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Arizona erleben
Verfasser: Gunhild Hexamer (4)
Verlag: Eigenverlag (10458)
VÖ: 22. März 2015
Genre: Reisebuch (364)
Seiten: 229 (Kindle Edition), 228 (Taschenbuch-Version)
Themen: Arizona (36), Grand Canyon (1), Schluchten (23), Wüste (196)
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Wo Amerika am schönsten ist: Arizona, das Land der Wüsten und Canyons

Was für ein Land! Das Farbenwunder des gigantischen Grand Canyon, majestätische Saguaro-Kakteen vor blauem Wüstenhimmel, rote Berge, die Geheimnisse flüstern – Arizona, der große Bundesstaat im Südwesten der Vereinigten Staaten, bietet mit seinen Bergen, Canyons und Wüsten grandiose, atemberaubend schöne Landschaften.

In Arizona ganz lebendig: der Wilde Westen

Dazu eine spannende Historie, die von stolzen Indianervölkern erzählt, von mutigen Pionieren, von Goldgräbern, Glücksrittern und Banditen und all den eigenwilligen Persönlichkeiten, die das Land zu dem gemacht haben, was es heute ist. Die 33 Geschichten dieses Buches nehmen Sie mit auf eine unterhaltsame Entdeckungsreise: durch die legendären alten Zeiten und die lebendige Gegenwart Arizonas.

Dieses Buch führt sie auf eine außergewöhnliche Entdeckungsreise durch das Arizona von gestern und heute.
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Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Gunhild Hexamer für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Gunhild Hexamer gibt es auf ihrer Autorenseite.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

1 Manche mögen’s heiß: Scharfe Chilischoten

Ich weiß noch, wie die erste Jalapeño meines Lebens in meinem Mund explodierte. Eigentlich fing alles ganz harmlos an. Ich war gerade in Phoenix, hatte in einem ansprechenden Restaurant Platz genommen und wollte einen bunten Salat mit Blue-Cheese-Dressing bestellen. Dabei kam ich mit der Kellnerin ins Gespräch, einer Studentin, die sich hier das Geld für ihre College-Ausbildung verdiente. Als sie erfuhr, dass ich ein Buch über Arizona schreiben wollte, meinte sie, dann müsse ich aber auch mal ein typisches Gericht Arizonas probieren. Ich ließ den Salat sausen und bestellte ein vegetarisches Chiligericht mit viel Gemüse. Damit kann ich nicht viel falsch machen, dachte ich.
     Das Essen, das die junge Frau mir bald darauf servierte, duftete so herrlich, dass sämtliche Geschmacksknospen in meinem Mund die Ohren aufstellten. Oben auf dem Berg von appetitlichem Gemüse und verschiedenen Bohnensorten räkelte sich verführerisch eine schlanke grüne Schote. Ich konnte nicht widerstehen, packte sie an ihrem zierlichen Stil und biss hinein. Das war ein Fehler.
     In meinem Mund loderte eine Feuersbrunst, die Tränen schossen mir in die Augen, und meine Nase begann zu laufen, als hätte jemand den Hahn aufgedreht. Ich griff nach dem Wasserglas auf meinem Tisch und kippte das Wasser in einem Zug in mich hinein. Was das Feuer nicht weiter beeindruckte. In Panik durchwühlte ich meinen Rucksack, beförderte eine Rolle Kekse zutage und stopfte mir gleich drei Stück in den Mund. Das half.
     In diesem Moment kam die Kellnerin zurück an meinen Tisch. „Everything okay?“, erkundigte sie sich mit einem scheinheiligen Lächeln. Ich war mir sicher, dass sie verächtlich ‚Weichei!‘ dachte. „Yes, I’m fine“, presste ich zwischen meinen Keksen hervor. Dann legte ich die angebissene Jalapeño mit spitzen Fingern an den Tellerrand und probierte, ob der Rest der Mahlzeit genießbar war. Es ging. Nach diesem Initiationsritus für meinen Gaumen konnte es ja nur besser werden.
     Erst jetzt fiel mir die Dekoration im Restaurant auf: Getrocknete Chilischoten hingen, an Schnüren aufgefädelt, an den Wänden und an den Abtrennungen zwischen den Tischen. Die Kellnerin erklärte, diese Chiliketten würden chili ristras genannt und seien ein Zeichen für Gastfreundschaft. Hübsch – und solange sie da hingen, würden sie mir nichts tun können.

Der Pfeffer der neuen Welt
Chilischoten gehören zur Gattung der Paprikapflanzen, einer Unterart der Nachtschattengewächse, zu denen zum Beispiel auch Kartoffeln und Tomaten zählen. Das Wort Chili kommt aus der Sprache der Azteken. Die Amerikaner machen noch einen kleinen Unterschied in der Schreibweise: ‚Chile‘ bezeichnet die Pflanze und ihre Früchte, ‚chili‘ dagegen die fertigen Saucen oder Gerichte.
     Chilis werden schon seit Urzeiten von den Menschen in Süd- und Mittelamerika gegessen. Archäologen haben herausgefunden, dass sie schon vor über 6.000 Jahren kultiviert wurden und damit zu den ersten Anbaufrüchten hier gehörten. In Europa waren die Chilischoten gänzlich unbekannt, und wer es scharf haben wollte, kaufte Pfeffer – wenn er ihn sich leisten konnte. Von Indien, also dort, wo der Pfeffer wächst, hatten die Pfefferkörner schon einen weiten Weg hinter sich, wenn sie in den europäischen Kochtöpfen und Pfannen landeten, und stellten deshalb ein kostbares Gut dar.
     Es waren die weißen Eroberer, angefangen mit Christoph Kolumbus, die den Europäern eine weitere Quelle für scharfe Gewürze erschlossen. Kolumbus war ja in dem Glauben, er habe den Seeweg nach Indien entdeckt, in der Karibik vor Anker gegangen. Die scharfen Chilis, die die Einheimischen aßen, hielt er für eine Pfeffersorte. Und deswegen heißen die Paprikafrüchte, vom Gemüse bis zur scharfen Schote, im Englischen auch ‚peppers‘, eine Übersetzung von ‚pimienta‘, dem spanischen Wort für Pfeffer.
     Es gibt mehrere hundert Chilisorten, und die Jalapeño, die mich so überfallartig in die Küche des Südwestens eingeführt hatte, gehört zu den bekanntesten und beliebtesten. Sie hat einen mittleren Schärfegrad.
     Was macht die Chilis eigentlich so scharf? Im Gegensatz zu ihren Schwestern, den Paprikaschoten, die je nach Sorte und Reifegrad mal herb, mal süßlich schmecken, den Gaumen aber nicht mit Schärfe reizen. Schuld ist eine Substanz mit Namen Capsaicin. In Gemüsepaprika ist Capsaicin nicht enthalten, wohl aber in Chilischoten.
     Um den Schärfegrad der verschiedenen Chilisorten auf einer Skala einzuordnen, entwickelte der amerikanische Chemiker Wilbur Scoville im Jahr 1912 eine einfache Methode. Nehmen wir an, Scoville hätte aus meiner Jalapeño einen Extrakt gewonnen. Von diesem Extrakt nimmt er einen Milliliter und löst ihn in einem Liter Wasser auf. Ich probiere und stelle fest, dass ich die Schärfe noch schmecken kann. Scoville gießt noch mehr Wasser hinzu. Erst ab einer Menge von fünf Litern, also 5.000 Millilitern, ist der Extrakt so stark verdünnt, dass ich die Schärfe nicht mehr wahrnehmen kann. Deshalb weist Scoville meiner Jalapeño den Wert 5.000 Scoville Units (SCU) auf seiner Skala zu. Je mehr Capsaicin eine Chilisorte enthält, desto höher ist ihr Rang auf der Scoville-Skala.
     Eine gewöhnliche grüne oder rote Gemüsepaprika hat den Wert 0 SCU, und am oberen Ende der Skala stünde das reine Capsaicin mit einem theoretischen Wert von 15 bis 16 Millionen. Dazwischen tummeln sich alle möglichen Chilisorten. In einer Quelle las ich, dass das Capsaicin fungizid und antibakteriell wirkt – nach meiner Erfahrung im Restaurant bin ich mir sicher, dass diese Substanz jeden Mikroorganismus vernichtet, der nicht bei drei auf den Bäumen sitzt.
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