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TASCHENBUCH
 
"Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten" und "Einladung zum Klassentreffen"
Verfasser: Martin Schörle (1)
Verlag: Engelsdorfer (28)
VÖ: 7. Dezember 2016
Genre: Theaterstück (58)
Seiten: 119
Themen: Beamte (16), Klassentreffen (61)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
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Erklärung der Bewertungssysteme
Das Buch beinhaltet 2 humoristische Theaterstücke.

1. Nicht alltägliches aus dem Leben eines Beamten:
Herr Fredenbek ist Beamter und das mit Herz und Blut. Seit 25 Jahren ist er verheiratet und hat jeglichen Bezug zur Realität verloren. Sein Reich und sein Leben werden ausgefüllt von seiner Arbeit.
2. Einladung zum Klassentreffen:
Zwanzig Jahre nach dem Abitur nimmt Carsten den Kontakt zu den alten Mitschülern auf um ein Klassentreffen zu organisieren. Somit versucht er auch Marina zu erreichen um sie einzuladen. Marina sitzt gerade im Zug auf den Weg nach Hause. Während die beiden die letzten 20 Jahre Revue passieren lassen und sich an ihren Erinnerungen freuen (oder auch nicht), hört eine ältere Dame alles mit an.
Lesermeinungen (15)     Blogger (15)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 21. Februar 2021 um 15:43 Uhr (Schulnote 1):
» Allein das Cover lockt einem schon ein Schmunzeln hervor, stellt man sich doch tatsächlich den klassischen Beamten so vor. ich hoffe nicht, dass es so abfärbt, dass ich schallend lachend vor dem nächsten Beamten sitze, von dem ich natürlich etwas außerordentlich wichtiges benötige.
Bühnenaufbau, Szenen und Protagonisten sind sehr präzise beschrieben, was erwarten wir auch anderes von einem Beamten. Kaum hatte das erste Theaterstücke allerdings begonnen, kam ich aus dem Lachen nicht mehr heraus. In einem unglaublich humorvollen Schreibstil auf hohem Niveau, teilweise natürlich Beamtensprache, die sich trotz der längeren Ausführungen auf das Wesentliche beschränkt, der vor Sarkasmus nur so sprüht, outet sich Fredenbek dem Publikum mit seinen innersten Kämpfen und Gedankengängen.
Selten habe ich von der ersten bis zur letzten Zeile unaufhörlich gelacht. Ich würde hier gerne selbst ein paar der gelungenen Sequenzen erzählen aber man muss dieses Theaterstück in einem genießen sonst macht es nur halb soviel Spaß.
Anders, aber nicht minder amüsant ist das zweite Stück "Klassentreffen".
Ein Telefonat in einem öffentlichen Verkehrsmittel, wer hat es noch nicht erlebt, vor allem hört man ja immer nur die eine Seite des Gesprächs zumindest als Mitfahrender. Schwelgen in Erinnerungen, die dramatischer, hoffnungsloser aber auch hoffnungsvoller nicht sein könnten. Auch hier schafft es der Autor auf humorvolle Art und Weise das Drama abzuwenden und einen am Ende doch nicht ganz deprimiert stehen zu lassen, denn man kommt einfach nicht drumrum auch sein eignénes leben Revue passieren zu lassen.
Insgesamt bin ich absoluter Fan dieser Texte und des Sprachstils, Verschachtelungen, Wortkreationen , die mir völlig neu waren und trotz der offensichtlichen Problematik mit einer unglaublichen Leichtigkeit erzählt.
Das wäre einmal wieder ein Grund ins Theater zu gehen.
ich kann hier nur eine absolute Lesempfehlung geben«
  14      0        – geschrieben von UlrikeBode
Kommentar vom 10. Februar 2021 um 11:27 Uhr (Schulnote 1):
» Mit seinen beiden Werken „Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten“ und „Einladung zum Klassentreffen“, erschienen im Engelsdorfer Verlag, trifft Martin Schörle den Nerv der Zeit.

Im ersten Theaterstück referiert Herr Fredenbek, ein Beamter, über wichtige und weniger wichtige Themen des alltäglichen Lebens, wie z.B. dem besten Radiergummi, der PISA-Studie, dem weiblichen Geschlecht, seinem Kollegen Herrn Rauschenberg und dem Büroalltag, der auch vor seinem Privatleben keinen Halt macht - immer geradezu krampfhaft darum bemüht, sich und seinen Beamtenstatus vor dem Publikum ins rechte Licht zu rücken.

- „ Wussten Sie, dass Beamte der einzige Berufsstand sind, der von der übrigen Bevölkerung kollektiv gehasst wird?“ -

Dabei verzettelt er sich so sehr in die unterschiedlichsten Themen, dass sein Monolog fast wie eine Stand-up-Comedy-Nummer wirkt. Meine Lachmuskeln wurden jedenfalls so stark strapaziert, dass der eher tragische Hintergrund des Stücks fast in Vergessenheit geriet.

Denn auch wenn Herr Fredenbek ein sehr überspitztes Beispiel eines Beamten abgibt, steckt im Kern doch etwas Wahrheit. Ich selber habe längere Zeit im Büro einer Behörde gearbeitet und weiß daher, dass es sie wirklich gibt, die Fredenbeks und Rauschenbergs dieser Welt, die so sehr in einem selbst erschaffenen „Berufs-Wahn“ gefangen sind, dass das übrige Leben keinen Platz mehr darin findet. Trotzdem oder gerade deshalb hat sich Herr Fredenbek in mein Herz geschlichen.

Das zweite Theaterstück handelt von einem Telefonat zwischen Carsten und Marina, die nach 20 Jahren, aufgrund einer Einladung zu einem Klassentreffen, das erste Mal wieder miteinander in Kontakt treten. Das Gespräch ist so fesselnd und das Gefühlschaos der beiden Hauptfiguren nimmt derart Fahrt auf, dass sogar die Menschen in Marinas unmittelbarer Umgebung sich dem nicht entziehen können.

- “Ich lass jetzt einen Zettel rumgehen, da können sie ihre Mailadresse eintragen. Sie erhalten dann in Kürze eine Zusammenfassung dieses Gesprächs.“ -

An dieser Stelle des Buches ist man als Leser kurz davor, selber seine Mailadresse auf einen Zettel zu schreiben, bevor einem wieder einfällt, dass man ja in der glücklichen Lage ist, das Ende des Gesprächs einfach nachlesen zu können.

Wer jetzt wissen möchte, was Herr Fredenbek alles auf einer Bahnhofstoilette anstellt und was er zu dem dienstlichen Vorgang 10-21-60 „Besondere Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln bei Überschwemmungen in Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern“ zu sagen hat

... und …

Wer außerdem noch wissen möchte, wie es mit Carsten und Marina weiter geht und was eigentlich Holger mit der ganzen Sache zu tun hat, der sollte sich von Martin Schörle überraschen lassen.«
  15      0        – geschrieben von Anti81
Kommentar vom 30. Juni 2020 um 22:33 Uhr (Schulnote 1):
» Auftritt: mellidiezahnfee, leere Bühne nur ein Buch liegt auf dem Boden

Sie: In diesem Buch ist der Titel Programm, nichts ist alltäglich. Das Buch enthält zwei Theaterstücke, die, wenn man sich erst einmal eingelesen hat, ganz wunderbar zu verstehen sind.*stutzt… überlegt.

Na ja beim Hans Fredenbeck ja nicht so, der ist ja völlig abgehoben. Aber Wahnsinn wie viele Gedanken ein einzelner Autor in eine Geschichte packen kann. Hier wird das stereotyp eines Beamten vorgeführt, teilweise ins Groteske verzerrt, aber dennoch immer authentisch. Ich habe mich ja schon immer gefragt was diese Herren ( und Damen) so erledigen, während sie im Büro weilen? Jetzt weiß ich es endlich, danke Hans Fredenbeck.

Der Monolog schlägt einen Bogen vom Urknall zur weiblichen Libido, mit Umwegen über Hochzeitstage, Fasching und Kollegen. Auf dieses Stück muss man sich ganz und gar einlassen können, es ist manchmal sehr schwer den Gedankengängen des Autors folgen zu können.

* grübelt gerade über einer Überschrift. *Hans erklärt die Welt, nee da fehlen die Paragrafen, also anstatt parasitäre Welt …..paragrafisitäre Welt?

Es ist jedenfalls ganz grandios wie der Autor mit Worten Werte und Normen ins Wanken bringt.

Das zweite Theaterstück hingegen ist leicht verständlich und es sind ein paar mehr Protagonisten involviert.

Marina und Carsten telefonieren.

*das Buch aufnehmend, hochhaltend eine Drehung zum Publikum:

Ja, so ist das Leben. Und die Liebe. Also absolut konträr zum ersten Stück. Denn Carsten weiß ganz genau was er will. Beide Protagonisten reden sehr offen und intensiv miteinander. * dreht sich um und schreit” Und verdammt noch mal ich hätte auch gerne meine E-Mail-Adresse abgegeben und gewusst wie das endet grrr.” Die Szenen mit den Mitreisenden fand ich sehr lustig, allerdings auch bezeichnend. Die Gratwanderung zwischen Gaffertum und Empathie ist gefährlich heutzutage . Aber hier endet es gut. Wunderschön auch hier, wie der Autor zwanzig Jahre überbrückt, sprachlich eine Zeitreise startet und trotz aller negativen Erfahrungen der Protagonisten steht hier ,(auch wieder absolut konträr zum lieben Hans), das Positive im Vordergrund.

Fazit: Am besten genießt man dieses Buch in absoluter Stille….und Dunkelheit (plus Leselampe okay) , denn obwohl alles sehr heiter und wortgewandt beschrieben ist, steht sehr viel Information über das Leben und die Liebe in diesem Buch. Oder man liest dieses Buch im Zug. Aber dann bitte nur heimlich, nicht dass ihnen noch jemand eine E – Mail Adresse in die Hand drückt und sagt”: Melden sie sich ich möchte wissen, wie das ausgeht “*grins.«
  17      0        – geschrieben von mellidiezahnfee
 
Kommentar vom 8. Oktober 2019 um 16:43 Uhr (Schulnote 1):
» EIN SKURRILER BEAMTER UND DAS REALE LEBEN
Ich erhielt durch den Autor Martin Schörle die Möglichkeit seine beiden Werke „Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten“ und "Einladung zum Klassentreffen" kennenzulernen. Vielen herzlichen Dank dafür!

Hans Fredenbek, ein verheirateter Beamter der gehobenen Laufbahn in den Endvierzigern ist der Protagonist des ersten Theaterstücks. Hier karrikiert der Autor seinen Bürohelden ganz gewaltig. Er stellt diesen Menschen dar, wie er sich immer mehr in seiner eigenen Gedankenwelt heillos verstrickt, ja regelrecht verheddert. Es beginnt mit einem Radiergummi, der auf Fredenbeks Schreibtisch nicht mehr auf mit einem Kreuz markierten Fleck liegt. Oh Schreck, er ist überhaupt nicht mehr da! Daraus folgt ein sehr langer Monolog, der mit dem fehlenden Radiergummi beginnt über die Qualität von verschiedenen Radiergummis führt und warum es der sein muss, der nun nicht mehr auf der vorgeschriebenen Stelle liegt. Daraufhin gehen die Selbstgespräche des Herrn Fredenbek immer weiter und lassen kein Thema aus. Kreuz und quer. Hin und her. Er kommt von Höckchen auf Stöckchen. Durch die Reaktion seiner Frau am Ende des Stücks wird folgerichtig dargestellt, wie weit Fredenbek sich vom realen Leben entfernt hat und er in seiner eigenen Welt existiert.

Man braucht viel Konzentration beim Lesen dieses Einpersonenstückes. Ich las auf ebook (was sich für mich vom Print doch sehr unterscheidet) und es war für mich strapaziös den heftigen Gedankensprüngen zu folgen. Die feinen Nuancen der Komik gehen durch die Vielzahl der wortgewaltigen Sätze fast unter. Fredenbek fand ich pingelig, pedantisch, sehr eigenbrötlerisch, aber auch witzig, skurril und die meiste Zeit nervig.

Die „Einladung zum Klassentreffen“ gefiel mir allerdings ein Ticken besser. Carsten lädt 20 Jahre nach dem Abitur zum Klassentreffen ein. Er führt mit seiner Jugendliebe Marina ein aufregendes telefonisches Gespräch. Dabei sitzt sie in der Bahn und die Mitreisenden nehmen regen Anteil. Die Dialoge gefielen mir sehr und ich kann mir dieses Stück hervorragend auf der Bühne vorstellen.
Allerdings könnte ich mir beide Werke besonders gut im Kabarett vorstellen, im Theater weniger. Die Stücke leben meiner Meinung nach mehr von der Mimik und Gestik und sollten unbedingt von komödiantischen Schauspielern dargestellt werden, als Lesematerial verpufft vieles.

Martin Schörle hat sehr viele tolle Einfälle in doppelsinnigen Anspielungen ausdrucksstark verarbeitet. Sein Schreibstil ist pointiert und genau auf den Punkt, wie es für das Genre notwendig ist. Die Wortschöpfung „Jenachdemiker" im ersten Stück finde ich genial, ebenso VBB = Vollkommene Beamtenbefriedigung und vieles mehr.
Als humoristische Sketche sind beide Werke für jede Bühne eine brillante Bereicherung.

Ich fühlte mich gut unterhalten und bewerte mit fünf von fünf Sternen«
  11      0        – geschrieben von hennie
Kommentar vom 19. Mai 2019 um 12:45 Uhr (Schulnote 2):
» Das Buch beinhaltet 2 humoristische Theaterstücke.

1. Nicht alltägliches aus dem Leben eines Beamten:
Herr Fredenbek ist Beamter und das mit Herz und Blut. Seit 25 Jahren ist er verheiratet und hat jeglichen Bezug zur Realität verloren. Sein Reich und sein Leben werden ausgefüllt von seiner Arbeit.
2. Einladung zum Klassentreffen:
Zwanzig Jahre nach dem Abitur nimmt Carsten den Kontakt zu den alten Mitschülern auf um ein Klassentreffen zu organisieren. Somit versucht er auch Marina zu erreichen um sie einzuladen. Marina sitzt gerade im Zug auf den Weg nach Hause. Während die beiden die letzten 20 Jahre Revue passieren lassen und sich an ihren Erinnerungen freuen (oder auch nicht), hört eine ältere Dame alles mit an.

Das Cover des Buches passt zum ersten Stück und ist sehr gut gemacht.

Die Beschreibung der Personen und wie die Bühne dekoriert werden soll ist ausgezeichnet beschreiben.

Die Stories an sich sind total verschieden, mir selbst gefiel die Beamten-Geschichte um einiges besser als die 2. Geschichte.

Ich spiele selbst Laientheater und daher hatte ich auch etwas Probleme mit den Stücken, denn ich finde beide Stücke (aber vor allem die 1.) passen besser in ein Kabarett (also zu einem Comedian) als ins Theater. Dort finde ich sie allerdings gut aufgehoben und würde sie mir auch gerne ansehen.

Das erste Stück ist ja prinzipiell ein einziger Monolog, der perfekt für einen Künstler passen würde. Auch das 2. Stück ist etwas schwer auf eine Theaterbühne zu bringen aufgrund der Rückblicke. Auch die Dauer wäre mir für ein Theater (wahrscheinlich) zu kurz.

Nichtsdestotrotz konnte mich das Buch im Großen und Ganzen überzeugen. Besser wirkt es sicher noch auf einer Bühne.

Fazit:2 kabarettistische Stories, die man bevorzugt sehen statt lesen sollte. 4 von 5 Sternen«
  10      0        – geschrieben von SaintGermain
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