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"Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten" und "Einladung zum Klassentreffen"
Verfasser: Martin Schörle (1)
Verlag: Engelsdorfer (28)
VÖ: 7. Dezember 2016
Genre: Theaterstück (61)
Seiten: 119
Themen: Beamte (17), Klassentreffen (63)
BLOGGERNOTE DES BUCHS
1,75 (85%)
auf Basis von 15 Bloggern
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Errechnet auf Basis von 12 Stimmen
Entwicklung Deine Note: 1 2 3 4 5 6
Erklärung der Bewertungssysteme
Das Buch beinhaltet 2 humoristische Theaterstücke.

1. Nicht alltägliches aus dem Leben eines Beamten:
Herr Fredenbek ist Beamter und das mit Herz und Blut. Seit 25 Jahren ist er verheiratet und hat jeglichen Bezug zur Realität verloren. Sein Reich und sein Leben werden ausgefüllt von seiner Arbeit.
2. Einladung zum Klassentreffen:
Zwanzig Jahre nach dem Abitur nimmt Carsten den Kontakt zu den alten Mitschülern auf um ein Klassentreffen zu organisieren. Somit versucht er auch Marina zu erreichen um sie einzuladen. Marina sitzt gerade im Zug auf den Weg nach Hause. Während die beiden die letzten 20 Jahre Revue passieren lassen und sich an ihren Erinnerungen freuen (oder auch nicht), hört eine ältere Dame alles mit an.
Lesermeinungen (18)     Blogger (16)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 9. Juni 2021 um 14:52 Uhr (Schulnote 1):
» Wer könnte nicht besser ein Theaterstück über einen schrulligen Beamten schreiben, als ein ehemaliger Beamter...
Ich liebe Theater und habe dieses Buch genossen. Da ich selbst mal Theater gespielt habe, hatte ich keine Probleme das Buch zu lesen.
Ich konnte mir das Bühnenbild, die Figuren mit samt der Mimik, Gesten und Kostüme sehr gut bildlich vorstellen.
Die Stücke sind in der Ausdruckweise gehoben geschrieben, aber das ist genau passend und verständlich.
Ich konnte die Liebe des Autoren zum Theater förmlich spüren und habe soviel gelacht, wie bei keinem anderen Buch zuvor.
In den Stücken geht es zum einen um einen schrulligen Beamten, seine Radiergummis, seinen Urlaub auf der Bahnhofstoilette und mehr... Fredenbek spielt dabei sehr gut mit dem Publikum, es ist herrlich komisch geschrieben, mit viel trockenem Humor.
Im anderen Stück geht es um ein Klassentreffen, einem Telefonat in der Bahn und einer Klosettfliege.
Hier kommen Erinnerungen an eigene Klassentreffen und ehemalige Klassenkameraden hoch.
Von mir eine absolute Leseempfehlung und ich hoffe das es auf die Bühne kommt.
Vielen Dank lieber Martin für das tolle Buch....«
  11      0        – geschrieben von Angela J
 
Kommentar vom 13. April 2021 um 9:59 Uhr:
» Mit den zwei Theaterstücken hat Martin Schörle Theaterluft in mein Wohnzimmer gezaubert. Bei „Nichtalltägliches aus dem Leben“ erleben wir den Beamten Hans Fredenbek. Einfach nur köstlich, wie ich er sich in einem Monolog über Radiergummi verliert. Überhaupt hüpfen seine Gedanken von Pontius zu Pilatus. Er lebt in seiner kleinen Bürowelt und nimmt das Leben außerhalb nur am Rande wahr. Spontanität muss bei ihm „gut überlegt“ sein! Er ist im Grunde ein sehr sensibler Charakter. Irgendwie! Würde er sonst bemerken, dass Menschen auf dem Clo unter Druck stehen? Wie er zu seiner Beamtenbefriedigung kommt ist wirklich auch nicht ohne. Leicht hat er es wahrlich auch nicht, mit so einem spätpubertierenden Chef von 54 Jahren. Nicht zu fassen! Na, und ein Verehrer sein ist alles andere als leicht.

Ich hatte beim Lesen stets ein Lächeln im Gesicht. Dennoch bemerkt man schon eine gewisse Traurigkeit, die dem Hans anhaftet. Einem Vollblutbeamten, der seiner Einsamkeit entflieht, indem er sich in der Arbeit unersetzlich machen will. Von Kollegen belächelt und anscheinend nicht immer ganz ernst genommen. Das Ende fand ich traurig. Traurig aber auch mit Humor rüber gebracht.

Das Zweite Stück „Klassentreffen“ ließ dann man meine Lust auf einen Theaterbesuch in schwindelerregende Höhen schießen. Erstens fahre ich gerne mal mit dem Zug. Zweitens habe auch ich schon lustige Dinge bei Zugfahrten erlebt. Drittens hat mich das Ganze eines kleines bisschen, (aber wirklich nur ein kleines bisschen,) an gut gegen Nordwind erinnert. Nur mit dem Unterschied, dass Marina und Carsten sich kennen. Beide Anfang 40. Die Marina sitzt wie immer nach der Arbeit im Zug. Da klingelt ihr Handy. Dran ist kein Geringerer als ihre Schulliebe Carsten. Der informiert sie, dass bald ein Klassentreffen stattfindet. Aus dieser Info wird ein Dialog, der auch eine Frau, die sehr interessiert zuhört, gut unterhält. Ja, sogar den einen oder anderen Kommentar loslässt. Bald kommen noch zwei Herren dazu, die sich nicht minder gut unterhalten fühlen, von dem interessanten Telefongespräch. Vor 20 Jahren haben Marina und Carsten das Abitur gemacht. Marina glücklich geschieden. Carsten geschieden mit regelmäßigen Kontakt zu gemeinsamen Kind. Anfangs ist das Gespräch ganz harmlos. Man unterhält sich über über Klassenkameraden und was aus denen so geworden ist. Dann gehts aber schon sehr bald ins Eingemachte. Marinas Ex sorgt beruflich für ökonomische Toiletten. Die sollten auch ohne Wasser funktionieren. Alles gut und schön. Aber eigentlich hat Marina eine Ehe mit sich alleine geführt. Wie das geht? Na, ihr Mann war ja stets WC-mäßig unterwegs. Kinder wollte er auch keine. Und wie es der Zufall (Teufel) will, kennt der Carsten den Ex von Marina vom Einkaufen her. Wenn der Carsten mit seine Kind einkaufen geht, geht auch der WC_Experte mit einem kleinen Kind einkaufen. Das macht die Marina erst mal sprachlos. Schnell merkt der Carsten, dass das der Marina gar nicht gefällt. Schon alleine der Gedanke, es könnte das Kind zusammen mit der Neuen sein. So will sie wissen, ob denn das Kind schon läuft. Ja, tut es, meint der Carsten. Was so schnell ein KInd mit der Neuen, meint die Marina. Carsten versucht die Situation zu retten. Das Kind läuft grottenschlecht. Kann so alt noch nicht sein. Nie im Leben war das unmittelbar nach der Marina. Die Fangemeinde im Zug fand den Dialog genauso spannend wie ich. Getroffen haben sich Marina und Karsten dann auch. Da war ich aber dann nicht mehr dabei. Die Fangemeinde auch nicht.

Ihr denkt ich habe jetzt viel erzählt? Nein! Hab ich nicht! Das ist ein kleiner Bruchteil dessen, was ich mit dem Beamten und den zwei Telefonierenden erlebt habe. Ihr dürft gerne selber einen Theaterbesuch abstatten. Der hier ist im Moment erlaubt.

Diese zwei Theaterstücke haben mir das Gefühl gegeben, tatsächlich in einem Theatersaal zu sitzen. Und zwar in der ersten Reihe. Ernste Themen werden hier dem Zuschauer mit Humor nahegebracht. Der schrullige Beamte und die zwei Klassenkameraden in Beziehungsnot, unterhalten wirklich gut. Ich kenne sie nun alle drei. Auch die Nebencharaktere haben einen ganz besonderen Charme.

Wollt Ihr ins Theater gehen? Ganz einfach. Lest diese zwei Stücke! Vorhang auf!

Danke Martin Schörle. Das war ein tolles Leseerlebnis.«
  18      0        – geschrieben von Giselas Lesehimmel
 
Kommentar vom 17. März 2021 um 9:35 Uhr (Schulnote 1):
» Mit viel Augenzwinkern und jeder Menge Überraschungen

Verwaltungsbeamter Hans Fredenbek ist Vollblutbeamter, so sehr, dass er Vorträge halten kann über die Qualität von Radiergummis (und deren Positionierung auf dem Schreibtisch). Er lässt uns an tiefschürfenden Gedanken teilnehmen zum Büroleben und lädt uns so ein in seine enge Welt der Verwaltung. - In ihrer Schulzeit hatten Carsten und Marina eine Liebesbeziehung. Nun ist Carsten einer der Planer für das Zwanzigjährige Klassentreffen. Sein Anruf bei Marina weckt Erinnerungen an die gemeinsame Zeit…

Der Autor Martin Schörle hat beide Theaterstücke in einem Buch zusammengefasst. Die Stücke sind sehr unterschiedlich; während Hans Fredenbreks Ausführungen zu einem kabarettesken Monolog ausartet, finden die Geschehnisse zum Klassentreffen in einem Dialog mit eingeschobenen Zwischenszenen statt.

Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten

Fredenbeks Ausführungen sind teilweise recht humorvoll, allerdings werden sie immer verworrener. Der Leser kann nie so recht vorhersehen, in welche Richtung Fredenbeks Monolog führen soll - Überraschungen inklusive! Des öfteren konnte ich lauthals loslachen bei diesen Ausführungen. Manche Passagen sind dabei etwas skurril, so dass ich den Gedankengängen nicht immer folgen konnte. Das Ende allerdings wiegt auch die schwierigste Passage auf, diese Wendung ist bestens gelungen. Ganz nebenbei und mit ganz viel Augenzwinkern spielt der Autor mit sämtlichen Vorurteilen, die Beamten entgegenschlagen...

Einladung zum Klassentreffen

Der Dialog zwischen Carsten und Marina beginnt recht nichtssagend, nach und nach allerdings erfährt der Leser immer mehr über die Intensität der verflossenen Beziehung zwischen den beiden. Grinsen musste ich bei der Vorstellung, dass hier Theater im Theater geboten wird, denn Marina ist auf dem Heimweg, und ihr Telefonat mit Carsten findet interessierte Zuhörer bei den Mitreisenden. Hier zeigt sich der verschmitzte Humor des Autoren, der noch einige weitere solcher überraschenden und skurrilen, aber auch äußerst emotionalen Szenen einbaut.

Beide Stücke kann ich mir gut im Theater vorstellen, so unterschiedlich sie auch sind. Während das erste Stück mit der Figur des Hans Fredenbek steht und fällt, verteilen sich die überraschenden Momente beim Klassentreffen auf mehrere Figuren. So erhalten beide Stücke ihren ganz eigenen Reiz, und es ist nicht verwunderlich, dass sie bereits zu Gewinnern in Wettbewerben gekürt wurden. Ich vergebe sehr gerne alle 5 möglichen Sterne.«
  15      0        – geschrieben von Gisel
Kommentar vom 21. Februar 2021 um 15:43 Uhr (Schulnote 1):
» Allein das Cover lockt einem schon ein Schmunzeln hervor, stellt man sich doch tatsächlich den klassischen Beamten so vor. ich hoffe nicht, dass es so abfärbt, dass ich schallend lachend vor dem nächsten Beamten sitze, von dem ich natürlich etwas außerordentlich wichtiges benötige.
Bühnenaufbau, Szenen und Protagonisten sind sehr präzise beschrieben, was erwarten wir auch anderes von einem Beamten. Kaum hatte das erste Theaterstücke allerdings begonnen, kam ich aus dem Lachen nicht mehr heraus. In einem unglaublich humorvollen Schreibstil auf hohem Niveau, teilweise natürlich Beamtensprache, die sich trotz der längeren Ausführungen auf das Wesentliche beschränkt, der vor Sarkasmus nur so sprüht, outet sich Fredenbek dem Publikum mit seinen innersten Kämpfen und Gedankengängen.
Selten habe ich von der ersten bis zur letzten Zeile unaufhörlich gelacht. Ich würde hier gerne selbst ein paar der gelungenen Sequenzen erzählen aber man muss dieses Theaterstück in einem genießen sonst macht es nur halb soviel Spaß.
Anders, aber nicht minder amüsant ist das zweite Stück "Klassentreffen".
Ein Telefonat in einem öffentlichen Verkehrsmittel, wer hat es noch nicht erlebt, vor allem hört man ja immer nur die eine Seite des Gesprächs zumindest als Mitfahrender. Schwelgen in Erinnerungen, die dramatischer, hoffnungsloser aber auch hoffnungsvoller nicht sein könnten. Auch hier schafft es der Autor auf humorvolle Art und Weise das Drama abzuwenden und einen am Ende doch nicht ganz deprimiert stehen zu lassen, denn man kommt einfach nicht drumrum auch sein eignénes leben Revue passieren zu lassen.
Insgesamt bin ich absoluter Fan dieser Texte und des Sprachstils, Verschachtelungen, Wortkreationen , die mir völlig neu waren und trotz der offensichtlichen Problematik mit einer unglaublichen Leichtigkeit erzählt.
Das wäre einmal wieder ein Grund ins Theater zu gehen.
ich kann hier nur eine absolute Lesempfehlung geben«
  14      0        – geschrieben von UlrikeBode
Kommentar vom 10. Februar 2021 um 11:27 Uhr (Schulnote 1):
» Mit seinen beiden Werken „Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten“ und „Einladung zum Klassentreffen“, erschienen im Engelsdorfer Verlag, trifft Martin Schörle den Nerv der Zeit.

Im ersten Theaterstück referiert Herr Fredenbek, ein Beamter, über wichtige und weniger wichtige Themen des alltäglichen Lebens, wie z.B. dem besten Radiergummi, der PISA-Studie, dem weiblichen Geschlecht, seinem Kollegen Herrn Rauschenberg und dem Büroalltag, der auch vor seinem Privatleben keinen Halt macht - immer geradezu krampfhaft darum bemüht, sich und seinen Beamtenstatus vor dem Publikum ins rechte Licht zu rücken.

- „ Wussten Sie, dass Beamte der einzige Berufsstand sind, der von der übrigen Bevölkerung kollektiv gehasst wird?“ -

Dabei verzettelt er sich so sehr in die unterschiedlichsten Themen, dass sein Monolog fast wie eine Stand-up-Comedy-Nummer wirkt. Meine Lachmuskeln wurden jedenfalls so stark strapaziert, dass der eher tragische Hintergrund des Stücks fast in Vergessenheit geriet.

Denn auch wenn Herr Fredenbek ein sehr überspitztes Beispiel eines Beamten abgibt, steckt im Kern doch etwas Wahrheit. Ich selber habe längere Zeit im Büro einer Behörde gearbeitet und weiß daher, dass es sie wirklich gibt, die Fredenbeks und Rauschenbergs dieser Welt, die so sehr in einem selbst erschaffenen „Berufs-Wahn“ gefangen sind, dass das übrige Leben keinen Platz mehr darin findet. Trotzdem oder gerade deshalb hat sich Herr Fredenbek in mein Herz geschlichen.

Das zweite Theaterstück handelt von einem Telefonat zwischen Carsten und Marina, die nach 20 Jahren, aufgrund einer Einladung zu einem Klassentreffen, das erste Mal wieder miteinander in Kontakt treten. Das Gespräch ist so fesselnd und das Gefühlschaos der beiden Hauptfiguren nimmt derart Fahrt auf, dass sogar die Menschen in Marinas unmittelbarer Umgebung sich dem nicht entziehen können.

- “Ich lass jetzt einen Zettel rumgehen, da können sie ihre Mailadresse eintragen. Sie erhalten dann in Kürze eine Zusammenfassung dieses Gesprächs.“ -

An dieser Stelle des Buches ist man als Leser kurz davor, selber seine Mailadresse auf einen Zettel zu schreiben, bevor einem wieder einfällt, dass man ja in der glücklichen Lage ist, das Ende des Gesprächs einfach nachlesen zu können.

Wer jetzt wissen möchte, was Herr Fredenbek alles auf einer Bahnhofstoilette anstellt und was er zu dem dienstlichen Vorgang 10-21-60 „Besondere Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln bei Überschwemmungen in Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern“ zu sagen hat

... und …

Wer außerdem noch wissen möchte, wie es mit Carsten und Marina weiter geht und was eigentlich Holger mit der ganzen Sache zu tun hat, der sollte sich von Martin Schörle überraschen lassen.«
  15      0        – geschrieben von Anti81
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