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BePolar
Verfasser: Martha Kindermann (1)
Verlag: Eigenverlag (11374) und tredition (112)
VÖ: 1. Juni 2018
Genre: Fantasy (8545), Jugendliteratur (5160) und Romantische Literatur (14751)
Seiten: 396 (Gebundene Version), 285 (Kindle Edition), 398 (Taschenbuch-Version), 400 (Taschenbuch-Version Nr. 2), 386 (Taschenbuch-Version Nr. 3)
Themen: Fassade (250), Geheimnisse (3173), Realität (60), Wahnsinn (85)
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Wenn du in eine liebevolle Familie hineingeboren wirst, in der es zu viele Geheimnisse gibt...
Wenn du im Land der Zufriedenheit aufwächt und die Fassade Risse bekommt...
Wenn du zum Werkzeug der Revolte wirst, ohne es zu wissen...
Wenn deine große Liebe einer nächtlichen Fantasie entspringt und es nahezu unmöglich scheint, die Grenze zwischen Wahn und Wirklichkeit zu erkennen...
...dann hast du eine vage Vorstellung, wie es sich anfühlt tagtäglich in Royas Haut zu stecken.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Martha Kindermann für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Martha Kindermann gibt es auf ihrer Autorenseite und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Unverkäufliche Leseprobe aus:
Martha Kindermann »Bepolar«
Alle Rechte vorbehalten. Die Verwendung von Text und Bildern, auch auszugsweise, ist ohne schriftliche Zustimmung des Verlags urheberrechtswidrig und strafbar. Dies gilt insbesondere für die Vervielfältigung, Übersetzung oder die Verwendung in elektronischen Systemen.
© Martha Kindermann 2018



Prolog


Ich schließe die Augen und sauge die kühle Luft der Ungewissheit tief in mich ein. Die Blicke der anderen brennen auf meiner Haut und ich weiß, dass es jetzt kein Zurück mehr gibt. Verdammte Zwickmühle.
     Meine zittrigen Finger krallen sich in die kalte Tischplatte, während ich versuche, aufzustehen. Leichter gesagt als getan, mit einem Stein in der Magengegend, der gut fünf Kilo auf die Waage brächte.
     Ich fokussiere die Lichter der Stadt und versuche, den inneren Ballast mit purer Willenskraft zu zerschmettern. All die Orte, an denen ich gewesen bin, schießen mir durch den Kopf. All die Menschen, die ich getroffen und jene, die ich verloren habe, ziehen vor meinem inneren Auge ihre Bahnen.
     Die Straßen sind leergefegt, die Bewohner der Stadt in ihre scheinbar sicheren Häuser zurückgekehrt. Es ist ruhig da draußen und es wird allmählich ruhig in mir.
     Sobald ich den Mund aufmache, werde ich über mein weiteres Leben entscheiden. Schwanzeinziehen ist also keine Option. Ich werde das Wagnis wählen, das Unbekannte, das Tollkühne, die Gerechtigkeit und meine Liebe, für die sich das Abenteuer lohnt. Also schlucke ich die Nervosität hinunter und beginne mit vermeintlich starker Stimme zu den Anwesenden zu sprechen.
     »Ich bin Roya«, Mist – schon fehlen mir die Worte, »Roth – also mein Nachname – aber das wissen Sie natürlich.« Atmen, denken, Atmen, reden – ganz einfach!
     »Im letzten Sommer bin ich siebzehn Jahre alt geworden. Ich lebe seit meiner Geburt in NW/74 und gehe hier zur Schule. Im nächsten Jahr werde ich den Abschluss machen und im Anschluss, na ja, wohl das Schicksal herausfordern.« Ein Schmunzeln zeigt sich auf den Gesichtern der Zuhörer. Ich senke den Blick und rücke mit einem gekonnten Handgriff die Brille zurecht. Sie lächeln, also ist alles in Ordnung, oder? Meine Worte hören sich laut ausgesprochen so falsch an, so auswendig gelernt, so kalkuliert, so endlich, so absolut nicht nach mir. Mir, der grausten Maus unter der Sonne, deren Motto ›immer schön unauffällig bleiben‹ in Großbuchstaben auf ihrer Stirn prangt.
     Als ich den Kopf hebe, sehe ich meinem Spiegelbild in der Fensterfront entgegen. Die braunen Haare hängen mir wirr über die Schultern und ich streiche sie langsam, aber bewusst hinter die Ohren. Die Maskerade muss halten.
     »Meine Schwester Rhea war es, die mich hier her gebracht hat. Ich glaube sogar, sie hat mich überall hingebracht.« Da - schon wieder – woher nehme ich diese vorgefertigten Floskeln? »Sie lehrte mich, eine Schleife zu binden, da war ich erst vier. Sie nahm mich in den Arm, wenn ich Albträume hatte und sie gab mir den nötigen Arschtritt, sobald die Schulleistungen nachließen. Bitte entschuldigen Sie die Wortwahl.« Ich kann ein Schmunzeln nicht unterdrücken, obwohl mir die Tragik der Geschichte fast den Atem nimmt. Nahezu unbemerkt wische ich eine Träne aus dem linken Auge, als mir klammheimlich ein Taschentuch zugesteckt wird. Ich danke meiner Tischnachbarin für diese aufmerksame Geste, lasse das Geschenk jedoch in der Lederjacke verschwinden. Keine Zeit für sentimentale Ausbrüche. Du willst tough wirken – erinnere dich.
     Die Gefühle sind wieder unter Kontrolle. Die innere Stimme auf lautlos gestellt.
     »Ich bin unendlich dankbar für die Zeit, die sie in meinem Leben wirken konnte und ich bin gewillt, alles zu tun, um ihr Vermächtnis weiter zu führen. Sie glaubte fest an diese Sache und opferte schlussendlich ihr eigenes Leben, um der nächsten Generation eine bessere, gerechtere, menschlichere Zukunft zu ermöglichen.« Ich sollte mich möglicherweise als Verfasserin epischer Romane versuchen.
     »Wird ihr Plan aufgehen? Werde ich es schaffen, ihre Erwartungen zu erfüllen? Kann ich der fehlende Stern am Polarhimmel sein? Ich weiß es nicht.« Ausnahmsweise die volle Wahrheit. »Aber wenn Sie mir ihr Vertrauen schenken, dann reiße ich mir verdammt nochmal den Arsch auf, um die Möglichkeit zu erhalten, etwas Außergewöhnliches zu erreichen.«


99 Tage, 11 Stunden, 46 Minuten und 23 Sekunden zuvor


Dring, dring, dring. Ich öffne langsam ein Auge und starre den Wecker auf meinem Nachtschränkchen an. Ich hasse ihn. Es gibt nicht viele Dinge, die ich noch mehr verabscheue, als bügeln oder Möhren reiben. Aber an einem hellen, warmen Sommermorgen von diesem Drecksding geweckt zu werden, und das an meinem Geburtstag, ist doch wirklich das Letzte. Scheiß Schule. Manchmal vermiest sie einem alles. Es wäre viel angenehmer, einen solch wichtigen Tag im Bett mit Lesen und Herumgammeln zu verbringen. Ich brauche weder Geschenke noch Glückwünsche von Leuten, die mich sonst das ganze Jahr nicht bemerken. Morgen ist ein neuer Tag, der Wecker wird wieder klingeln und keinen wird mein voranschreitendes Alter interessieren. Wozu dann also der Aufwand?
     »Roya, Liebling, alle warten auf dich!« Roya, Liebling, bäh, bäh, bäh... Am frühen Morgen ist die Stimme meiner Mutter schwer ertragbar, auch wenn sie es ja nur gut meint.
     »Komme, Moment«, antworte ich und schlüpfe schnell in meine Opahausschuhe und den lachsfarbenen Flauschebademantel. Ach du schöner Bademantel, du erhellst mir den Morgen! In den Spiegel schaue ich nie zu so früher Stunde – hat sich irgendwie bewährt.
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