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Der Promijäger
Verfasser: C.L. Herø (1)
Verlag: Eigenverlag (10467) und epubli (596)
VÖ: 10. Januar 2018
Genre: Thriller (4829)
Seiten: 206 (Kindle Edition), 304 (Taschenbuch-Version)
Themen: Briefe (358), Franken (35), Kommissare (1025), Moderatoren (57), Mord (3977), Prominente (15)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Neobooks für die Bereitstellung dieser Leseprobe! Bei dem Buch handelt es sich um einen der Neobooks-Monatsfavoriten des Februar 2018.
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     „Ach, wofür denn.“ Der Manager lächelte freundlich. „Das Geschäft ist hart. Warum sonst wäre sie die ganze Zeit mit Hotpants und Oberteilen rumgelaufen, die drei Nummern zu eng waren.“
     „Ich verstehe.“
     „Sowas lässt sich verkaufen.“ Der Manager sah den Kommissar ruhig an. „Vor fast zwei Jahren hatten wir eine Reihe mit Shows, die sich nur mit Hülyas Hochzeitsvorbereitungen beschäftigten. Die Quoten waren nicht so besonders, also ließen wir sie die ganze Zeit mit knappen Klamotten rumlaufen und zeigten sie fast jede Folge mindestens einmal im Schwimmbad oder im Solarium, sodass wir einen Vorwand hatten, sie im Bikini zu zeigen.“
     „Ganz schön clever“, bemerkte der Kommissar und wusste nicht recht, was er vom Manager halten sollte.
     „Das Beste kommt noch: Ab der dritten Folge bekamen wir Geld von den Herstellern, wenn sie deren Bikini trug.“
     „Okay“, bestätigte der Kommissar den Manager zögerlich, wobei er beinahe schon fragend klang.
     „Jaja, so ist das. Aber was erzähle ich das Ihnen. Sicher langweile ich Sie mit diesen alten Geschichten.“
     „Nun, um ehrlich zu sein...“ Der Kommissar stockte, fuhr aber nach einem kurzen Augenblick mit einem gestellten Lächeln fort: „...es ist schon recht interessant.“
     „Ich danke Ihnen für Ihre Höflichkeit.“ Auf einmal wirkten die Augen des Managers noch eine Spur kühler als zuvor. „Aber sicherlich haben Sie auch einige Fragen. Ich meine Sie sind bestimmt nicht wegen Nachhilfe in Marketing zu mir gekommen.“
     „Nun gut.“ Der Kommissar nahm seinen Notizblock und überflog schnell die oberste Seite. „Hatte Frau Kempf irgendwelche Feinde?“
     „Feinde?“ Der Manager schüttelte den Kopf. „In unserem Gewerbe gibt es Feindschaften eigentlich nur, wenn man sie vermarkten kann. In der Musikindustrie kommt sowas schon mal vor, im Hip-Hop-Bereich zum Beispiel.“
     „Naja, vielleicht aufdringliche Fans. Ein Stalker womöglich.“
     „Hmm.“ Der Manager sah an die Decke, wie als ob er an etwas weit Entferntes denken würde. „Ich denke für Hülya gab es keine aufdringlichen Fans. Sie genoss es, verehrt zu werden. Andauernd überprüfte sie ihre Seiten auf Facebook, Instagram und dergleichen. Sie ließ sich sogar ihre Fanpost nachschicken.“
     „Ich weiß in ihrem Zimmer lag ein ganzer Haufen.“
     „Ja. Sie brauchte die Bestätigung.“
     „So etwas kann manchmal die Falschen anlocken.“
     „Ach nein. Ihre Fans waren meist Jungs in der Pubertät, die eine wollten, wie sie, oder Mädchen, die so sein wollten wie sie.“ Er richtete seine Krawatte, obwohl sie perfekt saß. „Aber – jetzt wo Sie mich daran erinnern – da war kurz vor ihrer Hochzeit ein Stalker.“
     Der Kommissar spitzte die Ohren.
     „Hat ihr dauernd Briefe geschrieben und sie angerufen. Hat ihr sogar aufgelauert.“
     „Wissen Sie, wie er heißt?“ Der Kommissar witterte eine Spur. Mehr noch: Ein Stalker wäre einfach perfekt! Geplantes Vorgehen gepaart mit einer nicht alltäglichen Tötungsart. Das klang plausibel genug, um wahr zu sein.
     „Ja natürlich. Ist aber egal.“
     „Was?“ Der Kommissar klang ruhiger, als er im Inneren war. „Warum soll das egal sein?“
     „Weil er tot ist. Hat sich erhängt und ihr einen herzzerreißenden Abschiedsbrief geschrieben, den wir ihr nie gezeigt haben.“
     „Oh.“
     „Enttäuscht?“ Der Manager lächelte zynisch.
     „Ich denke in solch einem Zusammenhang wäre es nicht sonderlich pietätvoll, von Enttäuschung zu sprechen.“ Der Kommissar sah erneut auf seinen Block, allerdings nur um eine Sekunde zu haben, um sich zu ordnen. Er las nicht ein einziges Wort. „Und seitdem?“
     „Bedaure. Kein einziger Stalker.“
     Schöne Scheiße, dachte der Kommissar, ließ sich aber nichts von seiner Enttäuschung anmerken. Es wäre auch zu schön gewesen: Ein in den Akten vermerkter Stalker, der vor lauter Stolz auf seine Tat alles gesteht. Aber der Manager konnte schließlich auch nicht alles wissen, also schrieb der Kommissar „Stalker“ auf eine leere Seite und unterstrich das Wort.
     „Sonst etwas Auffälliges? Drohbriefe oder ein merkwürdiger Anruf vielleicht?“
     „Tut mir leid, nicht dass ich wüsste.“
     „Hmm“, der Kommissar atmete durch, „auch nicht aus der rechten Ecke? Immerhin hat sie einen Migrationshintergrund.“
     „Nicht ein einziges Mal“, antwortete der Manager gelassen. Trotz dessen notierte sich der Kommissar auch das Wort „Nazi“ auf seinem Block.
     „Was ist mit ihrem Ehemann oder ihrem Bekanntenkreis?“
     „Ach du meine Güte!“ Der Manager ließ ein spöttisches Lachen hören. „Dieser Memme traue ich sprichwörtlich noch nicht einmal zu, einer Fliege was zu Leide zu tun.“
     „Ach, einen so sanften Charakter hat sie geehelicht?“
     „Nun ja. Er ist einfach jemand, der von seinen Eltern schon immer alles bekommen hat und bei Problemen nicht mit Gewalt, sondern mit dem Geld seiner Eltern droht. Meistens ist dieser Wicht einfach nur peinlich, mehr nicht. Vertrauen Sie mir. Den können Sie streichen.“
     „Und Hülyas Freundeskreis?“
     „Ebenso. Ich kenne keinen, der sie ermorden würde. Ich meine, warum sollte man. Sie war harmlos.“
     „Was meinen Sie denn mit harmlos?“
     „Eben gerade das, was ich gesagt habe. Hülya Kempf war eine oberflächliche, andauernd redende Plastikbarbie, die wir auf die Kamera losgelassen haben. Sie war ein Accessoire, mehr nicht. Warum sollte man so jemanden ermorden?“
     „Genau hier liegt das Problem“, sagte der Kommissar nach einem Moment. „Wenn man das Motiv kennt, geht der Rest fast von alleine. Das Motiv führt uns zum Täter. Aber bis jetzt...“ Der Kommissar stockte. „...tappen wir noch im Dunkeln.“
     „Ich wünschte, ich könnte Ihnen mehr helfen.“ Der Manager klang ehrlich, aber das war nun auch schon egal. Der Kommissar war hier fertig. Er stellte der Vollständigkeit halber nur noch ein paar letzte Fragen und verabschiedete sich höflich.

     „Nun, Herr Kommissar, ich hoffe, ich konnte Ihnen trotzdem ein wenig weiterhelfen.“
     „Ja natürlich. Jede noch so kleine Information bringt uns weiter. Ich danke Ihnen für Ihre Mühe.“
     „Ach, kein Problem. Darf man fragen, wie lange es wohl dauert, bis der Täter gefasst ist?“
     „Tut mir leid, aber dazu kann ich keine Angaben machen.

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