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Solomon Gray 1 - Totengrab
Verfasser: Keith Nixon (1)
Verlag: Bastei Lübbe (2242)
VÖ: 1. Dezember 2017
Genre: Kriminalroman (4664)
Seiten: 248
Themen: England (781), Ermittlungen (689), Jugendliche (149), Kleinstadt (476), Korruption (108), Lügen (603), Missbrauch (54), Mobiltelefone (30), Selbstmord (406)
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Detective Sergeant Solomon Gray wird beauftragt, den Tod des jungen Nick Buckingham aufzuklären. Nick stürzte vom Balkon eines Hochhauses und es ist nicht klar, ob er gesprungen ist oder gestoßen wurde. Verzwickt wird die Sache, als man auf Nicks Handy die Telefonnummer von Gray findet und der Polizist wenig Lust hat zu erklären, wie sie dorthin kam. Könnte Nick etwas mit Tom, dem vor 10 Jahren verschwundenen Sohn Grays zu tun haben? Die beiden wären jetzt etwa im selben Alter gewesen.
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Lesermeinungen (6)     Leserkanonen-Einblick     Blogger (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 20. Februar 2018 um 14:50 Uhr:
» Das Cover des Buches ist zwar schlicht aber schon interessant. Und auch passend zum Inhalt.

Inhalt: Detective Gray, der noch immer mit den Dämonen der Vergangenheit zu kämpfen hat, wird zu einem toten Jungen gerufen. Der offensichtliche Selbstmord Nicks hinterlässt allerdings einige Fragen. Trotz seiner privaten tragödie, die ihn in den Alkoholmissbrauch getrieben hat, nimmt er sich dem Fall an.

Meine Meinung: Ein wirklich gelungener Krimi, der einen von der ersten bis letzten Seite fesselt. Im Vordergrund steht allerdings die persönliche Tragödie von Gray. Gerade durch seine Alkoholabhängigkeit, wird er oft von den eigentlichen Ermittlungen abgelenkt. Aber seine Hartnäckigkeit im Bezug auf die Suche nach seinem Sohn macht ihn sympathisch und zeigt welch weicher Kern unter seiner manchmal harschen Art steckt.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und interessant.

Mein Fazit: Lesenswert. Ich freue mich auf Band 2«
  6      0        – geschrieben von dartmaus
Kommentar vom 3. Januar 2018 um 16:50 Uhr (Schulnote 3):
» Darum geht’s:

Detective Sergeant Solomon Gray wird beauftragt, den Tod des jungen Nick Buckingham aufzuklären. Nick stürzte vom Balkon eines Hochhauses und es ist nicht klar, ob er gesprungen ist oder gestoßen wurde. Verzwickt wird die Sache, als man auf Nicks Handy die Telefonnummer von Gray findet und der Polizist wenig Lust hat zu erklären, wie sie dorthin kam. Könnte Nick etwas mit Tom, dem vor 10 Jahren verschwundenen Sohn Grays zu tun haben? Die beiden wären jetzt etwa im selben Alter gewesen.

So fand ich’s:

Solomon Gray ist der Inbegriff eines „abgestürzten Ermittlers“, der unter Angstzuständen und Depressionen leidet, viel zu gerne und zu viel trinkt und sein persönliches Schicksal keine Sekunde aus dem Kopf bekommt. Das ist auch tatsächlich ziemlich deprimierend, denn 10 Jahre zuvor ist sein Sohn Tom bei einem Besuch auf dem Jahrmarkt verschwunden und Sol gibt sich die Schuld daran, weil er damals mit Tom unterwegs war und ihn alleine in die Geisterbahn hat gehen lassen. Fünf Jahre später brachte sich Sols Frau um und seine Tochter wurde von den Großeltern mitgenommen, weil Sol schon damals nicht mehr in der Lage war, sich um sie zu kümmern. Kein Wunder, dass Sol ein Zyniker ist, der nicht gerade wohlwollend mit Menschen umgeht. Einzig Dinge, die ihn auf Toms Spur bringen könnten, interessieren ihn.

Anfangs wird recht wenig erklärt und man muss sich mit Bruchstücken zufrieden geben und warten, bis sich der Nebel lichtet. Das gefällt mir zwar gundsätzlich als Stilmittel nicht wirklich gut, allerdings muss ich zugeben, dass es in diesem Buch sehr gut zu Sol und der ganzen Stimmung des Buches passt. Die Sprache ist ungeschliffen und direkt, es fehlt jede Andeutung von Poesie oder Freude, die Stimmung ist bedrückend.

Solomon Gray tritt regelmäßig den Leuten auf die Füße und wird manchmal mehr, manchmal weniger freundlich gebeten, zu verschwinden. Oft klingelt auch sein Telefon, was ihn dazu zwingt, ein Gespräch abzubrechen und davonzurasen. Alternativ wird er immer wieder in das Büro des Chefs gebeten, der macht es dringend, doch dann verpufft das Gespräch inhaltslos in allgemeinen Warnungen, Drohungen oder Äußerungen von Sorge. Das führt dazu, dass es in diesem Buch keine Dialoge zu geben scheint, die über 10 Sätze hinausgehen. Auch das passt zur Atmosphäre, die durchgehend im Buch herrscht.

Da dieser Roman im kleinen Küstenstädtchen Margate spielt, in dem jeder jeden zu kennen scheint und wo auch Sols persönliches Schicksal bekannt ist, vermischen sich seine Ermittlungen und sein Privatleben untrennbar. Und trotz all der Schicksalsschläge und Selbstvorwürfe, die ihn wie eine Aura umgeben, macht Sol seinen Job und ermittelt in dem Fall des toten Nick, der bald nicht mehr der einzige Tote ist.

Der Kriminalfall steht nicht unbedingt im Mittelpunkt der Erzählung, sondern das ist der Protagonist Solomon Gray. Ich hatte meinen Spaß an der Charakterstudie dieses Zynikers am Rande des Zusammenbruchs, auch wenn die Stimmung bis auf wenige winzige Momente, die ansatzweise hoffnungsvoll erscheinen, düster ist. Und Sol legt durchaus Selbstironie an den Tag, was mir auch gut gefallen hat.

„Totengrab“ ist der Start in eine Reihe mit Solomon Gray im Mittelpunkt und Band 2, im englischen Original unter dem Titel „Burn The Evidence“ gerade frisch erschienen, ist schon mal auf meine Leseliste gewandert. Vielleicht geht es da etwas optimistischer zu.«
  15      1        – geschrieben von Gabis Laberladen
 
Kommentar vom 19. Dezember 2017 um 19:35 Uhr (Schulnote 2):
» nicht schlecht

Als der Teenager Nick Buckingham aus dem fünften Stock eines Wohnhauses springt, wird Detective Sergeant Solomon Gray zum Tatort gerufen. Vor zehn Jahren verschwand dessen Sohn spurlos von einem Jahrmarkt. Das Opfer ist genauso alt wie sein Sohn jetzt sein müsste. Auf dem Handy des Jungen wird Gray´s Nummer entdeckt, doch Gray kennt den Jungen nicht. Was ist mit dem Jungen passiert? Als es dann auch noch zu mehreren Morden kommt, wird Gray als Verdächtigter festgenommen, denn mit allen hatte er kurz vor dessen Tot, Kontakt.

Mir hat das Buch gut gefallen. Es war spannend und flüssig geschrieben. Habe mich nur bei den vielen englischen Namen etwas schwer getan, die ganzen verschiedenen Personen auseinander zu halten. Ich konnte mich gut in Gray hineinversetzen und mit ihm mitfühlen. Die Rückblenden haben mir sehr gut gefallen, so konnte man noch genauer in Gray´s Gefühlschaos eintauchen und ihn dadurch besser verstehen. Bin sehr gespannt auf den nächsten Teil, da es mich sehr interessiert was aus seinem Sohn geworden ist. Lebt er noch und wenn ja was musste er alles erleiden.«
  11      0        – geschrieben von dru07
Kommentar vom 10. Dezember 2017 um 17:58 Uhr:
» Überzeugt mich nicht genug - düstere Stimmung

Zum Buch:
"Totengrab" von Keith Nixon - einem britischen Schriftsteller - erschien am 01.12.2017 als ebook bei "beThrilled by Bastei" und ist zum Preis von 3,99 Euro als Download erhältlich. Es handelt sich dabei um den 1. Teil einer neuen Detektiv-Reihe um den Kommissar Solomon Gray. Das Cover selbst ist wunderschön gestaltet und hat mich sofort dazu bewegt, dieses Buch zu lesen.

Inhalt:
Vor zehn Jahren verschwand der damals 6 jährige Sohn Tom von Detective Sergeant Solomon Gray mehr oder weniger vor den Augen seines Vaters spurlos. Es wurde bisher weder eine Leiche gefunden noch gibt es ein Lebenszeichen von dem mittlerweile 16-jährigen.
Zu Beginn der Geschichte wird der Kommissar zu einem vermutlichen Suizid gerufen. Ein 16-jähriger Jugendlicher stürzte aus einem Apartmenthaus in den Tod. Auf dessen Handy sind nur zwei Nummern gespeichert - und eine davon gehört ausgerechnet zu Gray. Hat der Tote etwas mit seinem Sohn zu tun?

Meine Meinung:
Leider konnte mich diese Geschichte nicht wirklich überzeugen. Die Sprache und allgemein die Stimmung im Buch sind sehr düster und wirken kalt auf den Leser. Der Hauptprotagonist Gray hat in seinem Leben bisher viel Leid erlebt - er wird mir aber nicht einmal trotz dieser traurigen Vergangenheit sympathisch. Auch seine Kollegen und Vorgesetzen sind gefühlskalt - es herrscht in diesem Team keine gute Stimmung und jeder geht seinen Weg. Schade - denn eigentlich hätte die Geschichte rein von der Story her viel Potenzial gehabt. Ich kann leider keine Leseempfehlung für "Totengrab" erteilen.«
  8      0        – geschrieben von nickilotta
Kommentar vom 7. Dezember 2017 um 13:43 Uhr (Schulnote 4):
» Tragödien bestimmen das Leben von Detective Sergeant Solomon Gray, nicht nur beruflich bedingt, sondern auch privat. Vor 10 Jahren verschwand während eines gemeinsamen Jahrmarktbesuchs sein kleiner Sohn Tom. Bis heute fehlt jede Spur von ihm. Solomons Frau nahm sich daraufhin das Leben. Er selbst hingegen stellt sich die Frage eines möglichen Suizides nicht, denn er hat noch viele Fragen.
Familiär auf sich allein gestellt, da er zu seiner Tochter Hope auch kein Verhältnis mehr hat, betäubt er sich mit Arbeit. Dabei sind das in der Regel scheußliche Verbrechen. Wie in seinem neuesten Fall, dort hat ein Jugendlicher sich in suizidaler Absicht vom Balkon gestürzt. Als Gray am Unfallort eintrifft stockt ihm der Atem, denn der Junge könnte in etwa Toms Alter haben. Doch warum hatte der Tote, den Grey bis dato noch nicht gesehen hatte, seine Handynummer eingespeichert?
Keith Nixon hat mit seiner Figur des Gray den Stereotypen schlechthin gezeichnet, ich möchte schon bald sagen überzeichnet. Ein Mann der psychisch durch persönliche Tragödien zerstört ist, jedoch trotzdem den erfolgreichen einsamen Wolf mimt, der dann tatsächlich den Mordfall löst. Diese Konstellation muss nicht unbedingt schlecht sein, und diverse andere Autoren des Genres schaffen es einen guten Krimi zu konzipieren. Keith Nixon kann mich jedoch nicht überzeugen. Die reale Aufklärung eines Verbrechens ist anders als in der Literatur, Teamarbeit. So wie der Charakter des Gray überzeichnet ist, sind es alle anderen Mitwirkenden auch. Alle scheinen irgendwie ein falsches Spiel zu spielen, keiner traut dem anderen und Auseinandersetzungen werden in der Regel physisch beendet. Man hat das Gefühl sich permanent in eine Kneipenschlägerei zu befinden.
Ein wirklich vielversprechender Ansatz der sich nach den ersten Seite ergibt, doch leider setzt der Autor dies für mich nicht um. Sämtliche Spannungsbögen werden schon in der Entstehung gekappt.
Dabei gibt es wirklich viel Potenzial, diverse Morde und diverse auch politische Skandale, doch verläuft irgendwie alles im Sande. Mir fehlt eine gewisse Struktur. Genauso wie der Leser tappen die Ermittler im Dunkeln, was die Verbindung zwischen den Morden betrifft. Der Autor gibt so gut wie gar keinen Spielraum zum miträtseln. Deswegen dümpelt die Geschichte auch bis auf Seite 210 vor sich hin. Die eigentliche Aufklärung hingegen ist unspektakulär .«
  11      1        – geschrieben von anyways
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