Jake Yasuko zu.
     Der Mann führte sie durch einen schmalen Gang. Sein leerer Blick, in dem keinerlei Anflug einer menschlichen Regung zu finden war, beunruhigte Yasuko. Vor einer Tür blieb er stehen und sprach zu Jake, der daraufhin nickte.
     »Yasuko, er sagt, dass du dich jetzt umziehen kannst. Und dass dich jemand abholen wird. Mich bringen sie woanders hin«, sagte er so emotionslos, als wäre er nur ein teilnahmsloser Dolmetscher – und nicht zusammen mit seiner Ehefrau entführt worden. Wut und Angst, die Yasuko fast den Verstand verlieren ließen, brachen aus ihr heraus:
     »Jake! Wie kannst du nur so teilnahmslos sein! Du versuchst noch nicht mal, mit ihm zu sprechen! Warum bietest du ihm nicht das Geld an? Warum rettest du uns nicht?«
     Als Jake nicht reagierte, wandte sie sich völlig aufgelöst dem fremden Mann zu und flehte ihn auf Englisch und Japanisch an: »Bitte lassen Sie mich gehen, ich habe ein kleines Kind, bitte. Ich bezahle, was sie wollen.«
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