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Ein Teil von ihr
Verfasser: Karin Slaughter (24)
Verlag: HarperCollins (159)
VÖ: 1. August 2018
Genre: Thriller (5041)
Seiten: 544
Themen: Befehle (13), Flucht (1294), Geheimnisse (3140), Lügen (684), Mütter (529)
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Lesermeinungen (8)     Leserkanonen-Einblick     Cover
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 14. September 2018 um 13:52 Uhr (Schulnote 3):
» Gute Idee, aber teilweise langatmig und eine nervige Protagonistin

3,5 Sterne


Kurz zum Inhalt:
Andrea Oliver dachte, sie kennt ihre Mutter.
Bis ein Bewaffneter in dem Diner, in dem Andy mit ihrer Mutter Laura zu Mittag war, zwei Personen erschossen hat und nun auch Andy und ihre Mutter bedroht. Und ihre Mutter diesen dann tötet. In Notwehr? Oder mit Absicht?
Doch statt Antworten zu erhalten, schickt ihre Mutter Andy quer über den Kontinent nach Illinois.
Doch Andy will unbedingt herausfinden, wer ihre Mutter in Wirklichkeit ist, und begibt sich in große Gefahr.
Kann ihre Mutter sie rechtzeitig retten?


Meine Meinung:
Der Plot klang vielversprechend, aber die Umsetzung hat mir leider nicht ganz so gut gefallen.
Andy, die Protagonistin, fand ich bis zum Schluss nervtötend. Sie ist 31 Jahre alt, und verhält sich aber wie ein Kleinkind. Sie gibt auf die Fragen sowohl von den Polizisten als auch andern Leuten einfach keine Antwort. Sie redet nicht, sie antwortet nicht, sie verhält sich nervig.
Ihre Mutter Laura hingegen ist eine starke Frau, die sich durchzusetzen weiß, und alles tut, um ihr Kind zu schützen. Auch wenn das Kind bereits erwachsen ist. Das hat mir imponiert und gefallen. Aber erst die erwachsene Laura. Das Verhalten der jungen Laura hingegen kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Wie kann man sich nur so stark in Abhängigkeit eines Mannes begeben, dass man sogar Gewaltverbrechen begeht? Und nur deshalb kam es zu dem ganzen Eklat.
Der Schreibstil ist zwar gut zu lesen, aber der Spannungsbogen flacht leider immer wieder ab, und eben auch das nervige Verhalten von Andy hat mich immer wieder aus dem Lesefluss gebracht. Auch die abwechselnde Erzählweise der Gegenwart und 1986 hat sich erst nach und nach zu einem Faden verwebt.
Außerdem empfinde ich die Story eher weniger als Thriller.
Leider hat mir dieses Buch von Karin Slaughter nicht so zugesagt, ich kenne Besseres von ihr.
Das Cover gefällt mir leider auch nicht. Das zerkratzte Bild einer Frau soll wohl die Mutter darstellen, von deren Vergangenheit man überhaupt nichts weiß und deshalb sauer auf sie ist. Aber was soll der Schmetterling?


Fazit:
Gute Idee des Plots, aber nicht ganz so gelungene Umsetzung. Für meinen Geschmack zu wenig Thriller und eine nervige Protagonistin. Daher leider nur 3,5 Sterne.«
  13      1        – geschrieben von Petzi_Maus
Kommentar vom 9. September 2018 um 14:43 Uhr (Schulnote 1):
» Besser als Stephen King

Fee erzählt von der Geschichte

Laura rettet ihre Tochter bei einem Amoklauf. Danach sagt sie zu ihr, sie müsse endlich ihr eigenes Leben leben. Als Andrea noch mal zurückkommt und erst mal zu ihrem Vater gehen soll, merkt sie, dass ihre Mutter bedroht wird. Sie reagiert und hilft ihr. Danach muss sie – erst mal – schnellstens verschwinden. Andrea wird auf der „Flucht“ in das alte Leben ihrer Mutter verstrickt.

Fees Meinung

Das Buch war so faszinierend, wie etwas schreckliches, das man nicht ansehen möchte, wo man aber nicht wegblicken kann. Manchmal war es so was von roh, schrecklich und schlimm, aber total spannend und bildlich geschrieben. Die Autorin schreibt etwas „brutal und grausam“ und hat wahnsinnig viele Ideen. Allerdings beschreibt sie auch die Gefühle. Vor allem Sehnsüchte und Ängste, aber auch die Zerrissenheit. Die Gefühle sind so stark, dass man sie fast selbst empfindet. Kurzum es war einfach genial.

Karen Slaughter ist für mich die bessere weibliche Hälfte von Stephen King und Jo Nesbo. Ich mag ihre Krimis lieber, weil ich danach trotzdem gut schlafen kann.

Die Geschichte ist eigentlich ganz einfach, wurde aber kompliziert und mit Rückblenden erzählt. Das ganze ist aus Andreas Sicht geschrieben.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und unterhaltend, so dass ich unbedingt immer weiterlesen musste. Allerdings wurde ich mit den Charakteren nicht wirklich warm. Was ich aber als positiv empfinde, denn hätte ich die ganze Zeit mit Andrea mitleiden müssen, hätte ich nicht mehr geschlafen, bis ich das Buch zu Ende gelesen hätte.

Laura, Andreas Mutter, war mein Lieblingscharakter. Ihr Lebenslauf ähnelt einem Horrortrip. Aber sie tut alles für ihr Kind. Und daher verstehe ich nicht, warum sie ihre Tochter Andrea nennt, bzw. teilweise Andy, wie ihren Bruder, den sie verloren hat. Es fällt ihr schwer. Warum tut sie es dann?

Für mich war es absolut spektakulär mit sehr unvorhersehbaren Wendungen für mich. Ich hätte nie gedacht, dass das Buch so ausgeht und auch zwischendrin ist es immer wieder erstaunlich. Ständig war ich wieder überrascht, was Neues geschehen ist. Teilweise war es etwas verwirrend, aber so war mir nie langweilig bei diesem Buch.

Fees Fazit

Mal wieder ein super spektakulär-faszinierender Krimi von Karin Slaughter. Fans müssen ihn eh lesen, aber auch jeder andere, der Krimis liebt. 5 Sterne.«
  11      0        – geschrieben von Lesezeichenfee
Kommentar vom 30. August 2018 um 8:33 Uhr (Schulnote 1):
» Laura und Andy


Andrea trifft sich mit ihrer Mutter Laura im Diner zum Geburtstagsessen. Alles verläuft ganz normal bis plötzlich ein Amokläufer hereinkommt und das Feuer eröffnet. Andy ist total geschockt und nicht fähig zu irgendeiner Reaktion. Als sie dann sieht, dass ihre Mutter sich dem Amokläufer entgegenstellt und ihm schließlich mit einem Messer die Kehle durchschneidet kann sie es nicht glauben. Ihre Mutter scheint das nicht zum ersten Mal gemacht zu haben, so ruhig und gefasst wie sie dabei wirkte. Doch Andy kommt nicht dazu ihre Mutter danach zu fragen, denn die stößt sie plötzlich von sich. Sie gibt ihr genaue Anweisungen für eine Flucht quer durch die USA. Sowenig Andy versteht was das alles soll, umso mehr erkennt sie, dass sie in Gefahr ist und ihre Mutter nicht die ist, die sie all die Jahre zu kennen glaubte. Andy beschließt den Spuren in die Vergangenheit zu folgen, denn sie will herausfinden wer ihre Mutter wirklich ist. Und begibt sich damit selbst in äußerste Gefahr. Ein klasse Thriller der mir sehr gut gefallen hat. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite mit interessanten Protagonisten. Andy, die bisher ein unscheinbares Leben geführt hat, entwickelt sich zu einer starken Frau, die ungeahnte Kräfte entwickelt, als es um ihr Leben geht. Laura die sich von der fürsorglichen Mutter zu einer Löwin entwickelt, als es um das Leben ihrer Tochter geht. Auch wenn sie damit die Geister der Vergngenheit weckt. Beide zusammen ergeben ein sympathisches Team, dem man gerne durch die Story folgt und mitfiebert wie das ganze wohl endet. Lesenswert.«
  11      0        – geschrieben von Tamaru
Kommentar vom 15. August 2018 um 17:10 Uhr (Schulnote 2):
» Seit einer Krebserkrankung ihrer Mutter Laura lebt Andrea in einem kleinen Appartement über der Garage ihrer Mutter und kümmert sich um sie. Ihren Vater kennt Andrea nicht, aber zu ihrem Stiefvater Gordon, der inzwischen von Andreas Mutter geschieden ist, hat sie ein sehr gutes Verhältnis. Auch zwischen Laura und Gordon besteht noch ein guter Kontakt.
An ihrem Geburtstag ist Andrea mit ihrer Mutter zum Essen in einem Diner und die beiden geraten in einen Amoklauf. Zwei Frauen werden getötet und Laura beschützt ihre Tochter wie eine Wölfin. Sie tritt dem jungen Amokläufer entschlossen entgegen, wird selbst verletzt, kann ihn aber überwältigen und schließlich tötet sie ihn.
Andrea kann nicht fassen, dass ihre Mutter in der Lage war, dies zu tun und ist von der Reaktion ihrer Mutter völlig überrascht. Denn Laura verlangt vor ihr, keine Aussage bei der Polizei zu machen und sich auch am besten von ihr zu lösen und auszuziehen.
Als ein Mann in Lauras Haus eindringt und versucht, sie zu töten, kann Andrea ihre Mutter retten. Aber dann zwingt ihre Mutter sie, zu fliehen und gibt ihr diverse Anweisungen mit auf den Weg.
Andrea hält sich an die Anweisungen ihrer Mutter, auch wenn diese ihr mysteriös und rätselhaft erscheinen. Sie macht sich auf den Weg, fest entschlossen herauszufinden, welches Geheimnis ihre Mutter umgibt und wer sie wirklich ist.

Die Geschichte beginnt mit einem rätselhaften Prolog, erstreckt sich dann über etwa eine Woche und endet mit einem langen Epilog, etwa einen Monat später.
Wir begleiten im wesentlichen Andrea auf ihrer Flucht und bei ihren Versuchen, mehr über ihre Mutter herauszufinden.
Dazwischen gibt es einen weiteren Handlungsstrang der Rückblicke in das Jahr 1986 bietet.
Anfangs fand ich diese Rückblicke nur verwirrend, wenn sie auch mit einem spannenden Ereignis beginnen. Die handelnden Figuren stehen auf den ersten Blick in keinem Zusammenhang zu Andrea oder Laura.
Erst nach Weile hatte ich einen Verdacht, wo der Zusammenhang bestehen könnte und dieser hat sich dann später auch bestätigt.
Wir lernen in diesen Rückblicken eine Reihe interessanter Figuren kennen und erleben ihre Lebensweise, Ansichten und Aktionen in der damaligen Zeit. Aber all das wurde mir insgesamt zu ausführlich und detailliert geschildert. Man erhält zwar tiefe Einblicke in die Charaktere, aber das wurde dann manchmal etwas langatmig.

In der Gegenwart macht Andrea einen Roadtrip quer durch die USA und erlebt so eine Art Schnitzeljagt, auf der sie versucht mehr über ihre Mutter und deren Vergangenheit herauszufinden. Dabei gibt es etliche brenzlige und gefährliche Situationen und Andreas Verwirrung wird zunächst größer ehe sie ganz allmählich einige Fakten über ihre Mutter aufdecken kann. Dieser Part der Geschichte hat mich weit mehr gefesselt als der Teil in der Vergangenheit. Als Leser hat man gegenüber Andrea keinen Wissensvorsprung und nur durch den Wechsel der beiden Handlungsstränge und Andreas Fortschritte setzt sich langsam ein Bild zusammen.
Die Spannung, die am Anfang ziemlich schwankt, steigert sich mehr und mehr, je näher man dem Ende der Geschichte kommt. Besonders in der Gegenwart gibt es etliche Wendungen und Überraschungen und ich habe Andreas Jagd nach der Wahrheit wirklich gebannt verfolgt.
Was sich dann am Ende offenbart ist eine sehr komplexe Story, die so nicht vorhersehbar war. Der relativ lange Epilog bietet dann noch eine Überraschung und klärt am Ende alle Fragen auf.

Insgesamt ist lässt mich dieser Thriller mit ein paar gemischten Gefühlen zurück. Es ist der Autorin gelungen, die Protagonisten sehr gut zu charakterisieren und sie lebendig und authentisch darzustellen. Aber einige Charakterstudien sind mir dann doch zu ausführlich, so dass etwas die Spannung verloren geht.
Sehr gut gefallen hat mir, dass lange im Dunkeln bleibt, wie alles zusammenhängt bzw. zusammen passt und auch die verarbeiteten Themen waren interessant und gut umgesetzt.
Trotz kleiner Kritikpunkte bietet der Thriller fesselnde Lesestunden!


Fazit: 4 von 5 Sternen«
  14      0        – geschrieben von Fanti2412
 
Kommentar vom 13. August 2018 um 19:17 Uhr (Schulnote 2):
» Ein Teil von ihr, Thriller von Karin Slaughter, 512 Seiten, erschienen bei Harper Collins Germany. Aus dem Amerikanischen von Fred Kinzel.
Nach einer Schießerei in einer Cafeteria in die sie mit ihrer Mutter gerät, muss Andrea entdecken, dass sie ihre Mutter überhaupt nicht kennt.
Andy 31, wollte in New York Karriere machen, ihr Studium hat sie abgebrochen, als Kellnerin hält sie sich mehr schlecht als recht über Wasser. Die Schulden für ihr Studiendarlehn kann sie auch nicht abbezahlen. Als ihre Mutter Laura an Brustkrebs erkrankt, bricht sie ihre Zelte in NY ab und kehrt nach Georgia in ihren Heimatort zurück. An ihrem 31. Geburtstag ist sie mit ihrer Mutter zum Dinner verabredet. Die beiden geraten in eine Schießerei und Laura kann durch ihr beherztes Auftreten, sich selbst und Andy retten, dabei bringt sie den Attentäter um. Die Bilder des Amoklaufs gehen durch sämtliche TV-Kanäle, dabei wird ihre Mom wie eine Kampfmaschine dargestellt. Laura besteht darauf, nach der Erstversorgung aus dem Krankenhaus entlassen zu werden. Gleichzeitig besteht sie darauf, dass Andy auszieht und verschwindet. Nach einem weiteren Anschlag begibt sich Andy auf einen Roadtrip quer durch die Staaten. Auf ihrem Weg erkennt sie, dass ihre Mutter ein anderer Mensch ist, als sie vermutet hat. Was hat Laura zu verbergen?
Das Buch besteht aus 15 Kapiteln, die in der Gegenwart spielen, dazwischen Rückblenden ins Geschehen von 1986. Vor dem Prolog und dem Epilog – einen Monat später - sind Gedichte von Emily Dickinson eingefügt. Besondere Textstellen und Eigennamen wurden kursiv gedruckt und dadurch verdeutlicht und eindringlich hervorgehoben. Als Stilmittel hat die Autorin die auktoriale Erzählweise gewählt, dadurch wird der Überblick über den stellenweise komplizierten Plot gewährleistet. Karin Slaughter hat es geschafft, flüssig, spannend und bildhaft zu erzählen, ich fühlte mich gut unterhalten und habe das Buch rasch ausgelesen.
Schon zu Beginn bin ich sehr rasch im Geschehen und in der Handlung gefangen gewesen. Die ersten 200 Seiten habe ich kaum gespürt. Etwas verwirrt hat mich am Anfang, die 2. Zeitebene, der parallele Erzählstrang. Die Rückblicke werden immer umfangreicher und schon bald merkt der Leser, dass die Rückblenden notwendig sind, um die Person Laura/Jane zu verstehen und so wird dem Leser die Geschichte und was ihr zugrunde liegt erläutert. Immer wieder tauchten unvorhergesehene Wendungen auf, die die Handlung spannend gemacht haben. Zum Ende wurde die Story plausibel und verständlich aufgeklärt. Die Charaktere handelten zu jeder Zeit nachvollziehbar. Laura Oliver wird als starke Frau beschrieben und ihre Geschichte beweist das auch. Am Ende konnte sie mich tatsächlich noch einmal überraschen. Andrea, die Tochter kam bei mir weniger gut weg. Eine 31jährige die noch immer finanziell abhängig und unselbständig, bei ihrer Mutter lebt und ihr Leben nicht auf die Reihe kriegt. Im Laufe ihrer Flucht hat sie sich aber noch weiterentwickeln können. Unsympathisch fand ich Paula/Penny ein grausiges Miststück, die ihre wohlverdiente Strafe letztendlich bekommen hat. Über allem stand Nick, der selbstverliebte, grausame manipulative Fädenzieher, dem alle blindlings ins Verderben folgten. Die Beschreibung der Charaktere ist Slaughter in diesem Thriller perfekt gelungen. Ich konnte mir die Personen geradezu bildlich vorstellen.
Durch die Längen im Rückblende-Teil hatte ich in der Mitte des Buches einen kleinen Hänger, den Gegenwartstrang habe ich mehr genossen. Insgesamt finde ich den neuesten Thriller der Autorin gut, habe aber schon bessere und spannendere Bücher der Autorin gelesen. Besonders gelungen fand ich das wunderschöne Cover. Von mir gerne gegebene 4 von 5 möglichen Sternen.«
  12      0        – geschrieben von Ele95
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