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TASCHENBUCH
 
Der Prinz aus dem Paradies
Verfasser: Hera Lind (40)
Verlag: Diana (264)
VÖ: 13. November 2017
Genre: Tatsachenroman (85)
Seiten: 417 (Kindle Edition), 416 (Taschenbuch-Version)
Themen: Deutschland (586), Ehe (414), Hochzeit (1045), Kennenlernen (182), Sri Lanka (11), Verschwinden (1182)
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MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 28. März 2018 um 19:37 Uhr (Schulnote 3):
» Wir lernen Rosemarie kennen, eine Frau die nach einer Scheidung, zwei erwachsenen Kindern, einem erfüllenden Job als Psychologin, mitten im Leben steht.
Einsam, aber selbstständig.
Nebenher kümmert sie sich auch noch um ihren Vater sowie den behinderten Bruder.

Auf der Reise nach Sri Lanka verliebt sie sich Hals über Kopf in Kasun, ihren Prinzen aus dem Paradies.
Schnell haben Kasun und seine „Rose“ eine innige Verbindung und sie setzt alles daran ihn nach Deutschland zu holen, damit er gutes Geld verdienen und seine Familie unterstützen kann, da er der Alleinversorger seiner Eltern, der Geschwister und deren Familien ist.

Allerdings hat sie keine falschen Illusionen bezüglich einer Romanze, ihr geht es primär darum diesem jungen Mann zu helfen.
Nach Kasuns Ankunft, macht er ihr schnell bewusst dass er sie wirklich liebt und sie verleben einen wundervollen Sommer.
Ihre Familie nimmt Kasun liebevoll auf, allen voran ihr Vater, und der Singhalese kümmert sich herzlich um den alten Mann.
Mit der Zeit gibt es aber immer wieder Stimmungsschwankungen innerhalb ihrer Beziehung, trotzdem hält sie an ihm fest, beteuert er ihr doch immer wieder seine Liebe nach den Streitereien, und beweist es indem er sie auf erotische Höhenflüge mitnimmt.
Sie fühlt sich jung und begehrt in seiner Gegenwart und möchte ihn glücklich machen.
Eine Sache die auch finanziell sehr schnell richtig in die Höhe schellt.
Da sein Visum abzulaufen droht, heiratet sie ihn, nicht ohne ein vorheriges Drama.
Die erwartete Traumhochzeit war doch anders als erwartet, dennoch freut sie sich auf das gemeinsame Leben mit ihrem schönen Mann.

Während ihrer Beziehung erleben sie gute und schlechte Zeiten, auch ist es immer dringend notwendig das Kasun Zeit in Sri Lanka verbringt, um Erledigungen für die gemeinsame Zukunft zu machen, welche sie zwar gemeinsam planen aber in der Umsetzung immer kostspieliger werden, während sie mit dieser räumlichen Trennung nicht gut klar kommt.
Auch der Einfluss seiner Eltern, denen Rosemarie im Wissen das diese sanfte und gläubige Buddhisten sind, nichts Böses nachsagen kann sondern nur Sorge für sie empfindet, spielt eine große Rolle.

Hin und her gerissen zwischen der blinden Liebe zu Kasun, und Zweifeln bezüglich seiner Intension spitzt sich die Situation in unerwarteter Richtung zu…. Mehr kann ich nicht verraten, aber macht euch gefasst auf eine nervenaufreibende Geschichte zum Ende hin.

Ich liebe Hera Linds Schreibstil, ich war völlig gefesselt und habe es in einem Rutsch durchgelesen.
Die Story einer Frau die zu viel liebte, kenne ich mittlerweile zur Genüge, und dennoch war ich aufgrund der flüssigen und bildlichen Schilderung mittendrin.
Rosemaries Gefühlswelt, diese, ja man kann sagen Besessenheit von Kasun, der ihr einfach das Gefühl vermittelt die Eine zu sein und diese Zweifel ob man sie vielleicht doch nur ausnimmt wie eine Weihnachtsgans wurde sehr detailliert wiedergegeben.

Aber, und das muss ich jetzt hier schreiben, habe ich teilweise richtige Aggressionen beim Lesen empfunden. Ich wollte „Rose“ schütteln und ihr die Augen öffnen. Mehrmals musste ich eine kurze Lesepause einlegen um mich selbst zu beruhigen.
Kann man denn so gutgläubig durchs Leben gehen? Ja, sie ist ein positiver Mensch und ihr Leitsatz lautet: Vertrauen ist immer 100%, und ja, sie hat ein Helfersydrom… aber bitte sei doch nicht so naiv!!!

„Ohne Vergebung gibt es keine Menschlichkeit“

Mit dem Ende bin ich persönlich total unglücklich. Ich kann es nicht glauben. IHM nicht glauben.
Ich hätte mehr erwartet für Rosemarie. Wirklich.

„Vergebung geschieht nicht durch Worte, sondern durch gelebtes Vergeben.“

Trotz ihrer fast jugendlichen Naivität hat sie ein wunderbar gutes Herz, welches belohnt werden sollte durch ihr persönliches Happy End. Sie hat verdient.«
  13      0        – geschrieben von derpandaliest
 
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