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Die Lichter von Paris
Verfasser: Eleanor Brown (1)
Verlag: Insel (88)
VÖ: 23. Oktober 2017
Genre: Frauenliteratur (887)
Seiten: 387
Themen: Chicago (128), Künstler (185), Paris (344), Schriftsteller (734), Tagebücher (242), Träume (472), Zwanziger Jahre (99)
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Lesermeinungen (4)     Blogger (2)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 4. Dezember 2017 um 13:51 Uhr (Schulnote 3):
» Madeleine ist eine ehe eingegangen, die sie eigentlich gar nicht so recht gewollt hatte, aber ihre Mutter hat sie stets bedrängt. Sie hat sich damals gefügt, genauso wie sie sich nun in ihrer Ehe fügt. Ihr Ehemann ist ein erfolgreicher Geschäftsmann und ihr fehlt eigentlich nichts, aber ihre eigenen Wünsche hat sie verdrängt. Als sie ihre Mutter besucht, fallen ihr Dokumente ihrer Großmutter in die Finger. Sie erkennt, dass ihre Großmutter ganz anders war, als wie Madeleine sie erlebt hat. Wie konnte sie sich so verändern?
Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. So können wir erleben, wie Margie in den zwanziger Jahren in Paris das Leben genossen und sich verliebt hat. Madeleines Geschichte spielt im Jahr 1999.
Obwohl sich der Schreibstil der Autorin gut lesen lässt, konnte mich die Geschichte nicht fesseln.
Madeleine hätte gerne gemalt, doch die Malerei musste sie auf Wunsch ihres Mannes aufgeben. Sie muss repräsentieren und darf allenfalls noch ein Ehrenamt ausüben. Ihr Mann bestimmt, was sie isst und trinkt und was sie anziehen darf. Er ist ein unangenehmer Mensch. Warum aber lässt sich das Madeleine gefallen? Sie ist doch erwachsen. Warum wehrt sie sich nie – weder bei ihrer Mutter noch bei ihrem Mann? Sie ist unzufrieden, ergeht sich im Selbstmitleid und begehrt nicht auf. Ich habe sie nicht verstanden und hätte sie am liebsten durchgeschüttelt, damit sie zu Verstand kommt.
Aber auch Margie hat sich in ihr Leben drängen lassen, wie sie es eigentlich gar nicht wollte. Sie hat ein freies, unbeschwertes Leben in Paris geführt und geht bei den ersten Widrigkeiten zurück und heiratet, um es der Familie recht zu machen. Nur damals waren die Zeiten noch anders und es war schwierig für junge Frauen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Die Geschichte der beiden Frauen wiederholt sich, nur dass fast achtzig Jahre dazwischen liegen. Am Ende löst sich Madeleine aus dem fremdbestimmten Leben, denn sie erkennt endlich was ihr wichtig ist.
Das Buch hat mich nicht gepackt.«
  11      1        – geschrieben von buecherwurm1310
Kommentar vom 25. Oktober 2017 um 8:25 Uhr:
» In ihrem neuen Roman "Die Lichter von Paris" entführt mich die Bestsellerautorin Eleanor Brown in meine absolute Lieblingsstadt. Hier darf ich das Paris der 20er Jahre kennenlernen.

Der Inhalt: Eigentlich hat Madeleine doch alles, was man sich nur wünschen kann. Ein sorgenfreies Leben in Chicago an der Seite eines erfolgreichen Mannes. Eine herrliche moderne Wohnung (hier muss man sich aber nicht unbedingt wohlfühlen). Aber irgendetwas fehlt Madeleine, denn irgenwie muss sie nur funktionieren. Denn genau wie ihre Mutter und ihre Großmutter ist sie gefangen in ihrem Leben, in dem ihre eigenen Träume und Wünsche keinen Platz haben. Doch dann entdeckt Madeleine eines Tages auf dem Dachboden ihres Elternhauses die Tagebücher ihrer Großmutter. Und sie erfährt, was für eine lebenslustige Frau ihre Großmutter eigentlich gewesen ist, und wie sie zu der verbitterten Frau wurde, wie sie Madeleine kannte. Und dann beginnt Madeleine ihr eigenes Leben zu überdenken.....

Eine atemberaubende Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Zeile total begeistert hat. Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar, sie lässt den Leser sofort in die Geschichte eintauchen und ich habe das Gefühl, das Paris der 20er Jahre selbst erlebt zu haben. Sie schildert die Ehe von Madeleine und ich kann sie verstehen, dass sie sich wie im Gefängnis fühlt. Und dann dürfen wir mit Madeleine beim Lesen der Tagebücher in eine völlig andere Welt eintauchen. Und die Geschichte ihrer Großmutter hat mich begeistert - sie war für die damalige Zeit sehr mutig - und hat mich aber auch tief berührt. Manchmal ist es einfach traurig, wie das Schicksal zuschlägt. Und die Menschen zu dem werden lassen, wie sie dann sind. Die Autorin hat die Charaktere auch so perfekt beschrieben. Ich konnte mir sie alle bildlich vorstellen. Habe mit ihnen mitgelitten, gehofft, gebangt und geträumt. Besonders mein Aufenthalt in Paris hat mir riesengroßen Spaß gemacht. Kam ich doch an viele Orte, die ich selbst schon bestaunen durfte. Diese Stadt umgibt einfach ein ganz besondere magische Atmosphäre.

Eine perfekte Lektüre, für mich wieder ein Bestseller. Mir hat dieses Traumbuch wunderbare Lesestunden beschert, hat mich aber nachdenklich gemacht. Man soll seine eigenen Träume wirklich nie aus den Augen verlieren. Das Cover wirkt auf mich etwas melancholisch, aber es passt wunderbar. Selbstverständlich vergebe ich für dieses Lesehighlight 5 Sterne.«
  10      0        – geschrieben von zauberblume
 
Kommentar vom 24. Oktober 2017 um 15:37 Uhr (Schulnote 1):
» Inhalt:
Madeleine wohnt zusammen mit ihrem Mann, einem erfolgreichen Geschäftsmann, in Chicago, wo sie scheinbar ein Leben in Prunk führt und keiner bestimmten Arbeit nachgeht. Ihre einzigen Pflichten bestehen darin, sich wohltätig zu engagieren und ihrem Mann bei Geschäftsessen zu begleiten. Manche Frauen mögen dieses Leben als erfüllend finden, so jedoch nicht Madeleine. Sie sehnt sich nach Freiheit und will sich endlich selbst verwirklichen. Da kommt ihr eine Auszeit bei ihrer Mutter doch gelegen, jedoch wird sie dort nicht nur vor vollendete Tatsachen gestellt, sondern kommt auch mit der Vergangenheit ihrer Familie in Berührung. Auf dem Dachboden des Elternhauses findet die junge Frau eine Kiste voller Tageb ihrer Großmutter Margie. Genau wie Madeleine wollte auch Margie frei sein und trat in den 1920er Jahren eine Reise nach Paris an. Dort versuchte sich Margie als Schriftstellerin und bekam eine völlig neue Sicht auf das Leben und lernte neue Personen kennen, unter anderem einen jungen Künstler, der ihr das Herz gestohlen hat.
Während der Lektüre der Tagebücher beschließt Madeleine, auch in ihrem Leben etwas zu ändern und nur noch die Dinge zu tun, welcher ihr Freude bereiten.

Meinung:
Das Cover gefällt mir sehr gut. Es vereint gleichzeitig Modernität mit Nostalgie. Der altmodische Aspekt ensteht durch den leicht verblassten rechten Rand, weshalb es für mich den Anschein hat, als würde die Dame auf dem Cover in eine Art Nebel schauen und somit möglicherweise in die Vergangenheit. Der Zusammenhang, welcher somit zwischen dem Cover und dem Inhalt entsteht, finde ich sehr gelungen.

Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht. Es gibt erst einmal eine Einführung in die Geschichte, man lernt sowohl Madeleine, als auch Margie kennen. Somit passiert auf den ersten ungefährt 50 Seiten zwar nicht viel, mir hat dieser Abschnitt jedoch trotzdem gut gefallen, weil man sich ein Bild von den Protagonisten machen konnte und auch über die Lebensumstände Informationen erhalten hat.

Die Schreibweise hat mich von der ersten Seite an begeistert. Häufig wirken Beschreibungen von Situationen und Objekten fast schon poetisch und teilweise musste ich beim Lesen innehalten und einen Satz noch einmal lesen, weil er mir so gut gefallen hat. Außerdem ist mir sehr positiv aufgefallen, dass die Szenen nicht nur steif und ernst beschrieben wurden, sondern sich immer wieder kleine Details eingeschlichen haben, die das Beschriebene lebendig und authentisch erscheinen ließen.

Während des Lesens hatte ich öfters das Gefühl, als würde der Leser auf eine bestimmte Art in das Geschehen mit eingebunden sein. Dieser Eindruck entstand bei mir, weil ich mir viele Szenen bildhaft vorstellen konnte und somit das Gefühl hatte, mit im Raum zu stehen und die Ereignisse nicht nur als Leser zu erleben.

Von den Protagonisten konnte ich mir ein genaues Bild machen, weil man nicht nur äußerliche Details zu ihnen erhalten hat, sondern durch die Kapitel, welche immer abwechselnd aus Madeleine´s und Margie´s Sicht, erfährt man auch vieles über die Gedankenwelt der Protagonisten. Dadurch war es mir möglich, dass ich mich komplett auf den Inhalt einlassen konnte und mit ihnen mitgefiebert habe.

Während dem Verlauf der Handlung waren einige Geschehnisse nicht wirklich überraschend und somit vorhersehbar, jedoch hat mich die Geschichte trotzdem nicht einmal gelangweilt, sondern ich wollte trotzdem immer weiterlesen und sehen, wie sich am Ende alles zusammenfügt. Dies geschah meiner Meinung nach dadurch, weil die Autorin es geschafft hat, dass die Protagonisten sich während des Romans weiterentwickelt haben und man diese Wandlung gut beobachten und mitverfolgen konnte. Sie sind nicht nur über ihren eigenen Schatten gesprungen und haben etwas Neues ausprobiert, sondern haben auch eigene Fehler erkannt und manchmal zu vorschnell geurteilt.

Fazit:
Das Buch hat mich vor allem in dem letzten Kapitel sehr berührt und ich kann es jedem nur ans Herz legen, es zu lesen. Es besticht nicht nur durch einen wundervollen Schreibstil, sondern auch durch Gefühle und regt den Leser dadurch auch zum Nachdenken an.«
  14      0        – geschrieben von MarySophie
 
Kommentar vom 24. Oktober 2017 um 11:03 Uhr (Schulnote 1):
» Madeleine, Anfang 30, ist unglücklich. Sie ist zwar mit einem erfolgreichen Geschäftsmann verheiratet und lebt ganz ohne finanzielle Sorgen in einem schönen Haus in Chicago. Doch die gesellschaftlichen Verpflichtungen sind ihr zuwider. Und ihre eigenen Träume, zum Beispiel ihre Liebe zur Kunst, kann sie wegen ihres Mannes nicht verwirklichen. Wie schon ihre Mutter und ihre Großmutter Margie ist sie gefangen in einem Leben, das sie so nicht führen will. Doch dann findet Madeleine auf dem Dachboden ihres Elternhauses die Tagebücher ihrer Großmutter, die vor Jahrzehnten eine Weile in Paris verbrachte. Inspiriert von den Notizen, will Madeleine ihr Leben nun endlich selbst in die Hand nehmen…

„Die Lichter von Paris“ von Eleanor Brown ist ein gefühlvoller Roman, der sowohl in den 1920er-Jahren als auch 1999 spielt.

Meine Meinung:
Erzählt wird die Geschichte auf unterschiedlichen Zeitebenen, jeweils im Wechsel zwischen Madeleine und Margie. Diese Struktur des Buches hat mir gut gefallen. Auch die Ich-Perspektive funktioniert meiner Meinung nach wunderbar.

Positiv aufgefallen ist mir der sehr angenehme, flüssige Schreibstil, der mich schnell in die Handlung eintauchen ließ. Er führte dazu, dass die Seiten nur so dahinflogen und ich das Buch nur ungern zur Seite gelegt habe. Viele Vergleiche und Sprachbilder machten die Geschichte sehr anschaulich. Es wird sehr liebevoll und lebendig erzählt. Die Gedankenwelt von Madeleine und Margie kam deutlich zum Vorschein.

Auch inhaltlich konnte mich das Buch überzeugen und berühren. Mir waren beide Frauen schon nach kurzer Zeit nah. Die Hauptprotagonistinnen waren authentisch und facettenreich dargestellt. Sie waren mir sehr sympathisch, vor allem Margie, die als starke Frau ein Vorbild ist. Es war interessant, die Entwicklung der beiden zu verfolgen. Die Handlung war stimmig. Die Message des Buches kam gut bei mir an.

Ein Pluspunkt war für mich auch das tolle Setting. Mir hat es gefallen, dass die Handlung in Paris in den 1920er-Jahren, aber auch Chicago, eine meiner Lieblingsstädte, spielt. Das hübsche Cover und der verträumte Titel des Buches haben ihr Übriges dazu beigetragen, dass mich der Roman begeistern konnte.

Mein Fazit:
Mit ihrem neuen Roman legt Eleanor Brown eine bewegende Familiengeschichte vor, die mir schöne Lesestunden beschert hat. Ich kann das Buch definitiv empfehlen.«
  9      0        – geschrieben von milkysilvermoon
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