Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
40.789 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »Diethelm Ott«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
TASCHENBUCH
 
Die Tochter des Pianisten
Verfasser: Lilian Kim (1)
Verlag: Eigenverlag (11373)
VÖ: 4. Juli 2018
Genre: Gegenwartsliteratur (2349)
Seiten: 373 (Kindle Edition), 404 (Taschenbuch-Version)
Themen: Entführungen (1230), Herkunft (95), Japan (101), Kalifornien (176), Malaysia (9), Musiker (215), Nordkorea (14)
BLOGGERNOTE DES BUCHES
80 / 100
auf Basis von einem Blogger
100
0%
80
100%
60
0%
40
0%
20
0%
0
0%
Entwicklung des Bloggerinteresses:
1M
0
2M
1
3M
1
6M
0
12M
0
Leider existiert für »Die Tochter des Pianisten« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
USER, DIE SICH FÜR DIESES BUCH INTERESSIERTEN, INTERESSIERTEN SICH AUCH FÜR
Radio Hearts
Geschrieben von: Florentine Krieger (20. Juli 2018)
100/100
[1 Blogger]
Alles, was ich am Strand gefunden habe
Geschrieben von: Cynan Jones (20. Februar 2017)
100/100
[1 Blogger]
Jane Austen - Jagd auf das verschollene Manuskript
Geschrieben von: Kathleen Flynn (2. Mai 2018)
80/100
[1 Blogger]
weitere Empfehlungen anzeigen
Lesermeinungen (0)     Leseprobe     Blogger (2)
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Neobooks für die Bereitstellung dieser Leseprobe! Bei dem Buch handelt es sich um einen der Neobooks-Monatsfavoriten des August 2018. Mehr zu Lilian Kim gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Prolog


Macau 1986


Die junge Asiatin starrte auf das Ungetüm. Sein tiefroter Kiefer, die weißen Reißzähne und die pechschwarzen Augen leuchteten im Dunkel der Nacht. Ein samtenes Weiß umgab seinen Kopf, goldene Ornamente und rote Schriftzeichen zierten den Körper.
     Der Duft von Räucherwerk lag in der Luft, als die Prozession unter lautem Trommeln an ihr vorbeizog. Sie sah dem Drachen nach, der von zehn Männern durch die Straßen Macaus getragen wurde. W? lóng, der Drachentanz, kündigte das neue Jahr an, welches im Zeichen des Tigers stand.
     An den Fassaden der portugiesischen Kolonialbauten, die mit ihren weißen Rundbogenfenstern und Stuckverzierungen der asiatischen Enklave ein europäisches Flair verliehen, waren rote Lampions angebracht. Menschen, fliegende Händler, Verkaufsstände, die Niáng?o –süßen Reiskuchen – anboten, bevölkerten die schmalen Gassen. In der Ferne war noch immer das dumpfe Geräusch der Trommeln und das Zischen der Feuerwerkskörper zu hören.
     Sie bog in eine dunkle Gasse und musterte die Häuser, an denen sie entlangschritt.
     Vor einer unscheinbaren, schwarzen Tür blieb sie stehen und klopfte an. Von drinnen war ein Poltern zu hören, männliche Stimmen und lautes Lachen drangen bis nach draußen. Sie runzelte die Stirn bis sich tiefe Falten bildeten, ein untrügliches Anzeichen ihrer aufkommenden Wut. Die Tür wurde ruckartig aufgerissen und ein blonder, hochgewachsener Weißer stand lachend vor ihr. Als er die Frau erkannte, entglitten ihm seine Gesichtszüge.
     »Was machst du hier?«, zischte er, bemüht von den Personen im Haus nicht gehört zu werden. Er trat zu ihr hinaus und schloss die Tür. Dann zog er sie in eine Häuserlücke und betrachtete ihr Gesicht im flackernden Schein einer Laterne.
     Das streng zurück gekämmte und hochgesteckte Haar verlieh ihrem Aussehen etwas Kaltes, was durch ihre schneeweiße Haut und das Rot ihrer Wangen noch unterstrichen wurde.
     »Wir sind in Schwierigkeiten. Ich komme nicht an das Erbe meines Vaters. Wir werden die Schulden nicht zurückzahlen können«, sagte sie aufgebracht.
     Er packte ihre Schultern. »Bist du verrückt geworden? Du solltest das doch lösen, während ich in Macau bin! Und jetzt tauchst du hier auf und überbringst mir schlechte Neuigkeiten!«
     Tränen stiegen in ihre Augen. »Ich habe alles versucht, aber konnte nichts tun! Wie kannst du mir nur Vorwürfe machen? Wir tauchen einfach unter. Komm mit mir, bitte«, flehte sie verzweifelt. Er drückte sie gegen die Hauswand.
     »Untertauchen, verdammt, du bist wirklich schön anzuschauen, aber unsagbar dumm. Wir haben den Nordkoreanern ein Geschäft versprochen, was wir nicht einhalten können. Was glaubst du, werden die mit uns machen? Hm, was glaubst du?« Als er ihr so nah kam, dass sie seinen Atem an ihrem Hals spüren konnte, stieß sie ihn von sich. »Du weißt selbst, was zu tun ist, um uns zu retten.«, sagte sie mit eisiger Stimme und lief in die Dunkelheit.


Kapitel 1
Menschenpflücker


Japan, Niigata 1987


»Nun geh schon ins Haus!«, herrschte die Großmutter ihre kleine Enkelin an, die sich weinend an ihre Mutter klammerte. »Sie weint und schreit, als ob ihr nicht wiederkämt! Verzogenes Kind!«
     Die Großmutter missbilligte schimpfend das Spektakel, das sich vor ihrem Haus abspielte.
     »Das alles ist euren nachlässigen amerikanischen Erziehungsmethoden geschuldet.«, sagte sie ihrem Schwiegersohn Jake zugewandt, den sie für einen weißen Nichtsnutz hielt.
     Er ließ die Tiraden von Chiyoko Tanaka, der Mutter seiner Frau, gleichgültig über sich ergehen. Sie schüttelte den Kopf und betrat das Haus, drehte sich auf der Türschwelle jedoch noch einmal zu ihrer weinenden Enkelin um und rief mit erhobenem Zeigefinger: »Urusai!«
     »Hiromi, es ist schon gut.« Yasuko, die Mutter des kleinen Mädchens, kniete sich zu ihrer Tochter.
     »Mama und Papa holen dich in zwei Tagen wieder ab. Wir müssen noch einige Dinge für eine große Überraschung vorbereiten. Wirst du auf deine Großmutter hören?«
     Die junge Frau mit den schwarzen Haaren und feinen, blassen Gesichtszügen nahm die Hände ihres Kindes und hauchte einen Kuss darauf. Sogleich fing das Mädchen an zu lachen.
     »Mama und Papa werden jetzt gehen. In zwei Tagen sind wir zurück. Willst du dir jetzt die Fische anschauen, die im Teich schwimmen, Hiromi?«
     Hiromi nickte freudig und lief davon.
     Yasuko betrachtete ihr Elternhaus, blickte in den großen Garten, in dem sich ein kleiner Pavillon befand und eine Zierbrücke, die über den Teich führte, an dem Hiromi gebannt auf die Fische starrte.
     Die Großmutter war aus der Tür getreten, um ihrer Enkelin in den Garten zu folgen. Zuvor blieb sie aber vor ihrer Tochter stehen und sagte abschätzig:
     »Dein Ehemann ist respektlos. Er kommt in mein Haus, ohne mich zu begrüßen und verlässt es, ohne sich von mir zu verabschieden. So ein Verhalten würde sicherlich auch in Amerika als respektlos gelten.«
     Sie sah ihre Tochter, die beschämt zu Boden blickte, prüfend an. Dann fügte sie sanfter hinzu: »Mein Versprechen gilt nach wie vor, Yasuko. Du kannst immer noch nach Hause zurückkehren.«
     Yasuko schüttelte stumm den Kopf und blickte zu ihrer Tochter, die Kieselsteine in den Teich warf. Dann wandte sich wieder ihrer Mutter zu.
     »Wir werden jetzt fahren.«
     Ihre Mutter sah sie einen Augenblick zweifelnd an, nickte dann stumm und drehte sich ohne ein weiteres Wort ihrer Enkelin zu.
     Beide Frauen gingen auseinander, ohne die Dinge zu benennen, die ihre Herzen quälten.
Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2018)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz