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TASCHENBUCH
 
Die Tochter des Pianisten
Verfasser: Lilian Kim (1)
Verlag: Eigenverlag (10929)
VÖ: 4. Juli 2018
Genre: Gegenwartsliteratur (2279)
Seiten: 373 (Kindle Edition), 404 (Taschenbuch-Version)
Themen: Entführungen (1207), Herkunft (92), Japan (99), Kalifornien (172), Malaysia (9), Musiker (209), Nordkorea (13)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Neobooks für die Bereitstellung dieser Leseprobe! Bei dem Buch handelt es sich um einen der Neobooks-Monatsfavoriten des August 2018. Mehr zu Lilian Kim gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Die beiden schwarz gekleideten Gestalten waren zwei junge Frauen. Wie versteinert verfolgte Yasuko die abnorme Szene, die sich vor ihrem Bett abspielte. Langsam drang es zu ihr durch, dass die Patrone nur eine Farbpatrone gewesen war. Entgeistert sah sie Oberst Park an.
     »Yasuko, meine Liebe! Warum denn so unglücklich? Ist dir nicht wohl? Du bist heute Zeugin eines Meilensteins geworden! Die zwei jungen Damen werden unserer Nation noch große Dienste erweisen!« Der Oberst breitete seine Arme weit aus und lachte vergnügt auf.
     »Yasuko, meine Teuerste! Bereite du dich auf den morgigen Tag vor, während ich die zwei Damen bis morgen entführe.« Sein schiefes Gesicht und der verächtliche Tonfall, der in all seinen Sätzen immerzu mitschwang, weckten einen unbändigen Hass in Yasuko.
     Die beiden jungen Frauen und der Oberst sich bereits zur Tür, als sich diese erneut öffnete und Lee Seung-Jin ins Zimmer trat.
     Er schaute ungerührt und mit einer kühlen Mine auf die Szene, die sich allmählich Schritten auflöste.
     »Yasuko, weshalb liegen Sie im Bett? Sie sind doch informiert worden, dass wir den Unterricht vorbereiten werden. Müssen Sie in Selbstdisziplin unterwiesen werden?«, fuhr Seung-Jin sie scharf an.
     Sie starrte ungläubig in sein versteinertes Gesicht und fragte sich, ob es überhaupt einen einzigen normalen Menschen in diesem Haus gab.
     Der Oberst verließ mit den beiden Rekrutinnen den Raum und kaum war die Tür hinter ihnen ins Schloss gefallen, breitete sich ein Lächeln auf Seung-Jins Gesicht aus. Er schaute noch einmal zur Tür, bevor er sich neben sie aufs Bett setzte.
     Yasuko schüttelte den Kopf, wütend rutschte sie von ihm weg. »Das grandiose Finale«, erklärte er und betrachtete das zerstörte Fenster, durch das die kalte Nachtluft ins Zimmer strömte.
     »Wieso haben Sie mich weggeschickt, wenn Sie wussten, dass ich an irgendwelchen Vorbereitungen teilnehmen soll?«, rief Yasuko aufgebracht und rückte so weit von ihm weg wie es das Bett ihr erlaubte.
     Er schüttelte den Kopf. »Yasuko, Sie haben kein Fragerecht und Ihnen obliegt auch nicht die Deutungshoheit unserer Anweisungen. Ich hole Sie morgen früh um neun Uhr ab.«
     Wie bei ihren Begegnungen zuvor, verbeugte er sich kurz, bevor er das Zimmer verließ. Yasuko blieb zurück und begann im Geiste die Möglichkeiten durchzugehen, die ihr blieben, diesem Haus und ihren Entführern zu entkommen.
     Sie brach in Tränen aus, als ihr bewusst wurde, dass es keinen Weg gab, der sie aus dem Land bringen konnte, und dass sie der absoluten Willkür dieser Gewaltherrschaft ausgeliefert war.
     Nachdem sie sich in einen unruhigen Schlaf geweint hatte, erschien ihr Jake in ihren Träumen, doch kurz bevor sie nach ihm greifen konnte, verschwand er. In den frühen Morgenstunden wachte sie zitternd auf.


Kapitel 4
Yukina


Yasuko öffnete alle Schränke und Schubladen des Zimmers und wunderte sich über den merkwürdigen Inhalt. Alle Gegenstände, Kleidungsstücke und Bücher schienen für ihre Ankunft präpariert worden zu sein. Die Kleidung entsprach ihrer exakten Größe, die Bücher behandelten Musiktheorie und japanische Geschichte.
     Dieses Zimmer war eindeutig vorbereitet worden. Für eine Frau ihres Alters, ihrer Größe und ihrer Herkunft. Sie verstand nicht, wie diese sekundengenaue Inszenierung, die sie gestern erlebt hatte, möglich gewesen war.
     Gedankenversunken öffnete sie eines der Bücher und blätterte darin. Sie setzte sich mit dem Buch, das von Hiroshima und Nagasaki handelte, an den antiken Schreibtisch, der aus dunklem Holz gefertigt und mit feinen Einkerbungen versehen war. Das Ticken der Tischuhr war das einzige Geräusch, was sie vernahm.
     Im Haus war es still und auch von draußen kam kein Laut. Sie konnte sich nicht erinnern, jemals in ihrem Leben so eine Stille wahrgenommen zu haben.
     Sie sah sich die Tischuhr genauer an. Ein eingerahmtes Bild, mit der Aufschrift »Claude Monet«.
     »Die Schweiz scheint alle Verbrecher dieser Welt magisch anzuziehen«, flüsterte sie sich selbst zu.
     Es war sieben Uhr in der Früh, ihr blieb also noch genug Zeit, bis Seung-Jin sie abholen würde. Sie blätterte weiter in dem Buch, als plötzlich die Tür aufgerissen wurde und eine stämmige Frau in einem Chosonot, einem zweiteiligen Gewand, das aus einer weißen Jacke und einem bunten, ausladenden Rock bestand, in das Zimmer schritt und eine Schüssel vor Yasuko auf dem Schreibtisch platzierte.
     Streng deutete sie auf die Schüssel und rief auf Koreanisch: »Naengmyeon!” Yasukos Blick wanderte erschrocken von der Schüssel zur Frau. Schließlich nickte sie stumm. Die Frau ließ ein Paar schwarze Essstäbchen auf dem Tisch und verließ wieder Zimmer.
     Yasuko beugte sich über die Schüssel. Dunkle Nudeln, ein halbes Ei, etwas Rettich und eine Brühe, dursichtig und klar wie Wasser. Die Nudeln waren kunstvoll eingerollt, als sie jedoch einen Löffel davon probierte, verzog sie das Gesicht. Die Suppe war eiskalt. Sie schob die Schüssel von sich weg und stand auf, um vor die Tür zu blicken.
     Als sie diese öffnete, zuckte sie zusammen. Eine Frau stand direkt davor und starrte sie an. Das glatte, kinnlange Haar und die strenge Kleidung, ein knielanger, dunkler Rock und eine weiße Bluse ließen sie formell wirken. Sie sprach Yasuko auf Japanisch an:
     »Lassen Sie uns reden, sie sind alle weggefahren. Es dauert, bis sie zurück sind. Die Wachen im unteren Stock trinken und spielen Karten.«
     Die Frau trat ins Zimmer ein, ohne eine Antwort abzuwarten, und setzte sich auf die Bettkante. Fröhlich lächelte sie Yasuko zu.
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