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Cyberempathy
Verfasser: E.F. v. Hainwald (3)
Verlag: GedankenReich (12)
VÖ: 3. März 2018
Genre: Dystopie (434)
Seiten: 432 (Gebundene Version), 560 (Kindle Edition), 552 (Taschenbuch-Version)
Themen: Auftrag (583), Cyberpunk (8), Evolution (29), Gewalt (308), Ungerechtigkeit (8), Zukunft (94)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei E.F. v. Hainwald für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu E.F. v. Hainwald gibt es auf seiner Autorenseite und bei Facebook.
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EINS


Die sanfte Melodie wandelte sich nach zehn Minuten in ein ohrenbetäubendes Piepsen. Leon wedelte schlaftrunken mit der Hand in Richtung Kommode, um den Wecker auszuschalten, doch das in der Luft schwebende Holo-Display war zu weit entfernt. Schließlich richtete er sich auf, kroch aus dem Bett und schlug genervt brummelnd nach der Anzeige, wodurch der Ton sofort verstummte. Herzhaft gähnend schlurfte er ins Bad.
     Das gelbliche Licht hinter den dunkelblauen Fliesen war gedimmt und wurde langsam heller, damit sich seine Augen daran gewöhnen konnten. Er hatte im ersten Moment immer das Gefühl, dass er einen schwebenden Käfig aus Lichtstrahlen betrat. Leon ging zum Waschbecken, schnappte sich seine Schallzahnbürste und blickte in die digitale Reflexion seines markanten Gesichtes. Er tippte auf die Projektion, ließ sie rotieren und beäugte kritisch seine braunen Haare, die ihm knapp über die Augenbrauen fielen. Leon trimmte sich mit Regelmäßigkeit einen dezenten Dreitagebart. Zum einen war das sehr pflegeleicht und zum anderen schien es den Frauen zu gefallen. Zufrieden ließ er das Bild in eine normale Frontalansicht zurückgleiten und begann seine Zähne zu reinigen.
     Während der Schall die Nerven unter seinem Zahnschmelz zum Kribbeln brachte, vergrößerte Leon mit zwei Fingern sein Abbild und inspizierte seine neuen bernsteinfarbenen Augen. Ursprünglich war die Iris dunkler gewesen, aber er hatte etwas Auffälligeres gewollt, damit er in der Masse der Geschäftspartner besser in Erinnerung blieb. Deswegen hatte er sie vor nicht allzu langer Zeit durch genetische Manipulation verändern lassen. Da Leon sein Äußeres jedoch weitestgehend mochte und nicht völlig umkrempeln wollte, hatte er eine Anpassung innerhalb seines natürlichen Farbspektrums veranlasst. Dadurch behielten sie weiterhin ihre Lebendigkeit, ganz im Gegensatz zu den Menschen, die sich derart verbiegen ließen, dass sie schon auf den ersten Blick optimiert wirkten.
     Nachdem er seine Morgentoilette verrichtet hatte, in eine schwarze Hose aus synthetischem Stoff geschlüpft war und ein dazu passendes Hemd übergeworfen hatte, begab er sich in die Küche. Im Gegensatz zu seinem chaotischen Schlafzimmer, welches seiner Meinung nach ein sockenfressendes Dimensionstor beherbergte, war sie penibel sauber. Leon ließ es zu, dass das Haussystem es automatisch reinigte. Das raubte dem Raum jedoch leider sämtliche Individualität.
     »System?«, fragte er und ein leises Piepen ertönte.
     »Online«, antwortete es mit einschmeichelnder Frauenstimme. »Haben Sie Wünsche, Administrator?«
     »Kaffee wie immer, dazu ein leichtes Frühstück«, orderte er, während er den letzten Knopf von seinem Hemd verschloss.
     »Kaffee, schwarz mit Zucker. Obstteller. Nahrungsergänzungspulver mit Vanillegeschmack«, ratterte die Frauenstimme herunter – Leon mochte Süßkram zum Frühstück.
     Die Leisten der stählernen Küchenschränke begannen in einem zarten Blau zu leuchten und neben ihm wurde ein Hologramm projiziert, welches das Gericht um seine eigene Achse rotieren ließ und die Inhaltsstoffe und Nährwerte auflistete.
     »Ja, ich weiß«, sagte er und mit einem Wink wischte er die Projektion auf die Arbeitsplatte.
     Leon rieb sich das Kinn und überlegte, ob er es noch schaffen würde, ein wenig elektronisches Work-out zu machen. Schon wenige Minuten, in einem muskelstimulierenden Anzug, während leichten Trainingseinheiten genügten, um eine gesunde Körperform zu erhalten. Früher hatte er am liebsten Ausdauersportarten wie Antigravitations-Squash betrieben, aber die Arbeit ließ ihm mittlerweile kaum noch Zeit dafür.
     »Das wird wohl nichts mehr«, seufzte er, als er sich vom System die heutigen Termine vorlesen ließ. »Wenn ich heute nicht vorbeischaue, ist sie enttäuscht.«
     »Ich weise darauf hin, dass sportliche Aktivitäten möglich gewesen wären, wenn die Weckzeiten eingehalten worden wären und ...«, begann das System belehrend.
     »System – schweig!«, grummelte Leon. »Du bist ja schlimmer als meine Mutter.«
     Die weibliche Stimme erwiderte nichts darauf und sein Essen glitt aus der Fertigungseinheit seines Kühlschranks.
     Leon schlang schnell das mundgerecht geschnittene Obst herunter, hustete, als er sich an den trockenen Nahrungsergänzungsmitteln verschluckte, und ließ den Kaffee schlussendlich halb voll stehen, um sich eilig auf den Weg zu machen.
     Er trat auf den breiten Boulevard, der sich direkt vor seinem Wohnkomplex befand und strahlender Sonnenschein, sowie ein laues Lüftchen, begrüßten ihn. Natürlich war nichts davon naturgegeben. Das Sonnenlicht war unzählige Male durch Reflexionskonstruktionen nach unten geleitet worden und der sanfte Wind war der immerwährende Hauch der Belüftungsanlagen. Die Höhenwinde der Atmosphäre wären reißend, daher war die Stadt hier oben nach außen abgeschirmt. Wenngleich Leons Wohnung auf der 31. Ebene der Stadt privilegiert lag, so war es dennoch nicht ausreichend, um direkten Sonnenschein erhaschen zu können.
     Leon schloss kurz die Augen, atmete tief durch und reihte sich in den Strom der Menschen ein, die geschäftig hin- und herliefen. Er blicke nach oben und sah verschwommen weitere Straßen weit über sich, die sich wie ein Spinnennetz von Hochhaus zu Hochhaus spannten.
     Die Stadt war auf kleinstem Raum gebaut worden – zumindest, wenn man sie horizontal betrachtete. Sie nahm nur die Grundfläche einer Kleinstadt ein, ragte allerdings viele Kilometer in den Himmel und in die Erde. Das hatte ihr den passenden Namen Skyscrape eingebracht. War sie zu Zeiten der letzten großen Kriege noch ein Einzelfall gewesen, so war es mittlerweile weit verbreitet Siedlungen auf diese Weise zu konstruieren. Auf diese Weise schonte man die Ressourcen der Erdoberfläche, trotz der immer weiter steigenden Zahl der Erdenbewohner, auch wenn man dadurch nicht mehr viel von der Natur außerhalb zu Gesicht bekam.
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