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KINDLE
 
TASCHENBUCH
 
BePolar
Verfasser: Martha Kindermann (1)
Verlag: Eigenverlag (10887) und tredition (102)
VÖ: 1. Juni 2018
Genre: Fantasy (8250), Jugendliteratur (5013) und Romantische Literatur (14206)
Seiten: 285 (Kindle Edition), 398 (Taschenbuch-Version), 400 (Taschenbuch-Version Nr. 2), 386 (Taschenbuch-Version Nr. 3)
Themen: Fassade (241), Geheimnisse (3102), Realität (60), Wahnsinn (83)
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Wenn du in eine liebevolle Familie hineingeboren wirst, in der es zu viele Geheimnisse gibt...
Wenn du im Land der Zufriedenheit aufwächt und die Fassade Risse bekommt...
Wenn du zum Werkzeug der Revolte wirst, ohne es zu wissen...
Wenn deine große Liebe einer nächtlichen Fantasie entspringt und es nahezu unmöglich scheint, die Grenze zwischen Wahn und Wirklichkeit zu erkennen...
...dann hast du eine vage Vorstellung, wie es sich anfühlt tagtäglich in Royas Haut zu stecken.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Martha Kindermann für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Martha Kindermann gibt es auf ihrer Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

     Im Erdgeschoss stehen meine Lieben und singen von Kuchen, die groß sind wie Mühlsteine. Papa hat einen in den Händen, der dieser Beschreibung beängstigend nahe kommt. Mama fließen die Freudentränen und Rhea hat ein winziges Geschenk unter dem Arm, klatscht im Takt und strahlt von einem Ohr zum anderen. Das ist meine Familie. Papa Roland Roth, Mama Roberta Roth, meine Schwester Rhea, na, wenn wir es genau nehmen, wohl eher Rhea Regina Roth und ich, Roya. Die Frage, wofür wir mit solch seltsamen Namen bestraft worden sind, stelle ich mir oft, aber überwiegend bin ich glücklich, dass ich Teil dieser tollen Familie bin.
     Heute ist mein siebzehnter Geburtstag und ich bin aufgeregt, ein seltenes Gefühl. Mir kribbelt es unter den Fingerspitzen und ich tänzle auf den Zehen herum, bis ich das Geschenk öffnen darf. Es ist winzig und hellgrün eingepackt – meine Lieblingsfarbe. Ich nehme es entgegen und schaue es eine Weile an, bis ich beginne, es genüsslich auszuwickeln. Das kann bei mir schon eine Weile dauern, schließlich ist ein solch exquisites Geschenkpapier immer wieder zu gebrauchen. Eine weiße Schachtel kommt zum Vorschein, und als ich sie öffne, raschelt es. Oh wie spannend, ich will eigentlich gar nicht weiter auspacken, denn dann ist der herrliche Moment vorbei. Es liegt ein Schlüssel darin. Wir haben an jeder Tür im Haus solch einen Schlüssel. Was soll das? Ich bin verwirrt, glaube aber, genau darauf haben es meine Eltern angelegt. Was um alles in der Welt öffnet er?
     »Na komm schon, planlose Roya«, meldet sich Papa und ich wackle ihm wie ein treuer Hund hinterher die Treppe hinauf bis zum Wäscheboden. Hier war ich gefühlt ein halbes Jahrzehnt nicht mehr. Der Geruch der Kammer steigt mir in die Nase, obwohl die Tür noch verschlossen ist. Sofort erscheinen die Bilder, wie ich mit Rhea zwischen den trocknenden Bettlaken Verstecken spiele und Mama wütend durch den Hausflur tobt. »Nun, du bist an der Reihe.« Papa zeigt auf die alte Holztür mit dem goldenen Schloss und wartet gespannt. Ich bin weiterhin verwirrt. Mama schluchzt und ich habe keinen blassen Schimmer, warum.
     Na gut, ich drehe den Schlüssel im Schloss herum und bin sprachlos. Meine herzallerliebsten Eltern haben die Kammer in ein Traumland verwandelt. Die Decken sind mit dunkel- und hellblauen Chiffontüchern abgehangen, auf dem Boden liegt ein runder, flauschiger Teppich und unzählige Salzkristalllampen tauchen den Raum in ein warmes Licht. Ich schmeiße mich den beiden an den Hals. Mama schnieft und Papa meint:
     »Wenn du aus der Schule zurück bist, werden auch deine Möbel den Weg nach oben gefunden haben.« Schule, musste er das erwähnen? Ade, ihr schönen Träume und willkommen, Realität.

Auf dem Schulhof angekommen, bemerke ich zwei mir bekannte Gestalten, welche mit dem Gesicht zu einem Baum stehen, und sehr geheimnisvoll tun. Die kleinere von beiden trägt einen blumigen Rock, grasgrüne Strumpfhosen mit Laufmaschen bis zum Knie und einen schwarzen Pullover. Die Kapuze hat sie zur Deckung tief ins Gesicht gezogen, sodass nur ein Insider die blonden Dreadlocks darunter zuordnen kann. Das andere zwielichtige Wesen mit den gebatikten Kordhosen, den unzähligen Piercings und einer Frisur, die einem explodierten Straßenköter gleichkommt, muss demzufolge das passende Gegenstück dazu sein. Fenja und Tarik, diese Pfeifen. Ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen. Es ist urkomisch, ihre Verschwörung zu beobachten. Als ich näher komme, suchen sie das Weite.
     »Sportunterricht«, schreit Tarik und die Enttäuschung lässt mich erstarren. Haben meine beiden einzigen Freunde diesen wichtigen Tag nicht im Kalender vermerkt? Der siebzehnte Geburtstag ist quasi der letzte Schritt vor dem Erwachsensein. Ein Jahr voller fragwürdiger Entscheidungen bricht an. Aber nein, Sportunterricht ist alles, was ich zu hören bekomme. Toll! Warum hab ich mir heute keine Befreiung wegen Unterleibsbeschwerden geholt? Wäre eine gute Idee gewesen.
     Ich renne den beiden hinterher und schaffe es gerade so vor dem Stundenklingeln in die Turnhalle. Es ist verdächtig still. Shit, in der letzten Schulwoche steht auch noch Leichtathletik auf dem Programm. Verdammter Mist! Es geht eben immer ätzender. Ich hasse an Leichtathletik einfach alles. Ich will nicht in eine Sandgrube springen oder irgendeine dämliche Kugel über eine Linie werfen. Wer braucht so etwas? Meine Laune ist im Keller und ich ziehe mir lediglich die Turnschuhe an und eile ins Außengelände. Den Gesichtsausdruck unseres Sportlehrers kann ich mir bildhaft vorstellen. Er ist ein Vorreiter seiner Berufsgruppe. Wenig trainiert, etwas zu alt für das Lehrerdasein und stets mittelmäßig gelaunt. Ich werde die volle Bandbreite seiner Emotionen zu spüren bekommen.
     Es scheint, die Klasse habe schon begonnen und ich versuche, mich klammheimlich in die Reihe hinter der Sandgrube zu stellen. Mist, er ist doch nicht so blöd, wie er aussieht.
     »Fräulein Roth, vortreten!«, ruft er in strengem Ton. Ich hasse mein Leben, ich hasse diesen Tag, die Gesichter der anderen und in diesem Moment am allermeisten meinen zurückgebliebenen Lehrer mit der grauenhaften Aussprache. »Roya, Sie sind doch schon wieder nicht pünktlich zum Unterricht erschienen. Letzte Chance für Sie, das Ruder in eine andere Richtung zu lenken. Bitte beginnen.« Ich würde ihn am liebsten Packen und ihm jedes seiner entsetzlichen Worte noch einmal in einer erträglichen Lautung diktieren. Aber dafür bleibt keine Zeit und ich laufe, innerlich kochend, auf ihn zu. Danke Freunde, dass ihr mich an meinem Geburtstag so hängen lasst.
     Ich mache mich an der Startlinie bereit und warte auf das Signal. Der Vollpfosten nimmt seine quietschgrüne Trillerpfeife an den Mund und auf einmal stimmt die ganze Klasse ein Geburtstagslied an. Mein Lehrer macht sich vor Lachen wahrscheinlich gleich in seine Jogginghose. Sie singen das Lied mit dem großen Mühlsteinkuchen. Gibt es eigentlich keine Alternative für eine Siebzehnjährige? Egal, die Überraschung ist ihnen gelungen, auch wenn ich vor Scham beinahe in der Sandgrube versinke. Was mir nach dem Ständchen natürlich nicht erspart bleibt, ist die Ehre, die erste Springerin zu sein und wie erwartet, unterirdisch abzuschneiden. Manches ändert sich eben nie.
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