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Die Farben meines Herzens
Verfasser: Noa C. Walker (4)
Verlag: Tinte & Feder (75)
VÖ: 26. Juni 2018
Genre: Romantische Literatur (14519)
Seiten: 336
Themen: Begegnungen (1839), Einsamkeit (151), Geheimnisse (3147), Italien (425), Südtirol (53)
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Lesermeinungen (3)     Blogger (2)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 3. Oktober 2018 um 13:45 Uhr (Schulnote 1):
» Kann eine Liebe die Wunden heilen?

"Die Zeit heilt nicht alle Wunden, man lernt mit der Zeit nur, besser zu verdrängen, was einem weh getan hat." (Cosima Shiva Hagen)
In der Gegend von Meran in den Bergen der Südtiroler Alpen lebt einsam und fast auf sich alleine gestellt Filomena Jahn (Filly). Filly trägt ein großes Geheimnis und eine schwere Last mit sich, deshalb hat sie sich seit 10 Jahren von der Außenwelt abgekapselt. Dabei schreibt und illustriert sie Bücher für Kinder mit Problemen. Ihr eigenes graues Lebensbild versucht sie immer wieder mit bunten Klecksen zu füllen, wenn sie schönes erlebt. Doch eines Tages braucht sie Hilfe beim Beschneiden ihrer Bäume, da taucht der junge Forstwirt Mika Conte bei ihr auf. Das ihre Zusammenführung ein arrangiertes Treffen von Fillys guter Freundin Margarita (Meggie) ist, die alles eingefädelt hatte, wissen beiden nicht. Den Meggie liegt es schon lange am Herzen, das Filly wieder auf Menschen zugeht und von ihrem einsamen Berg herunterkommt. Mika merkt schnell das etwas schreckliches Fillys Leben eingenommen hat, weiß aber nicht richtig was er tun kann. Doch spürt er, wie er sich zu ihr hingezogen fühlt, er nach und nach Fillys Vertrauen bekommt und sie zu lieben beginnt. Er ist sich jedoch bewusst, dass es bei Filly sicher immer wieder Rückschläge geben wird. Kann er sich auf diese Liebe einlassen, er der Stadtmensch, der einen große Familie wollte? Wird seine Liebe so stark sein das er Filly niemals enttäuscht? Und welches Geheimnis umgibt diese traumatisierte, verängstigte Frau?

Meine Meinung:
Ich kenne die Autorin schon von vielen Bücher und war neugierig, was sich hinter diesem Cover mit den farbenprächtigen Schmetterlingen für eine Geschichte verbirgt. Wie bei ihren anderen Büchern war auch diesmal der Schreibstil wieder sehr gut, fesselnd und trotz der anspruchsvollen Thematik, durfte der Humor nicht fehlen. Den die Autorin hat in dieser Geschichte wieder einmal ein seltenes, aber um so wichtiges Thema gewählt. Es geht um Ängste wie Klaustrophobie, Panikattacken und Traumas, bis hin zur Abkapslung von der Außenwelt. Die Seiten fliegen mir nur so um die Ohren, da ich bis Mitte des Buches immer noch nicht wusste, was Filomena erlebt hatte und ich immer neugieriger wurde. Das hat die Autorin wirklich geschickt eingefädelt, um an der Geschichte dranzubleiben. Doch noch mehr beeindruckt mich wie sie Filomenas Zustände, ihre Ängste, Unruhe und Panik schildert. Selten habe ich so ein Buch gelesen, das mich dermaßen aufgewühlt hat und bei der ich am liebsten die Protagonistin in den Armen gehalten hätte. Unvorstellbar das man so ein Erlebnis, wie Filly es erleben musste, ohne Probleme überstehen kann. Ich denke, da kann wirklich nur der Glaube an Gott einem die Kraft dafür geben, wieder neu an das Leben und die Menschen zu glauben. Ich bin fasziniert, woher die Autorin solche Worte findet um eine solche unglaublich, tiefsinnige und emotionale Geschichte zu schreiben. Man hat, das Gefühl als hätte sie selbst schon so was durchlebt. So hatte ich auch mehrere emotionale Szenen in der Geschichte, bei denen mir förmlich die Tränen liefen. Beeindruckt haben mich genauso die Schilderungen der Südtiroler Alpen die ich mir bildlich gut vorstellen konnte. Die Charaktere sind allen voran mit der verletzten, traumatisierten Filly, dem einfühlsamen, verliebten Mika sehr gut gewählt. Auch Meggie die für Filly eine große Stütze ist gefällt mir sehr. Alles in allem ein Buch, das ich nur jedem empfehlen kann, den wir sollten wieder anfangen zu lernen Menschen mehr ins Herz zu blicken. Von mir eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne.«
  14      0        – geschrieben von claudi-1963
 
Kommentar vom 13. Juli 2018 um 20:00 Uhr (Schulnote 1):
» Aus schwarz-weiß wird bunt

Inhalt:
Nach einem traumatischen Erlebnis leidet Filomena an massiven Angststörungen. Deshalb lebt sie zurückgezogen auf einem einsamen Gehöft in Südtirol. Sie hat nur zu den allernächsten Nachbarn Kontakt. Die sind es auch, die ihr - nicht ganz ohne Hintergedanken - Mika für die anfallenden Gartenarbeiten schicken. Er ist von Filomena sehr angetan, was auf Gegenseitigkeit beruht. Wird es ihm gelingen, ihr zurück ins Leben zu helfen?

Meine Meinung:
Noa C. Walker alias Elisabeth Büchle ist wieder ein wunderschöner, gefühlvoller Liebesroman gelungen. Wie schon bei „Du, ich und die Farben des Lebens“ spielen auch hier Farben eine wichtige Rolle. Filomenas Leben ändert sich ganz allmählich von schwarz-weiß in Richtung bunt.
Filly hat Angst vor allem und jedem. Sehr beeindruckend und einfühlsam beschreibt die Autorin die langsame Heilung. Ich konnte mich in Filomena gut hineinversetzen, habe mit ihr gelitten, gelacht und geweint. Aber auch die anderen Protagonisten sind wunderbar authentisch und liebevoll gezeichnet. Mika, der selbst an einer Phobie leidet, ist ein toller Mensch, der Filly genau auf die richtige Weise begegnet. Margerita, eine toughe alte Dame mit turbulenter Vergangenheit, hat ein bisschen die Fäden in der Hand. Ihre resolute aber liebevolle Art macht sie sehr sympathisch.
Die Südtiroler Bergwelt, die ich schon viele Jahre kenne, ist sehr anschaulich beschrieben, man könnte Filomena glatt um ihre Wohnsituation beneiden, würde man nicht die Hintergründe kennen.
Ich habe das Lesen dieser ruhigen, tiefsinnigen Geschichte wirklich genossen. Normalerweise bin ich eher der Krimi-Action-Typ. Aber dieses warmherzige, unaufgeregte und entspannende Buch hat mich rundum begeistert. Es wird deutlich, dass es im Leben, auch in scheinbar aussichtslosen Situationen, immer einen Weg gibt, der weiterführt. Die Kraft dazu bekommen wir sowohl durch die Wertschätzung und Freundschaft unserer Mitmenschen, als auch durch die Liebe Gottes.

Fazit:
Ein berührendes Buch, das der Seele gut tut. Unbedingt zu empfehlen!«
  9      0        – geschrieben von Caren Lü
Kommentar vom 11. Juli 2018 um 15:24 Uhr (Schulnote 1):
» Filomena hat etwas erlebt, das ihr den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Sie hat sich nach Südtirol in die Berge zurückgezogen, da sie nicht mehr unter Menschen sein kann und Albträume und Panikattacken hat. Nur zu der Familie Gasser hat sie Kontakt. Dann erhält der Forstwirt Mika den Auftrag, sich oben auf dem Berg um den Sturmbruch zu kümmern. Vom Hof der Gassers geht es mit dem Wagen nicht weiter, daher muss Fillys Esel Cleopatra den Transport auf den Berg übernehmen. Dort oben in der Einsamkeit trifft Mika auf ein kleines Paradies und auf eine junge Frau, die etwas eigenwillig ist.
Mika fühlt sich von der jungen Frau angezogen. Immer wieder zieht es ihn auf den Berg. Aber auch Filomena fühlt sich seltsamerweise in der Gesellschaft Mikas wohl. Wenn die beiden wüssten, dass Meggi Gasser und Bruder Ruben im Hintergrund einige Fäden gezogen haben.
Zunächst begreift Mika nicht, was mit der jungen Frau los ist, die niemanden in ihre Nähe lässt. Doch Mika ist ein ruhiger Mensch, der sich nicht aufdrängt. Aber er sucht immer wieder den Kontakt zu Filomena. Wird es ihm gelingen, Filomena aus ihrer Isolation herauszuholen und ihr wieder Freude am Leben zu geben? Wird sie statt der dunklen Schatten wieder Farbe in ihrem Leben haben?
Filomena ist eine sympathische junge Frau, die trotz allem humorvoll ist. Das Schicksal hat ihr übel mitgespielt und es kostet sie wahnsinnig Kraft, überhaupt mit anderen Menschen zu reden. Auch Mika hat sein Päckchen zu tragen. Er ist ein ruhiger und sehr geduldiger Mensch, der immer wieder versucht Filomena zu helfen.
Aber auch die resolute und unangepasste Meggi ist mir sympathisch. Ihre Dialoge mit Bruder Ruben sind sehr unterhaltsam. Meggi und Ruben wolle Filly helfen und haben ein wenig Schicksal gespielt. Gut gefallen hat mir „Kirschauge“ Dana. Das kleine Mädchen scheint so stark und hat trotzdem ihre Schwächen.
Dieser Roman hat mich sehr berührt. Ich habe mit Filomena und Mika mitgelitten. So viele Menschen leiden unter Angst und Panik und man sollte das nicht alleine mit sich ausmachen müssen. Wie sehr Filly gelitten hat, wie sehr sie eigentlich auf Menschen zugehen will und wieviel Kraft es sie kostet, konnte man sehr gut miterleben.
Auch wenn es traurige Momente in diesem Buch gibt, so überwiegt doch die hoffnungsvolle Stimmung. Mir hat das Buch sehr gut gefallen.«
  8      0        – geschrieben von buecherwurm1310
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