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TASCHENBUCH
 
Der Magie verfallen 6 - Stollenblut
Verfasser: Tanja Rast (13)
Verlag: Eigenverlag (9599)
VÖ: 1. Januar 2018
Genre: Fantasy (7309)
Seiten: 154 (Kindle Edition), 218 (Taschenbuch-Version)
Themen: Diebe (244), Homosexualität (1465), Krieger (570), Magie (1445), Mord (3745), Priester (156), Verdacht (398), Zauberer (643)
Reihe: Der Magie verfallen (7)
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MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 12. April 2018 um 11:22 Uhr (Schulnote 1):
» Inhalt/Meinung
„Stollenblut“ ist der Auftakt zur zweiten Staffel der „Magie verfallen“-Reihe von Tanja Rast und ich muss gestehen, ich freute mich auf neuen Lesestoff, denn ich mag die Novellen um Zauberei und Liebe sehr gern. Sie eignen sich gut für zwischendurch, machen Spaß und sind unterhaltsam.
Ob das hier auch der Fall war? Finden wir es heraus!

Der Schreiber Enris landet mit seinem Magister Fennlen in einer Minenkolonie, wo das kostbare Stollenblut abgebaut wird, dass die Magier zum zaubern benötigen. In der Kolonie sind einige Morde geschehen und die gilt es aufzuklären. Während der Magister aber nur so tut, als würde er ermitteln, findet Enris Zugang zu den Arbeitern, allen voran zu Arev, dem er sehr nahekommt. Bevor Enris klar wird, wo er da hineingeraten ist, überschlagen sich die Ereignisse und er sitzt in einer feuchten Höhle, alleine mit seinen Gedanken. Wer ist Freund? Wer ist Feind? Enris muss sich entscheiden, wem er vertrauen will und wie sein weiterer Lebensweg aussieht.

Tanja Rast hat in „Stollenblut“ wieder eine wunderbare, magische Geschichte erschaffen, die auch mit wenigen Knalleffekten auskommt und zu fesseln weiß. Die Story ist spannend, denn es ist von Anfang ein Rätsel, was genau in der Kolonie los ist. Ich grübelte mit Enris, wer an den Morden schuld sein könnte und wunderte mich über das Verhalten mancher Minenarbeiter. Einerseits froren wir beide erbärmlich in dem Schnee, andererseits wurde Enris wohl schnell ganz warm, als er Arev sah und die Anziehung zwischen den beiden war sofort spürbar.

Enris, als kleiner Schreiber, ist das Leben in der Kolonie fremd. Harte, körperliche Arbeit kennt er so nicht, aber es dauert nicht lange, und er hat sich mit den Gegebenheiten vor Ort auseinandergesetzt. Er durchschaut die Arbeitsgänge und wird auch schnell auf Ungereimtheiten aufmerksam. Wenn ihn der Magister nur lassen würde, wäre Enris zu viel mehr imstande, leider wird er aber von Fennlen ausgebremst, der seine eigenen Pläne zu verflogen scheint.
Enris ist zu Anfang etwas naiv, aber einfach nur, weil er es nicht besser weiß. Er lernt schnell und wächst über seine Grenzen hinaus. Auch wenn er kleiner und schmächtiger als Arev ist, ist er auf keinen Fall schwach und schon gar nicht dumm.

Arev ist der große, starke Mann, der in der Mine arbeitet und sich jeden Tag abschuftet, um für die Magier das Stollenblut frei zu legen. Der Ton innerhalb der Kolonie ist rau und die Sprüche der Arbeiter könnten einem kleinen Schreiber schon mal heiße Ohren verursachen. Zuerst will Arev eigentlich nur Informationen aus Enris und dazu ist ihm jedes Mittel recht. Er merkt jedoch schnell, dass Enris nicht dumm ist und dass zwischen ihnen beiden mehr sein könnte, wenn er selbst nicht noch ein Päckchen aus der Vergangenheit mit sich rumtragen würde. Arev möchte gerne ganz und gar alles hinter sich lassen, aber manche Versprechen müssen eingelöst werden, bevor man endgültig abschließen und weitergehen kann. Auch wenn das bedeutet, dass man neue Freundschaften auf eine harte Probe stellt.

Fazit
„Stollenblut“ reiht sich in die Novellen von Tanja Rast ein und ergänzt die „Der Magie verfallen“-Reihe ganz wunderbar mit tollen Charakteren, witzigen Dialogen und Figuren, die wissen was sie wollen. Es ist eine seichte Geschichte für zwischendurch, bei der man sich auf ein Happy End verlassen kann.
Der Weltenbau, den Tanja Rast ganz erfolgreich betreibt hat mich wieder am meisten beeindruckt. Über die ganzen Welten würde ich am Ende immer gerne mehr erfahren.«
  11      0        – geschrieben von Tilly Jones
 
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