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Jenny Aaron 2 - Niemals
Verfasser: Andreas Pflüger (3)
Verlag: Suhrkamp (306)
VÖ: 9. Oktober 2017
Genre: Thriller (4719)
Seiten: 475
Themen: Marrakesch (5), Polizei (498), Spezialeinheiten (60)
Reihe: Jenny Aaron (2)
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Die blinde Profilerin Jenny Aaron macht ein überraschendes Erbe - zwei Milliarden Dollar auf einem Konto in Marrakesch und versteckte Hinweise auf den "Broker", einen der berüchtigsten Verbrecher der Welt. Eigentlich wollte sie sich in Behandlung begeben, denn es besteht die Möglichkeit dass sie wieder einen Teil ihrer Sehfähigkeit zurückerlangt. Doch diese brisante Ermittlung geht vor und sie riskiert dabei wieder mal eine Menge.
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Lesermeinungen (7)     Blogger (1)
MEINUNGEN UND DISKUSSIONEN UNSERER LESER
Kommentar vom 31. Januar 2018 um 16:17 Uhr (Schulnote 1):
» Würdige und überzeugende Fortsetzung des deutschen Ausnahmethriller "Endgültig"

Das Buch "Endgültig" von Andreas Pflüger, der erste Fall mit Jenny Aaron, der blinden Ermittlerin einer geheimen Sondereinheit, gehörte zu meinen absoluten Lesehighlights aus dem Jahr 2016. Um so gespannter war ich, ob der Autor in der Fortsetzung das hohe Niveau des ersten Teiles halten kann.
Um es kurz zu machen, er kann. Auch hier gelingt dem Autoren wieder ein fulminanter Thriller, der sich hinter dem ersten Band keineswegs verstecken muss.

Jenny Aaron hat sich in die Einsamkeit zurückgezogen, um sich darüber klar zu werden, ob sie das Angebot, dauerhaft zur Spezialeinheit zurückzukehren annehmen soll. Doch dann führt sie das Erbe ihres großen Widersachers Holm auf die Spur eines äußerst gefährlichen Mannes, mit dem Jenny bereits in der Vergangenheit eine ziemlich unangenehme Begegnung hatte, die sie nur knapp überlebt hat. Und der Mann hat über die Jahre nichts von seiner Gefährlichkeit eingebüßt ...

Die Geschichte knüpft direkt an die dramatischen Geschehnisse des ersten Bandes an, dennoch kann man das Buch auch ohne Vorkenntnisse problemlos lesen und verstehen. Die erforderlichen Informationen dazu werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne den Lesefluß zu stören. Dabei werden aber natürlich auch einige der Überraschungen aus dem ersten Buch verraten, so das es sich grundsätzlich schon empfieht, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Die Geschichte ist wieder extrem tempo- und actionreich, hier bleibt beim Lesen kaum Zeit zum Luftholen. Der perfekte Spannungsbogen trägt die gut aufgebaute Geschichte mit seinen zahlreichen überraschenden Wendungen von der ersten bis zur letzten Seite ohne Durchhänger. Neben vielen schon aus dem ersten Buch bekannten Charakteren treten hier auch einige neue Figuren auf, so das sich ein perfekt aufeinander abgestimmtes Ensemble ergibt, das viel zum absolut überzeugenden Gesamtbild beiträgt. Mit seiner bildhaften Sprache gelingt es dem erfahrenden Drehbuchautoren dabei auch hier wieder ganz hervorragend, das Geschehen vor dem geistigen Auge erscheinen zu lassen und so das Kopfkino mächtig anzukurbeln.

Da die Geschichte um Jenny Aaron als Trilogie angelegt ist, können wir uns auf mindestens noch ein weiteres Buch mit ihr freuen. Meine Ungeduld wächst schon jetzt wieder ziemlich.«
  8      0        – geschrieben von ech68
Kommentar vom 31. Dezember 2017 um 15:17 Uhr (Schulnote 1):
» Rache nehmen heißt oft, sich selbst zu opfern!

"Wie blind, wie schwach wir sind, und glauben doch, so scharf zu sehen und glauben doch, so stark zu sein!" (Emmy von Rothenfels)
Nach ihrem letzten Fall, bei dem sie ihr Erzrivalen Holm diesen mit seinem Leben bezahlen musste und Pavlik schwer verletzt wurde, erholt sich Ermittlerin Jenny Aaron bei ihrem ehemaligen Vorgesetzten Lissek auf Färöer. Das aufflammende hell dunkel sehen hat Aaron etwas irritiert, kann es sein das sie ihr Augenlicht zurückbekommt? Sie hat Angst sich der Wahrheit zustellen, außerdem muss sie sich über Demircis Frage, ob sie zur Einheit zurückkehrt klar werden. Professor Reimer, der ein Institut für Blinde hat, erklärt Aaron seine Therapieform. Doch bevor sie sich auf diese Therapie einlassen kann, bekommt sie einen Brief von einem Anwalt. Der getötet Holm hat ihr sein Erbe vermacht, dafür muss sie sich jedoch in Marrakesch identifizieren. Aaron ist sich sicher, das dieses Geld gestohlen ist, anderseits könnte man viel Gutes mit dieser Erbschaft bewirken. Zusammen mit Pavlik macht sich Aaron auf den Weg nach Marrakesch, doch nicht ohne genügend Vorkehrungen zu treffen. In Marrakesch entdecken sie schnell, dass sie verfolgt werden, den der ursprüngliche Eigentümer möchte sein Geld wieder haben. Ohne zu ahnen, das der gefährlichste Mann der Welt längst schon auf sie wartet, um ihn zu töten ist Aaron zu allem bereit.

Meine Meinung:
Der erste Band mit der blinden Ermittlerin konnte mich noch nicht vollständig überzeugen. Doch dieses Buch hat mir bei weitem besser gefallen, vielleicht weil ich nun die Ermittlerin und ihre Eigenheiten schon besser kannte. Ich würde auch jedem Leser raten, das Buch "Endgültig" vorab zu lesen, den dadurch bekommt man einen besseren Einblick auf Jenny Aaron. Außerdem baut sich dieses Buch anhand des ersten Bandes weiter auf, so das man vieles besser versteht. Natürlich ist der Fall abgeschlossen, doch viele Ereignisse laufen ineinander. Der Schreibstil war am Anfang für mich anfänglich gewöhnungsbedürftig, aber in diesem Buch fand ich es bei weitem besser. Auch das Cover, das an den Vorband anschließt gefällt mir wieder sehr gut. Inzwischen bange ich schon förmlich mit Pavlik und Aaron mit und hoffe, dass den beiden Freunden nicht passiert. Bei den spannenden Actionszenen, habe ich selten so fesselndes erlebt, sodass Seite um Seite nur so dahin fliegt. Inzwischen hat mich Andreas Pflüger wirklich überzeugt und so freue ich mich auch schon auf weitere Abenteuer mit Aaron, Pavlik und ihrem Team. In der Hoffnung das Aaron ihr Augenlicht wenigstens zum Teil zurückbekommt, warte ich auf den nächsten Teil und gebe 4 1/2 von 5 Sterne.«
  10      0        – geschrieben von claudi-1963
 
Kommentar vom 1. Dezember 2017 um 13:22 Uhr (Schulnote 1):
» Ungekürzte Lesung
Laufzeit 11 Stunden 11 Minuten
gesprochen von Nina Kunzendorf

Darum geht’s:

Die blinde Profilerin Jenny Aaron macht ein überraschendes Erbe – zwei Milliarden Dollar auf einem Konto in Marrakesch und versteckte Hinweise auf den „Broker“, einen der berüchtigsten Verbrecher der Welt. Eigentlich wollte sie sich in Behandlung begeben, denn es besteht die Möglichkeit dass sie wieder einen Teil ihrer Sehfähigkeit zurückerlangt. Doch diese brisante Ermittlung geht vor und sie riskiert dabei wieder mal eine Menge.

So fand ich’s:

Jenny Aaron ist eine Ausnahmeerscheinung. Schon als Kind wurde sie von ihrem Vater spielerisch darauf vorbereitet, als Elitepolizistin zu brillieren. Und auch nachdem sie erblindet ist, hat sie ihren Mut, ihre Körperbeherrschung und den Ideenreichtum nicht eingebüßt. Das was sie kann, geht weit über das hinaus, was üblicherweise ein Blinder – oder auch so gut wie alle Sehenden – zustande bringen. Dabei hat Jenny nicht nur Mut und Verstand, sondern auch ein großes Herz. Und das macht sie zu einer Protagonistin ganz nach meinem Geschmack.

Die Jagd nach dem Broker verlangt Jenny und der ganzen Sondereinheit des BKA, die nur „die Abteilung“ genannt wird, alles ab. Es gibt mehr als eine furiose Actionszene, aber auch ruhige, fast schon philosophische Momente. Wir bekommen nicht nur einen geradlinigen Handlungsstrang serviert, sondern es gibt ausführliche Rückblicke auf frühere Einsätze und die Zeit, als Jenny noch sehendes Mitglied in der Abteilung war. Dadurch, dass wir erleben, was sie damals alles drauf hatte, schätzt man auch das anders ein, was sie als Blinde demonstriert. Sie geht bis zum Extrem, damals wie heute. Und einige Dinge aus den vergangenen Einsätzen bekommen auch aktuell eine wichtige Bedeutung.

Um sie herum ist das Team aus der Abteilung. Menschen, die wir im ersten Band schon kennengelernt haben, und die Jenny teilweise zu ihren engsten Freunden zählt. Besonders Pavlik, der Mann von Jennys bester Freundin Sandra, ist ihr engster Vertrauter und verlässlicher Partner bei ihrem Einsatz.

Die Sprache ist nicht unbedingt typisch für einen Thriller, denn Pflüger verwendet Vergleiche und Bilder, die absolut einzigartig sind und die Emotionen und Dynamik einer Szene so lebendig werden lassen, als wäre man dabei. Die Erzählung ist sehr dicht und man darf keinen Moment unkonzentriert sein, um nichts von dem zu verpassen, was Pflüger in die Geschichte gepackt hat – es wäre schade um jedes Detail, was man überhört. Eigentlich ist diese Geschichte deshalb nicht wirklich perfekt für eine Hörbuchversion geeignet, bei der ich normalerweise dazu neige, immer mal gedanklich abzudriften. Ich fand aber schon im ersten Band und genauso in dieser Fortsetzung, dass Nina Kunzendorf mit einer Mischung aus Coolness und Emotionen die Hörversionen so gelungen spricht, dass ich sie mir nicht entgehen lassen wollte.

„Niemals“ hat mich genau wie Band 1 „Endgültig“ wieder absolut überzeugt und nun warte ich gespannt auf den dritten Band dieser Trilogie.«
  13      1        – geschrieben von Gabis Laberladen
 
Kommentar vom 22. Oktober 2017 um 15:27 Uhr (Schulnote 1):
» Jenny Aaron ist Verhörspezialistin und Fallanalytikerin beim BKA und sie ist blind. Vor einigen Jahren verlor sie bei einem Einsatz ihr Augenlicht. Aufgrund ihrer überragenden Fähigkeiten möchte man sie in ihre Sondereinheit zurückholen, aber Jenny ist sich nicht sicher. Doch dann erfährt sie, dass Ludger Holm ihr ein gigantisches Erbe hinterlassen hat. Aber dafür muss sie nach Marrakesch, wo ein sehr gefährlicher Mann auf sie wartet. Sie muss sich ihren Ängsten stellen und ihn töten. Dafür ist sie bereit, alles zu opfern, was für sie wichtig ist.
Der Schreibstil ist kurz und bündig und sehr packend, da es tempo- und actionreich zugeht. Obwohl in diesem Band nicht die Action im Vordergrund steht, sondern mehr das Gefühlsleben von Jenny Aaron und ihren Mitkämpfern.
Es ist zwar nicht dringend erforderlich, den Vorgängerband „Endgültig“ gelesen zu haben, aber es ist empfehlenswert.
Jenny muss sich der Aufgabe nicht alleine stellen. Ihr Freund Pavlik begleitet sie. Die beiden sind sehr gute Freunde, aber sie sind auch ein seltsames Gespann. Jenny hat ihr Augenlicht verloren, Pavlik verlor während eines Einsatzes seinen Unterschenkel. Das Team um Jenny harmoniert gut und das spürt man immer wieder.
Jenny war eine sehr gute Polizistin, kampferprobt und intelligent. Sie hat nicht aufgegeben und sich zurück ins Leben gekämpft und sie will beweisen, dass sie immer noch sehr fähig ist. Dabei ist sie bereit, auch Risiken einzugehen. Ich möchte nicht in ihrer Haut stecken, als sie entscheiden muss, ob sie auf eine vage Chance, ihr Augenlicht wiederzuerlangen, hofft oder ihr unruhiges Leben weiterführen will.
Dieses Buch ist hochspannend, tempo- und actionreich und man wird förmlich mit durch die Geschichte gejagt. Die Figuren sind komplex.
Die Spannung ist von Anfang an da und steigert sich bis zum Ende noch.
Ein sehr fesselnder Thriller, den ich nur empfehlen kann.«
  10      0        – geschrieben von buecherwurm1310
Kommentar vom 17. Oktober 2017 um 21:36 Uhr (Schulnote 1):
» Extrem

Wer den ersten Band ,,Endgültig“ gelesen hat, weiß, was einen erwartet: Harte Krimikost in jeglicher Hinsicht.
Jenny Aaron ist eine ganz besondere Heldin, denn sie ist blind. Als Mitglied einer Spezialeinheit des Bundeskriminalamtes nahm sie sechs Jahre lang an höchst riskanten und meist geheimen Einsätzen teil. Ihre überragenden Fähigkeiten in physischer und psychischer Hinsicht waren ausschlaggebend dafür, dass sie als einzige Frau dieser Sondereinheit angehörte. Bei einem Einsatz wurde sie so schwer verletzt, dass sie seitdem blind ist. Doch Jenny Aaron will sich nicht mit ihrem Schicksal abfinden und kämpft darum, auch blind genauso gut zu sein wie früher.
Während die Sondereinheit mit der neuen Chefin Inan Demirci sie nun nach fünf Jahren unbedingt zurückholen will, ist Aaron verunsichert, ob sie sich dieser Herausforderung wirklich stellen kann. Da erfährt sie, dass ihr Feind Ludger Holm, der im ersten Band eine wichtige Rolle spielt, ihr zwei Milliarden hinterlassen hat. Um an das Geld zu kommen, muss sie allerdings nach Marrakesch. Dort erwartet sie der gefährlichste Mann der Welt und Aaron muss sich ihrer Vergangenheit und ihrer größten Angst stellen.
Andreas Pflügers Stil ist äußerst knapp, fast schon telegrammstilartig. Die Szenen wechseln rasant, die Dialoge sind oft radikal verkürzt, sodass man als Leser ständig aufs Neue herausgefordert ist. Jenny Aaron mit ihrem absoluten Willen und ihrer extremen Risikobereitschaft ist nicht unbedingt sympathisch. Dafür wirkt sie zu stark und unnahbar. Nur ganz zu Beginn, als sie an sich zweifelt, und am Ende, als sie endlich loslassen kann, kommt man ihr etwas näher.
Die Handlung wird sehr tempo- und actionreich geschildert, dem Leser sind nur wenige Verschnaufpausen vergönnt. Allerdings verliert man angesichts der zahlreichen Figuren, die teils auch noch ein Doppelleben führen, und angesichts der vielen Verwicklungen gelegentlich etwas den Überblick, was der Spannung aber keineswegs abträglich ist.
Ein hoch spannender Thriller, der dem Leser einiges abverlangt.«
  11      0        – geschrieben von amena25
Seite:  1 2
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