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Im Feuer der Freiheit
Verfasser: Bele Freudenberg (1)
Verlag: Bookspot (53)
VÖ: 17. Juli 2017
Genre: Historischer Roman (2668) und Romantische Literatur (11620)
Seiten: 384
Themen: 19. Jahrhundert (822), Besatzung (5), Frauen (446), Freiheit (273), Hamburg (334), Krieg (809)
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Hamburg 1813:
Für die winterliche Alsterstadt schlägt unter französischer Besatzung die kälteste Stunde: Inmitten der politischen Wirrungen der napoleonischen Kriege kämpft die junge Fanny nach dem Tod ihres Onkels um ihre eigene Unabhängigkeit. Fluch und Segen zugleich ist ihr dabei der attraktive und ehrenhafte, doch unnahbare Georg von Alvesloh, der ihr – ganz zu ihrem Ärgernis – als Vormund zur Seite gestellt wurde. Fanny wird schon bald von alten Gefühlen verwirrt, als ihr Temperament und seine kühle Besonnenheit aufeinanderschlagen. Sie ist sich völlig sicher: Von Alvesloh hat ein dunkles Geheimnis, das ihn gefangen hält – und irgendetwas muss der schneidige Oberst Tettenborn damit zu tun haben.
Fest entschlossen, dem Rätsel auf den Grund zu gehen, begibt Fanny sich in den Bann staatlicher Verwicklungen – und in große Gefahr, ganz anders als erwartet nicht außerhalb der Stadtmauern…

Eine Liebe zwischen Vernunft und Sinnlichkeit im Sturm des Krieges: der historische Liebesroman von Bele Freudenberg
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OFFIZIELLE LESERKANONEN-REZENSION
Hamburg und die große Freiheit
 
Die Erwähnung von Büchern, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts spielen, löst schnell eine gewisse Skepsis aus, da es zu viele schlechte und schwülstige Regency-Groschenromane gibt, in denen schmachtende Jungfern aus der Nähe von London auf ihrem großen Einführungsball auf den Adelsschönling ihres Lebens treffen. Mit ihrem Roman »Im Feuer der Freiheit« stellte Bele Freudenberg den Versuch an, der Epoche einen besseren literarischen Anstrich zu geben - und wir haben uns angesehen, ob der Versuch gelungen ist.

Die in Hamburg ansässige Bele Freudenberg war mehr oder weniger prädestiniert für einen Roman wie »Im Feuer der Freiheit«, da sie studierte Geschichtswissenschaftlerin und Psychologin und zusätzlich auch noch promoviert ist, kurzum: Da sollte jemand genau die richtige Symbiose aus historischem Faktenwissen und der Fähigkeit sein, dieses Wissen psychologisch geschickt an den Mann zu bringen. Das Buch ist das Romandebüt der Autorin. Es erschien im Juli dieses Jahres im Münchener Bookspot Verlag, genauer gesagt in dessen »Edition Carat«, die sich auf (romantische) historische Romane spezialisiert hat. Die rund 380 Seiten sind entweder als Taschenbuch für 14,80 Euro oder als E-Book für 5,99 Euro erhältlich.

Zu dem Zeitpunkt, an dem die Leser in die Geschichte geführt werden, befand sich Hamburg zunächst unter französischer Besatzung und durchlebte schwere Zeiten. Und nicht nur die Stadt im Allgemeinen, sondern auch eine junge Dame namens Fanny, die nach dem Tod ihres Onkels nach einem möglichst selbstbestimmten Platz im Leben strebt, die jedoch einem Vormund unterstellt wird. An dieser Stelle prallen zwei höchst unterschiedliche Charaktere aufeinander, weswegen auch ihr verbaler Umgang stets förmlich bleibt. Höchst unterschiedlich ist auch das, was Fanny in Gegenwart von Georg von Alvesloh - so der Mann mit Namen - innerlich bewegt. Und da hinter der Fassade des reservierten Mannes ein düsteres Geheimnis zu schlummern scheint, versucht Fanny diesem auf den Grund zu gehen und gerät Hals über Kopf in Verstrickungen, die weit über den persönlichen Bereich hinausgehen.

A propos persönlicher Bereich: Tatsächlich spielt sich auf selbigem doch ein ganzes Stück mehr ab, als ich zunächst angesichts des geschichtswissenschaftlichen Hintergrundes der Autorin erwartet hatte. »Im Feuer der Freiheit« ist de facto ein Liebesroman. Der große Unterschied zu der eingangs erwähnten Sorte von Büchern ist jedoch, dass das Zeitalter hier nicht als grob umrissene und weitgehend bedeutungslose Kulisse dient, sondern wie aus dem Geschichtsbuch geschnitten daherkommt. Bele Freudenberg hat es hervorragend verstanden, die von großen Ereignissen durchgeschüttelte Zeit zum Leben erwecken und dank exzellenter Recherche nicht nur eine äußerst detaillierte Darstellung der Gegebenheiten zu schaffen, sondern auch nachhaltig einen Eindruck im Kopf der Leserin zu hinterlassen, die bis dahin vermutlich in den meisten Fällen von den Anfängen des 19. Jahrhunderts nicht viel mehr wissen dürfte, als dass es damals hierzulande Ärger mit einem kleinen Korsen gab.

Eben jener Breitseite an historischem Background ist es zu verdanken, dass alle Arten von Lesern auf ihre Kosten kommen: Diejenigen, die sich für vergangene Zeiten interessieren und tatsächliche Ereignisse möglichst elegant in fiktiven Geschichten eingebettet sehen möchten, und solche, die gerne romantische Literatur lesen, dabei jedoch den Stil und Umgang alter Zeiten gegenüber den teils doch ziemlich entgleisten Gepflogenheiten in modernen Jetztzeit-Liebesromanen bevorzugen. Dabei hebt sich Fanny durch ihre - im zeitlichen Kontext betrachtet - äußerst erfrischende Art von vielen Frauenfiguren aus historischen Romanen ab, ihr Aufeinanderprallen mit von Alvesloh ist äußerst unterhaltsam, wie auch der Rest des Personengeflechts und der sich nach und nach entwickelnden Storyline klar überzeugen.

»Im Feuer der Freiheit« punktet vielleicht nicht durch ein Übermaß an Spannung, schlittert jedoch an keiner Stelle in eine der üblichen Schwächen von »Historienromanen für Frauen« hinein. Stattdessen überzeugt das Buch durch eine von Anfang an bis zum Ende gut konstruierte Geschichte, durch einen jederzeit angenehm zu lesenden Stil und durch das wohlige Gefühl, in eine literarische Zeitkapsel gestiegen zu sein und tatsächlich in der Vergangenheit gelandet zu sein anstatt in einer laienhaften Theateraufführung. Diese Zeitreise lohnt sich!
– geschrieben am 5. Oktober 2017
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