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Solomon Gray 1 - Totengrab
Verfasser: Keith Nixon (1)
Verlag: Bastei Lübbe (2130)
VÖ: 1. Dezember 2017
Genre: Kriminalroman (4319)
Seiten: 248
Themen: England (739), Ermittlungen (594), Jugendliche (148), Kleinstadt (450), Korruption (103), Lügen (554), Missbrauch (46), Mobiltelefone (27), Selbstmord (381)
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Lesermeinungen (3)     Blogger (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 10. Dezember 2017 um 17:58 Uhr:
» Überzeugt mich nicht genug - düstere Stimmung

Zum Buch:
"Totengrab" von Keith Nixon - einem britischen Schriftsteller - erschien am 01.12.2017 als ebook bei "beThrilled by Bastei" und ist zum Preis von 3,99 Euro als Download erhältlich. Es handelt sich dabei um den 1. Teil einer neuen Detektiv-Reihe um den Kommissar Solomon Gray. Das Cover selbst ist wunderschön gestaltet und hat mich sofort dazu bewegt, dieses Buch zu lesen.

Inhalt:
Vor zehn Jahren verschwand der damals 6 jährige Sohn Tom von Detective Sergeant Solomon Gray mehr oder weniger vor den Augen seines Vaters spurlos. Es wurde bisher weder eine Leiche gefunden noch gibt es ein Lebenszeichen von dem mittlerweile 16-jährigen.
Zu Beginn der Geschichte wird der Kommissar zu einem vermutlichen Suizid gerufen. Ein 16-jähriger Jugendlicher stürzte aus einem Apartmenthaus in den Tod. Auf dessen Handy sind nur zwei Nummern gespeichert - und eine davon gehört ausgerechnet zu Gray. Hat der Tote etwas mit seinem Sohn zu tun?

Meine Meinung:
Leider konnte mich diese Geschichte nicht wirklich überzeugen. Die Sprache und allgemein die Stimmung im Buch sind sehr düster und wirken kalt auf den Leser. Der Hauptprotagonist Gray hat in seinem Leben bisher viel Leid erlebt - er wird mir aber nicht einmal trotz dieser traurigen Vergangenheit sympathisch. Auch seine Kollegen und Vorgesetzen sind gefühlskalt - es herrscht in diesem Team keine gute Stimmung und jeder geht seinen Weg. Schade - denn eigentlich hätte die Geschichte rein von der Story her viel Potenzial gehabt. Ich kann leider keine Leseempfehlung für "Totengrab" erteilen.«
  8      0        – geschrieben von nickilotta
Kommentar vom 7. Dezember 2017 um 13:43 Uhr (Schulnote 4):
» Tragödien bestimmen das Leben von Detective Sergeant Solomon Gray, nicht nur beruflich bedingt, sondern auch privat. Vor 10 Jahren verschwand während eines gemeinsamen Jahrmarktbesuchs sein kleiner Sohn Tom. Bis heute fehlt jede Spur von ihm. Solomons Frau nahm sich daraufhin das Leben. Er selbst hingegen stellt sich die Frage eines möglichen Suizides nicht, denn er hat noch viele Fragen.
Familiär auf sich allein gestellt, da er zu seiner Tochter Hope auch kein Verhältnis mehr hat, betäubt er sich mit Arbeit. Dabei sind das in der Regel scheußliche Verbrechen. Wie in seinem neuesten Fall, dort hat ein Jugendlicher sich in suizidaler Absicht vom Balkon gestürzt. Als Gray am Unfallort eintrifft stockt ihm der Atem, denn der Junge könnte in etwa Toms Alter haben. Doch warum hatte der Tote, den Grey bis dato noch nicht gesehen hatte, seine Handynummer eingespeichert?
Keith Nixon hat mit seiner Figur des Gray den Stereotypen schlechthin gezeichnet, ich möchte schon bald sagen überzeichnet. Ein Mann der psychisch durch persönliche Tragödien zerstört ist, jedoch trotzdem den erfolgreichen einsamen Wolf mimt, der dann tatsächlich den Mordfall löst. Diese Konstellation muss nicht unbedingt schlecht sein, und diverse andere Autoren des Genres schaffen es einen guten Krimi zu konzipieren. Keith Nixon kann mich jedoch nicht überzeugen. Die reale Aufklärung eines Verbrechens ist anders als in der Literatur, Teamarbeit. So wie der Charakter des Gray überzeichnet ist, sind es alle anderen Mitwirkenden auch. Alle scheinen irgendwie ein falsches Spiel zu spielen, keiner traut dem anderen und Auseinandersetzungen werden in der Regel physisch beendet. Man hat das Gefühl sich permanent in eine Kneipenschlägerei zu befinden.
Ein wirklich vielversprechender Ansatz der sich nach den ersten Seite ergibt, doch leider setzt der Autor dies für mich nicht um. Sämtliche Spannungsbögen werden schon in der Entstehung gekappt.
Dabei gibt es wirklich viel Potenzial, diverse Morde und diverse auch politische Skandale, doch verläuft irgendwie alles im Sande. Mir fehlt eine gewisse Struktur. Genauso wie der Leser tappen die Ermittler im Dunkeln, was die Verbindung zwischen den Morden betrifft. Der Autor gibt so gut wie gar keinen Spielraum zum miträtseln. Deswegen dümpelt die Geschichte auch bis auf Seite 210 vor sich hin. Die eigentliche Aufklärung hingegen ist unspektakulär .«
  11      1        – geschrieben von anyways
Kommentar vom 2. Dezember 2017 um 10:00 Uhr (Schulnote 3):
» In dem englischen Provinzstädtchen Margate stürzt sich ein Teenager von einem Balkon. Selbstmord, so die erste Erkenntnis der Polizei. Doch Detective Sergeant Solomon Gray hat ein ungutes Gefühl, könnte der Jugendliche sein seit 10 Jahren vermisster Sohn sein? Noch immer ist er auf der Suche nach dem Jungen, von dem seither jede Spur fehlt und der noch irgendwo da draußen sein muss. Vor allem ist es seltsam, dass der Tote auf seinem Handy die Nummer Grays gespeichert hatte. Was hat dies zu bedeuten? Bei der Suche nach Angehörigen stößt Gray bald auf einen alten Bekannten, der den Fall in einem anderen Licht erscheinen lässt. Doch die Entwicklungen fordern ihren Tribut und mehr und mehr versinkt Gray wieder in der Depression, die ihn schon seit Jahren im Griff hat.

Der Ansatz des Krimis klingt fesselnd und hat viel Potenzial. Leider wurde dieses für meinen Geschmack in der Umsetzung verspielt, so dass nur ein durchschnittlicher Roman mit überschaubarere Spannung entstanden ist. Die Parallelen zwischen dem toten Jugendlichen und dem vermissten Sohn des Polizisten bieten eigentlich viel Raum für Spekulation und nervenzerreißende Ermittlungen, aber dies wird zu schnell aufgegeben.

Die Ermittlungen verlaufen insgesamt nicht sehr zielstrebig und wenig überzeugend. Steht zunächst vor allem für seine Vorgesetzten die Frage im Raum, welche Verbindung es zwischen dem Jungen und Gray gibt, wird dies irgendwann einfach nicht mehr verfolgt und letztlich ignoriert. Auch wird ein großer Skandal angelegt, der jedoch ebenfalls auf der Strecke bleibt und nicht den vermuteten und erhofften großen Knall bringt. Aus dem Nichts taucht derweil ein zweiter Fall und zahlreiche Ermordetet auf – hier fehlt mir die Plausibilität, das Handeln der Figuren ist nicht überzeugend motiviert und zu zufällig, um gerade zu diesem Zeitpunkt wirklich diesen Verlauf zu nehmen.

Der Protagonist hat zwar mit der Anlage seiner Vorgeschichte einige Facetten, die mit in die Handlung einspielen, aber mir bleibt er zu eindimensional und schablonenhaft. Zu oft hat man von dem vom Schicksal schwer getroffenen Ermittler gelesen, der depressiv wird und sich mit Alkohol derart zudröhnt, dass er sich an seine eigenen Handlungen nicht mehr erinnern kann und in geistiger Umnebelung schwere Straftaten begeht – was ihn aber nicht daran hindert im Alleingang dennoch den Fall aufzuklären. Solomon Gray kann mich nicht als Fan gewinnen.

Alles in allem durchaus lesbar, aber kein Krimi, der für mich so überzeugend ist, dass ich weitere Bände aus der Reihe lesen wollen würde.«
  13      1        – geschrieben von miss.mesmerized
 
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