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TASCHENBUCH
 
Abschied in Prag
Verfasser: Alyson Richman (1)
Verlag: Diana (241)
VÖ: 11. Dezember 2017
Genre: Romantische Literatur (12619)
Seiten: 385 (Kindle Edition), 384 (Taschenbuch-Version)
Themen: Abschied (41), Ärzte (490), Emigration (84), Konzentrationslager (40), Neuanfang (598), New York City (876), Prag (37), USA (411), Wiedersehen (799)
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MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 4. Februar 2018 um 12:12 Uhr (Schulnote 1):
» Abschied in Prag, Roman von Alyson Richman, 384 Seiten, erschienen im Diana Verlag.
Eine große Liebesgeschichte in finsterster Zeit. Stimmungsvolle, erschütternde Beschreibung des Lebens in den Vorkriegs- und Kriegsjahren aus Sicht der Juden.
Lenka eine junge Jüdin, lebt mit ihren Eltern und ihrer Schwester in Prag. Sie ist sehr begabt im Zeichnen und Malen, deshalb besucht sie die Prager Kunstakademie, dort lernt sie durch Veruska eine Freundin und Komilitonin, deren Bruder Josef kennen. Die Jüdische Bevölkerung leidet zu dieser Zeit schon unter zunehmenden antisemitischen Parolen und Einschränkungen Die beiden verlieben sich ineinander und kurz vor dem Einmarsch der Deutschen in Prag, werden sie durch eine jüdische Zeremonie verheiratet. Josefs Vater ein angesehener Arzt und Geburtshelfer, kann für die Familie Visa und eine Passage nach den Staaten ergattern, doch Lenka will ihre Eltern und ihre Schwester nicht im Stich lassen. Mit dem Versprechen Lenka und ihre Familie baldmöglichst nachzuholen, verabschieden sich die beiden. Es sollte ein Abschied für Jahrzehnte werden, denn beide müssen annehmen der Partner hat den Krieg nicht überlebt. Doch die Geschichte von Lenka und Josef ist noch nicht zu Ende.
58 Kapitel geschrieben im personalen Stil und zwei Erzählsträngen, abwechselnd aus der Sicht von Lenka und Josef. Die Kapitel sind in einer überschaubaren Länge verfasst, einzelne Wörter oder Sätze sind durch kursive Schreibweise hervorgehoben worden, z.B. jiddische Begriffe, Gedanken und Sprüche. Romantische und auch sehr lebhafte Dialoge lockern die Geschichte auf. Schon im Prolog war ich an das Buch gefesselt und konnte es bis zur Auflösung am Ende nur ungern aus der Hand legen.
Dieses Buch hat mich erschüttert. Zwar habe ich schon viele Bücher zum Thema „Judenverfolgung durch die Nazis im 3.Reich“ gelesen, aber dieses Buch hat mich auf eine ganz andere Art berührt. Nicht die Grausamkeiten von Theresienstadt und Ausschwitz wurden reißerisch geschildert, sondern die Hoffnung, der Glaube und der Überlebenswille, auch der Widerstand mit den Mitteln die möglich waren, wurden mit besonders emotionalen Worten beschrieben. Selbst die Schilderung der jungen Liebe in dieser schweren Zeit, mit wenig Hoffnung auf eine Zukunft ist der Autorin mit höchst gefühlvollen Worten hervorragend gelungen. Einige Zitate hab ich mir aufgeschrieben um sich nicht zu vergessen z.B. auf Seite 56: >Wir trugen unsere Trauer, wie eine zweite Haut, unsichtbar für neugierige Augen; aber ein fester Bestandteil unserer selbst.< Oder auch auf Seite 122: > Seine Familie lässt man nicht im Stich. Auch nicht im Namen der Liebe.<. Solche und ähnliche Sätze, haben mir Tränen in die Augen getrieben. In der Hoffnung wie sich alles fügen wird, was mit Lenkas Familie geschieht haben mich durch den Roman gejagt, dies wird ein Buch sein, welches ich in aller Ruhe noch einmal lesen werde. Gerne hätte ich noch erfahren wie Lenka und Josef in Zukunft leben werden. Die Kapitel die Lenka aus ihrer Sicht erzählte haben mich mehr berührt als Josefs Part. Beide haben wieder geheiratet, aber ihre erste große und ewige Liebe konnten die beiden nie vergessen. Die Charaktere waren voller Leben und handelten zu jeder Zeit glaubwürdig. Der Plot war stets nachvollziehbar und ich konnte der Geschichte ohne Mühe folgen. Oft habe ich mich Lenka identifiziert und mir überlegt wie ich mich in ihrer Situation fühlen, bzw. verhalten würde.
Voller Begeisterung empfehle ich allen Lesern, die gefühlvolle Romane mögen, dieses Buch. Auch für Leser geeignet die sich für das Thema „Antisemitismus“ interessieren. Ein neues Herzensbuch für mich. Begeisterte Schulnote 1«
  8      0        – geschrieben von Ele95
Kommentar vom 9. Januar 2018 um 14:36 Uhr (Schulnote 1):
» Im Jahr 2000 macht sich Josef in New York fertig für die Hochzeit seines Enkels. Er freute sich schon seit Monaten auf die Hochzeit. Welche er wohl fühlen würde, wenn er wüsste, was für eine Überraschung ihn auf dem Fest erwartet. Dort wird er nach sechzig Jahren der Liebe seines Lebens wieder begegnen.
Lenkas und Josefs Geschichte beginnt im Prag der 1930er Jahre. Kaum sind die beiden verheiratet, werden sie auch schon auseinander gerissen. Während Josef emigriert und es ihn nach New York verschlägt, kommt Lenka ins Konzentrationslager und überlebt nur knapp. Nach dem Krieg geht auch sie nach Amerika. Bei glauben, dass der andere nicht überlebt hat und nun stehen sie voreinander.
Wir erfahren, was geschehen ist, aus der Sicht von Lenke und Josef. Die beiden sind durch eine große Liebe miteinander verbunden, obwohl sie sich ein anderes neues Leben aufgebaut haben in der Annahme, dass sie den geliebten Menschen nie wiedersehen werden.
Josef kam nach New York, wurde Arzt und heiratete. Dennoch spürt er sein ganzes Leben lang eine Schulde, weil er damals wegging und seine Frau zurückließ. Er hat erfolglos versucht herauszufinden, ob sie noch lebt und was geschehen ist.
Lenka kommt zuerst ins KZ Theresienstadt und später nach Ausschwitz. Die Kunst hat ihr geholfen, den Verlust der Familie und das KZ zu überstehen. Die Kunst ist Werkzeug des Widerstands und Dokumentation der Gräuel. Aber dass sie überleben durfte, während alle ihr nahestehenden Menschen dem Holocaust zum Opfer fielen, bleibt ein Trauma, unter dem Lenka immer gelitten hat.
Ich habe mit Lenka und Josef mitgefühlt. Es ist eine tragische Geschichte, die die beiden erleben mussten. Aber besonders Lenka hat Schreckliches erleiden müssen. Es ist der Autorin sehr gut gelungen, dies einfühlsam und dennoch ausdrucksstark herüberzubringen. Obwohl sowohl Josef als auch Lenka ein glückliches Leben geführt haben, ist doch ihre erste Liebe nie vergangen und die Sehnsucht blieb.
Es ist eine sehr emotionale Geschichte, die mich gepackt hat und nicht so schnell loslassen wird.«
  7      0        – geschrieben von buecherwurm1310
Kommentar vom 31. Dezember 2017 um 20:15 Uhr (Schulnote 1):
» Es gibt nichts Wichtigeres auf der Welt als Bücher gegen das Vergessen. Gerade in der heutigen Zeit, in der wir wieder tagtäglich mit antisemitischen Äußerungen konfrontiert werden, kommt dem Roman "Abschied in Prag" von Alyson Richman eine ganz besondere Rolle zu. Lenkas und Josefs Geschichte beginnt im Prag der 1930er Jahre. Kurz nach ihrer Heirat werden die jungen Liebenden beim Einmarsch der Deutschen auseinandergerissen. Josef emigriert, arbeitet als Arzt in New York, heiratet. Lenka entrinnt im Konzentrationslager dem Tod nur knapp und beginnt nach dem Krieg ein neues Leben in den USA. Obwohl sie glauben, einander nie wiederzusehen, vergessen sie ihre Liebe nie. Bis sie sich sechs Jahrzehnte später in New York zufällig begegnen...

Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet. Im Mittelpunkt steht ein gepackter Koffer, der in einer Signalfarbe (Rot) gehalten ist und die Blicke des Betrachters auf sich zieht. Er symbolisiert den Abschied von der vertrauten Heimat und die Reise in eine ungewisse Zukunft. Im Hintergrund erkennt man die Silhouette der weltberühmten Stadt an der Moldau. Auch der Titel des Roman ist kurz und prägnant und spiegelt das Romangeschehen auf eine subtile Weise wider.

Das Geschehen wird aus zwei Perspektiven, nämlich von Lenka und Josef, geschildert. Sie verbindet eine große Liebe, die aufgrund von tragischen Umständen nicht gelebt werden konnte. Als Leser entwickelt man eine enge Bindung an diese zwei starken Protagonisten, deren Lebensweg wir über eine lange Zeitspanne von der ersten zufälligen Begegnung über die tragische Trennung in den Wirren des Krieges und das unverhoffte Wiedersehen auf einer Hochzeit in den USA verfolgen.

In diesem vielschichtigen Roman werden viele wichtige Themen wie die Bedeutung von Familie, Freundschaft und Liebe angesprochen. Hierbei kommt der Kunst eine entscheidende Rolle zu. Sie ist ein Zeichen des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus, aber auch eine Flamme der Hoffnung, die alle Verfolgten am Leben erhält. Auch Lenka hat sie die Kraft zum Weiterleben in den Konzentrationslagern gegeben, nachdem sie ihre Angehörigen verloren hatte.

Alyson Richman schreibt in einer schlichten, aber sehr ausdrucksstarken Sprache. Man spürt das Grauen, wenn sie das Unsagbare schildert, was Lenka in den Konzentrationslagern mitansehen, erleben und erleiden muss. Nach ihrer Befreiung ist ihr Leidensweg längst nicht zu Ende. Auch wenn es ihr gelingt, sich ein neues glückliches Leben aufzubauen, kämpft sie zeitlebens gegen das Trauma, den Holocaust überlebt zu haben, während alle ihre nahestehenden Menschen gestorben sind.

Auch Josef kennt diese zwiespältigen Gefühle. Zeitlebens lässt ihn die Erinnerung an Lenka nicht los. Er fühlt sich schuldig, weil er seine Heimat rechtzeitig verlassen und in die USA emigrieren konnte, während er seine geliebte Frau schutzlos zurücklassen musste und nicht in Erfahrung bringen konnte, was mit ihr nach dem Abschied in Prag geschehen ist.

Dieses Buch hat mich sehr aufgewühlt zurückgelassen. Heute vergebe ich 5 Sterne für ein ergreifendes Buch über eine tragische Lebens- und Liebesgeschichte in dunkelster Zeit, das lange in mir nachhallen wird.«
  14      1        – geschrieben von Bücherfairy
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