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KINDLE
 
Weston-Saga 1 - Die sieben Meere der Mutigen
Verfasser: Nicole Chisholm (1)
Verlag: Eigenverlag (8769)
VÖ: 9. Oktober 2017
Genre: Historischer Roman (2670) und Romantische Literatur (11633)
Seiten: 279
Themen: 19. Jahrhundert (822), England (739), London (1046), Napoleonische Kriege (26)
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Eine Frau. Ein wildes Herz. – Wie stark muss ihre Seele brennen, bis sie in die Freiheit stürmt?

London, 1807. In Frances lodert das Abenteuer und der verrückte Gedanke, die Welt zu bereisen. Doch ein Unglück reißt ihre Zukunft ins Ungewisse. Ist es wirklich nur eine bittere Laune des Schicksals? Oder lauert ein Feind in ihrem Nacken?
Von Frances wird fortan erwartet, sich der strengen Etikette der Gesellschaft zu verschreiben. Aber sie wählt den Weg der Mutigen. Im Geheimen forscht sie nach Antworten und findet die Spur zu ihrem Widersacher. Und schon zieht sich eine Schlinge um ihren Hals. So fest, dass es nur noch einen Ausweg gibt …

Im ersten Band der Weston Saga von Nicole Chisholm zeigen sich die Gegensätze der noblen Gesellschaft und Londons Zwielicht. Aber das ist erst der Anfang von Frances schillerndem Leben. Ferne Ufer, Überlebenskämpfe und Intrigen warten in den Folgebänden auf, sowie zwei Herzen, die für die Liebe genau so bluten wie fürs Freisein.
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LESEPROBE
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Nicole Chisholm für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Nicole Chisholm gibt es auf ihrer Autorenseite und bei Facebook.

     »Wir nehmen heute einen Umweg«, wies mein Vater Hornby an. »Ich muss wichtige Dokumente persönlich überreichen.«
     Er nannte dem Kutscher die Adresse und stieg zu uns in den Wagen, wo die Unterkleider, Röcke und Mäntel den gesamten Hohlraum unterhalb der Bänke ausfüllten. Als Vaters Blick den meinen streifte, bedachte ich ihn mit einer strengen Miene. Er sollte merken, dass sein Entschluss, mich von der Bibliothek fernzuhalten, auch für ihn Folgen hatte. Ich würde ihn noch eine Weile mit meiner schlechten Laune strafen, nahm ich mir vor. Doch er schaute rasch weg und beachtete mich nicht einmal mehr. Ich musste mir etwas Besseres einfallen lassen, als nur eine grimmige Miene aufzusetzen.
     Hornby zwängte das Zweigespann durch die monotone Morgenmasse der Piccadilly und kam beim Covent Garden endgültig ins Stocken. Während wir darauf warteten, dass zwei rote Droschken uns den Weg freigaben, rempelten ein paar Kinder unsere Kutsche an. Eins davon, kaum fünf Jahre alt, klatschte ein faules Salatblatt an unser Fenster. Es grinste uns mit fauligen Zähnen an.
     »Schert euch weg, ihr Bengel!«, wetterte mein Vater.
     Mutter warf ihm einen enttäuschten Blick zu. »Dass Sie außerhalb unserer Hausmauern auch zu diesen kalten Londonern gehören, überrascht mich immer wieder. Etwas Güte stünde Ihnen viel besser.« Sie lächelte ihn aber versöhnlich an, bis er ein schuldbewusstes Gesicht aufsetzte. Er konnte gar nicht anders, als unter ihrer Liebe zu kapitulieren. Herzensgüte war Mutters stärkste Waffe, die jeden noch so harten Geschäftsmann oder Soldaten in die Knie zwingen konnte.
     »Genau«, warf ich ein. »Etwas mehr Güte stünde Ihnen wirklich besser. Auch in anderen Belangen.« Aber erneut ging Vater nicht auf meinen Versuch ein, seinen Entschluss rückgängig zu machen. Missmutig lehnte ich mich an die ruckelnde Kutschenwand. Ich sah ein, dass ich mit dieser kindischen Manier nichts erreichte.
     Mit einem Ruck fuhr Hornby weiter, und unsere Kutsche kam erst wieder in einem geschäftigen Hof zum Stehen. Während mein Vater seine Papiere ablieferte, blickte mich Mutter besorgt an. »Mit diesem zerknirschten Gesicht könntest du Kinder erschrecken. Was ist denn nur los?«
     Ich erzählte ihr, was in Vaters Bibliothek vorgefallen war, und Mutter legte den Arm um meine Schultern. »Ihr zwei Zankäpfel werdet euch wieder beruhigen.«
     »Ich glaube nicht. Mir mangelt es an der Friedfertigkeit, die Ihnen so mühelos gelingt.«
     Mutter lachte. »Min Sødme«, sagte sie auf Dänisch, was so viel hieß wie: meine Süße. »In deinem Alter war ich alles andere als sanftmütig. Gerade als es um die Heirat mit deinem Vater ging, benahm ich mich wie ein kleiner Teufel.«
     »Erzählen Sie weiter«, sagten Rica und ich im Chor.
     »Nun, mein Vater war überaus entsetzt, dass ich ausgerechnet einen Briten ehelichen wollte. Schon damals, ein paar Jahre vor der Niederlage gegen die Briten, zogen zwischen den beiden Ländern Gewitterwolken auf. Benjamin ging deshalb nach seinem längeren Aufenthalt in Kopenhagen nach England zurück. Er versprach mir, wiederzukommen und mich zu heiraten. Aber mein Vater hatte andere Pläne für mich im Sinn.«
     »Wie haben Sie Ihren Vater überzeugen können?«
     »Oh, ich war so übel gelaunt, dass er mein leidendes Dasein kaum mehr ertrug.« Sie lachte amüsiert. »Aber das funktionierte nicht sofort. Erst nach vielen Wochen aufgesetzter Trauermiene, zynischen Phrasen und unschicklichen Wutanfällen lenkte mein Vater schließlich ein.«
     »Haben Sie es jemals bereut, so weit weggegangen zu sein?«, fragte Rica.
     »Niemals. Ich bin der Liebe gefolgt, und daraus ist eine noch größere Liebe entstanden, die zu euch, meine Töchter.«
     Ich lehnte mich an Mutter. Gänzlich konnte ich den Streit mit Vater nicht abschütteln. Aber zumindest versöhnte mich die Verbundenheit zu ihr ein wenig mit meinen leidigen Zukunftsaussichten. Ich ließ mich in das Gefühl der Geborgenheit fallen, wie in ein weiches Bett, in das man sich im kalten Winter einigeln konnte. Das war der Trost, den ich mehr brauchte als alle aufmunternden Worte. Ihr Haar, ihre Kleider, einfach alles roch nach Gänseblümchen und Zimt. Woher dieser Duft kam, blieb ein Geheimnis. Sie trug weder Parfum noch irgendeine Creme auf. Es war ihr ganz eigener Duft, der mich einlullte und mich beruhigte wie ein Zauberelixier.
     Ich beschloss, die Ereignisse ruhen zu lassen. Was nicht hieß, dass ich einfach aufgab. Ich würde Vaters Wunsch nachkommen, Mrs Prestons Unterricht ernster zu nehmen, und später einen guten Moment finden, um die Strafe neu auszuhandeln. Nur sechs Monate Bücherverbot, zum Beispiel. Das wäre immer noch schrecklich. Aber annehmbarer als die Ewigkeit eines Jahres. Mein Leben als Ehefrau mit einem Abenteurer würde kommen.
     Vater kehrte zurück, und endlich fuhren wir an den Stadtrand in Richtung Norden.

Ein milchiger Schleier verdeckte die Sonne. Wir waren den halben Vormittag unterwegs. Irgendetwas lag in der Luft und es lähmte meine Gedanken. Meine Füße wippten auf und ab. Vielleicht spürte ich erstmals, was bald auf mich hereinbrechen würde – wenn auch nur verschwommen. Eine erste Ahnung, ein Wink, den ich nicht zu deuten vermochte. Aber ich ging diesem unheilvollen Gefühl nicht weiter nach, wertete es als Laune ab, die mich ergriffen hatte und bald vorüberginge.
     »Ich habe bereits einen Termin mit Mr Green für dein Brautkleid arrangiert«, hörte ich Mutter zu Rica sagen.
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