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Nicht weg und nicht da
Verfasser: Anne Freytag (9)
Verlag: Heyne (2998)
VÖ: 19. März 2018
Genre: Jugendliteratur (7498) und Romantische Literatur (23070)
Seiten: 480 (Gebundene Version), 481 (Kindle Edition)
Themen: Brüder (1023), E-Mails (76), Nachricht (157), Verlust (789), Zwischenwelt (40)
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Erklärung der Bewertungssysteme
Leider existiert für »Nicht weg und nicht da« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
Lesermeinungen (2)     Blogger (7)     Tags (1)     Cover
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 7. April 2021 um 13:29 Uhr:
» Eine sehr rührende Geschichte um Trauerbewältigung. Nachdem Luisas Bruder den Freitod gewählt hatte, begleitete er sie nach seinem Tod noch einige Zeit weiter in Form von Emails. Somit versucht er ihr zurück ins Leben zu helfen und die Trauer um ihn zu verarbeiten.

Jakob ist ihr in dieser Zeit auch eine große Stütze. Durch seine ruhige Art, schafft er es an sie ran zu kommen und unterstützt sie bei ihrer Trauerarbeit.

Das Buch zeigte sehr gut auf, was in den jeweiligen Personen vor geht. Auch die anfängliche Verständnislosigkeit über das Verhalten der Mutter, kam hier sehr gut rüber. Klar ist aber auch, wie wichtig es ist, eine Person an der Seite zu haben, die in der Lage ist zuzuhören und wie nervig es sein kann, wenn man gutgemeinte Ratschläge gibt.

Ich habe mich für das Hörbuch entschieden und ich war sehr zufrieden mit der Wahl.«
  7      0        – geschrieben von Rinas Bücherblog
 
Kommentar vom 3. November 2018 um 21:50 Uhr (Schulnote 1):
» 3 mm von ihrem Haar hat Louise stehen gelassen. So taucht sie bei der Beerdigung ihre großen Bruders auf. Kristopher hat sich das Leben genommen und hinterlässt seine Mutter und Louise. Beide reagieren unterschiedlich auf diesen gravierenden Einschnitt. Die Mutter arbeitet noch mehr als sonst und Louise verändert ihr Äußeres und schottet sich komplett von der Welt ab. Sie war nie besonders gesprächig oder gesellig, nun jedoch vereinsamt sie zunehmend.


Erst als sie Jacob kennenlernt, bröckeln die aufgebauten Mauern. Er versteht sie in ihrer Trauer wie kein anderer. Er bedrängt sie nicht und ihr gemeinsames Schweigen bringt ihr Ruhe.

Doch als sie eine eMail von ihrem verstorbenen Bruder bekommt, gerät ihr Leben wieder ins Wanken. Wie soll sie auf diese Nachricht reagieren? Kann sie daraus Trost schöpfen oder bringt sie sie noch mehr durcheinander?

Wie hat es mir gefallen?

Dieses Buch lag nun schon einige Zeit auf meinem SuB. Ich kann nicht glauben, dass ich so lange gebraucht habe, um es zur Hand zu nehmen. Ich mag Anne Freytags Geschichten. Sie beschäftigt sich mit sehr sensiblen Themen, die Jugendliche interessieren und auch berühren. War es in „mein bester letzter sommer“ das Thema tödliche Krankheit, dreht sich hier das Buch um Selbstmord eines Jugendlichen.

Die Geschwister Louise und Kristopher stehen sich ungemein nahe. Louise ist immer an Kristophers Seite. Damit stellt sich für Louise ständig die Frage, warum sie den Selbstmord ihres Bruders nicht verhindern konnte. Was hätte sie tun können, um ihn davon abzuhalten? Die Autorin hat eine Gabe, um mit sanften aber doch direkten Sätzen diese Schuldgefühle zu beschreiben. Ich weiß nicht, ob sie selbst schon dieses furchtbare Erfahrung machen musste, aber sie steckt viel Gefühl in die Geschichte, ohne anzuklagen sondern mit Verständnis und möglichen Wegen aus dieser Trauer.

Da jeder Mensch anders trauert, gibt es keinen pauschalen Weg, um gestärkt aus dieser Erfahrung herauszugehen. Niemand darf bestimmen, wie getrauert wird. Es gibt keine Maßstäbe, wie lange getraut werden soll oder muss. Genau dieses Fingerspitzengefühl legt Anne Freytag an den Tag.

Ich möchte unbedingt das wunderschöne Cover erwähnen. Der Sternenhimmel mit einem Mann der versucht den Himmel hinaufzuklettern. Ein Mann und eine kleinere Frau im Vordergrund. Die Sterne sind erhaben und glitzern im richtigen Licht auch noch.
Wenn man das Buch öffnet, findet man an der Innenseite des Buchkartons verschiedene Wörter in unterschiedlichen Handschriften. Am Ende gibt es eine Playlist mit Songs, die einen wichtigen Stellenwert in der Geschichte hat. Ich habe mir ein paar der Lieder beim Lesen angehört, das mag ich total gerne.

„Nicht weg und nicht da“ ist auch ein passender Titel, den ich vor dem Lesen ein wenig anders interpretiert habe, aber zum Schluss habe ich es nochmals anders verstanden.

Eine gefühlvolle, melancholische Geschichte, die mich berührt hat. Aber sie lässt einen nicht hoffnungslos zurück, sondern zeigt auf, dass das Herz brechen kann, jedoch niemals zerbricht, wenn man Menschen um sich hat, denen man wichtig ist.

www.mariessalondulivre.at«
  11      0        – geschrieben von Marie's Salon du Livre
 
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