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Der Promijäger
Verfasser: C.L. Herø (1)
Verlag: Eigenverlag (11135) und epubli (695)
VÖ: 10. Januar 2018
Genre: Thriller (5037)
Seiten: 206 (Kindle Edition), 304 (Taschenbuch-Version)
Themen: Briefe (387), Franken (46), Kommissare (1142), Moderatoren (63), Mord (4220), Prominente (15)
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Neobooks für die Bereitstellung dieser Leseprobe! Bei dem Buch handelt es sich um einen der Neobooks-Monatsfavoriten des Februar 2018.
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     „Hättest du bei ‘nem Hotelzimmer was anderes erwartet?“
     „Das ist kein Hotelzimmer.“ Bremer seufzte und grinste gleichzeitig. „Bestenfalls ein Pensionszimmer.“
     „Von mir aus. Auf jeden Fall ein Zimmer in dem zu viele Leute waren, die ihre Spuren hinterlassen haben.“
     „Ob das jetzt grammatisch korrekt war?“
     „Ach lass mich in Ruhe“, auch der Kommissar konnte sich ein kleines Grinsen nicht verkneifen. „Hast du nichts zu tun?“
     „Ich warte auf Ihren werten Befehl, Herr Kommissar.“
     „So ist’s brav.“ Der Kommissar hob seinen Notizblock vom Schreibtisch und blickte kurz auf die obere Seite. „Also, Herr Bremer, Sie kontaktieren bitte die Kollegen in Hamburg und München und gehen mit denen die Aussagen des Ehemanns und der Eltern durch. Wir müssen ganz sicher wissen, ob es sich nicht doch nur um das tragische Ende einer Ehe handelt. Währenddessen werde ich ihrem Manager einen Besuch abstatten.“
     „Wo willst du den denn auftreiben?“
     „Ja, da staunst du. Ich hab mir gestern noch die Nummer besorgt und mit ihm telefoniert.“ Der Kommissar lächelte triumphierend. „Er kommt heute her, weil er wegen dem Mord hier Einiges zu erledigen hat. Anscheinend sind wir nicht die einzigen, die nach einem Mord mehr arbeiten müssen.“


Kapitel 3


Um ganz ehrlich zu sein, kann man bei Würzburg nicht wirklich von einer Großstadt sprechen. Zumindest nicht im Bayerischen Vergleich und selbst innerhalb Frankens nicht. Und so war es für den Kommissar schon eine Überraschung gewesen, als man ihm am Telefon mitteilte, dass das Management von Hülya Kempf zumindest für die angesetzte Drehdauer dieser Promi-auf-dem-Bauernhof-Sendung eine Büroetage am Rande der Würzburger Innenstadt angemietet hatte.
     Als der Kommissar am frühen Nachmittag dort eintraf fragte er sich, ob der Manager wusste, dass die Gerichtsmedizin, samt Hülya Kempfs Leiche keine 500 m entfernt war.
     Er setzte sein Small-Talk-Lächeln auf, das er für solche Angelegenheiten bereit hielt und klopfte an. Der Kommissar hatte sich darauf vorbereitet, auf einen Mann zu treffen, der kaum Zeit für ihn übrig hatte, nichts sagen wollte und an sich schon ziemlich unfreundlich und arrogant sein würde. Aber ganz so schlimm war es nicht. Zur Begrüßung lächelte der Manager – Mitte 50; schwarzes Sportsakko – sogar freundlich und meinte es auch so, wie dem Kommissar auffiel. Er hatte sich über die Jahre hinweg eine gewisse Menschenkenntnis erarbeitet und dabei gelernt, mehr auf die Augen, als auf den Rest des Gesichtes zu achten. Viele Leute können mit ihrer Mimik lügen, aber mit den Augen verraten sie sich dann meist doch.
     Der Manager war mit dem ganzen Gesicht freundlich und stand wohl offensichtlich unter keinerlei Zeitdruck, da er nach der Begrüßung sofort ein Tablett mit Kaffee bringen ließ und das Gespräch in den Teil des Büros mit den ledernen Sofas verlegte.
     „Jaja, schon ein verdammter Jammer“, sagte der Manager ziemlich beiläufig, als der Kommissar Hülyas Tod nach den obligatorischen Eröffnungshöflichkeiten zur Sprache brachte.
     „Sie standen ihr wohl nahe?“
     „Ach, eigentlich nicht.“ Die Augen des Managers hatten sich auf einmal aufgeklärt und blickten nun ziemlich nüchtern drein. „Es ist nur...“
     „Schwierig, damit umzugehen?“ Der Kommissar versuchte vertrauenswürdig auszusehen, indem er die Körpersprache des Managers dezent nachahmte.
     „Naja, das nicht. Um ganz ehrlich zu sein: Es ist einfach nicht der passender Zeitpunkt.“
     „Tut mir leid, aber ich fürchte, ich verstehe nicht. Wie meinen Sie das?“
     „Genau so, wie ich es sage.“ Der Manager nahm seinen Kaffe und stellte ihn ruhig wieder hin, ohne davon getrunken zu haben. „Ich meine: Gut, sie war schon weit über ihren Zenit hinaus, aber an sich hätte man sie noch ein oder zwei Jahre lang gebrauchen können. Ich meine, jetzt wäre dieses Bauernhof-Ding gewesen – und ich bin mir sicher, dass das zumindest halbwegs funktioniert hätte – aber jetzt gibt es noch nicht einmal genug Material für eine einzige lausige Folge. Können Sie sich vorstellen, wie hoch jetzt die Einschaltquoten wären?“
     „Also ich...“
     „Das wäre ein Straßenfeger.“ Der Manager sah verträumt an die Decke. „Für die Werbeblöcke könnte man jede Summe verlangen.“ Er schüttelte den Kopf und sah nun wieder den Kommissar an. „Aber lassen wir das mal außer Acht, nehmen wir an, das wäre nicht passiert.“
     „Gut.“ Etwas Besseres fiel dem Kommissar nicht ein und selbst das kam nur zögerlich und fast schon fragend.
     „Sie hat sich noch nicht einmal ausgezogen, wissen Sie.“
     Der Kommissar hob eine Augenbraue, drängte sie aber sofort wieder mit Gewalt herunter.
     „Klar, der Playboy hätte sie nie genommen. Der mag kein Silikon.“ Der Manager schüttelte verächtlich den Kopf. „Aber da wären noch genug andere gewesen, die noch was dafür bezahlt hätten. Ich meine, man hätte zum Beispiel ein Sextape leaken können.“ Der Kommissar wirkte verdutzt.
     „Ach, in Amerika ist das ganz groß. Ein Haufen Leute sind so erst prominent geworden.“ Der Manager lächelte und schaffte es dabei wie ein stolzer Vater zu wirken. „Außerdem hatte sie auch noch keinen Song veröffentlicht.“
     „Ich wusste gar nicht, dass sie singen konnte“, stammelte der Kommissar, nur um sich auch wieder am Gespräch zu beteiligen.
     „Singen? Blödsinn.“ Der Manager grinste kurz über das gesamte Gesicht. „Das mit dem Gesang macht irgendjemand, nur im Notfall hätte sie es tatsächlich selber gemacht. Bei der Stimme.“ Er schien sich innerlich zu schütteln. „Sie haben sie sicher schon mal gehört?“
     „I-ich bedaure, nein.“
     „Sie sind ein glücklicher Mensch, glauben Sie mir. Ihre Stimme war schrill und grell. Sie hat andauernd geplappert. Das war so was wie ihr Markenzeichen.“
     „Aha“
     „Ja. Selbst, wenn sie bei mir war, hat sie den Mund kaum zugekriegt. Immer nur: Bla-dies und Bla-das, Bla-der und Bla-jener. Ich meine, für manche dieser komischen Shows ist das ja ganz brauchbar.“ Der Manager seufzte. „Sie wissen schon. Diese merkwürdigen Samstag-Abend-Dinger, bei denen die Gäste den ganzen Abend reden, ohne etwas zu sagen.“
     „Ich denke, ich weiß, wovon Sie reden.“
     „Ist jetzt leider aus der Mode, aber dafür war sie prädestiniert. Und als Wichsvorlage für pubertierende Jugendliche.“
     „Meine Güte, sind Sie offen“, rutschte es dem Kommissar raus. „Verzeihung.“
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