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TASCHENBUCH
 
Mike Köstner 7 - Der Tod wird dich vermissen
Verfasser: Mark Franley (19)
Verlag: Edition M (196) und Eigenverlag (18398)
VÖ: 8. Mai 2018
Genre: Thriller (6833)
Seiten: 280 (Taschenbuch-Version), 267 (Taschenbuch-Version Nr. 2)
Themen: Angst (828), Ermittlungen (1344), Freundschaft (2087), Keller (126), Kommissare (2103), Psychopathen (263)
Reihe: Mike Köstner (7)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Mike Köstner 7 - Der Tod wird dich vermissen« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (1)     Leseprobe
LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Mark Franley für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Mark Franley gibt es auf seiner Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Kai war nicht unbedingt ihr Typ, und sie hatte nicht vor, ihm wirklich näherzukommen. Es war schlicht und einfach schön, endlich jemanden kennenzulernen, dem es so ging wie ihr selbst. Frisch getrennt bestand die Welt gleichermaßen aus alten, schmerzhaften Erinnerungen und der Hoffnung auf neue Erfahrungen.
     Sie redeten, tranken und beschlossen irgendwann, das Hotel gegen eine der kleinen Bars einzutauschen. Es war eine traumhaft warme Sommernacht, und der Anblick des im Mondlicht glitzernden Meeres erzeugte ein Gefühl der Freiheit. Beschwingt schlenderten sie die Uferpromenade entlang. Bald setzten sie sich in eine Strandbar und redeten über Gott und die Welt. Unschlüssig, was sie danach tun sollten, wurden sie wenig später von rhythmischer Musik in eine kleine Disco gelockt. Nach ein paar weiteren Drinks schaffte es Sabrina, endlich einmal wieder aus sich herauszugehen.

Kai übertrieb nichts, und doch schmolz die anfängliche Distanz zwischen ihnen unmerklich dahin. Aus flüchtigen Berührungen wurde ein Flirt, und aus dem Flirt erwachte eine neue Lebenslust. Wie in Trance folgten sie den Klängen der Musik, die den emotionalen Stau der letzten Wochen in Luft auflöste.
     Vom Alkohol beschwingt half Sabrina ihrer Urlaubsbekanntschaft dabei, die schüchterne Zurückhaltung aufzugeben. Ein kleiner Tanzschritt nach hinten genügte, um seinen Körper an ihrem Rücken zu spüren. Kai nahm die Aufforderung an, legte seine Hände an ihre Hüften und stellte sich auf ihren Takt ein. Die bewusste Berührung mit den Händen stellte eine neue Stufe der Intimität her. Was bis jetzt nur flüchtig erschien, wurde zu einem Gefühl der Verbundenheit und der Lust auf mehr. Sabrina spürte die Hitze seines Körpers, der sich nun dicht an sie drängte. Im Rausch der Bässe und des Lichts wurde die Umgebung unwichtig. Für einen langen Augenblick gab es nur noch diese beiden Körper mit dem unbedingten Wunsch, sich noch näher zu kommen.

Der lang gezogene Schrei einer Seemöwe kündigte den Morgen an, denn nur um diese Zeit stiegen die Vögel bis zu den kargen Gipfeln unweit der Küste hinauf. Sabrina versuchte, an den süßen Erinnerungen festzuhalten, doch der Traum ging, und damit erwachte das Grauen. Ihr trockener Mund zeugte von zu viel Alkohol und der steife Rücken von einer unbequemen Schlafstätte.
     Sie versuchte, sich an den Ausgang des Abends zu erinnern, doch irgendetwas schien ihre Gedanken zu blockieren. Ihr Hirn arbeitete quälend langsam. Mühsam folgte eine Erinnerung der nächsten, und selbst das Erwachen schien sich Zeit zu nehmen.
     Im ersten Moment schob sie ihre Bewegungsunfähigkeit auf diesen Zustand der Lethargie, bis sie endlich die Augen aufschlug und plötzlich überhaupt nichts mehr verstand. Dass sie sich in einem Auto befand, war dabei noch die harmloseste Feststellung. Warum direkt über ihrem Gesicht eine kleine Kamera sowie ein durchsichtiger Plastikschlauch hingen, konnte sie sich dagegen erst erklären, als sie versuchte, ihre Hände zu bewegen. Die Handschellen gewährten ihr nur wenige Zentimeter Bewegungsspielraum und klimperten bei jeder Bewegung. Eine Hand links oben neben ihrem Kopf, die andere rechts, lag sie da, wie Jesus ans Kreuz geschlagen wurde. Sie versuchte, ihre Beine anzuziehen, doch im Grunde ahnte sie es bereits: Die Fesseln ließen eine leichte Drehung ihres Körpers zu, mehr aber auch nicht.
     Sie spürte die aufkeimende Panik, die schließlich ihr Nervensystem erreichte. Angst, Beklemmung und das Gefühl völliger Hilflosigkeit vermischten sich zu einem gefährlichen Cocktail. Ihr Puls begann zu rasen, und gleichzeitig verweigerten ihre Lungen, das Blut mit genügend Sauerstoff anzureichern. Schwindel und Weinkrämpfe brachten sie an den Rand einer erneuten Ohnmacht. Ihre Arme und Beine rissen und zerrten an den Fesseln, doch die Gepäcksicherungsösen des Autos hielten diesen Kräften mühelos stand.
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