Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
40.529 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »mary667«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
LESERKANONE
Benutzername:

Passwort:
Passwort?
Account anlegen
Gewinnspiel
 
Werbung:
KINDLE
 
HARDCOVER
 
Lied der Weite
Verfasser: Kent Haruf (3)
Verlag: Diogenes (328)
VÖ: 12. Januar 2018
Genre: Gegenwartsliteratur (2276)
Seiten: 384 (Gebundene Version), 373 (Kindle Edition)
Themen: Brüder (629), Colorado (42), Kleinstadt (519), Mädchen (1771), Schwangerschaft (389), USA (447)
BLOGGERNOTE DES BUCHES
???
noch nicht bewertet
100
0%
80
0%
60
0%
40
0%
20
0%
0
0%
Entwicklung des Bloggerinteresses:
1M
0
2M
0
3M
0
6M
1
12M
0
Leider existiert für »Lied der Weite« noch keine Kurzbeschreibung. Wir würden uns freuen, wenn du ein, zwei Sätze verfassen könntest.
USER, DIE SICH FÜR DIESES BUCH INTERESSIERTEN, INTERESSIERTEN SICH AUCH FÜR
Sommer, Sonne, Strand und Liebe - Nele & Josh
Geschrieben von: Mila Summers (14. Mai 2018)
90/100
[6 Blogger]
Das Geheimnis von Silent Rose
Geschrieben von: Isabell Schmitt-Egner (3. Mai 2018)
100/100
[1 Blogger]
Dumplin'
Geschrieben von: Julie Murphy (21. März 2018)
89/100
[10 Blogger]
weitere Empfehlungen anzeigen
Lesermeinungen (4)     Blogger (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 5. April 2018 um 14:11 Uhr (Schulnote 2):
» Melancholisch und poetisch

Als die siebzehnjährige, schwangere Victoria Roubideaux von ihrer Mutter vor die Tür gesetzt wird, nimmt sie ihre Lehrerin Maggie Jones zunächst bei sich auf. Doch Maggie hat auch ihren demenzkranken Vater zu pflegen, und so überredet sie die beiden alten Brüder McPheron, Victoria auf ihrer Farm aufzunehmen. Für die beiden über Siebzigjährigen eine echte Herausforderung, haben sie doch immer nur zusammen, ohne Frau im Haushalt gelebt und kennen sich auch besser mit Vieh als mit Menschen aus.
Der leider 2014 verstorbene Autor Kent Haruf erzählt geradlinig, unprätentiös, fast schon sachlich. Doch hinter dem scheinbar einfachen Erzählstil offenbart sich eine ganz eigene Poesie. Die Menschen in Kent Harufs Roman wirken oft einsam, melancholisch. Dennoch funkeln immer wieder hoffnungsfrohe und komische Momente auf.
Herzzerreißend, gerade durch die nüchterne Sachlichkeit, wirkt z.B. der Moment, als Victoria nach der Schule nach Hause kommt und ihre Mutter ihr einfach die Tür nicht mehr öffnet. Großartig dagegen der Moment, als die Brüder McPheron mit dem schwangeren Mädchen über Getreide und Schweinebäuche sprechen, nur um Konversation zu betreiben und ihr – auf ihre Art - Geborgenheit zu vermitteln.
Tom Guthrie, Lehrerkollege von Maggie Jones, lebt allein mit seinen zwei Söhnen, nachdem die schwer depressive Mutter die Familie verlassen hat. Ergreifend wird in kleinen Szenen geschildert, wie die beiden neun- und zehnjährigen Jungen mit diesem Verlassenwerden umgehen. Während Maggie Jones und Tom Guthrie sich näher kommen, lernt Victoria behutsam, ihren eigenen Weg zu gehen.
Die kurzen, episodenhaften Kapitel, die jeweils andere Figuren ins Zentrum rücken, wirken wie Ausschnitte aus einem Mosaik, das erst nach und nach zu einem bedeutsamen Ganzen zusammenwächst. Ein stiller, oft traurig-melancholischer Roman, der bewegend und poetisch von Menschlichkeit, Güte, Freundschaft und Liebe erzählt.«
  7      0        – geschrieben von amena25
Kommentar vom 11. Februar 2018 um 23:02 Uhr (Schulnote 1):
» DIE KLEINSTADT HOLT IST ÜBERALL
Es ist lange her, dass ich auf so wenigen Seiten so viele realistische Einblicke in die Lebens- und Arbeitswelt von Menschen bekommen habe. Kent Haruf erzählt in einem beobachtenden, unaufgeregten Stil von sieben Personen, die mehr oder weniger miteinander in Beziehung stehen. Der Alltag, das Leben wurde von ihm meisterhaft in Szene gesetzt. Das Ganze passiert in der fiktiven Kleinstadt Holt in Colorado, in der Weite der Prärie.
Alle sieben sind wunderbar beschrieben. Übrigens auch die anderen handelnden Personen.
Zuerst möchte ich Victoria Roubideaux nennen, die kurzerhand von ihrer kaltherzigen Mutter nicht mehr ins Haus gelassen wird. Sie ist schwanger mit 17, geht noch zur Schule. Sie steht plötzlich vor dem Nichts. Vorläufig gibt ihr Maggie Jones, die Lehrerin, Halt und Heim. Dann haben wir da den alleinerziehenden Lehrer Tom Guthrie mit seinen Söhnen Ike und Bobby. Die Mutter Ella verläßt ihre Familie. Die beiden neun- und zehnjährigen Jungen sind für ihr Alter meiner Meinung nach viel zu vernünftig. Das tägliche Leben ist bei Ike und Bobby schon so durchstrukturiert wie bei den meisten Erwachsenen nicht. Ja, und dann erleben wir die beiden kauzigen, wortkargen Brüder McPheron! Herrlich! So viel menschliche Wärme und Herzensbildung bei zwei alten Männern, die ihr ganzes Leben nur mit sich und den Tieren zu tun hatten!

Durch die kurzen Kapitel kam ich mit dem Lesen sehr schnell voran. Sie sind überschrieben mit den Namen der handelnden Personen. Dass die Dialoge nicht angezeigt werden, störte meinen Lesefluß nicht.
Der Autor wertet nicht. Er läßt seine unverfälschten, lebensechten Sätze wirken und erzielte bei mir sehr schnell Reaktionen. Das Kopfkino ließ sich bis zum Ende des Romans, und eine ganze Weile darüber hinaus, nicht abschalten. Bei mir lösten die Ereignisse unterschiedliche Emotionen wie z. B. Unverständnis/Verständnis, Empörung, Ohnmacht, Mitgefühl oder Ablehnung aus. Durch die durchgängig neutrale Draufsicht auf die Geschehnisse provoziert der Schriftsteller Reaktionen beim Leser. Bei mir funktionierte das. Doch mit den unzähligen Fragen bleibt man allein. Da die Begebenheiten weitgehend in der Gegenwart spielen ohne nennenswerte Rückblicke in die Vergangenheit, ist der Spielraum für Interpretationen groß. Manche Dinge sind eben so wie sie sind und können im Moment nicht gelöst werden. Wie im realen Leben! Das Verhältnis der Mutter zu ihren beiden Jungen und zu ihrem Mann zähle ich dazu.

„Das Lied der Weite“ – das waren für mich 377 Textseiten mit bewegenden, aufwühlenden, sehr menschlichen Emotionen.

Mein Fazit:
Kent Haruf erzählt in einer ruhigen, bildhaften und einfachen Sprache von den Einwohnern der kleinen Stadt Holt. Unverfälscht, echt, authentisch, richtig aus dem Leben gegriffen!
Es ist sehr traurig, dass der Autor bereits 2014 starb.

Ich bewerte diesen wunderbaren Roman mit fünf von fünf Sternen und vergebe meine unbedingte Lese-/Kaufempfehlung.«
  12      0        – geschrieben von hennie
Kommentar vom 18. Januar 2018 um 9:26 Uhr (Schulnote 2):
» Victoria Roubideaux ist 17 Jahre alt und schwanger. Von ihrer Mutter kann sie keine Hilfe erwarten, denn diese schmeißt sie raus. Doch ihre Lehrerin Maggie Jones setzt sich für den Teenager ein und überredet die Brüder McPheron, zwei ältere Viehzüchter, das Mädchen bei sich auf einer abgeschiedenen Farm aufzunehmen. Das sorgt dafür, dass sich das Leben von gleich sieben Einwohnern der fiktiven Kleinstadt Holt am Rande der Prärie im US-Bundesstaat Colorado von Grund auf ändert. Alle haben mit Schwierigkeiten zu kämpfen.

„Lied der Weite“ ist die Wiederauflage des Romans „Plainsong“ des verstorbenen US-amerikanischen Autors Kent Haruf.

Meine Meinung:
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von fünf Personen beziehungsweise Personenpaaren. Diese wechseln sich kapitelweise ab, wodurch der Leser viele Einblicke erhält.

Auffällig sind das ruhige Erzähltempo und der besondere Schreibstil, der sehr flüssig und unaufgeregt ist, aber es dennoch schafft, dass mich der Roman sehr bewegen konnte. Die Sprache ist einfach, in Teilen aber fast poetisch. Durch die vielen Bilder, die der Autor entstehen lässt, ist sie zugleich eindringlich. Die tollen Beschreibungen, vor allem der Landschaft, konnten mich begeistern.

Beleuchtet werden unterschiedliche Facetten des Lebens. Es geht um die großen, alltäglichen Themen wie Krankheit, Tod und Familienprobleme. Dadurch und durch die Darstellung der menschlichen Schicksale erhält der Roman an Tiefe. Die einzelnen Charaktere werden authentisch und lebensnah gezeichnet. Sie werden ausführlich und mit Liebe zum Detail beschrieben und analysiert. Obwohl der Erzähler auf Distanz bleibt, kommt man den Personen nah.

Es ist eine Geschichte der leisen Töne ohne einen erkennbaren Spannungsbogen, die mich – abgesehen von einigen Längen – trotzdem fesseln und zum Nachdenken animieren konnte.

Das Cover passt ganz hervorragend zum Inhalt des Romans. Das trifft auch auf den Titel zu, bei dem man sich erfreulicherweise stark am Original angelehnt hat – anders als beim Titel der deutschen Erstauflage („Flüchtiges Glück“). Einen Stern muss ich allerdings abziehen, vor allem weil ich die Preisgestaltung des Verlags für das Hardcover und das Ebook für etwas übertrieben halte.

Mein Fazit:
„Lied der Weite“ von Kent Haruf ist ein sehr lesenswerter, anspruchsvoller Roman von besonderer literarischer Qualität.«
  8      0        – geschrieben von milkysilvermoon
Kommentar vom 13. Januar 2018 um 19:09 Uhr:
» Tiefe Einblicke, denen Spannung fehlte:

„Das Mädchen sah müde und traurig aus, sie hatte die Decke um die Schultern gewickelt wie jemand, der ein Zugunglück oder eine Überschwemmung überlebt hat, trauriges Überbleibsel einer Katastrophe, die ihren Schaden angerichtet hat und weitergezogen ist.“ (S. 37)

Kent Harufs „Lied der Weite“ verspricht eine unterhaltsame Geschichte vor dem Hintergrund einer amerikanischen Kleinstadt, in der das Schicksal eines Mädchens das Leben anderer Stadtbewohner auf den Kopf stellt.

„Ihre Augen hatten immer noch eine wunde Direktheit, als wären Trauer und Zorn nur knapp unter die Oberfläche gesunken.“ (S. 104)

Auf den ersten Seiten dieses Romans konnten mich Sprache, Figuren und vor allem die Stimmung des Textes ziemlich nachhaltig fesseln, deswegen wollte ich es auch unbedingt lesen. Die vorgestellten Personenkonstellationen und Hintergründe versprachen einen spannenden Verlauf mit vielen potentiellen Reibungspunkten, auf den ich mich echt gefreut habe; rückblickend hätte ich zumindest die ein oder andere Anstrengung voraussehen können. Insbesondere die fehlenden Anführungszeichen in der wörtlichen Rede machten mir das Lesen schwerer als gedacht, und auch die abgehackten Sätze, die zu Beginn reizvoll erschienen, begannen irgendwann zu nerven: „Seit acht Tagen war die Schule aus. Aber das Freibad war noch nicht geöffnet. Die Baseball-Sommersaison hatte noch nicht angefangen. Und auch auf dem Rummelplatz würde es erst in der ersten Augustwoche losgehen.“ (S. 253)

Zu all dem kam, dass mir nicht klar war, worauf der Autor hinauswollte. Das kann natürlich genauso gut auch an mir gelegen haben, sodass diese Feststellung allein mich nicht dazu bringen würde, vom Lesen dieses Romans abzuraten, doch eine Erwähnung ist es mir wohl wert. Auch bei dem Satz „In der Spüle stand kein Geschirr, der Tisch war geschrubbt, auf den Stühlen war nichts mehr von den Lappen und Maschinenteilen zu sehen, und der Boden wirkte so sauber gefegt, als hätte eine Immigrantin den Besen geschwungen.“ (S. 114) musste ich doch sehr schlucken und gleichzeitig überlegen, was damit gemeint sein könnte.

Zuletzt hatte ich den Eindruck, dass es Haruf zu viel Aufwand war, den Brüdern unter seinen Figuren eigenständige Charaktere zu verleihen: Besonders die beiden Jungen hatten kaum eine eigene Persönlichkeit und Absätze wie „Oben im Bad kämmten sie sich mit nassem Kamm, zogen ihr Haar zu Wellen hoch und lockerten es mit den hohlen Händen auf, bis es über der Stirn steil nach oben stand. Wasser tröpfelte ihnen auf die Wangen und hinter die Ohren. Sie trockneten sich ab gingen auf den Flur hinaus und blieben zögernd vor der Tür stehen[…]“ (S. 19) sorgten in meinem Kopf für zugegebener Maßen amüsante Episoden von sich synchron bewegenden Kindern.

Insgesamt fehlt mir leider das, was im Klappentext versprochen wird: Dass das Schicksal des Mädchens, dass die gute Tat der Brüder, die sie aufnehmen, „das Leben von sieben Menschen in der Kleinstadt Holt in Colorado umkrempelt und verwandelt“ (Zitat Klappentext). Ja, wir können in sehr gemächlichem Tempo einer gewissen Entwicklung folgen, wir kommen den Bewohnern dieser Kleinstadt auch sehr nahe, doch leider hatte ich nie das Gefühl, dass wirklich etwas passierte.«
  10      0        – geschrieben von bücherbelle
 
MEINUNG ZUM BUCH ABGEBEN
Benutzername: Passwort:   
 
Leserkanone.de © by LK-Team (2011-2018)  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz