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Ich war noch niemals in New York
Verfasser: Heidrun Böhm (1)
Verlag: Eigenverlag (10873) und Seemann Publishing (1)
VÖ: 14. November 2017
Genre: Biografie (1126)
Seiten: 346 (Kindle Edition), 344 (Taschenbuch-Version)
Themen: Mütter (522), Schriftsteller (840), Schwaben (49)
Werbung: Offizielle Buchvorstellung anzeigen
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Heidrun Böhm für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Heidrun Böhm gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Twitter und bei Facebook.
Bei Amazon ist das Buch an dieser Stelle erhältlich. Bei diesem Link handelt es sich um Werbung, er enthält einen Affiliate-Code.

Ich glaube nicht, dass ich wieder gesund werde. Bitte verzeiht mir, dass ich gehen möchte, in eine andere, bessere Welt. Dort werden wir uns wiedersehen. Ohne Schmerzen, ohne Ängste, und vor allen Dingen, ohne dass ich jemand zur Last fallen muss. Ich habe getan, was ich für euch tun konnte. Gott, an den ich fest glaube, wird mich aufnehmen. Ich umarme euch. Denkt an mich, betet für mich.
Eure Mutter und Oma , die euch sehr liebt.

Meine Mutter war eine Frau, die niemals klagte. Aufgewachsen in den Wirren des zweiten Weltkrieges, Flakhelferin war sie gewesen, am Ende des Krieges. Danach Heimgekommen um nach einem Fliegerangriff auf ihre Heimatstadt die Trümmer ihres Elternhauses zu beseitigen. Gesehen wie ihre eigene Mutter an Krebs starb, und erlebt, wie ihr Vater sich danach an sie klammerte, sie nicht loslassen wollte. Einen Mann geheiratet, der wegen einiger Diebstähle ins Gefängnis kam und sie vergewaltigte. Drei Kinder hatte sie ihm geboren, eines davon war geistig behindert. Nach der Scheidung von meinem Vater hatte sie als Alleinerziehende ihr Leben gemeistert, war immer arbeiten gegangen. Das vierte Kind, das sie gebar war ein Kuckuckskind. Sein Vater verstarb bei einem Autounfall. Auch dieses Kind war ihr willkommen.
     Später musste sie den frühen Tod ihres Sohnes akzeptieren. Lange Zeit war mir nur sein Leiden in Erinnerung.
     Ich weinte, weil mein Bruder seine Begabung vergeudet hatte, weil ein vielversprechender Mann sich selbst zerstört hatte. Ich weinte um den Bruder, den ich einmal geliebt hatte. Mutter war monatelang zutiefst verzweifelt. Sie bekam ihr geistiges Gleichgewicht wieder. Verarbeiten konnte sie diesen Verlust nicht. Sie genoss nun ihren Ruhestand, und war gewöhnlich sehr aktiv.
     Ich wohnte mit meinem Freund Karl Heinz hundert Kilometer von ihrem Heimatort entfernt, hatte hier meine Arbeitsstelle.
     Wir hatten eine Vereinbarung, getroffen: Einmal wöchentlich telefonieren wir. Seit zwei Wochen hatte sie sich nicht gemeldet.
     „Mir geht es gut, du brauchst nicht zu kommen“, sagte sie, als ich sie erreichte. Mutters Stimme verlor den Halt, sie nuschelte. Vor einiger Zeit war ich bei ihr gewesen, ich sah, dass es ihr nicht gut ging. Sie war aufgrund ihrer Arthrose in Behandlung, und lehnte es ab, sich ein neues Kniegelenk einsetzen zu lassen. Ihr Körper war zusammengeschrumpft. Das Gehen fiel ihr schwer. Ihr, der Frau, für die es nichts Schöneres gab, als lange Wanderungen zu machen. „Der Arzt hat alles unter Kontrolle, mach dir keine Sorgen, „ sagte sie knapp.“ Ich komme Morgen, “ entgegnete ich kurzentschlossen, und legte den Hörer auf.
     Einige Zeit später rief mein Sohn an. Er wohnte im selben Ort wie seine Oma, und hatte den Auftrag, ab und zu nach ihr zu sehen. „Die Oma macht mir die Tür nicht auf“, erklärte er. Ich versuchte, ihn zu beruhigen, sagte ihm, ich komme am nächsten Tag, und dachte an meine Schwester Gabi, das Kuckukskind, die nur hundert Meter von meiner Mutter entfernt wohnte.
     Sie und Mutter waren seit Jahren zerstritten, was meine Schwester auch auf mich bezog, obwohl ich mit diesem Streit nichts zu tun hatte. Ich hatte ihr einen Brief geschrieben, und sie gebeten, nach unserer Mutter zu sehen, hatte ihr die aktuelle Situation erklärt. Eine Antwort bekam ich nicht. Es kam nie eine Antwort, wenn ich ihr geschrieben hatte. Auch nun nicht, da es um unsere Mutter ging.
     Es ist verdammt einfach, sich nicht zu melden, dachte ich. Die Telefonnummer meiner Schwester hatte ich, sollte ich sie anrufen? Ich entschied mich dafür, es nicht zu tun. Es hatte keinen Sinn. Sie würde das Gespräch nicht annehmen, wenn sie bemerkte, dass ich am Telefon war.
     Karl-Heinz kam von der Arbeit nach Hause. Ich erklärte ihm, was passiert war. „Ich würde dich heute Abend noch zu deiner Mutter bringen, aber ich muss Morgen wieder zeitig aufstehen“, sagte er. Das wollte ich ihm nicht zumuten. Ein Zug fuhr heute nichtmehr, und ich hatte keinen Führerschein. Sicher würde es reichen, wenn ich am nächsten Tag zu ihr ging.
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