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TASCHENBUCH
 
Die Tochter des Pianisten
Verfasser: Lilian Kim (1)
Verlag: Eigenverlag (10468)
VÖ: 4. Juli 2018
Genre: Gegenwartsliteratur (2206)
Seiten: 373 (Kindle Edition), 404 (Taschenbuch-Version)
Themen: Entführungen (1158), Herkunft (91), Japan (91), Kalifornien (165), Malaysia (9), Musiker (198), Nordkorea (12)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Neobooks für die Bereitstellung dieser Leseprobe! Bei dem Buch handelt es sich um einen der Neobooks-Monatsfavoriten des August 2018. Mehr zu Lilian Kim gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     »Wer sind Sie?«, fragte Yasuko misstrauisch.
     Sie hatte damit gerechnet, dass man sie aushorchen oder anderweitig testen könnte.
     »Mein Name ist Sato Yukina. Du wirst mit mir zusammen unterrichten«, erklärte die Frau.
     »Oh, Yukina. Seung-Jin hat gestern von einer Japanerin gesprochen. Ich nehme an, dass du das bist?« erwiderte Yasuko.
     »Ja, und da alle Menschen, die Japanisch verstehen können, außer Haus sind, können wir uns in Ruhe unterhalten. Yasuko, lass mich ehrlich sein. Ich bin schon so viele Jahre hier. Im Herbst, jährt sich der Tag, an dem sie mich hierher entführt haben, zum fünften Mal. Ich glaube nicht daran, dass sie uns jemals rauslassen. Wie sollten sie auch? Sie müssten ihr Unrecht eingestehen und würden vor den Augen der Welt ihr Gesicht verlieren.«
     Yasuko unterbrach sie wütend: »Vor den Augen der Welt? Die Augen der Welt wissen schon seit Langem, dass dieses Land ein Pariastaat mit einer menschenverachtenden Führung ist, was sich um die eigene Bevölkerung nicht schert!«
     Yukina nahm ihre Hand und sah sie voller Mitgefühl an.
     »Yasuko, ich verstehe dich. An genau diesem Punkt war ich vor fünf Jahren. Ich war genauso wütend wie du. Wütend, verzweifelt, dann wieder wütend. Ich bin vier Mal weggelaufen. Nach dem vierten Mal haben sie mich in ein Lager gebracht. Zur ‚Umerziehung‘. Was nichts anderes bedeutete, als dass sie meine Persönlichkeit brechen wollten. Ich hatte riesiges Glück. Nach drei Monaten haben sie mich hierher zurückgebracht. Ich habe den Grund nie erfahren. Aber seitdem habe ich nie mehr widersprochen. Ich wollte nicht riskieren, noch einmal an so einen Ort gebracht zu werden.«
     Yukinas Augen füllten sich mit Tränen und sie fixierte Yasuko mit ihrem Blick.
     »Ich habe Menschen dort gesehen, die nur noch aus Haut und Knochen bestanden. Ihre Haut war durchsichtig. Sogar kleine Kinder waren an diesem schrecklichen Ort inhaftiert. Hier in Nordkorea sagen sie, dass man vergiftetes Blut bis in die dritte Generation ausmerzen muss. Und wenn Eltern als Verbrecher deklariert werden, werden sie gemeinsam mit den Kindern in diese Lager gebracht. Ich habe Menschen auf den Feldern sterben sehen. Sie sind einfach zusammengebrochen und nicht wieder aufgestanden. Und die anderen Gefangene mussten sie an Ort und Stelle begraben. Yasuko, das ist der Grund, warum sich dieses Land so abschottet. Warum die Menschen hier niemals, wirklich niemals, gegen ihre Führung aufbegehren würden. Alle leben in ständiger Furcht. Es werden Belohnungen ausgelobt, wenn man seine Nachbarn denunziert. In dem Lager habe ich Dinge gehört und gesehen, die ich nicht mehr aus meiner Erinnerung löschen kann, auch wenn ich es gerne würde.«
     Yasuko ließ den Kopf in ihre Hände sinken. Sie wollte ihre Ohren und ihren Verstand vor den Dingen verschließen, die Yukina zu berichten hatte.
     »Aber wofür brauchen sie uns? Was soll dieser Unterricht bedeuten? Warum wir, Yukina?«
     Yukina strich über ihre Hand. »Weil wir aus Japan stammen. Das ist der einzige Grund. Es ist die Abschottung. Sie haben keinen Zugang zu internationaler Bildung, weil sie die Menschen, auch die Eliten nicht reisen lassen. Verständlich, denn es würde sicherlich niemand freiwillig zurückkehren. Daraus entsteht ein Mangel an Wissen, ein Mangel an Kompetenz, ganz einfach ein Mangel an Menschen, die für bestimmte Aufgaben qualifiziert sind. Wer würde freiwillig hierherkommen, um in diesem unberechenbaren Land zu leben und zu arbeiten?
     Uns brauchen sie für ihre zukünftigen Spione. Diese jungen Menschen, sie gehören zu den Eliten des Landes, sie sind von klein auf in ihrem Glauben an den Großen Führer Kim Il Sung und ihr glorreiches Land erzogen worden. Sie sind diesem Land treu ergeben. Und privilegiert. Sie werden unter falschen Identitäten, mit falschen Pässen in die Welt geschickt, um dem Regime zu nutzen.
     Was sie genau tun werden oder in den letzten Jahren getan haben, vermag ich nicht zu sagen. Sie sollen von uns lernen, wie Menschen in Japan denken. Wie sie sich verhalten. Wie ihr Alltag aussieht. Ich musste Ihnen sogar erzählen, wie ich als Kind gelebt habe und was den Alltag japanischer Kinder ausmacht. Wenn eine dieser ‚Studentinnen‘ jemals behauptet, sie sei Sato Yukina, wird man ihr sehr wahrscheinlich glauben.

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