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TASCHENBUCH
 
Die Gefahr der Neugier
Verfasser: Cornelia Kiener (2)
Verlag: Schauermärchen (3)
VÖ: 1. Mai 2018
Genre: Fantasy (8414)
Seiten: 412 (Kindle Edition), 280 (Taschenbuch-Version)
Themen: Mitschüler (190), Vampire (1235)
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OFFIZIELLE LESERKANONEN-REZENSION
Neugierig geworden?
 
Als wir hier vor zwei Jahren Cornelia Kieners Roman »Das Schicksal der Jägerin« rezensiert haben, erwähnten wir, dass selbst zu diesem Zeitpunkt die Zahl der neu erscheinenden Vampirromane immer noch stieg, auch wenn man damals eigentlich den Eindruck haben konnte, das Thema würde langsam aus dem Rampenlicht rücken. Inzwischen ist die Zahl der neu erscheinenden Vampirromane nun aber wirklich gesunken, innerhalb des Fantasygenres beschäftigen sich laut unseren Datenbankstatistiken nur noch halb so viele neue Romane mit den blutsaugenden Spitzzähnen wie noch zu Beginn des Jahrzehnts. Umso erfreulicher für die Fans des Subgenres, wenn trotzdem noch neuer Stoff erscheint. Und für diesen hat vor Kurzem nun wieder Cornelia Kiener gesorgt, dieses Mal mit ihrem Roman »Die Gefahr der Neugier«. Diesen haben wir uns einmal etwas näher angeschaut.

Die 1975 in Bayerns Landeshauptstadt geborene Cornelia Kiener ist schon seit Ende der neunziger Jahre in der schreibenden Zunft unterwegs. Ihre erste Veröffentlichung war eine Kurzgeschichte, die dank des Bastei-Verlags das Licht der Öffentlichkeit entdeckte. Es folgte der Beginn der Arbeit an ihrer heutigen Buchreihe, angeschlossen von einer kreativen Schreibpause, die sich über mehrere Jahre erstreckte. Einen Schreibkurs bei Rainer Wekwerth später wurde die Arbeit am geschriebenen Wort dann offensichtlich wieder aktiviert, denn 2016 erschien der erste Band um ihre Vampirjägerin Nadine Wolf. »Die Gefahr der Neugier« folgt jenem Auftaktband und wurde vor wenigen Wochen im Schauermärchen Verlag veröffentlicht, einer kleinen Bücherschmiede aus Berlin, in der schaurig-märchenhafte Titel verlegt werden. Das Buch ist für 13,90 Euro zu haben, die digitale Variante kostet 5,99 Euro. Abonnenten von »Kindle Unlimited« können es gar kostenfrei lesen.

Um es gleich vorwegzunehmen: Als zweiter Teil der Reihe um die erwähnte Vampirjägerin kommt man nicht umhin, zunächst den ersten Teil zu lesen. Vermutlich würde man ohnehin nur dann auf die Idee kommen, denn bereits der kurze Klappentext klingt durch die Selbstverständlichkeit, in der darin Namen und Orte aufgegriffen werden, ganz so, als sei er direkt an zurückkehrende Leser gerichtet und ließe alle anderen ein wenig außen vor. Die Vampirjägerin ist gemeinsam mit ihrem Mentor nach Triesdorf zurückgekehrt, wo inzwischen ein Meistervampir sein Unwesen treibt. Mentor Jiro verbietet Nadine die Vampirjagd, aber natürlich bleibt es nicht friedlich, und schon bald muss Nadine alle Hebel in Bewegung setzen, um eine Katstrophe zu verhindern.

Nach einer kleinen Merkwürdigkeit - das Inhaltsverzeichnis ist nur eine Aufzählung der Kapitelnummern ohne jede Seitenzahlangabe - ist man rasch wieder mitten im Geschehen, sofern man den ersten Band gelesen haben sollte. Die Tierpflegerin von einst hat sich inzwischen in ihrer Rolle weiterentwickelt und trägt das Buch gemeinsam mit dem restlichen Personengefüge sehr gut. Bei den erwähnten Charakteren gerät man eigentlich nur wegen der Auswahl der Namen gelegentlich ins Stutzen - heutzutage begegnet man in Büchern mit vergleichsweise jungen Protagonisten eben nur noch selten Peggys und Karins, und auch Namen wie Janker oder Niemann und Orte wie Merkendorf oder Ansbach hören sich eher nach einem Cosy-Krimi als nach Contemporary Fantasy an. Das ist aber natürlich nur Geschmackssache. Oder eher Gewöhnungssache, denn nach einer Weile denkt man gar nicht mehr darüber nach.

Die Geschichte selbst überzeugt ähnlich, wie sie es bereits im ersten Band der Reihe getan hat. Cornelia Kiener ist nicht gänzlich frei von Genre-Klischees, aber trotzdem kreativ, einfallsreich und an den richtigen Stellen immer wieder überraschend. So entwickelt man schnell Gefallen für die Geschichte, die auch noch in einem angenehm hohen Tempo daherkommt, was auch durch die schnellen Szenenwechsel in den mehr als vierzig Kapiteln und untergeordneten Szenen zum Ausdruck kommt. Der Spannungsbogen ist ordentlich, wenn auch nicht übertrieben, und insgesamt ist es eben auch mal erfrischend, einen Roman dieser Art zu lesen, der ausnahmsweise nicht in eine US-amerikanische Großstadt verfrachtet wurde.

»Die Gefahr der Neugier« erfindet das Fantasy- und Vampirgenre nicht unbedingt neu, bietet aber ein ordentliches Niveau, das sich keine Hängepartien leistet und bis zum Ende schlüssig erzählt wird. So werden am Ende all diejenigen, die schon »Das Schicksal der Jägerin« gelesen haben, das Buch auch dieses Mal wieder zufrieden zuklappen.
– geschrieben am 8. August 2018
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