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TASCHENBUCH
 
Die Tochter des Pianisten
Verfasser: Lilian Kim (1)
Verlag: Eigenverlag (10458)
VÖ: 4. Juli 2018
Genre: Gegenwartsliteratur (2205)
Seiten: 373 (Kindle Edition), 404 (Taschenbuch-Version)
Themen: Entführungen (1158), Herkunft (91), Japan (91), Kalifornien (164), Malaysia (9), Musiker (197), Nordkorea (12)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Neobooks für die Bereitstellung dieser Leseprobe! Bei dem Buch handelt es sich um einen der Neobooks-Monatsfavoriten des August 2018. Mehr zu Lilian Kim gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Yasuko sah ihnen nach, bedauerte das junge Leben, brachte aber nicht den Mut auf, zu intervenieren. Sie selbst, als erwachsene Frau, war zutiefst verzweifelt über ihre Lage, wie mochte sich dann nur ein junges Mädchen fühlen. Allein unter Menschen, die nichts Gutes im Schilde führten. Yasuko erschauderte bei dem Gedanken.
     Die Frau im Nerzmantel war für den Bruchteil einer Sekunde versteinert, setzte dann jedoch wieder ihr Lächeln auf. »Frau Botschafterin, probieren Sie von den Shrimps. Shrimps aus dem Ostmeer.«
     »Was ist mit Ihrer Tochter?«, fragte Yasuko verwirrt. Der Ausdruck der Frau verfinsterte sich.
     Ich habe keine Kinder«, erwiderte sie.
     Ein aufgesetztes Lächeln erschien wieder in ihrem Gesicht, bevor sie sich mit einer angedeuteten Verbeugung verabschiedete und langsam in Richtung der Ausgänge schritt. Der Mann, der ihr Gespräch mitgehört hatte, folgte ihr. Yasuko spielte für einen kurzen Moment mit dem Gedanken, den beiden hinterherzugehen, entschied sich letztlich aber dagegen, sich selbst einer solchen Gefahr auszusetzen.
     Jake und Oberst Park waren verschwunden. Yasuko starrte in fremde Gesichter, die sie feindselig und herablassend musterten. Die Gäste dieser Inszenierung, waren allesamt Mitglieder der Nomenklatura, der Elite Nordkoreas – alle, bis auf Yasuko selbst und das bemitleidenswerte Mädchen. Wie Jake einzuordnen war, darüber zweifelte Yasuko nach seinem Auftreten an diesem Abend.
     Sie lauschte den Klängen von Schuberts »Serenade«. Das Leben, das noch vor zwei Tagen das ihre gewesen war, schien Jahre zurückzuliegen. Die Musik sprengte den kalten Stein, der sich um ihr Herz gelegt hatte, und drang bis zu ihrer Seele. Sie wusste, wer das Stück spielte. Tränenerfüllt stand sie einsam und allein an den meterhohen Fenstern und sah in die Dunkelheit hinaus.
     Die Leute lachten und sprachen so laut, dass niemandem das Verstummen der Begleitmusik auffiel.
     Eine Hand berührte ihre Schulter. Sie drehte sich um und sah in Seung-Jins besorgtes Gesicht.
     »Yasuko. Sie müssen jetzt gehen«, sagte er leise. »Für heute ist Ihre Aufgabe beendet. Sie können sich in Ihr Schlafgemach zurückziehen.«
     Yasuko hielt Ausschau nach Jake und dem Oberst, doch weder sie noch ihre Bewacher waren zu sehen. Man schien ihr eine gewisse Bewegungsfreiheit zuzugestehen. Oder aber sie war dabei, geradewegs in eine Falle in eine zu laufen.
     »Wieso werde ich nicht überwacht?«, fragte sie misstrauisch und sah suchend in die Menschenmenge, die in Konversation und Heiterkeit vertieft war.
     Seung-Jin sah ihr geradewegs in die Augen, sein Blick ihr gegenüber hatte etwas Belächelndes. Als würde er sich mit einem Kind unterhalten.
     »Die Frage ist eine andere: Wenn Sie weglaufen würden, wohin würden Sie weglaufen? Glauben Sie, wir sind hier in einer Stadt? Glauben Sie, wenn sie entwischen, dass Sie durch dieses Land laufen können ohne Aufsehen zu erregen? Eine Überwachung innerhalb dieses Hauses ist nicht notwendig. Das gesamte Land wird überwacht. Die Menschen dürfen ihren Wohnort nur verlassen, wenn sie einen Passierschein vorweisen können.«
     Er lachte einmal laut auf.
     »Was glauben Sie, wie schnell man eine Frau im Abendkleid ausfindig machen könnte?«
     Sie setzte an, etwas zu erwidern, hielt dann aber inne.
     »Wir besprechen morgen alles Weitere«, sagte er bestimmt und führte sie aus dem Saal. Sie gingen die imposante Treppe hinauf, die mit einem geschwungenen Geländer und dem königsblauen Treppenläufer wie aus der Zeit gefallen schien. Als sie Yasukos Zimmer erreicht hatten, deutete Seung-Jin eine Verbeugung an.
     »Sie werden morgen eine Frau aus Japan kennenlernen, die schon länger in Nordkorea lebt.«
     Mit diesen Worten und ohne eine weitere Erklärung drehte er sich um und ging. Yasuko öffnete die Zimmertür. Der Raum war ausgekühlt, sie schloss das offene Fenster und legte sich aufs Bett.
     Hatte sie gerade noch das weiche Bett unter sich gespürt, fiel sie innerhalb von wenigen Minuten in einen tiefen Schlaf. Sie fand sie sich auf einer Lichtung wieder. Die Lichtung in ihrem Traum lag still eingebettet in einem dichten Laubwald. Sie saß auf dem Boden. Es erklang ein Rascheln in den Baumkronen, das immer lauter wurde, bis aus dem Rascheln Schritte wurden und die Schritte zu hunderten Schritten heranwuchsen. Die Schritte hallten auf dem Boden wider. Yasuko riss die Augen auf. Die Fensterscheibe in ihrem Zimmer ging mit einem lauten Knall zu Bruch und die Scherben verteilten sich auf dem Teppich vor der Fensterbank. Zwei schwarz gekleidete, vermummte Personen standen direkt vor ihrem Bett und hielten eine Waffe auf sie gerichtet.
     Yasuko schrie aus voller Kehle, als die Gestalt links von ihrem Bett auf ihre Brust zielte und abdrückte. Ihr Oberkörper brannte. Die Zimmertür wurde aufgerissen und Oberst Park stolzierte herein.
     »Rekruten! Die Operation war ein voller Erfolg! Von allen bewertbaren Teilaufgaben, habt ihr alle vollumfänglich erfüllt! Es ist euch gelungen, die Tochter der Ministerin als Geisel zu nehmen, den Botschafter zu entführen und die Gattin des Botschafters zu töten. Somit hättet ihr, wäre dies eine tatsächliche Operation gewesen, feindliches Territorium innerhalb von vier Stunden eingenommen und die Zielpersonen unschädlich gemacht! Gratulation!«
     Der Oberst klatschte ebenso theatralisch in die Hände, wie er es schon zuvor auf dem Empfang getan hatte. Die Menschen, die sich in dem kleinen Schlafzimmer versammelt hatten, stimmten unverzüglich in die Laudatio ein.
     Yasuko sprang auf und drückte ihre Hand auf die Stelle der Brust, wo die Patrone sie getroffen hatte. Sie stammelte vor sich hin, ihre Lippen bebten vor Angst.
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