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Welt aus Staub
Verfasser: Stephan R. Bellem (2)
Verlag: Ueberreuter (182)
VÖ: 1. Januar 2012
Genre: Dystopie (423)
Seiten: 397
Themen: 22. Jahrhundert (48), Begegnungen (1713), Endzeit (73), Ingenieure (19), Plantage (47), Prostituierte (73), Schmuggel (61)
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MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 20. Juni 2018 um 19:52 Uhr (Schulnote 3):
» Meinung:
Der Inhalt ist sehr leicht verständlich. In einer Welt, in der alle Pflanzen von einem giftigen Pilz zerfressen werden, horten sich die überlebenden Menschen in großen Komplexen zusammen. „Welt aus Staub“ spielt hauptsächlich im Delta-Komplex. Komplexe sind die neuen Städte, die nach griechischen Buchstaben benannt wurden, so wird zum Beispiel auch ein Beta-Komplex im Buch erwähnt. Der Autor entführt den Leser sowohl in die Oberschicht, wie auch in die arme Unterschicht. Man bekommt ein ausführliches Bild vom Leben der Leute, wie es von Food Corp. gelenkt wird.

Der Inhalt ist gut strukturiert, man wird sofort in eine Handlung geworfen. Der Spannungsbogen baut sich allmählich auf und man fiebert dem ersten Treffen der Personen immer weiter entgegen. Da ich das Buch als E-Book gelesen habe, habe ich gar nicht mitbekommen, wie die ersten hundert Seiten im Nu verflogen sind. Den Höhepunkt erreicht die Geschichte erst in den letzten fünfzig Seiten, die man dann einfach lesen muss, weil man nicht vom Buch ablassen kann. Ein spannendes Ereignis reiht sich nach dem nächsten, doch der grobe Handlungsstrang bleibt immer erhalten. Als Leser will man unbedingt wissen, wie es jetzt mit diesen seltsamen Samen weitergeht und ob es sogar im Buch noch gelingt, Pflanzen wieder auferstehen zu lassen.

Der Autor versteht es, unvorhersehbare Wendungen einzubauen und gute Menschen plötzlich böse, oder aus anfangs nichtgemochten Charakteren im Grunde gute Leute werden zu lassen. Besonders gegen Schluss fällt einem die Kinnlade immer wieder herunter, so geschockt ist man von dem, was gerade geschieht.
Auch finde ich die Thematik sehr ansprechend. Dystopien haben mich schon immer sehr interessiert und diese Idee, einmal einen „Virus“ auf die Pflanzen loszulassen, und nicht auf die Menschen, ist auch etwas Nichtalltägliches.

Wenn man zudem noch tiefer im Inhalt gräbt, kann man die Kritik an unser Wirtschaftssystem erkennen. Die Lebensmittelhersteller Food Corp. haben die Regierung an sich gerissen und kontrolliert die Stadt. Auch schon heute kann man erkennen, wie sich die Regierung unter der Macht der Lobbyisten beugt und im Hintergrund sie die Fäden ziehen lassen. Diese Aussicht, wie sie im Buch dargestellt wird, ist also gar nicht so abwegig.

Was mir gefallen hat:
Besonders gut versteht es Stephan Bellem den Leser in eine Welt voller Kummer und Schmerz zu entführen. Die Schauplätze und da besonders der Delta-Komplex werden realistisch dargestellt, als Leser rutscht nie ausversehen in ein Bild der heutigen Zeit. Man hat immer die kalte Aluminium-Optik vor Augen, du vergisst nie, dass es keine Pflanzen mehr gibt. Obwohl besonders der Protagonist Sam immer wieder denkt, er sei glücklich, hat man als Leser immer im Hinterkopf, dass er es eigentlich gar nicht so meint. Du fühlst mit den Personen mit, versteht ihre Handlungen und Gefühle. Besonders gegen Schluss geht einem das Schicksal der Menschen ans Herz. Der Autor hat es gut geschafft, einem die Personen nahe zu bringen, die Bösen zu hassen und die Helden zu lieben.

Was mir nicht gefallen hat:
Ich selbst habe nicht viel gefunden, was es an dem Buch auszusetzen gab. Hin und wieder verwendet der Autor ungeschickte Satzanfänge, wie ein „Dann“ und „Danach“ hintereinander und reißen einem immer wieder aus dem ansonsten flüssigen Lesefluss.
Mich persönlich hätte es noch interessiert, was es genauer mit diesem Pilz, der die Pflanzen auffrisst, auf sich hat. Es wird immer nur von einem Pilz gesprochen, aber wo er herkommt wurde nie genau erwähnt. Diese fehlende Information nimmt etwas von der Glaubwürdigkeit der Geschichte, denn es der Autor hätte hier sicher einiges rausholen können.

Meinung zum Aufbau:
Der Plot wird immer von verschiedenen Sichtweisen erzählt:
-Sam; Ingenieur bei Food Corp.
-Elaine; eine Schmugglerin, oder auch Försterin genannt
-Tessa; eine junge Hure, die im unteren Delta lebt
-Sid; ein Punk, der eine Gang anführt
-Mr. Bluechips; ein geheimnisvoller Mann, dessen Identität erst am Schluss geklärt wird


Diese vielen verschiedenen Sichtweisen geben dem Leser einen viel besseren Einblick auf die Geschichte und bringen einem die Lebensweisen der verschiedenen Schichten viel näher. Der Autor hat sich meiner Meinung nach genau die richtigen Personen ausgesucht, um die Verhältnisse perfekt zu erzählen. Es wird sich, wie in so vielen Büchern, nicht nur auf die arme Unterschicht konzentriert, sondern auch ein Bild der vermögenden, aber dennoch oft unzufriedenen Oberschicht gezeigt. Hier bekommt man nicht das allgemeine Gefühl vermittelt, alle Reichen in einer Dystopie wären böse, nein, es werden auch die Ausnahmen gezeigt, was der Geschichte gleich mehr Leben gibt.

Fazit:
Das Buch eignet sich hervorragend als kurzweilige Lektüre und wie so viele andere Dystopien bringt es einem zum Nachdenken. Wer also ein Buch sucht, das man schnell gelesen hat, aber dennoch einen bleibenden Eindruck hinterlässt, ist mit Stephan R. Bellems „Welt aus Staub“ gut bedient.«
  21      1        – geschrieben von Tilly Jones
 
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