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Black Blood
Verfasser: Malum (1)
Verlag: Papierverzierer (130)
VÖ: 14. Juni 2018
Genre: Dystopie (417) und Thriller (4774)
Seiten: 287
Themen: Endzeit (73), Road Trip (88), Überleben (116)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Malum für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Malum gibt es auf ihrer Autorenseite.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Prolog


Dicht drückt sich der zähe Nebel durch die Gassen und Straßen. Er hüllt alles in einen dichten Schleier und beruhigt die lebendige Stadt. Für den Moment.
     Der Wind weht frisch und zieht die trockenen Blätter mit sich fort. Das rauschende Geräusch trägt sich durch den Wald und verschwindet nicht ganz. Ich atme die kalte Luft tief ein. Es brennt, hinterlässt aber frische und gibt mir neue Kraft für den Tag. Meine Hände fest auf die Knie gestemmt, starre ich hinab auf die graue Stadt. Ich hasse sie.
     Ich muss bleiben, wahrscheinlich für immer. Fest beiße ich meinen Kiefer aufeinander. In meinen Augen sammeln sich Tränen, die ich schnell mit meinem staubigen Pullover wegwische. Nie wieder. Ich war eine Gefangene, verpflichtet für mein ganzes Leben, für eine Person. Ein Sklavenleben für ein freies Leben.
     Für jemanden alles aufgeben – seine Eigenarten, seine Gewohnheiten und sein Leben. Klingt nach Ehe, aber hier ist es anders. Wenn man niemanden hat, niemanden liebt oder kennt. Niemand ist wichtig, nicht für mich. Nur ein kleines Mädchen ist für mich das Leben wert. Für sie werde ich alles tun, das hatte ich bereits in diesem Moment getan. Wäre die Welt so geblieben, wäre ich daran zugrunde gegangen.
     Alles ist vergänglich, nichts ist für immer. Das wird mir jeden Tag mehr bewusst.

Kapitel 1 Freie Sklaven
Jane


Alles in Orange gehüllt erstrahlte der Raum. Staubkörner flogen durch die Luft und tanzten durch den Schatten zurück ins Licht. Fasziniert sah ich ihnen nach und träumte vom Fliegen. Weg von diesem Ort, weg von der Erde. Schwerelos durch das All schweben und alle Probleme hinter sich lassen.
     Verträumt atmete ich laut aus und schloss meine Augen. Zwischen meinen schmalen Fingern glitten ihre schwarzen kurzen Haare hindurch. Es war so still und ruhig, wie lange nicht mehr. Ich genoss die Ruhe, aber es wurde Zeit für mich zu gehen.
     »Alice, wach auf«, flüsterte ich zart in ihr Ohr. Langsam klimperte sie mit ihren Augen. Sie strahlten in einem hellen Blau, kleine schwarze Maserungen durchbrachen dieses und ließ es marmoriert aussehen.
     »Ist es wieder so weit?«, säuselte das kleine Mädchen. Ich richtete mich in dem großen Bett auf und schob das Kind von meinem Schoß.
     »Ja«, schnaufte ich, »ist es.« Ich rückte die weiße Bettdecke von mir. Durchstreifte meine schwarzen Haare mit den Fingern und seufzte leise. Mein Blick schweifte durch die Wohnung. Es bestand nur aus diesem Zimmer. Der Abfall in dem silbernen Eimer quoll über und die Pizzaschachteln bildeten ein Rudel neben der braunen Cordcouch. Davor stand ein kleiner Glastisch, der sauberste Gegenstand in dieser Wohnung, dafür sorgte Alice. Jeden Tag brachte ich neues Chaos mit mir.
     Sie brauchte immer ewig um meinen Saustall aufzuräumen, ich hatte keine Zeit für solche Kleinigkeiten. Für mich waren es unwichtige Dinge, das Überleben meiner Schwester und mir stand über allem. Alice zog sich eine bequeme Jogginghose an und beobachtete mich im Badezimmer. Sie wusste, was ich alles tun musste, sie wusste von den schlimmen Dingen. Sie griff sich die Fernbedienung und schaltete den alten Fernseher ein. Die Nachrichten, die viel zu früh dran waren, ignorierte sie und schaltete einen Musiksender an. Drehte sie lauter, sprang auf und vertrieb ihre Gedanken.
     Ich sang aus dem Bad laut mit und schwang meine Hüften zum Takt. Tanzte durch das Zimmer und stand vor ihr. Ich griff meine Schwester an den Händen und wir drehten uns auf dem schmalen Platz zwischen Bett und Couch. Der dunkle Fußboden knarrte unter unseren Füßen und unser Lachen hallte an den leeren Wänden wider. Das Poltern der Nachbarn an den hohlen Wänden störte uns nicht. Wir drehten uns schneller und schneller, bis unsere Hände schwitzig wurden und den Halt verloren. Wir fielen rücklings auf den Boden und lachten laut.
     Unsere Gedanken waren frei, wie nur selten. Ich sah meine kleine Schwester an und legte meinen Kopf schief. Alice kniff ihre Augen zusammen und kicherte. »Wir müssen das öfter machen! Du lachst zu wenig!«, warf sie mir vor und setzte sich in den Schneidersitz. Ich setzte mich auf, mein Gesicht verlor jeden Ausdruck. Ohne etwas zu sagen, stand ich auf und zog meine schweren Motorradstiefel an. Die silbernen Schnallen glänzten hell auf dem schwarzen Leder. Mein Blick wanderte die schwarze Leggins hoch, ich musste sicher gehen, dass alles in gutem Zustand war. Mein Chef hasste es, wenn Löcher in den Hosen waren. Ich wollte um jeden Preis Ärger vermeiden, den Dimitri machen würde.
     »Es tut mir leid, aber du musst wieder mehr lachen!«, flüsterte Alice und sah auf den Boden. Ihr Blick durchdrang mich, als sie wieder nach oben sah. Das Kind konnte sehr überzeugend sein für ihr Alter. Seufzend gab ich mich geschlagen und nahm sie in den Arm.
     »Es kommen bessere Zeiten«, versprach ich ihr. Ich wusste, dass es niemals so kommen würde, ein Wunder müsste geschehen. Lotto spielen war in meinen Augen nur eine Massenberuhigung. Den Leuten gab diese - vielleicht Hoffnung - ein gutes Gefühl, mir nicht. Mir ging es schlecht, ich brauchte jeden Cent für mich und Alice.
     »Wollen wir es hoffen«, maulte die Kleine und drückte mich fest.

***


Auf dem Weg nach draußen entschuldigte ich mich bei den Nachbarn, die ihre neugierigen Hälse aus ihren gammligen Türen streckten und mich anpöbelten. Der Fahrstuhl war zum Greifen nahe, ich wollte weg und beschleunigte meinen Schritt. Das Hämmern auf den unschuldigen Knopf machte die Beleidigungen der Nachbarn nicht leiser und den Fahrstuhl nicht schneller.
     Ein leises Läuten erlöste mich. Weiteres Hämmern auf den Etagenknopf folgte. Lächelnd sah ich den glatzköpfigen Nachbarn an, als sich die Türen schlossen. Unverständlich rollte ich mit den Augen und richtete meinen Pferdeschwanz. Alle wussten, dass Alice noch ein Kind war, sie war halt zeitweise laut. Erneut erklang ein Läuten, die Türen öffneten sich und ein ekelhafter Gestank drang mir entgegen, ruckartig hob ich meinen Arm vor die Nase. Es roch nach Pisse und verfaultem Fleisch, es verbiss sich in meiner Nase und brannte sich in meine Gedanken. Bevor ich mich übergeben musste, rannte ich raus. Die Holztür sprang auf und ich nach draußen. Tief atmete ich die frische Luft ein und stützte mich an meinen Knien ab, einen Blick warf ich misstrauisch zurück.
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