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Der Tanz unseres Lebens
Verfasser: Noa C. Walker (10)
Verlag: Tinte & Feder (280)
VÖ: 28. November 2017
Genre: Drama (93) und Romantische Literatur (29659)
Seiten: 397 (Kindle Edition), 400 (Taschenbuch-Version)
Themen: Down-Syndrom (17), Schicksalsschläge (371), Tanzen (237), Tod (1282), Trauer (516)
Charts: Einstieg am 10. Dezember 2017
Zuletzt dabei am 16. Dezember 2017
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Erklärung der Bewertungssysteme
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Lesermeinungen (3)     Blogger (3)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 17. Mai 2020 um 21:22 Uhr (Schulnote 1):
» #Anzeige, #Hörbuch, #Lebensgeschichte

Da ich sehr begeistert von der Geschichte Du , ich und die Farben des Lebens war, habe ich mir gleich das nächste Hörbuch von Noa C. Walker geschnappt.

Auch diese Geschichte konnte mich mit ihrem Tiefsinn sehr begeistern. Es geht um geplante Wege – Wünsche, die man vor Augen hat und plötzlich kommt ein Schicksalsschlag dazwischen. Der geplante Weg führt in eine Sackgasse , öffnet dafür neue Wege.

Ganz besonders gefielen mir die Zitate – passend zur Situation, eingeflochten in die Geschichte um Zoe – ein Mädchen mit Trisomie 21.

Die Handlungen waren sehr bewegend, regten zum Nachdenken an, die Protas waren sehr gut ausgearbeitet und wirkten Authentisch. Ich konnte mich in jede Person gut hinein fühlen.

Auch mit dem Kreislauf des Lebens werden wir konfrontiert. Ein Leben kommt, ein Leben geht.

Verschiedenen Menschen mit den unterschiedlichsten Schicksalen finden zusammen und jeder hat seine Last auf seine Weise zu tragen. Jeder beschreitet Wege, die nicht geplant waren – in Liebe Zuversicht und Freundschaft.

Zitat aus dem Buch:

Die Liebe ist geduldig und freundlich.

Sie ist nicht neidisch oder überheblich,

stolz oder anstößig.

Die Liebe ist nicht selbstsüchtig.

Sie lässt sich nicht reizen,

und wenn man ihr bösest tut,

trägt sie es nicht nach.

Sie freut sich niemals über Ungerechtigkeit,

sondern sie freut sich immer an der Wahrheit.

Die Liebe erträgt alles,

verliert nie den Glauben,

bewahrt stets die Hoffnung

und bleibt bestehen,

was auch geschied.

1. Korinther 13.4-7«
  7      0        – geschrieben von Rinas Bücherblog
 
Kommentar vom 3. Dezember 2017 um 16:36 Uhr (Schulnote 1):
» Dass es bei einem Buch von Noa C. Walker ein Wechselbad der Gefühle werden würde, hatte ich geahnt, aber dieses Mal wird es besonders heftig.
Eine junge Tänzerin wird bei ihrem Tanz auf dem Eis beobachtet. Welch ein Glück! Denn während sie alle ihre Gefühle beim Tanz abarbeitet, geschieht ein Unglück - sie bricht ein. Ihr Beobachter Martin ist noch rechtzeitig zur Stelle, um Florence zu retten. Florence will keinesfalls in ein Krankenhaus und daher bringt Martin sie zu Claire. So kommt es, dass das Schicksal einige Menschen in diesem kleinen Dorf in der Romandie zusammenbringt und ihr Leben verändert.
Der Kinderkardiologe Martin hat sich hierhin zurückgezogen, weil ihm ein Krankheitsfall besonders nahe ging und er sich schuldig fühlt. Nun hat er eine kleine Praxis, in der er die ganz normalen Wehwehchen der Kinder behandelt.
Claire ist alleinerziehende Mutter von zwei Kindern und ganz besonders beansprucht, denn ihre Tochter Zoé ist mit Trisomie 21 auf die Welt gekommen. Das Mädchen ist selbstbewusst, strahlt gute Laune aus und geht unbefangen auf Menschen zu. Claire muss für den Lebensunterhalt sorgen und auch dafür, dass jemand sich um Zoé kümmert. Sie sorgt sich aber auch um ihre große Tochter Lysann.
Dann ist da natürlich Florence, die immer ehrgeizig ihr Ziel verfolgt hat, um eine gefragte Tänzerin zu werden. Mit ihrem Tanz verzaubert sie die Menschen. Doch dann ist etwas geschehen, das sie in dieses Dorf gebracht hat. Sie will eine Weile bleiben und sich um Zoé kümmern. Aber jeden Abend treibt etwas Florence zum Tanzen aufs Eis.
Das Buch ist wundervoll zu lesen, obwohl das Schicksal es mit den Protagonisten wirklich nicht gut meint. Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Aber als es so richtig dicke kommt und die Verzweiflung nicht ausbleibt, wachsen diese Menschen zusammen. Zoé spendet Trost durch ihr Dasein und ihr einnehmendes Wesen, Florence durch ihren Tanz mit dem sie auf andere zugeht, und der alte Mann namens Harald taucht wie ein Engel auf und nimmt mit seiner Zuversicht und seinem Glauben die Angst.
Die Geschichte ist sehr traurig, sie lässt wohl niemanden kalt. Da aber Zoé mit ihrem Zitatenschatz oft genug für komische Momente sorgt, musste ich doch immer wieder mal schmunzeln. Das Schicksal dieser Menschen hat mich berührt und ich habe mich gefragt: Wie kann man das alles tragen? Aber gerade in solchen Zeiten merkt man, wie stark man wirklich ist.
Es ist eine sehr berührende Geschichte, die mich nicht so schnell loslässt.«
  17      0        – geschrieben von buecherwurm1310
Kommentar vom 30. November 2017 um 0:31 Uhr (Schulnote 1):
» Manche haben zu leben schon aufgehört, ehe sie anfingen.

"Der Tanz ist das stärkste Ausdrucksmittel der menschlichen Seele." (Thomas Niederreuther)
An einem kalten Winterabend im kleinen Berdorf in der Romandie tanzt Florence auf dem vereisten Bergsee und bricht dabei durchs Eis in den See ein. Zum Glück hat ihren Tanz Martin, ein junger Arzt gesehen und kann sie noch rechtzeitig retten. Dass dies der Beginn seiner großen, aber nicht ganz einfachen Liebe werden soll ahnt er da noch nicht. Da sie sich vehement gegen die Klinik wehrt, begibt er sie in die Obhut von Claire seiner Vermieterin. Dort lernt sie Zoé kennen, ihre Tochter, die am Down-Syndrom leidet. Da Claire merkt das Florance etwas mit sich herumträgt, bietet sie dieser an auf Zoé aufzupassen, während sie arbeiten geht. Florance scheint auch mit Zoé gut klar zukommen und sich bei Claire wohlzufühlen. Wäre da nicht ihr wohlbehütetes Geheimnis, das sie jeden Abend zum Tanzen aufs Eis treibt. Martin merkt sehr schnell, dass sie ihm gegenüber eine gewisse Distanz aufbaut, dessen Grund er nur erahnen kann. Er weiß, das Florance ihn immer mehr fasziniert und er hinter ihr Geheimnis kommen muss. Aber auch Martin hat ein Schicksalsschlag in dieses Bergdorf gezogen, von dem niemand etwas weiß. Wird das Leben und die Liebe ihre Herzen füreinander öffnen?

Meine Meinung:
Diese Geschichte in dem Buch ist keine leichte und einfache Kost, den es geht um größere und schwere Schicksalsschläge die das Leben für die Protagonisten des Buches bereit hält. Einige Szenen haben mich auch sehr emotional berührt, trotzdem werden in diesem Buch viele ernste Themen behandelt, die wichtig sind. Der Autorin ist der Spagat zwischen Krankheit, Schicksalen, Leben, Liebe, und dem Glauben, mit sehr viel Humor gelungen. Der Schreibstil ist vielleicht mitunter nicht immer einfach, aber sehr tiefgründig und bewegend. Selten hat mich ein Buch so in den Bann gezogen und berührt, wie dieses. So mag manchem Leser die geballte Ladung an Lebensweisheiten und -situationen zu viel sein, weil man mitunter kaum Luft holen kann. Unter anderem hat mir eine Weisheit sehr gut gefallen:
"Menschen sind wie Schneekristalle, oberflächlich sehen sie alle gleich aus, werden geboren, schweben durch das Leben. Werden manchmal von heftigen Böen geschüttelt, woanders hingetrieben, als wir uns eigentlich vorgestellt hatten, um schließlich zu sterben. Doch wenn man die Schneeflocken oder Menschen näher betrachtet, sieht man das einzigartige, filigrane."
Beeindruckt haben mich die Gaben von Zoé, Zitate im passenden Moment zu sagen, die man auch alle am Ende des Buches findet. So traurig dann auch bestimmte Teile des Buches sind, umso lustiger ist die Situationskomik, die mich oft hat schmunzeln lassen. Trotzdem werden hier sehr harte und bewegende Schicksale aufgeführt, bei denen die Autorin oft die treffenden Worte findet. Doch es ist kein Buch für zartbesaitete Menschen, den mitunter gibt es in der Not kein Happyend. Doch das Leben geht auch dann weiter, das will uns diese Geschichte vermitteln. Deshalb von mir 5 von 5 Sterne, eine Leseempfehlung und bitte Taschentücher bereit halten!«
  14      0        – geschrieben von claudi-1963
 
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