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Leere Herzen
Verfasser: Juli Zeh (19)
Verlag: Luchterhand (51)
VÖ: 13. November 2017
Genre: Thriller (4325)
Seiten: 352 (Gebundene Version), 353 (Kindle Edition)
Themen: Demokratie (28), Deutschland (505), Gefahr (446), Tod (740), Trittbrettfahrer (1), Unternehmen (33)
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Lesermeinungen (3)     Blogger (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 19. November 2017 um 5:40 Uhr (Schulnote 5):
» Die Brücke

Es ist schwer zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben ohne zuviel zu verraten.
Die Geschichte spielt in der Zukunft im Jahr 2025. Eine Partei namens BBB hat die Macht übernommen und deshalb haben Britta und ihr Geschäftspartner Babak ein Unternehmen gegründet um dieses System zu bekämpfen. Was genau hinter dem Unternehmen steckt wissen weder Freunde noch Familie. Denn es ist ein Geschäft mit dem Tod das besser nicht an die Öffentlichkeit gerät. Doch wie das so ist mit lukrativen Geschäften, es ruft Neider und Gegner auf den Plan. Das müssen auch Britta und Babak erfahren. Plötzlich ist ihr eigenes Leben in Gefahr und sie müssen eine Entscheidung treffen, die nicht nur für sie Leben oder Tod bedeutet.

Ich bin bei diesem Buch echt hin und hergerissen ob es mir gefällt oder eine nur eine total abstruse Story ist.
Man möchte sich so ein Szenario gar nicht vorstellen, aber irgendwie schafft es die Autorin kleine Zweifel zu säen, so dass man es doch nicht ganz ausschließen kann. Wir wissen alle nicht was die politische Zukunft für uns bereit hält und in den letzten Jahren sind Dinge passiert, die ich auch nie für möglich gehalten hätte. Deshalb regt das Buch letztendlich doch zum Nachdenken an.
Mit Britta und Babak habe ich gehadert. Wenn man erfährt was genau die Brücke ist und womit sie so viel Geld verdient haben, dreht sich einem der Magen um. Gegen Ende stellt sich dann ein Fünkchen Sympathie ein, aber das ändert nichts an meinem Gesamtbild der beiden. Als Freunde möchte ich sie nicht haben.
Ganz überzeugt hat mich das Buch nicht, da es teilweise doch schon mal den Spannungsbogen verliert. Trotzdem finde ich dass es ein Buch ist das gelesen werden sollte da es zum Nachdenken anregt.«
  10      0        – geschrieben von Tamaru
Kommentar vom 13. November 2017 um 21:33 Uhr (Schulnote 2):
» Terrorismus als buchbare Dienstleistung. Kann es so etwas geben? Natürlich, denn wie „Brücke“, das Projekt von Britta Söldner und ihrem Geschäftspartner Babak beweist, ist dies eine Marktlücke, mit der man sehr viel Geld verdienen kann. Was umfasst das Angebot der beiden? Rekrutierung und Training der Anwärter. Gezielte Auswahl und Überprüfung in einem 12-stufigen Verfahren. Garantierte Dienstleistung mit 100%-iger Erfolgsquote. Davon lässt sich gut leben, auch wenn weder Brittas Mann noch ihre Freunde genau wissen, was sie tut. Expandieren wäre zu gefährlich, den Ball flach halten und nicht auffallen ist die Devise. Doch irgendjemand hat ein Auge auf das erfolgreiche Geschäft mit den Attentaten geworfen und mischt sich ein. Britta und Babak bekommen Angst. Wer ist ihr Gegner, der offenbar nicht nur mächtig, sondern vor allem skrupellos ist?

Juli Zehs aktueller Roman ist eine Art dystopische Gesellschaftskritik. Die Handlung ist in der nahen Zukunft angesiedelt, jedoch in der Post-Merkelschen Ära, wenn eine neue Partei das Ruder übernommen hat und langsam die Demokratie und den Glauben an Europa zerstört. Mehr und mehr werden die Freiheiten der Bürger beschnitten, die dies jedoch als träge Masse hinnehmen und sich in ihrem Wohlstand ausruhen. Das Refugium des Privaten, wo man möglichst wenig Gedanken an die Politik verschwendet, ist das neue Lieblingsziel der Mittelschicht. Gestört wird dieses Idyll nur durch gelegentliche wohl platzierte und kontrollierte Anschläge, die kurz aufpoppen, dank geringer Personen- und Sachschäden jedoch genauso schnell wieder verpuffen.

Auch wenn ich das Grundkonzept mit einer Agentur für Attentäter eine recht innovative Idee finde, bleibt vieles doch so abgehoben unrealistisch, dass es mir nicht authentisch genug erscheint, um mich gänzlich zu überzeugen. Vor allem die Bekämpfung des politischen Systems, an sich spannend und interessant, verliert an Brisanz durch die geringe Konkretheit der politischen Verhältnisse. Das Private der Figuren dominiert so stark, dass man sich nur schemenhaft ein Bild der Gesamtgesellschaft machen kann. Die einzelnen Aspekte sind zu vage, um wirklich eine angreifbare Vorstellung zu schaffen.

Wo das personenübergreifende, gesellschaftliche Ganze zu schemenhaft bleibt, bekommt man einen sehr intensiven Eindruck der Figuren. Diese, allen voran Britta und Janina, sind vielschichtig gezeichnet und wirken lebendig und authentisch. Für mich war Juli Zeh auch vor allem in der Eingangsszene mit dem Abendessen der befreundeten Familien am stärksten, sie ist eine begnadete Erzählerin, der es immer wieder gelingt Atmosphären zu schaffen und den Leser in die Handlung eintauchen zu lassen. Je kritischer die Situation für die Agentur wird, desto höher wird das Tempo und desto passender verlieren die Figuren ihre Selbstsicherheit und Ruhe. Das ist alles sehr stimmig, auch die Spannung steigt kontinuierlich Richtung Ende. Hier wiederum war ich etwas irritiert, so ganz passend und überzeugend war die Lösung für mich nicht. Auch waren mir die Namen eher zu platt – die Söldnerin für das Heer der Attentäter und Babak, der kleine Vater des Supercomputers – hier hätte man kreativer sein können.

Alles in allem daher eine unterhaltsame Geschichte, die zwar erzählerisch gelungen ist, bei der sich aber auch gewisse Schwächen nicht verleugnen lassen.«
  14      0        – geschrieben von miss.mesmerized
 
Kommentar vom 13. November 2017 um 19:12 Uhr:
» Faszinierend und entlarvend:

„Du denkst, du kannst die Leere in dir auskotzen. Aber Leere kann man nicht auskotzen. Man muss sie füllen.“ (S. 289)

Zusammenfassung. Was braucht die Gesellschaft noch, was brauchen die Menschen noch in der nahen Zukunft, in der alles ausgehöhlt und leer ist? Die Antwort versucht jeder der Protagonisten zu finden und wir begleiten die Mutter und Geschäftsfrau Britta auf ihrem Weg in einer absurden Welt, die vordergründig immer fortschrittlicher wird und doch mit ihrer Rückschrittlichkeit zu kämpfen hat.

Erster Satz. Knut und Janina kamen um fünf.

Cover. Ich mag das Gefühl des geriffelten Einbands sehr, sehr gern und auch die Optik gefällt mir: Irgendwie gelingt es, den Titel „Leere Herzen“ greifbar zu machen durch die Leere des Buchcovers. Ob man die schwarzen Tupfen nun als anachronistische Tintenflecke interpretiert oder als versprengte Bluttropfen, ich hätte im Laden nicht lange gezögert.

Inhalt. Juli Zeh zeichnet das Bild einer Gesellschaft, in der ich nicht leben möchte und die trotzdem leider nicht allzu unrealistisch ist. Zugleich finden wir jedoch nicht, wie ich im Vorfeld befürchtet hatte, einen dystopischen Politthriller mit panischem Unterton vor, sondern vielmehr eine Charakterstudie vor politischem Hintergrund. Was bleibt übrig von uns, wenn die Gesellschaft ausgehöhlt wird? Wie wird man glücklich in dieser Welt? Und gibt es vielleicht unter all dem, was unabänderlich scheint, doch noch die Möglichkeit, etwas zu tun?
Dieses Buch hat es geschafft, mich zu überraschen. Es gefällt mir, wie es aufgebaut ist, wie lange man (auf jeden Fall ich) rätseln musste, wie genau Britta nun ihre Praxis aufgezogen hat und was dahintersteckt, und wie logisch am Ende trotzdem alles erscheint.
Was mir außerdem gut gefällt: Wie selbstverständlich die Dinge eingeführt und erwähnt werden, die für Britta und ihre Mitmenschen normal, für uns jedoch beinahe schockierend, mindestens jedoch irritierend sind. Die Welt wird nicht erklärt, sondern sie fließt als Selbstverständlichkeit, als gegebene Umgebung in den Roman mit ein. Das machte mir persönlich das Lesen angenehmer als ein Buch, in dem zuerst über Seiten hinweg erklärt wird, wie die Welt aussieht.

Personen. Die Protagonisten in Juli Zehs Roman haben alle ihre eigenen Kämpfe auszufechten, besonders gut können wir dabei Britta beobachten. Ihre Entwicklung ist in meinen Augen ziemlich gut gelungen – ihre Erkenntnisse in Bezug auf die Welt um sie herum laufen in gewisser Weise parallel zu ihrer körperlichen Entwicklung und das findet Erwähnung, drängt sich aber dabei nicht auf.

Fazit. Insgesamt muss ich feststellen, dass es mir schwerer fällt als gedacht, meine Begeisterung in Worte zu fassen. Dieser faszinierende Roman ist spannend, zugleich auf die offensichtliche, handlungsbezogene Weise wie auch in einem irgendwie unterschwelligen Sinne. Weder der Begriff des Polit-, noch der des Psychothrillers wird ihm gerecht, vielmehr ist es ein entlarvend ehrliches Bild einer möglichen Zukunft und der Menschen – und damit uns – in dieser zukünftigen Welt, das uns die Augen öffnen kann und sollte.«
  12      0        – geschrieben von bücherbelle
 
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