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Black Blood
Verfasser: Malum (1)
Verlag: Papierverzierer (146)
VÖ: 14. Juni 2018
Genre: Dystopie (458) und Thriller (5091)
Seiten: 287
Themen: Endzeit (75), Road Trip (94), Überleben (131)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Malum für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Malum gibt es auf ihrer Autorenseite.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Der Mann stöhnte genüsslich und rieb sich seinen kurzen Kinnbart an meiner Wange. Ich ging auf Abstand und verkniff meine Augen zu engen Schlitzen. Mit einer Hand hielt ich ihn auf Abstand.
     »Es reicht!«, sagte ich mit zusammengebissenen Zähnen. Meine Hände ballten sich zu Fäusten, ich musste ruhig bleiben. Ihm hatte ich viel zu verdanken, zu viel.
     »Du kannst jederzeit dein Konto aufstocken«, gab er ein Angebot von sich. Er leckte sich über seine rauen Lippen und zwinkerte mir zu. Ich drückte ihn zur Seite und ging in das spärlich beleuchtete Hinterzimmer.
     »Ich würde jederzeit deine Schulden bei Dimitri abbezahlen!«, rief der Kerl mir nach und lachte. Angewidert ging ich weiter und öffnete die Türen. Wie automatisch bewegte ich mich vorwärts, ich wusste blind, wo es langging. So oft war ich diesen Weg gegangen. Das nächste Zimmer war mein Ziel. Kurz schloss ich meine Augen und drückte dann die klebrige Klinke herunter, ich wollte mir nicht vorstellen, was es war.
     »Du bist wieder zu spät«, machte eine männliche Stimme auf sich aufmerksam. Ein kleiner Lichtblick in diesem Milieu, ich lächelte, als ich ihn hörte.
     »Ich weiß, Matt«, teilte ich ihm ruhig mit und umarmte ihn kurz.
     »Leg gleich los, der Boss ist heute hier. Mach keinen Scheiß!«, warnte mich der junge Mann mit den braunen Haaren vor. Ein kleiner Kuss auf die Wange beruhigte ihn, er begann zu lächeln und gab mir eine blaue Bauchtasche mit dem weißen Stern, der im Schwarzlicht leuchtete. Das war das Erkennungszeichen, das die Dealer in diesem Club benutzten. So musste man nicht nachfragen, man konnte es sofort erkennen.
     Ich nickte ihm zu, schnallte die Tasche um und ging durch eine schwarze Doppeltür. Der Bass dröhnte uns entgegen und Menschen schoben sich durch den Club. Frauen und Männer rieben ihre Geschlechtsteile aneinander und geilten sich auf. Der Alkohol floss in Strömen und der Geruch nach Schweiß lag erdrückend im Raum. Nebelmaschinen verhüllten die betrunkenen Gäste und vermittelten das Gefühl, nicht gesehen zu werden.
     Mit Blicken wurde ich von einigen Leuten verfolgt, ich zupfte mein weißes Muskelshirt zurecht und sah mich um. Die ersten Kunden ließen nicht lange auf sich warten.

***


Die weiße tödliche Droge wurde schnell verkauft und ich hatte nach vier Stunden eine Pause. Hinter dem Club verzog ich mich in eine dunkle Gasse. Ratten huschten unter dem Schein der einzigen Lampe hindurch und verschwanden im nächsten rostigen Container. Eine schmale Treppe, aus einem Stück Beton, bot sich als Sitzgelegenheit an, die ich sofort annahm.
     In meiner Hosentasche suchte ich nach meiner Zigarettenschachtel, vergebens. Ich hatte sie im Aufenthaltsraum vergessen, im Club war das Rauchen nicht gern gesehen. Erst recht nicht für die sogenannten Mitarbeiter. Pausen waren kurz und selten, die Hierarchie war streng und klar geregelt. Und ich war einer der untersten Sklaven, genau wie Matt.

Matt


Im Club hatte ich Jane nicht mehr gesehen und ging nach draußen. Ich sah sie, als sie um die Ecke bog und folgte ihr. Wir waren gute Freunde und halfen uns hier und da aus. Ich war ein Sklave von Dimitri und hatte Schulden bei ihm. Geld versklavt, sagte ich damals zu Jane. Es bewahrheitete sich immer wieder. Wir hatten dasselbe Schicksal, nur ich wäre früher fertig mit abbezahlen, und würde dann mit meiner Mutter wegziehen.
     Ich ging in die Gasse und sah sie dort sitzen. Der Schein der Lampe erhellte ihre Füße. Sie hatte ihre Knie angezogen und stütze ihre Arme darauf. Verträumt sah sie in den orangen Himmel, es wurde nie dunkel in der Stadt. Von hier konnte man die Sterne nie sehen, es war nie still und es war nie sicher.
     »Und?«, fragend ging ich dichter zu Jane. Sie hatte mich gehört und wartete auf mich. Aufmerksam sah sie zu mir rauf, ich hatte ein Lächeln im Gesicht, was sie ansteckte.
     »Wie lange musst du noch?«, bohrte ich weiter und drängte sie zur Seite, damit ich sitzen konnte.
     »Bis ich Dreißig bin.« Sie legte ihren Kopf in ihren Schoß und seufzte laut.
     »Neun Jahre
     «, murmelte ich und sah in den Himmel. Meine kurzen braunen Haare fielen nach hinten und legten meine glatte Stirn frei. Ich schloss meine Augen und kicherte leise. Jane sah auf und mich fragend an, ich erwiderte ihren Blick mit einem Lächeln. Als ich antworten wollte, wurde die Stille der Gasse durch einen Schrei durchbrochen. Wir schreckten auf und waren bereit einzugreifen. Eine blonde Frau in einem kurzen schwarzen Minikleid rannte in die dunkle Gasse, ein Mann folgte ihr hastig. Er packte die Frau an den Hüften und drehte sie zu sich.
     Jane atmete tief durch, die Frau erwiderte Küsse von dem Mann. Sie hatte mit Schlimmerem gerechnet. Fest griff sie mein Hemd und zog mich aus der Gasse, erst als wir bemerkt wurden, ließ der Mann von der Frau ab. Sie lächelte verschämt und machten weiter, als Jane und ich um die Ecke verschwanden. Von hier aus konnte man das Brummen der Bässe deutlich hören.

***


Autos fuhren schnell durch die Stadt und als das letzte Rücklicht verschwand, wurde es still. In jedem Auge der Welt zitterte es für nur eine Sekunde – von niemandem bemerkt, von niemandem wahrgenommen. Für eine Sekunde hielt die Welt den Atem an. Für diese eine Sekunde schlug kein Herz.

Jane


Im Aufenthaltsraum hingen Poster von nackten Pornosternchen, Stühle mit einem dazu passenden Tisch, darauf ein übervoller Aschenbecher, standen hier. Ich setzte mich auf einen der Stühle und zündete mir eine Zigarette an. Der Rauch quoll hoch und umzingelte die Lampe, die an Drähten aus der Decke hing. Matt setzte sich zu mir und rauchte ebenfalls. Von wegen, Rauchen verboten. Kopfschüttelnd starrte ich in das grelle Licht und beobachtete den blauweißen Rauch unter der Lampe.
     Wir schwiegen, der Lärm vom Club dröhnte hier laut. Menschen sangen mit und grölten umher. Alkohol floss in Strömen und Koks wurde geschnupft. Das war nicht meine Welt. Ich hatte es ausprobiert, es vernebelte meine Sinne und ich konnte mich nicht mehr kontrollieren. Eine Zeit war es gut, es ließ mich vergessen. Seit Alice da war, wollte ich es nicht mehr. Für sie hielt ich durch, egal was für Schmerzen auf mich warteten. Und ich schaffte es, mit dem Gedanken an meine Schwester und die Hoffnung ein freies Leben zu führen.
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